Alpiner Skiweltcup 2017/18

... tauscht euch aus über: Alpinsportaktivitäten im Sommer- (Wandern, Klettern, Biken, Sommerodeln, etc.) und im Winter- (Eislaufen, Wandern, Langlaufen) sowie die Geschehnisse in den internationalen Wintersport-Wettbewerben (FIS, Olympia, etc.)

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Re: Alpiner Skiweltcup 2017/18

Beitragvon alpinfan77 » 11.11.2017 - 19:04

Überraschung heute beim Damenrennen, Vlhova schlägt Shiffrin und zwar ohne dass die einen Fehler drin hatte. Den grandiosen 2. Lauf von Vlhova konnt auch Shiffrin nicht kontern. Wird die SL-Saison diesmal keine One-Woman-Show von Shiffrin :?:

Vom DSV Lena Dürr sehr gute Sechste :top: damit OL-Quali :D

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Re: Alpiner Skiweltcup 2017/18

Beitragvon br403 » 12.11.2017 - 14:02

Felix!!!! Was ist denn mit unseren Deutschen los, schon zwei Siege, Klasse!

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Re: Alpiner Skiweltcup 2017/18

Beitragvon Menja » 12.11.2017 - 14:41

Ganz große Klasse, mit viel Spaß gefahren und extrem cool! Er darf sich freuen, auch wenn natürlich der gute Dave nah dran war, ABER genau so läuft es halt im Slalom und ein Innenschirutscher ist typisch wenn du einen Tick zu unkonzentriert fährst. Mega souveräne Leistung von Felix, TOLL!
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Re: Alpiner Skiweltcup 2017/18

Beitragvon Martin_D » 12.11.2017 - 15:05

Im steileren Stück ist Neureuther in beiden Durchgängen allen davon gefahren. Das lässt hoffen auf die nächsten Rennen in Val d' Isere und Madonna di Campiglio, die auf wesentlich steileren Hängen gefahren werden.
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Re: Alpiner Skiweltcup 2017/18

Beitragvon alpinfan77 » 12.11.2017 - 15:52

Felix :flehan: zwei Klassefahrten ohne einen Wackler, fast 4/10 Vorsprung. Besonders der knifflige 2. Lauf war super (z.B. 23/100 schneller als Kristoffersen). Ist halt ein alter Taktikfuchs, der einen Kurs lesen kann und genau weiß, wie er wo zu fahren hat. Hoffentlich bleibt er von gesundheitl. Problemen verschont, dann kann es eine richtig gute Saison werden.

Dopfi prima, halbe OL-Quali :top: das auf Anhieb nach seiner langen Verletzungsgeschichte und auf einem Hang (sowie Kurs im 1. Lauf), der ihm nicht entgegenkommt.

Strasser enttäuschend, vor allem nach den Lobpreisungen von Berthold. Im ersten Lauf verkrampft, im zweiten übermotiviert. Dass er über die Welle so drüber rast und ausgehoben wird, darf ihm nicht passieren, einfach dumm :willnicht: Jetzt nur noch 13 Punkte vor dem 31. der WCSL, da muss er verdammt aufpassen.

Einen Lichtblick gab's doch noch und das war Ketterer. Schied zwar im 1. Lauf in der 2er-Vertikale aus, aber bis dahin war er klasse, 2. ZZ Platz 5 :o auch wie er auf dem Ski stand, astrein, voll konkurrenzfähig. Das Gute ist, er hat beste FIS-Punkte (mit 6,0 das Maximum nach den Top 30), rutscht nicht zurück und behält so die guten Chancen für den 2. Lauf. Mit früher Startnr. kann er dann was draus machen.

Im Übrigen eine ziemliche Pleite für den ÖSV, Schwarz als Bester auf 13. Mit ihren ganzen Flachspezialisten hatte ich mehr erwartet. Den Vogel hat Feller abgeschossen, auf den Weg zur einer überragenden Bestzeit, schmeist er es 5 Tore vor dem Ziel weg. So bleibt er ein Hopp-oder-Topp-Fahrer. Die Schweizer so gut wie lange nicht mehr im SL, Plätze 4, 5, 6, 10 :o Herausragend der Youngster Meillard, ein Supertalent, genauso wie seine Schwester.

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Re: Alpiner Skiweltcup 2017/18

Beitragvon Martin_D » 13.11.2017 - 21:33

Leider gibt es einen tödlichen Unfall im Alpinen Skirennsport. Der Abfahrer David Poisson aus Frankreich verunglückte tödlich beim Training in Nakiska. Einzelheiten sind bisher nicht bekannt.

David Poisson ist durch vor allem durch seine Brozemedallie bei der WM in Schladming 2013 bekannt.
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Re: Alpiner Skiweltcup 2017/18

Beitragvon Lukasias1 » 13.11.2017 - 22:01

Noch als Ergänzung:
http://m.20min.ch/sport/ski/story/12544277
Aber Martin_D hat eigentlich schon alles gesagt... Sehr traurig.

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Re: Alpiner Skiweltcup 2017/18

Beitragvon sr99 » 13.11.2017 - 22:06

Martin_D hat geschrieben:Leider gibt es einen tödlichen Unfall im Alpinen Skirennsport. Der Abfahrer David Poisson aus Frankreich verunglückte tödlich beim Training in Nakiska. Einzelheiten sind bisher nicht bekannt.

David Poisson ist durch vor allem durch seine Brozemedallie bei der WM in Schladming 2013 bekannt.


Ich bin zutiefst schockiert und finde keine Worte für diese Tragödie. Vor 14Tagen ist sein Vater gestorben und nun stirbt er bei dem, was er am liebsten und am besten macht. David Poisson hinterlässt neben seiner ganzen Familie und Ehefrau auch einen 1jährigen Sohn. Alles Gute auf deinem letzten Rennen, ruhe in Frieden David Poisson!
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Re: Alpiner Skiweltcup 2017/18

Beitragvon Rüganer » 14.11.2017 - 11:10


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Re: Alpiner Skiweltcup 2017/18

Beitragvon Werna76 » 14.11.2017 - 14:03

Sehr tragischer Fall für die Familie.
Ich sehs so, er ist bei etwas gestorben, dass er geliebt hat.

Bezüglich der Schuldzuweisungen die jetzt sicher kommen werden...
Die Absicherungen für die Speedtrainings fand ich schon immer Harakiri. Wenn der ÖSV in Saalbach traniert, werden 1, stellenweise 2 B-Netze halbherzig als Pistenbegrenzung zur Touristenpiste aufgestellt. Im unteren Teil links und rechts zum Wald hin gibt es überhaupt keine Absicherung.
Klaus Kröll hab ich in Schladming auch komplett ohne Absicherung trainieren gesehen.
Von daher ist das sicher kein Einzelfall, aber hier wirds jetzt vermutlich um Millionen Versicherungsleistung gehen, also wir irgendwer Schuld sein müssen.
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Re: Alpiner Skiweltcup 2017/18

Beitragvon alpinfan77 » 14.11.2017 - 15:15

Werna76 hat geschrieben:Die Absicherungen für die Speedtrainings fand ich schon immer Harakiri. Wenn der ÖSV in Saalbach traniert, werden 1, stellenweise 2 B-Netze halbherzig als Pistenbegrenzung zur Touristenpiste aufgestellt. Im unteren Teil links und rechts zum Wald hin gibt es überhaupt keine Absicherung.
Klaus Kröll hab ich in Schladming auch komplett ohne Absicherung trainieren gesehen.
Von daher ist das sicher kein Einzelfall, aber hier wirds jetzt vermutlich um Millionen Versicherungsleistung gehen, also wir irgendwer Schuld sein müssen.
Schuld ist eine Frage der Vorschriften, ob sie eingehalten wurden oder nicht und da liegt vielleicht der Hase im Pfeffer. Wenn es wirklich so ist, dass sein Sturz durch zwei B-Netze nicht ausreichend abgebremst wurde, müssen Konsequenzen gezogen werden. Das kann nur bedeuten, die Vorschriften für die Trainingszentren zu verschärfen, also stärkere Netze (ggf. auch Matten) bzw. größere Sturzräume an kritischen Stellen. Genau durch solche Maßnahmen, hatte man ja die besonders gefährlichen Stürze über den Pistenrand hinaus, in den Griff bekommen. Ich kann mich noch gut an Bilder von früher erinnern, wo z.B. die Kandahar z.T. mit Strohballen abgegrenzt war und Stürze oben drüber oder unten durch, in den Zuschauern endeten. Heute ist das undenkbar.

Zumindest einen kleinen Trost gibt's, auf WC-Abfahrten könnte das nicht passieren, jedenfalls nicht mit so gravierenden Auswirkungen, weil schon im Training die volle Sicherheitsstruktur installiert ist und die Schneisen breit sind. Eine Ausnahme ist vielleicht Wengen, wo man wohl Rücksicht auf die Tradition nimmt. Das Brückli ist so eine kritische Stelle. Wenn's ganz dumm läuft, knallt mal einer an die Ränder.

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Re: Alpiner Skiweltcup 2017/18

Beitragvon Werna76 » 14.11.2017 - 15:36

alpinfan77 hat geschrieben:Das kann nur bedeuten, die Vorschriften für die Trainingszentren zu verschärfen, also stärkere Netze (ggf. auch Matten) bzw. größere Sturzräume an kritischen Stellen.
Klingt super, ist aber graue Theorie. Das würde nämlich bedeuten, dass man in Nordamerika nur in Copper Mountain und in Österreich nur in Zauchensee Speed trainieren kann... das wirds also nicht spielen. Wenn du dir die Trainingsvideos aus Chile anschaust, da gibts überhaupt keinen Zaun und wenn man dort einen Ski verliert, so wie es bei Poisson ja anscheind passiert ist, kanns einen dort in felsiges Gelände schmeißen.

Aber eventuell wird ja Schröcksis Wunsch von einer reinen Trainingspiste für den ÖSV ja doch noch irgendwo umgesetzt?
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Re: Alpiner Skiweltcup 2017/18

Beitragvon alpinfan77 » 14.11.2017 - 17:24

Werna76 hat geschrieben:Klingt super, ist aber graue Theorie.
Sicherheit muss an oberster Stelle stehen und wenn es mehr kostet. Was denn sonst?

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Re: Alpiner Skiweltcup 2017/18

Beitragvon Werna76 » 14.11.2017 - 18:35

Ja super... und wer zahlts denn?
Kein Skigebiet wird sehr teure A-Netze montieren nur damit ein paar Hansln ein paar Stunden im Jahr trainieren können.
Das Montieren der A-Netze geht auch nicht von heute auf morgen, in Kitzbühel hat man bereits jetzt damit angefangen...
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Re: Alpiner Skiweltcup 2017/18

Beitragvon alpinfan77 » 15.11.2017 - 00:10

Werna76 hat geschrieben:Ja super... und wer zahlts denn?
Kein Skigebiet wird sehr teure A-Netze montieren nur damit ein paar Hansln ein paar Stunden im Jahr trainieren können.
Das Montieren der A-Netze geht auch nicht von heute auf morgen, in Kitzbühel hat man bereits jetzt damit angefangen...
Müssen es A-Netze sein? Kritische Stellen kann man sicher auch anders weiter entschärfen, z.B. durch ein drittes B-Netz, höhere Netze, vergrößerter Sturzaum. Ich denke, die FIS ist jetzt gefordert und sie wird auch was tun.

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Re: Alpiner Skiweltcup 2017/18

Beitragvon alpinfan77 » 15.11.2017 - 15:52

Wolfi Maier zu dem Unglück:

http://www.sport1.de/wintersport/ski-alpin/2017/11/ski-wolfgang-maier-erklaert-hintergruende-zu-tod-von-david-poisson

Ich finde solche Äußerungen fatal, geben ein ganz schlechtes Bild in der Öffentlichkeit ab. Er macht es sich zu einfach, so nach dem Motto "machen kann man da nichts" und begründet es mit den Kosten, dass sie zu hoch wäre. Aber muss doch nicht gleich die WC-Sicherheitstandards einführen, sondern es ist Frage, wie man so extremen Fällen weiter entgegen wirken kann. Sagen wir mal, dass Poisson mit stärker reduziertem Tempo aus den Zäunen heraus gekommen wäre oder am besten weitgehend gestoppt worden wäre. Dann wären seine Überlebenschancen höher gewesen und er wäre vielleicht noch am Leben. Warum sollten keine Maßnahmen mit bewältigbaren Kosten möglich sein :nixweiss:

Maier hat auch leicht reden, die DSV'ler sind in Copper Mountain, wo es A-Netze gibt. Wenn sie in Nakiska gewesen wären, wie die jetzt vorzeitig abgereisten Schweizer, was hätten sie gemacht? Wären sie dort geblieben, weil "man halt nichts machen kann"?

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Re: Alpiner Skiweltcup 2017/18

Beitragvon Martin_D » 15.11.2017 - 16:59

Was auf jeden Fall zu untersuchen ist, ob die B - Netze ihre Aufgabe erfüllt haben und den Rennfahrer wie zu erwarten abgebremst haben und der Unfall trotzdem passiert ist oder ob die B - Netze aus irgendeinem Grund (z.B. schlechte Verankerung) nicht so funktioniert haben wie sie sollen.

In der Zeitung blick gibt es ein interessantes Interview mit Bernhard Russi zu dem Unfall:
https://www.blick.ch/sport/ski/bernhard ... 97989.html

Er spricht an, was hier auch schon diskutiert wurde. Nämlich das Trainings im Speed-Bereich immer eine Gratwanderung sind. Russi erwähnt auch einen Aspekt, der hier in der Diskussion noch nicht erwähnt wurde: Poisson war bekannt als Sturzpilot. Unvergessen sein Salto über die Kamelbuckel im Jahr 2010, bei der er Riesenglück hatte, in dem kurzen Steilen Bereich nach dem dritten Buckel auf der Piste aufzutreffen. Und das war nicht sein einziger haarsträubender Sturz.
Nicht jeder Abfahrer ist gut beraten, seine Karriere bis weit über Mitte Dreißig fortzusetzen.
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Re: Alpiner Skiweltcup 2017/18

Beitragvon alpinfan77 » 15.11.2017 - 17:05

interessante Aussagen zum Unglück und der Sicherheit in Nakiska

https://www.blick.ch/sport/ski/insider- ... 94838.html

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Re: Alpiner Skiweltcup 2017/18

Beitragvon Ski-Larry » 16.11.2017 - 18:51

Es ist jetzt natürlich auch die Zeit zu analysieren....

- Wer ist für die Streckensicherheit zuständig...
Der Betreiber des Skigebiets (sollte es können, es war immerhin Olypmiagebiet von Calgary)
oder
Die Mannschaften (sie flaggen ihre Kurse ja auch selber aus)

Wenn die mangelnde Sicherheit so offensichtlich war, wieso wurde dann so am Limit trainiert?
(Wenn im Judo die Matten nicht den Vorschriften entsprechen, wird darauf auch nicht gekämpt und die Folgen sind weitaus weniger gravierend)

Hier müssem aus dem tragischen Unfall definitiv Konsequenzen gezogen werden...
2017/18:[] Neuss:6 :lach: Hintertux: 6, Jungfrauregion 9, Winterberg: 2, 3V: 8
2016/17: Stubaier: 3,SFL: 13, Arlberg: 7
2015/16: SFL: 13, Ischg:l 7
2014/15: Jungfrauregion: 9, Winterberg; 1, Arlberg: 8
2013/14: SFL: 7, Ischgl: 8
2012/13: Winterberg: 1, SFL: 7

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Re: Alpiner Skiweltcup 2017/18

Beitragvon skifreakk » 16.11.2017 - 19:49

Leider kommen weitere Verletzungen hinzu... Diesmal Elena Curtoni mit Kreuzbandriss..
http://www.1815.ch/news/sport/ausland/elena-curtoni-faellt-monatelang-aus-20171116175041/

Auch Gino Caviezel mit Sturz, aber zum Glück kein so langer Ausfall
https://www.blick.ch/sport/ski/trainings-unfall-im-wallis-caviezel-bricht-sich-das-schluesselbein-id7604783.html

Es hört einfach nicht auf...

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Re: Alpiner Skiweltcup 2017/18

Beitragvon Werna76 » 16.11.2017 - 20:35

Ski-Larry hat geschrieben:Es ist jetzt natürlich auch die Zeit zu analysieren....

- Wer ist für die Streckensicherheit zuständig...
Der Betreiber des Skigebiets (sollte es können, es war immerhin Olypmiagebiet von Calgary)
oder
Die Mannschaften (sie flaggen ihre Kurse ja auch selber aus)

Wenn die mangelnde Sicherheit so offensichtlich war, wieso wurde dann so am Limit trainiert?
(Wenn im Judo die Matten nicht den Vorschriften entsprechen, wird darauf auch nicht gekämpt und die Folgen sind weitaus weniger gravierend)

Hier müssem aus dem tragischen Unfall definitiv Konsequenzen gezogen werden...


Woher weißt du, dass am Limit trainiert wurde?
Er hat einen Ski verloren, das kann immer passieren.

Für die Sicherheit sind immer die Mannschaften selbst verantwortlich.
"Vorschriften für Trainingszentren" wie Alpinfan schreibt ist sowieso kompletter Unsinn, weil es keine "Trainingszentren" gibt. Das sind normale Skigebiete, wo man einzelne Pisten mieten kann. Niemand zwingt die Mannschaften dort zu trainieren. Euch ist es hier nicht sicher genug...? tja ok, dann trainierts halt woanders.
Weder sind die Skigebiete auf die Trainingsgruppen angewiesen, noch verdient man damit viel Geld. Es wird natürlich Marketingmäßig entsprechend ausgeschlachtet, wenn xy auf den Pisten trainiert.
Die einzige Ausnahme weltweit ist Copper Mountain. Die haben sich als Trainingszentrum für Speed positioniert und die Strecken dort sind ähnlich gut wie bei Weltcuprennen abgesichert. Das hab ich mir letzten Winter live angesehen. Dort könnte man bei einem derartigen Fall über mangelnde Sicherheit diskutieren, weil die Mannschaften dort sehr viel mehr für die Pisten zahlen als sonstwo.

In all den Foren der einzelnen Medien in Österreich wo ich über diesen Fall mitgelesen habe, ist mir eines vor allem aufgefallen:
Es herrscht größtenteils die Meinung, dass die Mannschaften permanent zusammen sind und überall gemeinsam trainieren, quasi wie beim Fussball.
Das ist aber nur bei den Überseeaufenthalten so. Wenn die Läufer wieder zurückkommen, fahren sie nach Hause... und ob die Läufer zuhause dann ordentlich trainieren oder lieber den ganzen Tag in der Therme auf der faulen Haut liegen, kontrolliert niemand.
Trainiert wird dann solo oder in Kleingruppen, also die Steirer in Haus/Schladming, die Kärntern in der Innerkrems und die Tiroler zB am Patscherkofel. Da fährt man um 6 Uhr mitm Skidoo rauf, steckt schnell nen 30-40 Sekunden Abfahrtslauf und dann wird 7-8 gefahren bevor die Touristen kommen. Ohne Absicherung. Das war immer so und wird auch immer so sein, es ist einfach logistisch und aus Kostengründen anders nicht möglich.
Wenn man dann das extreme Pech hat wie Poisson, einen Ski zu verlieren, genau Richtung Wald zu stürzen und dann auch noch genau einen Baum zu treffen, dann passiert eben so ein tragischer Unfall. Wenn Poisson einen Meter weiter links oder rechts geflogen wär und den Baum nicht getroffen hätte, dann würde kein Mensch auch nur eine Silbe darüber verlieren und Poisson hätte am nächsten Tag wieder dort trainiert.
So ist eben der worst case eingetroffen, sehr tragisch für die Familie, aber die polemischen Forderungen "die Sicherheit muss vorgehen" kommen jetzt von Menschen die auch schon mal beim Apresski waren und sich deshalb beim Skifahren auch auskennen.

Auf der Strecke wird übrigens bereits wieder ganz normal trainiert.
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Re: Alpiner Skiweltcup 2017/18

Beitragvon Olli_1973 » 16.11.2017 - 22:55

Das Problem wird sich leicht sein dass es einen akuten Mängel an geeigneten trainingsstrecken im Speed Bereich gibt. Bei Slalom oder RS hast keine Probleme so etwas Mal eben aufzubauen. Bei Speed ist der Aufwand zu groß.

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Re: Alpiner Skiweltcup 2017/18

Beitragvon Werna76 » 17.11.2017 - 01:24

Vollkommen richtig, genauso isses.
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Re: Alpiner Skiweltcup 2017/18

Beitragvon ortlerrudi » 17.11.2017 - 10:24

Werna76 exakt so ist es!

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Re: Alpiner Skiweltcup 2017/18

Beitragvon gerrit » 17.11.2017 - 11:18

Ich sehe allerdings die Gefahr, dass tragische Vorfälle wie dieser eine Diskussion zur Abschaffung der Abfahrt als WC-Disziplin wieder befeuern und dafür Argumente wie "zu gefährlich", "zu teuer", "können sich nur die großen Nationen leisten" liefern. Wenn man in Renntempo auf einer nicht oder nur eingeschränkt gesicherten Piste einen Schi verliert, dann muss man jedenfalls mit dem Schlimmsten rechnen, das ist klar. Wobei ich auch bei den eng nebeneinander gesteckten Läufen der technischen Bewerbe das Gefährdungspotential nicht unterschätzen würde, wenn man da ungewollt aus dem Lauf abbiegt und daneben einer mit vollem Tempo daherkommt, dann kann es ordentlich krachen bzw. ist solches auch schon passiert.
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