Denkmalschutzwürdige Schweizer Bergbahnen

Lost Places im Schnee: Historische Seilbahnen, geschlossene Skigebiete (LSAP) und die Geschichte alter Liftanlagen in den Alpen.
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Steinlimi
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Denkmalschutzwürdige Schweizer Bergbahnen

Beitrag von Steinlimi »

Hallo alle miteinander

Der Schweizer Heimatschutz möchte ja, wie bereits geschrieben wurde, einige historische Schweizer Bergbahnen versuchen, unter Schutz zu stellen. Welche Bergbahnen wären alles schutzwürdig?
Ich beginne mal mit:

- Sesselbahn Braunwald-Gumen (Baujahr 1947)
- Skilift Herrenstock, Stoos (Sameli-Huber, 1950)
.....

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TITLIS
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Beitrag von TITLIS »

ich würde die SSB Engelberg-Gerschnialp oder SSB Engelberg- Hotel Terrace sagen :wink:
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Dresdner
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Beitrag von Dresdner »

Der Originalartikel von www.nachrichten.ch lautet:
Heimatschutz will Seilbahnen retten

Bern - Der Schweizer Heimatschutz will sich für den Erhalt historischer Seilbahnen engagieren. Dies ist ein eigentlicher Kurswechsel, denn in früheren Jahren hatte die Stiftung den Bau einzelner dieser Seilbahnen bekämpft.
bsk / Quelle: sda / Freitag, 23. Dezember 2005 / 16:32 h
«Heute sind die Bahnen gebaut und die Standpunkte haben sich geändert», sagte Philipp Maurer, Generalsekretär des Schweizer Heimatschutzes, zu einem in der Walliser Tageszeitung «Le Nouvelliste» erschienenen Artikel. Die Situation sei vergleichbar mit jener beim Bau der grossen Hotels anfangs des 20. Jahrhunderts. Damals habe sich der Heimatschutz gegen deren Erstellung gewehrt und heute seien einige dieser Hotels als ausserordentliche Bauwerke anerkannt.
Alte werden durch neue ersetzt

Der Heimatschutz macht geltend, dass regelmässig ältere Seilbahnen durch neue ersetzt würden. Auch stünden immer wieder Schliessungen und Stilllegungen zur Diskussion, weil Konzessionen ausliefen oder die Bahnen zu wenig ausgelastet seien. Dadurch drohten bedeutende historische Seilbahnen verloren zu gehen. Die Fahrt mit einem nostalgischen Sessellift sei aber ein ähnlich emotionales Erlebnis wie die Reise in einer alten Dampflok oder ein Flug mit einer Ju 52.
Die Bahnen müssten im Originalzustand bewahrt werden. /
Deshalb fordert der Heimatschutz für dieses «wertvolle Kulturgut» die gleiche Sensibilität wie für Raddampfer, historische Zugkompositionen oder Flugzeuge.
Drei Massnahmen
Dieses Ziel will der Heimatschutz mit drei Massnahmen erreichen. Zum einen soll ein gesamtschweizerisches Inventar der historischen Seilbahnen erstellt werden. Weiter fordert er, dass einzelne herausragende Seilbahnen möglichst rasch zu benennen seien. Diese müssten im Originalzustand bewahrt werden. Schliesslich sollen für die Betriebsbewilligungen von historischen Seilbahnen Sonderregelungen mit speziellen Erleichterungen vereinbart werden. In der Regel gelten Betriebsbewilligungen für Seilbahnen während 20 Jahren. Sie können verlängert werden, wenn die Seilbahn nach aktuellem Stand der Technik betriebssicher ist.
Für alle "Nichtschweizer" erst einmal wichtig: Der Denkmalschutz wird in der Schweiz "Heimatschutz" genannt. Was mich erstaunt: Ich habe keine Übersicht gefunden, welche Bauwerke und Anlagen (unabhängig welcher Art) in der Schweiz unter Bestandsschutz stehen. Auf der sog. "Roten Liste" gefährdeter Anlagen steht zudem keine einzige Bergbahn. Aber vielleicht haben unsere schweizer Mitstreiter ja eine solche Übersicht.
Aus meiner Sicht gilt es vorrangig, die historischen Zahnrad- und Standseilbahnen unter Schutz zustellen. Dazu käme natürlich auch der Hammetschwandlift. Was die Luftseilbahnen betrifft dürfte die Auswahl schon geringer ausfallen. Zu erhalten sind auf alle Fälle die Reste des Wetterhornaufzuges. Was moderne Anlagen betrifft, bei denen die schweizer Seilbahnen technische Rekorde geschaffen haben - darüber kann man sicher streiten. Ich denke hier nur an die Klein-Matterhornbahn, die Titlis-Rotair sowie die DPB Samnaun.
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Beitrag von Steinlimi »

Der Denkmalschutz und der Heimatschutz sind in der Schweiz nicht das gleiche.
Der Denkmalschutz ist eine staatliche Organisation, welche Gebäude unter Schutz stellen kann. Somit sind diese Gebäude "offiziell in Sicherheit".
Der Heimatschutz ist ein privater Verein, welcher selber Gebäude nicht unter Schutz stellen kann. Da er aber in der Schweiz etabliert ist, kann er nötigenfalls Gebäude aufkaufen oder nur schon durch Intervention etwas erreichen.
Viele Grüsse
Mike
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Beitrag von TPD »

Was mich erstaunt: Ich habe keine Übersicht gefunden
Die Medienmitteilung ist doch vom 23. Dezember 2005 ?
Darin steht, dass der Heimatschutz eine Liste mit schützenswerten Seilbahnen erstellen will.
Ich denke nicht, dass diese Liste in den letzten 2 Wochen erstellt wurde. ;)
https://www.skichablais.net, seit 20 Jahren über Bergbahnen der Region Chablais und Umgebung.
Steinlimi
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Beitrag von Steinlimi »

Sie möchten ja erst eine Liste aufbauen. Deshalb dachte ich, dass wir es hier schon einmal versuchen könnten, was den überhaupt schutzwürdig wäre.
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Re: Denkmalschutzwürdige Schweizer Bergbahnen

Beitrag von GMD »

obwalden hat geschrieben:- Skilift Herrenstock, Stoos (Sameli-Huber, 1950)
Der ist doch auf dem Hochstuckli, nicht auf dem Stoos.

Hätte da auch noch einen Kandidaten: Die 4EUB Les Diablerets - Isenau. Eine Giovanola aus den Siebziegern die noch praktisch im Originalzustand ist und ausserdem noch viele Komponenten der Vorgängerin aus dem Jahre 1953, ebenfalls von Giovanola, besitzt.
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Oscar
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Beitrag von Oscar »

Ich finde denkmalschutz generell schwachsinnig, in der Regel kostet er dem Besitzer des geschützten Objektes nur geld und nen Nutzen hat niemand davon.

Beispiel die Hauptfeuerwache bei uns ist denkmalgeschützt, u.A. dürfen die Tore nicht verändert werden, d.H für jedes Fahrzeug muss ne Spezialanfertigung her mit Niederflur usw was die ohnehin teueren Fahrzeuge nicht billiger macht. Nen Neubau auch an einer anderen Stelle wird nicht gestattet!

Davon gibts etlich Beispiele, nen Gegenbeispiel habe ich ned.

Bei den Bahnen würde ich mal sagen solange die Kapazitäten und Geschwindigkeiten stimmen und der Wartungaufwand vertretbar bleibt können die stehen bbleiben wenn nicht dann abreissen und neubauen. Aber Denkmalschutz is nen Dreck das hat irgend son Amtsfritze, der na daseinberechtigung brauchte, erfunden.
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Beitrag von GMD »

Gute Idee! Die denkmalgeschützten Zentren historischer Städte welche noch aus dem Mittelalter stammen sind ja auch nicht mehr zeitgemäss. Diese engen Gässchen sind für Autos völlig ungeeignet. Also weg damit!
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Steinlimi
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Beitrag von Steinlimi »

Oscar hat geschrieben:Ich finde denkmalschutz generell schwachsinnig, in der Regel kostet er dem Besitzer des geschützten Objektes nur geld und nen Nutzen hat niemand davon.

Beispiel die Hauptfeuerwache bei uns ist denkmalgeschützt, u.A. dürfen die Tore nicht verändert werden, d.H für jedes Fahrzeug muss ne Spezialanfertigung her mit Niederflur usw was die ohnehin teueren Fahrzeuge nicht billiger macht. Nen Neubau auch an einer anderen Stelle wird nicht gestattet!

Davon gibts etlich Beispiele, nen Gegenbeispiel habe ich ned.

Bei den Bahnen würde ich mal sagen solange die Kapazitäten und Geschwindigkeiten stimmen und der Wartungaufwand vertretbar bleibt können die stehen bbleiben wenn nicht dann abreissen und neubauen. Aber Denkmalschutz is nen Dreck das hat irgend son Amtsfritze, der na daseinberechtigung brauchte, erfunden.
Der Denkmalschutz hat sehr wohl eine Daseinsberechtigung. Die Tradition zeigt uns unsere Kultur und Vergangenheit auf, ohne die wir Identitätslos wären. Die Leistungen unserer Vorfahren wiederspiegeln sich in den diesen Denkmälern.
Übrigens wurde der Denkmalschutz nicht von einem Amtsfritzen "erfunden", sondern begann mit der aufkommenden Romantik im 19. Jh., als man die Leistungen der Vorfahren zu bewundern und zu würdigen verstand.
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Jens
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Beitrag von Jens »

Ist eigentlich schon jemand von den historischen Bahnen Fans Mitglied beim Heimatschutz?
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GMD
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Beitrag von GMD »

Kann man das überhaupt?
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Jens
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Beitrag von Jens »

obwalden hat geschrieben:...
Der Heimatschutz ist ein privater Verein, welcher selber Gebäude nicht unter Schutz stellen kann. Da er aber in der Schweiz etabliert ist, kann er nötigenfalls Gebäude aufkaufen oder nur schon durch Intervention etwas erreichen.
Viele Grüsse
Mike
Ich geh mal davon aus, wenn es ein Verein ist.
Steinlimi
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Beitrag von Steinlimi »

http://www.heimatschutz.ch/d/default.shtm

Die Bahn Reingoldswil-Wasserfallen haben sie auch im Visier.
kaldini
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Beitrag von kaldini »

Logo!
Schaut doch einfach mal hier:
http://www.heimatschutz.ch/d/default.shtm
und rechts steht "Auch ich kann etwas tun". Bin zwar des Hochschwiitzerdütschen nicht so mächtig aber zumindest Spenden kann man da! Jeder der es will (also ich spende lieber an DM :) )
Steinlimi
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Beitrag von Steinlimi »

kaldini
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Beitrag von kaldini »

So, und nun noch mein privater Senf zum Heimatschutz/Denkmalschutz: wenns das bei den Höhlenmenschen schon gegeben hätte würden wir uns nun wohl per Bongotrommeln unterhalten. Ich mag den Fortschritt.
Und alte Ortskerne aus dem Mittelalter werden so bleiben wie sie sind, da sie ein touristisches Gut sind. Damit verdienen Menschen Geld.
Warum nun aber Nutzgebäude (z.B. Feuerwachen) nicht auf den neuesten Stand gebracht werden dürfen (incl. Ersatz des Gebäudes!) geht in meinen Schädel nicht rein. Schaut euch doch mal die größten Kulturdingers der Städte (z.B. der Kölner/Augsburger Dom) an! Da stand vorher auch ne andere Kirche drauf. Die wurde platt gemacht und durch was Besseres ersetzt. Thats Life!

Von mir aus sollens nen Nostalgieseilbahnvergnügungspark machen und die Dinger da rumfahren lassen - zumindest im Winter. Im Sommer ist es mir ja egal ob ich 5 oder 30 Minuten rauf brauch, da ist ja die Fahrt das Erlebnis. Aber im Winter nerven mich alte Bahnen einfach nur.

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Dresdner
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Beitrag von Dresdner »

Da das Ganze ja nun schon zur Grundsatzdiskussion ausgeartet ist, hier meine Position.
Denkmalschutz ist und bleibt wichtig, um die Identität einer bestimmten Region zu erhalten. Ungebremster Fortschrittswahn ist genauso schädlich wie "alles unter Denkmalschutz stellen". Ich will das Ganze am Beispiel meiner Stadt illustrieren, Nils war ja schon oft hier. Ohne Landschafts- und Denkmalschutz würde es heute weder das berühmte Elbpanorama, den Canaletto-Blick, das "Blaue Wunder" und auch nicht unsere beiden Bergbahnen geben. Alles könnte man im Interesse einer Kapitalmaximierung anders und sicher effizienter verwerten. Die Elbhänge und den Canaletto-Blick würden Luxusquartiere zieren, das Blaue Wunder hätte man durch eine billiger zu unterhaltende Standardbrücke ersetzt. Die beiden Bergbahnen wären schon längst verschrottet, der Schrottpreis hätte einige Euros in die marode Stadtkasse gespült. Uns könnte das Ganze egal sein, was spätere Generationen darüber denken, erfahren wir sowieso nicht mehr. Zum Glück sind frühere Generationen mit diesen Fragen meist zurückhaltender umgegangen.
Was die Feuerwachen betrifft - auch da kann man einen vernünftigen Kompromiß finden. Bei uns wurde die BFW-Feuerwache auf der Schlüterstraße auch denkmalgerecht saniert, dabei wurden die Toreinfahrten erweitert. Zusätzlich entstand im Stadtteil Übigau eine komplett neue Feuerwache, die auch die schwere Spezialtechnik aufnimmt.
Was die Seilbahnen betrifft - sicher ist bei Bahnen in den Skigebieten ein hoher Durchsatz notwendig. Die historischen Bahnen liegen aber meist nicht in diesen Gebieten sondern in Städten oder Gegenden, die von Wanderern bevorzugt werden. Außerdem kommen gerade viele Leute wegen dieser Anlagen in die Orte, da wäre es kontraproduktiv, sie durch "moderne" Anlagen zu ersetzen.
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Beitrag von TITLIS »

kaldini hat geschrieben:So, und nun noch mein privater Senf zum Heimatschutz/Denkmalschutz: wenns das bei den Höhlenmenschen schon gegeben hätte würden wir uns nun wohl per Bongotrommeln unterhalten. Ich mag den Fortschritt.
Und alte Ortskerne aus dem Mittelalter werden so bleiben wie sie sind, da sie ein touristisches Gut sind. Damit verdienen Menschen Geld.
Warum nun aber Nutzgebäude (z.B. Feuerwachen) nicht auf den neuesten Stand gebracht werden dürfen (incl. Ersatz des Gebäudes!) geht in meinen Schädel nicht rein. Schaut euch doch mal die größten Kulturdingers der Städte (z.B. der Kölner/Augsburger Dom) an! Da stand vorher auch ne andere Kirche drauf. Die wurde platt gemacht und durch was Besseres ersetzt. Thats Life!

Von mir aus sollens nen Nostalgieseilbahnvergnügungspark machen und die Dinger da rumfahren lassen - zumindest im Winter. Im Sommer ist es mir ja egal ob ich 5 oder 30 Minuten rauf brauch, da ist ja die Fahrt das Erlebnis. Aber im Winter nerven mich alte Bahnen einfach nur.
stimmt muss kaldini recht geben
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Beitrag von d-florian »

Und jetzt frag ich mich mal warum der Titel "Denkmalgeschützte Seilbahnen in der SCHWEIZ" heißt :!: :?: :gruebel:
Ah! In Österreich Zb. sind solche alten Anlagen schon lange ersetzt worden, weil die Kapazität nicht mehr ausreichend war und die Unterhaltungskosten zu hoch wurden aufgrund vieler Reparaturen!

Also finde es auch totalen Quatsch sowas bei Seilbahnen zu praktizieren! Wir als Wintersportler haben keine Freude daran, weil wir lange Warten müssen, zu lange im Lift sitzen und die Betreiber haben auch nur Ärger und Kosten am Hals!
..aber scheiß drauf.. Weltcup ist nur einmal im Jahr....
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Beitrag von Steinlimi »

Ich glaube, das Argument, die Unterhaltungskosten seien zu hoch, kann man getrost widerlegen.
Als Beispiel der Müller-Skilift Herti auf der Stockhütte, ob Emmetten.
Laut Aussagen des Personals (!) ist das der zuverlässigste Lift im ganzen Skigebiet. Er lauft zuverlässig bereits seit Jahrzehnten. Erneuerungen sind kaum notwendig, da dies noch als echte Handarbeit gebaut wurde.
Die heutigen Lifte haben eine viel kürzere Lebensdauer, und da es gibt immer wieder auch Probleme, oft wegen der zu modernen Elektronik.
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Beitrag von d-florian »

Ich glaub ein SL ist ein schlechtes Beispiel, da wie du selber sagst an einem SL nicht viel Technik ist und Elektronik bei den alten! Nur denk mal an Sesselbahnen oder EUb´s?! DA hast du die ganze Elektronik auch und da sind die Unterhaltungskosten dann schon deutlich höher!
..aber scheiß drauf.. Weltcup ist nur einmal im Jahr....
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Beitrag von k2k »

Ich weiß nicht was ihr alle mit den Feuerwachen habt. In Reutlingen hat man der Feuerwehr nen großzügigen Neubau mit allen Rafinessen spendiert - allerdings an anderer Stelle. Das alte Feuerwehrhaus wird jetzt nur noch in kleinerem Umfang genutzt, wofür es vollkommen ausreicht.
Fragt mich jetzt bitte nicht ob das Ding denkmalgeschützt war, aber warum soll das woanders nicht genauso funktionieren? Sagt ja keiner daß man wegen dem Denkmalschutz generell keine neue Feuerwache bauen darf, nur halt nicht unbedingt die alte dafür abreissen.

Genauso ist es bei den Bergbahnen. Es sagt ja kein Mensch (also ich jedenfalls nicht) daß man generell keine neuen, modernen Seilbahnen bauen darf. Es soll nur die eine oder andere Bahn erhalten bleiben, weil sie auf irgend eine Weise einzigartig ist. Beispiel Gumenbahn: Sämtliche Ersatzplanungen laufen auf einer anderen Trasse. Da stört es doch überhaupt nicht wenn die alte Bahn stehen bleibt, zumal sie eine der letzten ihrer Art ist.

Wenn ich die Beiträge hier so lese, habe ich mal wieder den Eindruck daß viele nur simpel schwarz/weiß denken. Die radikalen Denkmalschützer vs. die radikalen Modernisierer, immer schön pauschalisiert. Es gibt aber auch ein paar Grautöne dazwischen, von Farbe will ich gar nicht reden ;-)
"Seilbahnen sind komplexe technische Systeme. Sie sind Werke innovativen vielschichtigen Schaffens und bilden ein spannungsvolles Zusammenspiel technischer und wirtschaftlicher, politischer, sozio-kultureller und landschaftlicher Faktoren." (Schweizerisches Bundesamt für Kultur)
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Bergbahnen

Beitrag von schifreak »

Die Talstation vom Schl. Stöfeli auf Itlios wär so n Beispiel , was ich nie abreißén würde-- oder die- zwar in Österreich, Stationen vom alten Steinbergkogel, das wär echt jammerschade.
Ansonsten stimm ich voll zu, die alten Stationen von Zahnrad und Standseilbahnen sind in der Schweiz mit die liebevollsten Gebäude - bestes Beispiel, Pilatusbahn, Brienzer Rothorn, SSB auf das Stanser Horn sowas muß umbedingt erhalten bleiben.

iss zwar auch in Austria, aber die Hahnenkamm Stationen in Kitz, sind noch Original erhalten-- trotz neuester Technik; sowas iss echt vorbildlich;

und was Städte betrifft, da gibts in Bayern noch welche mit teils für LKW zu niedrigen Einfahrtstoren-- das stimmt schon, das sieht sehr schön aus, aber für die Speditionen iss das n Riesen Aufwand-- mein Kollege mußte n speziellen LKW kaufen, der unter 3.5 m hoch iss- da er sonst net die Tour fahrn kann ; sowas iss natürlich Schwachsinn, weil er andrerseits wieder net Sachen reinbringt, die über 2 m hoch sind...
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Beitrag von Oscar »

@k2k das mit der Feuerwache bei uns war nur nen Beispiel für total schwachsinnigen Denkmalschutz, das heisst ja nicht, dass alle Städte so borniert sind und das so dermassen übertreiben.
Zur Info nebenbei, da ich glaube du hast das falsch verstanden. Für einen Neubau ist aneblichh kein Geld da aber für Extraanfertigungen der Fahrzeuge, damit sie in das sowieso unpraktische Gebäude passen ist Geld da!? AUsserdem sind die Fahrzeuge damit auch teilweise nicht so gut nutzbar wie die Normalversionen.

Aber es geht hier ned um die Feuerwachen sondern das diente nur als Beispiel wie bekloppt Denkmalschutz oft praktiziert wird.
Zuletzt geändert von Oscar am 10.01.2006 - 10:15, insgesamt 2-mal geändert.

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