Neues zur Verbindung Sportgastein - Mölltaler Gletscher
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Rob
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Neues zur Verbindung Sportgastein - Mölltaler Gletscher
Ich habe Anfang des Jahres noch etwas gelesen uber die Verbindung zwischen den Gasteinertal und den Molltal.
Der Plan stammt aus den 80er Jahren und wird jetzt wieder aufgegriffen: die Erschließung des Gletschers auf dem Schareck. Die Mölltaler möchten auf 3000 Meter ihr Skigebiet erweitern. Die Gasteiner Seite des Gletschers soll für Touristen ebenfalls befahrbar gemacht werden.
Rund 20 Millionen Euro sollen investiert werden und das zukünftige Skigebiet soll mit den modernen Gletscherjets, wie sie auch in Kaprun verwendet wurden, ausgestattet werden. Auch wurden bereits Studien zur Machbarkeit in Auftrag gegeben. Die Gemeinde Bad Gastein steht zudem hinter der Erschließung. Das grosste Problem ist dass es mitten in der Kernzone des Nationalparks Hohe Tauern geplant ist. Befürworter verwiesen zu Kaprun. Sollte nämlich die Stollenbahn, die zur Zeit von der Kärntner Seite auf das Schareck führt, defekt sein, könnte die Abfahrt nach Gastein lebensrettend werden.
Aber ich denke dass es nicht realisiert wird, weil es in einem Nationalpark liegt.
Der Plan stammt aus den 80er Jahren und wird jetzt wieder aufgegriffen: die Erschließung des Gletschers auf dem Schareck. Die Mölltaler möchten auf 3000 Meter ihr Skigebiet erweitern. Die Gasteiner Seite des Gletschers soll für Touristen ebenfalls befahrbar gemacht werden.
Rund 20 Millionen Euro sollen investiert werden und das zukünftige Skigebiet soll mit den modernen Gletscherjets, wie sie auch in Kaprun verwendet wurden, ausgestattet werden. Auch wurden bereits Studien zur Machbarkeit in Auftrag gegeben. Die Gemeinde Bad Gastein steht zudem hinter der Erschließung. Das grosste Problem ist dass es mitten in der Kernzone des Nationalparks Hohe Tauern geplant ist. Befürworter verwiesen zu Kaprun. Sollte nämlich die Stollenbahn, die zur Zeit von der Kärntner Seite auf das Schareck führt, defekt sein, könnte die Abfahrt nach Gastein lebensrettend werden.
Aber ich denke dass es nicht realisiert wird, weil es in einem Nationalpark liegt.
Zuletzt geändert von maba04 am 01.03.2023 - 02:53, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Betreff angepasst.
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Rob
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Skiverbindung Sportgastein-Molltal
Naheres zum Skiverbindung Sportgastein-Molltal (mit geplante Anlagen) finden Sie hier:
http://www.alpenverein.at/naturschutz/alpen-in-not.htm
und dann nr. 12 Sportgastein - Zusammenschluß "Mölltaler Gletscherbahnen" in Flattach nach Sportgastein über den Nationalpark Hohe Tauern/Salzburger Anteil
http://www.alpenverein.at/naturschutz/alpen-in-not.htm
und dann nr. 12 Sportgastein - Zusammenschluß "Mölltaler Gletscherbahnen" in Flattach nach Sportgastein über den Nationalpark Hohe Tauern/Salzburger Anteil
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Emilius3557
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Das mit Sportgastein wäre eigentlich ein Topic für "geschlossene Skigebiete" oder noch besser, für "Skigebiete, die nie geöffnet wurden". In den 80er Jahren war ein Pendelbahn von Sportgastein auf das Schareck, 3122 m. in Bau, um das südseitige Gletscherareal (Wurtenkees) zu erschließen, was dann ja 1987 vom Mölltal aus geschah. Leider oder zum Glück (je nach Standpunkt) ging den Gasteinern das Geld aus, und 1992 wurden die paar schon gebauten Masten via Hubschrauber demontiert. Hab davon ein Bild in der Bergsteigerzeitschrift BERGE gesehen.
Ich halte diese Idee für nicht sehr zielführend. Der Gletscher schmilzt dramatisch schnell ab und außerdem ist das Tunnelbahn-Argument gar keins. Wozu gibt es diese 22 km lange Straße bis zur Talstation Eissee-Kabinenbahn? Wenn die ein Problem mit der Tunnelbahn haben, kann man (so lange nicht alles total verschneit ist!) die Straße benutzen. Im Pitztal gibt immerhin so eine Straße nicht.
Wozu gibt es einen Nationalpark, wenn man alles trotzdem zubauen möchte?
Ich halte diese Idee für nicht sehr zielführend. Der Gletscher schmilzt dramatisch schnell ab und außerdem ist das Tunnelbahn-Argument gar keins. Wozu gibt es diese 22 km lange Straße bis zur Talstation Eissee-Kabinenbahn? Wenn die ein Problem mit der Tunnelbahn haben, kann man (so lange nicht alles total verschneit ist!) die Straße benutzen. Im Pitztal gibt immerhin so eine Straße nicht.
Wozu gibt es einen Nationalpark, wenn man alles trotzdem zubauen möchte?
- Alpi
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Gastein fordert Gletscherzugang!
Laut einem Bericht in Salzburg Heute fordern die Bergbahnen und der Tourismusverband Gastein einen Zugang zu Mölltaler Gletscher.
Dabei würde eine Seilbahn von Sportgastein über das Schareck auf den Gletscher gebaut. Die Pläne existieren anscheinend schon länger und wurden auch vom Betreiber des Mölltaler Gletschers Heinrich Schultz unterstützt.
Da aber der Übergang nach Kärnten in der Kernzone des Nationalparks Hohe Tauern liegt wurde das Projekt von der Salzburger und Kärntern Landesregierung abglehnt.
Laut Anfrage des ORF bei Landeshauptmann Franz Schausberger wird auch eine neuerliche Einreichung abgelehnt, solange sich zwei Stützen in der Kernzone befinden. Wir ein Plan vorgelegt der die Kernzone nicht berührt werde das Projekt nochmal geprüft.
Dabei würde eine Seilbahn von Sportgastein über das Schareck auf den Gletscher gebaut. Die Pläne existieren anscheinend schon länger und wurden auch vom Betreiber des Mölltaler Gletschers Heinrich Schultz unterstützt.
Da aber der Übergang nach Kärnten in der Kernzone des Nationalparks Hohe Tauern liegt wurde das Projekt von der Salzburger und Kärntern Landesregierung abglehnt.
Laut Anfrage des ORF bei Landeshauptmann Franz Schausberger wird auch eine neuerliche Einreichung abgelehnt, solange sich zwei Stützen in der Kernzone befinden. Wir ein Plan vorgelegt der die Kernzone nicht berührt werde das Projekt nochmal geprüft.
- Alpi
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Weiß ich nicht, kenn das Gelände nicht aber nächsten Sommer soll auch Sportgastein eine Beschneiungsanlage bekommen!starli hat geschrieben:.. wobei ich ehrlichgesagt den Sinn ("fordern") nicht ganz versteh .. könnte man Sportgastein nicht auch ohne Mölltaller Gletscher noch ein wenig attraktiver ausbauen? Verbindung mit Gastein selbst?
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Tyrolens
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Also erstens ist das ein Nationalpark. Und als solcher steht ihm 100%iger Schutz zu. Zum Glück. Irgendwo muß ja die ursprüngliche, gewachsene Landschaft erhalten werden...
Es geht auch nicht bloß um zwei Stützen - der Lift, bzw. das Skigebiet darf den Nationalpark überhaupt nicht berühren oder beeinträchtigen.
Es geht auch nicht bloß um zwei Stützen - der Lift, bzw. das Skigebiet darf den Nationalpark überhaupt nicht berühren oder beeinträchtigen.
- Alpi
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Also die Kernzone wird ja nicht angerührt! Es war irgendwann mal geplant dort einen Lift zu bauen und wenn die Kernzone des Nationalparks nicht berührt wird könnte über einen Bau nachgedacht werden. Dürfte man in einem Nationalpark überhaupt keine Lifte bauen würden sich manche Schigebiet ganz schön bedanken!
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Michael Meier
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Heiligenblut, Kals, Weißsee liegt der Wildkogel auch noch im Nationalpark?Meier Michael hat geschrieben:Ich kenne kein Skigebiet das einen Lift in einem Nationalpark besitzt. Auch Minschuns und Mölltaler Gletscher liegen nicht im Nationalpark.
Allerdings hat man ja schonmal angefangen mit einer PB aufs Schareck. Sogar die erste Stütze und die Talstation wurden gebaut. Allerdings wieder abgerissen.
- Alpi
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Heiligenblut, Kals, Weißsee liegt der Wildkogel auch noch im Nationalpark?Meier Michael hat geschrieben:Ich kenne kein Skigebiet das einen Lift in einem Nationalpark besitzt. Auch Minschuns und Mölltaler Gletscher liegen nicht im Nationalpark.
Allerdings hat man ja schonmal angefangen mit einer PB aufs Schareck. Sogar die erste Stütze und die Talstation wurden gebaut. Allerdings wieder abgerissen.
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Michael Meier
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von salzburg.ORF.atNun will Rauris die Schareck-Gletscherbahn
Noch viel dringender als Gastein benötige die Marktgemeinde Rauris eine Seilbahn-Verbindung zum Skigebiet "Mölltaler Gletscher" auf dem Wurtenkees. Das fordert die Rauriser Wirtin und Gemeindevertreterin Frieda Nagl.
Kernzone des Nationalparks im Weg
Das Schareck-Massiv steht im Tauernhauptkamm auf den Gebieten von Bad Gastein (Pongau), Flattach in Kärnten sowie von Rauris im Salzburger Unterpinzgau.
Sowohl in Gastein als auch in Rauris würde die weitere Erschließung des Kärntner Gletschers von Salzburger Seite eine Verletzung der Kernzone des Nationalparks Hohe Tauern bedeuten. Dort oben in Kärnten existieren bereits seit 20 Jahren Lifte.
Ehemalige ÖVP-Politikerin droht Landespartei
Die Wirtin Frieda Nagl aus Rauris, die lange für die ÖVP und nun für eine Namensliste in der Gemeindevertretung sitzt, will das Verbot durch bestehendes Salzburger Landesgesetz nicht zur Kenntnis nehmen.
Die Besitzerin eines Fremdenverkehrsbetriebes stellt dem Landeshauptmann auch gleich die Rute ins Fenster:
"Der Tourismus in Rauris hungert, und da oben geht es bei 1,90 Meter Schnee super zum Skifahren. Ich habe eben wieder zwei Absagen von Reisebussen aus Deutschland, die Lage bei uns ist katastrophal. Wenn der Landeshauptmann nicht zustimmt, dann weiß ich bei den kommenden Wahlen, was ich zu tun habe."
Kapruner Hotelier ebenfalls unter Befürwortern
Der Zugang zum Schareck sei für ganz Salzburg wichtig, sagt der Kapruner Hotelier und ehemalige ÖVP-Landtagsabgeordnete Gottfried Nindl. Er sieht dadurch eine Entlastung für das an vielen Tagen bereits stark überlaufene Kitzsteinhorn:
"Ich verstehe die Bemühungen von Gastein und Rauris voll."
Alpenverein strikt dagegen
Wie berichtet, leistet der Dachverband des Österreichischen Alpenvereins seit zwei Jahrzehnten Widerstand gegen den bestehenden Liftbetrieb auf Kärntner Seite des Schareck.
Falls von Gastein und Rauris nun eine weitere Erschließung folge, dann werde man auch dagegen auftreten, hört man aus der ÖAV-Zentrale Innsbruck.
Schausberger will Weg außerhalb der Kernzone
Landeshauptmann Franz Schausberger (ÖVP) hat Sonntagfrüh als für den Nationalpark zuständiger Mann in der Regierung via ORF Radio Salzburg bekräftigt, er sei prinzipiell gesprächsbereit.
Nur müsste zum Wurtenkees ein Zugang außerhalb der Nationalpark-Schutzzone gefunden werden.
Geografische Fakten zeigen Dilemma
Der Blick auf die Landkarte zeigt Experten, dass dies kaum möglich sei, weil die Kernzone im Gipfelbereich des Schareck bei Gastein über die Nordost, Nord- und Westwände bis an die Landesgrenze zu Kärnten reicht.
Und auf Rauriser Seite existiert auch ein breiter - wenn auch flacherer - Streifen der Kernzone, der vom Naturfeundehaus-Neubau in Kolm Saigurn bis zur Kärntner Landesgrenze auf der Fraganter Scharte reicht.
Angesichts der neuerlichen Diskussionen fragen sich Beobachter - nicht nur im Bundesland Salzburg: Welchen ökonomischen Wert hat der Nationalpark Hohe Tauern - nach 30 Jahren seit seiner Gründung - für die Bevölkerung und für Salzburgs Wirtschaft?
"Seilbahnen sind komplexe technische Systeme. Sie sind Werke innovativen vielschichtigen Schaffens und bilden ein spannungsvolles Zusammenspiel technischer und wirtschaftlicher, politischer, sozio-kultureller und landschaftlicher Faktoren." (Schweizerisches Bundesamt für Kultur)
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Tyrolens
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Bürgermeister: "Keine zusätzliche Piste geplant.” Auch Rauris meldet sich wieder zu Wort. Nationalpark als Hürde.
BAD GASTEIN (SN, APA). Der schneearme Winterbeginn lässt ein seit Jahrzehnten diskutiertes Thema wieder aufflammen: Das Kärntner Skigebiet auf dem Mölltaler Gletscher soll von Salzburger Seite aus erschlossen werden. Der Bürgermeister von Bad Gastein, Manfred Gruber (SP), kämpft an vorderster Front: "Seit Jahren haben wir Anfang Dezember zu wenig Schnee. Wir brauchen den Gletscher für unseren Tourismus, unser Tal verliert ständig an Arbeitsplätzen." Nach einem Salzburger Regierungsbeschluss ist der Bau einer Liftanlage in der Kernzone des Nationalparks Hohe Tauern aber nicht erlaubt.
Der Zeitpunkt für eine Gletschererschließung von Sportgastein aus sei deshalb günstig, weil "die Mölltaler Gletscherbahnen wegen einer Sicherheitsauflage eine neue Abstiegsmöglichkeit bauen müssen", argumentiert Gruber. "Wir würden deshalb die Gondelbahn zum Nulltarif bekommen." Diese Bahn wäre allerdings nur als reiner Zubringer-Lift gedacht. "Es werden keine zusätzliche Pisten gebaut, wie der Alpenverein und andere Natur- und Umweltschützer befürchten", sagt der Ortschef.
Die Gemeinden Badgastein, Bad Hofgastein und die angeschlossenen Tourismusverbände stünden hinter diesem Projekt. Wenig begeistert zeigt sich allerdings Salzburgs Landeshauptmann Franz Schausberger (VP). Zum Wurtenkess müsste ein Zugang außerhalb der Nationalpark-Schutzzone gefunden werden, betonte Schausberger in einem Interview mit Radio Salzburg.
"Wenn nur zwei Lift-Stützen in der Kernzone stehen, wird nicht gleich der ganze Nationalpark entwertet sein", entgegnet der Bad Gasteiner Bürgermeister. Als Alternative käme zwar auch eine Stollenbahn in Frage, nach der Brandkatastrophe in der Gletscherbahn von Kaprun, wo vor drei Jahren 155 Menschen gestorben sind, "ist diese Lösung auch nicht das Gelbe vom Ei".
Auch aus Rauris wurden immer wieder Stimmen für einen Anschluss zum Mölltaler Gletscher laut. Durch einen alten Goldbergbau-Stollen könnte eine fünf Kilometer lange Querverbindung den kleinen Wintersportort von Kolm-Saigurn aus mit Sportgastein verbinden. Der Österreichische Alpenverein hat sich bisher entschieden gegen neue Erschließungen ausgesprochen. Gruber: "Wir geben nicht auf und hoffen, dass der Landeshauptmann endlich Zeit für ein Gespräch mit uns hat."
Quelle: http://www.salzburg.com/
- miki
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^^Genau meine Meinung ScHliTz3R, die besteheden Bahnen schaffen gerade genug Leute in das ohnehin nicht sehr grosse Skigebiet, mit 3 Zubringern ohne neue Pisten herschen dort Flachauer Verhältnisse - also in der vorgeschlagenen Form bin ich
! Falls mit den neuen Bahnen auch neue Pisten in nördliche Richtungen kommen würden wäre ich wohl anderer Meinung, aber da ist dann das kitzelkleine Problem mit dem Nationalpark.
Apropos Nationalpark: ja wo waren denn die betroffenen Gemeinden als die Nationalparksgrenzen gezogen wurden? Keine 10 Jahre weit gedacht? Ich glaube keine Nationalparksgrenze wurde ohne die Zustimmung der betroffnen Gemeinden beschlossen, ich kann mich jedenfalls nicht erinnern das die Bundesregierung Panzer nach Gastein + Rauris geschichkt hat um der Bevölkerung den Nationalpark aufzuzwingen. Selber schuld, jetzt habt ihr den Salat, leider ist es viel leichter einen Nationalpark auszurufen als den einen oder anderen Quadratmeter Land dort wieder herauszubekommen, oft benimmt man sich bei solchen Versuchen so als wäre ein Nationalpark was heiliges, schon - ewig - bestehendes und von lieben Gott gegebenes, und nicht ein Haufen grüner Linien die einmal, typischerweise vor 20 oder 30 Jahren, ein Paar Politiker auf die Karte gemalt haben um auch bei den grün angehauchten Wählern Gefallen zu finden (... damit die uns nicht alle zu den Grünparteien überlaufen ...).
Und ja, meine Meinung ist egoistisch - ich komme sowieso immer von Flattach auf den Gletscher und brauche die nördlichen Zubringer nicht. Genauso wie die Meinung des Herrn Arnold im Fall Mutterer Alm egoistisch ist ('ich habe sowieso meinen überhohen vom Steuerzahler finanzierten Gehalt, danach schwindlig hohe Pansion, und brauch keinen Fremdenverkehr, mir ist Wurscht wenn die Tourismusbertiebe in Mutters pleite gehen, Hauptsache ich hab' meine Ruhe') oder die Aussagen mancher Tourengeher, wenn es um Pistenneubauten geht ('dagegen, weil ich mein Tourenskigebiet nicht verlieren will, mich kümmert es nicht um Arbeitsplätze und Zukunft der Region, Hauptsache ich habe an einem schönen Sa den ganzen Berg für mich alleine'
). Als Gasteiner oder Rauriser hätte ich zum Thema 'ne ganz andere Meinung:
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Apropos Nationalpark: ja wo waren denn die betroffenen Gemeinden als die Nationalparksgrenzen gezogen wurden? Keine 10 Jahre weit gedacht? Ich glaube keine Nationalparksgrenze wurde ohne die Zustimmung der betroffnen Gemeinden beschlossen, ich kann mich jedenfalls nicht erinnern das die Bundesregierung Panzer nach Gastein + Rauris geschichkt hat um der Bevölkerung den Nationalpark aufzuzwingen. Selber schuld, jetzt habt ihr den Salat, leider ist es viel leichter einen Nationalpark auszurufen als den einen oder anderen Quadratmeter Land dort wieder herauszubekommen, oft benimmt man sich bei solchen Versuchen so als wäre ein Nationalpark was heiliges, schon - ewig - bestehendes und von lieben Gott gegebenes, und nicht ein Haufen grüner Linien die einmal, typischerweise vor 20 oder 30 Jahren, ein Paar Politiker auf die Karte gemalt haben um auch bei den grün angehauchten Wählern Gefallen zu finden (... damit die uns nicht alle zu den Grünparteien überlaufen ...).
Und ja, meine Meinung ist egoistisch - ich komme sowieso immer von Flattach auf den Gletscher und brauche die nördlichen Zubringer nicht. Genauso wie die Meinung des Herrn Arnold im Fall Mutterer Alm egoistisch ist ('ich habe sowieso meinen überhohen vom Steuerzahler finanzierten Gehalt, danach schwindlig hohe Pansion, und brauch keinen Fremdenverkehr, mir ist Wurscht wenn die Tourismusbertiebe in Mutters pleite gehen, Hauptsache ich hab' meine Ruhe') oder die Aussagen mancher Tourengeher, wenn es um Pistenneubauten geht ('dagegen, weil ich mein Tourenskigebiet nicht verlieren will, mich kümmert es nicht um Arbeitsplätze und Zukunft der Region, Hauptsache ich habe an einem schönen Sa den ganzen Berg für mich alleine'
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Naja, Nationalparks haben schon ihren Sinn und die betroffenen Gemeinden sind bei diesem Projekt auch alles andere als leer ausgegangen. Man muß sich halt entscheiden. Alles kann man nicht haben.
Miki, ließ dir mal den Artikel durch, dessen link ich im "off topic" Forum gepostet habe. Dann wird dir vielleicht klar, warum ein Projekt wie die Mutterer Alm Bahn nicht unbedingt das gelbe vom Ei ist und warum nicht jedes Dorf in den Alpen zur Tourismushochburg werden kann.
Langsam muß ich schon glauben, dass für dich der Wintermassentourismus ne goldene Kuh ist.
Miki, ließ dir mal den Artikel durch, dessen link ich im "off topic" Forum gepostet habe. Dann wird dir vielleicht klar, warum ein Projekt wie die Mutterer Alm Bahn nicht unbedingt das gelbe vom Ei ist und warum nicht jedes Dorf in den Alpen zur Tourismushochburg werden kann.
Langsam muß ich schon glauben, dass für dich der Wintermassentourismus ne goldene Kuh ist.
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Generell stehe ich einer Erweiterung von Sportgastein positiv gegenüber, da
- 2 Lifte und ein paar Pisten zu wenig attraktiv sind
- aufgrund der überdurchschnittlichen Höhenlage Sportgastein vergleichsweise schneesicher ist
- das Schigebiet bei schlechter Schneelage im Gasteiner Tal hoffnungslos überfüllt ist
Allerdings wage ich zu bezweifeln, ob man mit einer Zubringerseilbahn auf den Schareck (in älteren Schiatlanten als projektiert eingezeichnet) die bestmögliche Lösung gefunden hat. Der Nationalpark, die Gefahr einer Überfüllung des Mölltaler Gletschers und keine zusätzlichen Abfahrten sind sicherlich negative Aspekte. Jedoch würde ich mir wünschen (auch schon aus Anreisessicht), daß Salzburg in Sachen hochalpiner Schigebiete mehr als das Kitzsteinhorn und Uttendorf zu bieten hätte. Fehlinvestion ist es sicher keine, wenn man bedenkt, daß aufgrund des extremeren Wettercharakters höhergelegen Gebieten die Zukunft gehört. Deswegen stehe ich auch Rauris positiv gegenüber. Bin kein Befürworter von übermässiger Zupflasterung von Gletschern und hochalpinen Gebieten, aber eine vertretbare Anzahl an Projekten sollte man sich in Zeiten wie diesen gut überlegen und nicht gleich aus nichtigen Gründen oder unter dem Deckmantel des Naturschutzes ablehnen.
- 2 Lifte und ein paar Pisten zu wenig attraktiv sind
- aufgrund der überdurchschnittlichen Höhenlage Sportgastein vergleichsweise schneesicher ist
- das Schigebiet bei schlechter Schneelage im Gasteiner Tal hoffnungslos überfüllt ist
Allerdings wage ich zu bezweifeln, ob man mit einer Zubringerseilbahn auf den Schareck (in älteren Schiatlanten als projektiert eingezeichnet) die bestmögliche Lösung gefunden hat. Der Nationalpark, die Gefahr einer Überfüllung des Mölltaler Gletschers und keine zusätzlichen Abfahrten sind sicherlich negative Aspekte. Jedoch würde ich mir wünschen (auch schon aus Anreisessicht), daß Salzburg in Sachen hochalpiner Schigebiete mehr als das Kitzsteinhorn und Uttendorf zu bieten hätte. Fehlinvestion ist es sicher keine, wenn man bedenkt, daß aufgrund des extremeren Wettercharakters höhergelegen Gebieten die Zukunft gehört. Deswegen stehe ich auch Rauris positiv gegenüber. Bin kein Befürworter von übermässiger Zupflasterung von Gletschern und hochalpinen Gebieten, aber eine vertretbare Anzahl an Projekten sollte man sich in Zeiten wie diesen gut überlegen und nicht gleich aus nichtigen Gründen oder unter dem Deckmantel des Naturschutzes ablehnen.
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Also mit Verlaub, da würde doch rein skifahrerisch die Pitztal-Geschichte mehr bringen, oder?
Natürlich ärgern sich Rauriser und vor allem Sportgastein (naja ist ja nicht ein Ort in dem Sinne), dass sie es in den 1980er Jahren nicht weiter als zu 2 Stützen gebracht haben. Aber ich darf daran erinnern, dass damals die Gemeinde hoffnungslos überschuldet war (wg Investitionen in den Tourismus) - wie sieht das egtl heute aus?
Meine Meinung zum Thema Nationalpark muss ich hier glaube ich nicht nochmals kundtun, aber ich finde die Debatte spannend, da die regionalökonomischen Auswirkungen von Nationalparks eines der Forschungsgebiete unseres Instituts sind. Ich darf da mit Nachdruck *eigenwerbungmach* auf den Band 43 der "Münchner Studien zur Sozial- und Wirtschaftsgeographie" verweisen.
Natürlich ärgern sich Rauriser und vor allem Sportgastein (naja ist ja nicht ein Ort in dem Sinne), dass sie es in den 1980er Jahren nicht weiter als zu 2 Stützen gebracht haben. Aber ich darf daran erinnern, dass damals die Gemeinde hoffnungslos überschuldet war (wg Investitionen in den Tourismus) - wie sieht das egtl heute aus?
Meine Meinung zum Thema Nationalpark muss ich hier glaube ich nicht nochmals kundtun, aber ich finde die Debatte spannend, da die regionalökonomischen Auswirkungen von Nationalparks eines der Forschungsgebiete unseres Instituts sind. Ich darf da mit Nachdruck *eigenwerbungmach* auf den Band 43 der "Münchner Studien zur Sozial- und Wirtschaftsgeographie" verweisen.
- miki
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Das ist ja interessant, da bin ich mal ausnahmsweise gegen ein Liftprojekt und trotzdem gibt's Kritik (@Tyrolens)
Das
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Naja, genug zum Thema, ich glaube sowieso das nix daraus wird - absoluter Umweltschutz ist ja heutzutage wichtiger als Zukunftchancen der Bevölkerung in entlegenen Tälern (zu wenige Wähler das es sich lohnen würde).
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Das
glaube ich voll und ganz, das habe ich ja auch in meinem Beitrag angedeutet. Und nebenbei habe ich sogar zugegeben das ich es aus meinen egoistischen Interessen betrachte und es nicht einmal versuche unter dem Deckmantel des Naturschutzes zu verbergendie betroffenen Gemeinden bei diesem Projekt auch alles andere als leer ausgegangen sind
Naja, genug zum Thema, ich glaube sowieso das nix daraus wird - absoluter Umweltschutz ist ja heutzutage wichtiger als Zukunftchancen der Bevölkerung in entlegenen Tälern (zu wenige Wähler das es sich lohnen würde).
Nee, keinesfalls, Ischgl hat sich durch seine profitable Landwirtschaft und tolle Handwerker in 40 Jahren von einem verschlafenen Dorf (10 Höfe + Schule + Gasthaus + Kirche) in eine Alpenmetropole verwandeltLangsam muß ich schon glauben, dass für dich der Wintermassentourismus ne goldene Kuh ist.