Beratung abstellen Skibindung

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Snow4Carve
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Beratung abstellen Skibindung

Beitragvon Snow4Carve » 30.11.2017 - 16:42

Hi,

Im Moment beschäftige ich mich mit dem Abstellen meiner Skibindungen. Wenn ich es richtig verstehe, spielen die DIN-Nummer und die Schuhgröße die wichtigste Rolle. Die DIN-nummer habe ich mit der Isoski 2.0 App rausgesucht und in der Bindung eingestellt.
Wo ich aber die Bindung anhand meiner Schuhgröß abstellen kann, ist mir nicht klar. Beispiele im Internet zeigen die Größe-Zahlen im hinteren Teil der Skibindung - bei meiner Bindung finde ich sie aber nicht; zu alt?

Foto's dazu:

IMG_20171130_161643.jpg
Schuh in Bindung

IMG_20171130_161723.jpg
Bindung vorne

IMG_20171130_161753.jpg
Bindung hinten

IMG_20171130_162304.jpg
Bindung hinten ohne Schuh

IMG_20171130_162312.jpg
Bindung vorne ohne Schuh


Der Schuh scheint gut zu passen - aber immerhin? Wie kann ich die Bindung noch anhand der Schuhgröße abstellen?

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Re: Beratung abstellen Skibindung

Beitragvon christopher91 » 30.11.2017 - 23:14

Abstellen ist denk ich nicht das richtige Wort ? Du meinst einstellen ? Und mir sieht die Bindung verschraubt aus und nicht wie eine Bindung die man so einfach einstellen Bzw verschieben könnte ?

Und mit DIN Nummer meinst du wrsl den Z wert.
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Re: Beratung abstellen Skibindung

Beitragvon Snow4Carve » 02.12.2017 - 08:21

Öh ja, ich meinte einstellen. Anscheinend kann man den hinteren Teil der Bindung doch verschieben.

Ja, den Din-Wert laut ISO11088 (Z-wert).
Wenn wir jetzt eh beim Thema sind; wie weiss ich denn wie der hintere Teil genau eingestellt werden muss? Schuhlängen werden ja nicht angezeigt auf der Bindung..

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Re: Beratung abstellen Skibindung

Beitragvon extremecarver » 02.12.2017 - 11:19

Fast jede Bindung ist verstellbar am Hinterbacken (zumindest Alpinbindungen - bei Tourenbindungen mag es Ausnahmen geben?) - seltener am Vorderbacken (bzw natürlich auch auf beiden Backen) . Dazu ist am Hinterbacken immer eine Anzeige ob der Druck passt - meist via Kolben oder Stift - der muss nach einklicken bündig mit Markierung oder Austritt abschließen.
Bei deiner Bindung sieht man hinten doch schon die Schiene am Foto - auf der den Hinterbacken so einstellen dass der Druck passt. Hat wahrscheinlich eine Skala auf der Schiene.

Bei so einem altem Billiggraffel - würde ich aber nicht auf die DIN Anzeige der Auslösung vertrauen. Besser schauen auf Teppich wo sie noch öffnet. Das ist eh die sicherere Vorgangsweise solange man kein Idiot ist und sich dabei verletzt.

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Re: Beratung abstellen Skibindung

Beitragvon Kreon100 » 03.12.2017 - 18:53

Ey, ganz ehrlich, dem Material entnehme ich mal (sorry, nicht abfällig gemeint, finde es gut, dass Du die Skier noch fährst), dass Du wenig Erfahrung mit Bindungen und erforderlichen Einstellungen bei unterschiedlichen Fahrstilen hast.

Ich würde niemals an einer Bindung selbst rum machen, wenn sie zu hart oder zu lasch eingestellt ist, kann das böse Folgen haben. Geh zum Sportfachgeschäft, nimm beide Skischuhe mit (man braucht neuerdings beide), lass sie dir dort fachgerecht auf einer Maschine nach Gewicht, Fahrkönnen und Schuhsole einstellen, kostet 10 EUR.

Ansonsten gibt es mal zur groben Übersicht auch ganz gute Apps zum Z-Wert, ich habe da Ski-Din-Settings.

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Re: Beratung abstellen Skibindung

Beitragvon 3303 » 03.12.2017 - 19:13

8) Wie man deinen Vorderbacken einstellt,weiß ich nicht, da der bei mir anders aussieht.
Z-Wert: Wie schon gesagt, würde ich mich auf die Skala nicht verlassen.

Ebenso würde ich mich auf diese Bindung nicht verlassen.

Ich habe im Laufe der Jahrzehnte zu viele billige Plastkbindungen brechen und billige Konstruktionen versagen sehen, als dass ich mich auf sowas verlassen würde.
Ich selbst wurde zum Glück von solchen Erfahrungen verschont, und so hoffe ich wird es auch bleiben. Deshalb kaufe ich solide Bindungen mit möglichst viel Metall. Die Bindung ist dann zwar etwas teurer, aber das Vertrauen ist gegeben.

Sinnvoll ist aus meiner Sicht, selbst zu wissen, wie eine Bindung eingestellt werden muss. (Das würde ich mir von einem Fachmann genau erklären lassen und zwar am Objekt. Das Forum erscheint mir dafür nicht so besonders gut geeignet zu sein) Dann im Fachgeschäft einstellen lassen und wenn es mal nicht mehr stimmt (zB die Breite am Vorderbacken) ggf. selbst auf der Piste nachstellen und dann wieder im Fachgeschäft kontrollieren lassen.

Salomon hat hinten eine beidseitige einige Millimeter breite Kerbe an der Schlittenschiene.
Die Metallasche, die man zum Verstellen mit einem zB Schraubendreher hochklappen kann, muss mit ihrem Rand im Bereich dieser Kerbe sein, wenn der Stiefel drin ist. Dann stimmt die Länge bzw. die Spannung. Wenn die nicht stimmt, kann das verheerende Folgen haben.
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Re: Beratung abstellen Skibindung

Beitragvon Snow4Carve » 04.12.2017 - 00:13

Danke für eure Antworten und besonders für die korrekte Bemerkungen betr. die Skiern und die Bindungen. Dass das Material mehr oder weniger reif für den Müll ist sollte klar sein - da wird es in drei Wochen bestimmt auch enden. Ich habe dass Material von einem Freund übernommen und möchte da die kommende Woche 2-3 Tage relaxt mit fahren. Meine normale Fahrweise werde ich hier auch nicht mit anwenden, sondern die kurze Nord-Schwedische Hänge ruhig abfahren. Dass das Risiko hierdurch jedoch nicht verschwindet, ist mir klar.

Solches Material würde ich auch nie an einem normalen Skitag verwenden und auch nicht meine eigene Bindung versuchen ein zu stellen - im Moment ist das aber die beste Option wenn ich skifahren möchte. Daher auch die Frage hier im Forum wie ich das Zeug einigermassen normal einstellen muss, weil ich, wie auch korrekt bemerkt, davon wenig Ahnung hab. Die Frage dient auch nicht nur um die Bindungen korrekt ein zu stellen, sondern um auch eine pauschale Idee von das Konzept 'Bindung' zu bekommen und nicht blind die Beratungen aus das Forum an zu wenden.

Betr. Z-Wert: die IsoSki-App ist mir durch Decathlon mal angeraten worden. Die berechnete Werten kommen überein mit der App von 'Kreon100' und jede Z-Wert-Tabelle die ich so im Internet gefunden hab. Dass der Z-Wert für diese Bindung wenig Bedeutung hat, bestreite ich jedoch nicht.

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Re: Beratung abstellen Skibindung

Beitragvon Kreon100 » 04.12.2017 - 00:56

Ich will jetzt hier keine Panik machen, aber gerade beim "Rumrutschen" passieren die blödsten Dinger. Es geht ja auch um den richtigen Abstand der Bindungsköpfe zum Schuh, so dass die Bindung eine "Vorspannung" hat, Schuhmitte, Hebel etc.

Nee, selbst wenn die alten Head-Skier (richtig?) noch so rottig sind. Ich würde es nicht drauf ankommen lassen. Wir stehen vor dem geilsten Winter der letzten 10-20 Jahre, da will man sich doch nicht auf einem Presaisontrip (wtf, bei dem Schnee nach Schweden?) verletzen. :wink:

So schlecht ist das Material jetzt ja nicht, dass das nur noch zum Rumtragen beim Après Ski taugt, das ist doch eine Salomon-Bindung, die wird ein Fachmann schon noch einstellen können.

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Re: Beratung abstellen Skibindung

Beitragvon Kreon100 » 05.12.2017 - 16:52

Bin heute zufällig auf dieses Video gestoßen, da wird das ganz gut erklärt



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Re: Beratung abstellen Skibindung

Beitragvon zeTox » 05.12.2017 - 18:30

bitte bitte geh in ein sportgeschäft und lass dort die bindung überprüfen!

Beim einstellen gehts weit mehr wie "passt der schuh rein?" und "z-wert?"
Es muss der duck auf die backen auch passen, und und und...

Vor allem was du zuhause nicht festellen kannst .. wie hoch ist die abweichung von den federn in der bindung selber. Da gibs nämlich bei neuen Bindungen schon teilweiße gravierende abweichungen.

Das kann ansonst schnell und böse enden auf der piste...

PS: ich arbeite in einen sportgeschäft und hab schon tausende ski montiert / eingestellt ... nur genaue infos geb ich hier nicht raus .. und ja ich kenn das bindungsmodell ;)

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Re: Beratung abstellen Skibindung

Beitragvon Renntiger » 06.12.2017 - 09:52

zeTox hat geschrieben:bitte bitte geh in ein sportgeschäft und lass dort die bindung überprüfen!

Wundert mich, dass hier im Thread überhaupt DIY-Tipps gegeben werden. Alles andere als eine Einstellung im Fachgeschäft kann doch eigentlich nicht wirklich zur Diskussion stehen.


zeTox hat geschrieben:Vor allem was du zuhause nicht festellen kannst .. wie hoch ist die abweichung von den federn in der bindung selber. Da gibs nämlich bei neuen Bindungen schon teilweiße gravierende abweichungen.

Exakt. Hatte ich so vor Jahren an einer gar nicht so alten Bindung. Ab einem Zeitpunkt x wich der Nennwert der Bindungsskale nach korrekter Bindungseinstellung im Fachgeschäft von meinem eigentlichen Z-Wert ab.

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Re: Beratung abstellen Skibindung

Beitragvon Snow4Carve » 06.12.2017 - 15:05

Kreon100 hat geschrieben:Bin heute zufällig auf dieses Video gestoßen, da wird das ganz gut erklärt

Ja, dieses Video hatte ich auch schon gefunden, er erklärt es ziemlich genau

zeTox hat geschrieben:bitte bitte geh in ein sportgeschäft und lass dort die bindung überprüfen!

Beim einstellen gehts weit mehr wie "passt der schuh rein?" und "z-wert?"
Es muss der duck auf die backen auch passen, und und und...

Ich bin jetzt bei einem 'Sportgeschäft' vorbei gewesen; dort haben sie noch etwas an der Bindung rumgeschraubt und mir noch einiges sagen können zum DIY-einstellen von Bindungen.
Eigentlich wird man hier gerade empfohlen die Bindungen selber ein zu stellen, nur so kann man es lernen :?: . Schon bemerkenswert, dass das hier wirklich widersprochen wird :D. Wenn man wirklich keine Ahnung hat kann man ja bestimmt besser erst zum Sportgeschäft gehen und dort die Mitarbeiter totfragen, bevor man sich welche Videos ansieht. :wink:

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Re: Beratung abstellen Skibindung

Beitragvon Kreon100 » 07.12.2017 - 00:50

Wundert mich, dass hier im Thread überhaupt DIY-Tipps gegeben werden. Alles andere als eine Einstellung im Fachgeschäft kann doch eigentlich nicht wirklich zur Diskussion stehen.


Das liegt wie so oft im Auge des Betrachters. Ich kenne hier Einheimische/Skilehrer, die die Bindung für ihre eigenen Kinder immer nur selbst einstellen und für die das völlig abwegig ist, für so etwas Geld auszugeben. Wenn ich nur in Winterberg fahre, wo ich weiß, es ist mehr rumrutschen, dann würde ich die Bindung wohl auch selbst einstellen. Insofern halte ich das nicht für "Geheimwissen", was man besser gar nicht offenbaren darf.

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Re: Beratung abstellen Skibindung

Beitragvon extremecarver » 07.12.2017 - 07:14

Nachdem der Z-Wert eh ziemlicher Blödsinn ist - dass ist eine bessere Annäherung - ist es auch schon egal ob die Bindung da abweicht.
Wie gesagt - man sollte sich von jemand mit viel Ahnung zeigen lassen wie man die Bindung korrekt ohne Z-Wert einstellt - sprich basierend darauf dass man statisch noch raus kommt (im Schnitt liegt das etwas höher als der Z-Wert - bei "Anfängern" oder Muskelprotzen deutlich höher - bei fetten unsportlichen Personen deutlich tiefer).

Den Z-Wert brauchts nur weil es viele unsportliche Leute gibt wo die Gefahr dass die sich beim rausdrehen im Stand aus der Bindung einfach verletzen. Es ist halt anerkannt um somit die Haftung abzuwälzen. Wenns dann um Freeriden in No-Fall Zones oder sehr schnellen Skifahren geht wird allerdings nochmal höher gedreht als statisch per Muskulatur aufdrehbar - da muss man dann halt das Risiko kennen (und dass sind dann oft Z-Werte 50-100% über der Angabe laut Z-Wert Tabellen) - und wissen dass bei langsamen Sturz die Bindung einfach nicht mehr aufgeht - bei schnellem Sturz die Bindung aktiv aufgeschlagen werden muss.


Und was den Schuh betrifft - ist der so abgehatscht dass er den Z-Wert stark beeinflusst - gehört die Sohle ausgetauscht bzw der Schuh in die Tonne.

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Re: Beratung abstellen Skibindung

Beitragvon Kreon100 » 11.12.2017 - 12:14

Bindung einfach nicht mehr aufgeht - bei schnellem Sturz die Bindung aktiv aufgeschlagen werden muss.


Also sorry, das halte ich für Wunschdenken. Wie willst Du denn im Fallen, womöglich mit verdrehtem Knie, weil die Binung nicht aufgeht noch die Ski "aufschlagen"? Ich habe gerade wegen neuer Schuhe die Bindungen alle einstellen lassen, es werden Größe, Fahrkönnen, Ski- und Schuhlänge, Gewicht und Alter mit in einen Wert auf der Skala der Bindung "eingerechnet". Wer da "vorsichtshalber" die Bindung zu leicht einstellt und riskiert, dass der Kunde bei einer Schussfahrt mit 100 km/h einen Ski verliert macht sich genauso "haftbar" wie jemand, der die Bindung zu fest zudreht. Ich habe bisher noch nie Probleme mit der Bindung gehabt und ja, tatsächlich sind am vergangenen Wochenende bei einem Sturz beide Bindungen aufgegangen, meine Kniebänder haben es mir gedankt. Den groben Richtwert der "steifen Vorlage", die die Bindung noch halten muss ist mir viel zu ungenau, (was ist mit einem längeren Ski?). Meine Bindung hält die Vorlage und ist aber noch fester eingestellt, aber nicht nach "Gefühl".

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Re: Beratung abstellen Skibindung

Beitragvon extremecarver » 11.12.2017 - 13:43

Wie glaubst du kommen die Rennfahrer mit ihren auf 20Z hochgedrehten Bindungen sonst raus? Ohne Schlag (aktiv oder passiv) gehen die nicht mehr auf. Bode Miller hatte angeblich an die 30Z.... Klar je länger der Ski - desto mehr Hebel - aber 225cm vs klassische 175 von einem Racecarven sind nun nicht die Welt. Die meisten Freerider fahren auch mit deutlich höheren Werten rum wie man beim Z-Wert Kallkulator rausbekommt.
Und nicht nur Profis - man sieht doch genug der Rennkids mit 12-13 Jahren, keinen 50kg - auf 16er Bindungen - und die gehen überhaupt erst bei 8 los. Da kommst mit keiner Tabelle hin. Der Z-Wert ist dafür da dass man keine Haftung übernehmen muss. Ausreichen laut Tabelle tut er aber einfach nicht wenn man Plug Boots fährt und lange Ski - da ist halt alles direkter bzw sorgen die langen Ski für mehr Hebel. Und für Personen mit viel Gewicht aber wenig Muskulatur ist der Wert dagegen zu hoch - dehnen wirds bei Sturz die Bänder eben doch zerreissen obwohl Z-Wert passt.

Mir ist daher auch völlig egal was der Z-Wert anzeigt vs was er real ist. Einstellen tu ich am Teppich bis ich nicht mehr rauskomme - dann dreh ich 10% zurück. An ganz wenigen Tagen wenn die Pisten sau schlagig sind - dreh ich dann nochmal 15-20% höher (weils mir sonst doch zu oft die Bindung auslöst - am Slalom eigentlich kein Problem, am GS oft). Meist drehe ich bei Pistenski den Vorderbacken höher als den Hinterbacken (aber wenn die Bindung ungewollt aufgeht kann man ja eh easy schauen - ist sie noch zu lags am Vorderbacken, ist sie auf war der Hinterbacken zu lasch). Bisher ging mir die Bindung noch immer auf wenn sie sollte. Bei Freerideski ist öfters mal der Hinterbacken das Problem - da hab ich den dann leicht höher gedreht als den Vorderbacken.


Wie will man aufschlagen - wenns einen seitlich überschlägt noch extra Druck geben beim Aufprall. Ist man eh nur seitlich am rutschen braucht die Bindung ja nicht aufgehen. Überschlägts einen nur Frontal - da sollte die Bindung eh sofort aufgehen (sollte). Schau mal bei Super-G oder DH Rennen - die schlagen da schon immer wieder die Bindung absichtlich auf nach Stürzen. Im Gegensatz dazu ist es meist sau gefährlich wenn einer einen Knock Out hat durch Sturz auf Kopf - dann geht die Bindung fast nie auf bzw zu spät (siehe etwa das Lanzinger Sturz Video - da blieb der eine Ski viel zu lange dran - er war wohl nach dem ersten Aufprall bewusstlos und ja - u.a. dass (und der ewig dauernde Transport ins KH sowie wohl Behandlungsfehler) hat ihm das Bein gekostet) - nur würden die nach Z-Wert Tabelle fahren - da wäre nach der zweiten oder dritten Kurve der Ski weg.

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Re: Beratung abstellen Skibindung

Beitragvon Kreon100 » 11.12.2017 - 22:27

Wie glaubst du kommen die Rennfahrer mit ihren auf 20Z hochgedrehten Bindungen sonst raus? Ohne Schlag (aktiv oder passiv) gehen die nicht mehr auf.


Also die meisten hier im Forum und erst Recht der Fragensteller mit seiner Bindung wird vom Rennsport so weit entfernt sein wie die Erde vom Mond. Ich schaue so gut wie jedes Weltcup-Rennen und sehe dort niemanden eine Bindung aufschlagen. Da ist die Devise immer noch flach liegen und Körperspannung halten bis zum Aufprall in die Netze. Ich drehe auch nicht bei bockelharter Piste nach und bei Pulver oder Firn wieder auf. Das passt bei mir alles gut, will ich das einmal am Anfang der Saison einstellen lasse.

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Re: Beratung abstellen Skibindung

Beitragvon christopher91 » 11.12.2017 - 22:36

Das Lustige ist ja: Er ist selber vom Weltcup weiter entfernt wie die Erde vom Mond :D
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Re: Beratung abstellen Skibindung

Beitragvon zeTox » 13.12.2017 - 23:47

Kreon100 hat geschrieben:Ich habe gerade wegen neuer Schuhe die Bindungen alle einstellen lassen, es werden Größe, Fahrkönnen, Ski- und Schuhlänge, Gewicht und Alter mit in einen Wert auf der Skala der Bindung "eingerechnet". Wer da "vorsichtshalber" die Bindung zu leicht einstellt und riskiert, dass der Kunde bei einer Schussfahrt mit 100 km/h einen Ski verliert macht sich genauso "haftbar" wie jemand, der die Bindung zu fest zudreht.

Du als Kunde entscheidest wie deine Bindung eingestellt wird. Und zwar durch das fahrkönnen. Sagst du, du bist ein durchschnittlicher fahrer, wird der Z-Wert anderst errechnet, wie du sagst du bist ein guter oder sehr guter Fahrer.
Geht dir bei 100 km/h die bindung auf, und du gibst an das du ein durchschnittlicher fahrere bist, bist du selber schuld.
Nicht umsonst bekommt man einen durchdruck von der ausgabe der einstellung mit. Und die Überprüfungsmaschinen kann man nicht "mal eben" überlisten. Wenn es zu stark wird, lässt er einen nicht weiter, genau das gleiche wie wenn es zu schwach ist.
Den groben Richtwert der "steifen Vorlage", die die Bindung noch halten muss ist mir viel zu ungenau, (was ist mit einem längeren Ski?). Meine Bindung hält die Vorlage und ist aber noch fester eingestellt, aber nicht nach "Gefühl".

Der Z-Wert ist nix anderes wie eine Skala, sonst nix. Bei einer Marker bindung und bei einer Salomon Bindung kann ein Z-Wert von hausnummer 5 ganz anderst sein. Um was es wirklich geht, ist die newtonmeter - und die ist abhängig von der feder was in der Bindung ist. Denn die kann ganz gravierend abweichen von der Z-Wert Skala. Es kann dir sogar passiern das eine Backe nach links nen andere nM anzahl hat wie auf die rechte seite. Aber das fällt dann unter die toleranz.
Ein längerer ski hat keine auswirkung auf die errechnung des Z-Wertes. Wenn man zwei leute hat, welche den gleichen ski haben, gleiches gewicht, gleiche größe, gleiches können aber die füße unterschiedlich groß, bekommst du ganz andere Werte. Nämlich derjenige was den kleineren fuß hat, hat die bindung, was stärker eingestellt werden muss...

Und hört auf FIS / Kader geschichten mit den normalen skifahrer zu vergleichen. Da sind ganz andere kräfte auf der bindung am werk, da die viel mehr kraft ausüben auf den ski..

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Re: Beratung abstellen Skibindung

Beitragvon Lukaaas » 14.12.2017 - 12:44

Wenn ich mir die Einstellung anschau die getroffen wird, wenn ich angeb, dass ich ein "sehr guter Fahrer" bin muss ich, aber schon schmunzeln. Da hats mich regelmäßig aus der Bindung gehauen, seitdem lass ich mir nach der Bindungseinstellung im Sportgeschäft auch direkt nen Schraubenzieher in die Hand drücken und dreh noch 2 Stufen höher und siehe da, der Ski geht genau dann auf, wann er es auch tun sollte.

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Re: Beratung abstellen Skibindung

Beitragvon christopher91 » 14.12.2017 - 15:48

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