Sturz aus Tiroler Sessellift

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Jay
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Sturz aus Tiroler Sessellift

Beitrag von Jay »

Vorarlberg online berichtet:
Sturz aus Tiroler Sessellift
Schwere Wirbelsäulenverletzungen hat sich ein zehnjähriger Deutscher am Sonntag beim Sturz aus einem Sessellift in Tirol zugezogen. Der Bub fiel laut Polizei aus vier Metern Höhe auf die präparierte Piste.
Der Schüler aus Schlat (Baden-Württemberg) hatte sich gemeinsam mit einer Gruppe zum Skifahren in Jungholz (Bezirk Reutte) aufgehalten. Gegen 13.15 Uhr stellte er sich mit seinem Skilehrer und zwei weiteren Kindern zur Bergfahrt mit der Vierer-Sesselbahn Bischlaglift an. Beim Hineinsetzen in den Liftsessel dürfte er sich mit seinen Skistöcken in der Bekleidung des benachbarten Kindes verfangen haben und konnte nicht auf dem bereits fahrenden Sessel Platz nehmen.
Der Skilehrer hielt ihn noch an der Kleidung fest. Ihm gelang es jedoch nicht, den Buben auf den Sessel zurückziehen und den Schutzbügel zu schließen. Der Liftarbeiter an der Talstation bekam von diesem Vorfall angeblich nichts mit. Erst auf Grund der Hilferufe stellte er den Lift kurz ab, setzte ihn jedoch gleich wieder in Bewegung, weil ihn Augenzeugen aufforderten, den Lift schnell weiterfahren zu lassen. Nach 200 Metern Bergfahrt - teilweise zehn Meter über Boden - verließen den Skilehrer die Kräfte. Er ließ den Zehnjährigen los.

Liftangestellte und Mitglieder der Bergwacht leisteten dem Kind Erste Hilfe. Nach der Versorgung durch das Team eines Notarzthubschraubers wurde es in die Klinik Kempten geflogen.

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Af
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Beitrag von Af »

Das ist mir jetzt schon öfters aufgefallen, dass Skifahrer nichtmehr wissen wohin mit ihren Stöcken... Schlimm wirds in vollen 6KSB/8KSBs da passierts schon mal, dass man sich auf nen Stock setzt, was den Rest der Fahrt äusserst bequem macht....

Aber so wies hier geschrieben ist, ist auch wieder der Liftwart der Hauptschuldige.
Erstens nicht sehen dass was passiert ist -> erst durch Zuruf den Liftanhalten, und dann auch noch auf Zuruf den Lift vorwärts fahren lassen... warum denn nicht Rückwärts, dann hätt der kleine evtl. hinterm Einstieg abspringen können.....

Gute Besserung an den kleinen...
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jojo2
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Beitrag von jojo2 »

Hi,

irgendwie habe ich auch den Eindruck, dass die früher an den Liften mehr aufgepasst haben.

Habe manchmal den Eindrucks dass das Personal heute nur noch da ist um morgens den Lift einzuschalten und abends abzuschalten.

Jojo
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snowflat
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Beitrag von snowflat »

Hier noch ein Bericht aus der Tiroler Tageszeitung:
Jungholz: Kind stürzt vom Sessellift in die Tiefe

Nach Problemen beim Einstieg stürzte ein deutscher Bub (10) am Sonntag in Jungholz vom fahrenden Sessellift auf die Piste. Er wurde schwer verletzt.

Das Urlauberkind hatte sich mit dem deutschen Skilehrer und zwei Kameraden kurz nach 13 Uhr ordnungsgemäß beim Bischlaglift eingereiht. Beim Einstieg in den Vierersessellift verfing sich jedoch der Skistock eines der anderen Kinder in der Kleidung des Zehnjährigen.

Der Bub rief dem rechts neben ihm befindlichen Skilehrer zu, dass er nicht sitze. Dieser schnappte den Schüler sofort an der Kleidung und konnte so zunächst einen Absturz verhindern. Es gelang ihm aber nicht, den Buben in den Sitz zu ziehen und den Sicherheitsbügel zu schließen.

Von all dem bemerkte der Liftarbeiter an der Talstation offenbar nichts. Erst als er durch Zurufe anderer Ski­fahrer alarmiert wurde, stoppte er kurz den Lift. Er setzte ihn aber gleich wieder in Bewegung, weil ihn andere aufforderten, er solle den Lift unbedingt schnell weiterfahren lassen.

Nach rund 200 Metern Bergfahrt verließen den Skilehrer dann die Kräfte: Er konnte den Zehnjährigen nicht mehr halten, das Kind stürzte rund vier Meter tief auf die präparierte Piste ab, wo es schwer verletzt liegen blieb.

Die Bergwacht kümmerte sich um die Erstversorgung des Buben. Er musste mit schweren Wirbelsäulenverletzungen ins Krankenhaus nach Kempten geflogen werden.

Wie die Sicherheitsdirektion Sonntagabend mitteilte, hätte das Kind sogar noch tiefer abstürzen können. Der Bischlaglift verlaufe streckenweise in einer Höhe von mehr als zehn Metern oberhalb der Piste.
Wenn das wirklich so passiert ist:
(...)
Von all dem bemerkte der Liftarbeiter an der Talstation offenbar nichts. Erst als er durch Zurufe anderer Ski­fahrer alarmiert wurde, stoppte er kurz den Lift. Er setzte ihn aber gleich wieder in Bewegung, weil ihn andere aufforderten, er solle den Lift unbedingt schnell weiterfahren lassen.
(...)
Dann zweifle ich wirklich an der Fähigkeit der zuständigen Liftlers, der sich auf die Aufforderungen Dritter einläßt, OHNE sich von der eigentlichen Sachlage ein Bild gemacht zu haben. Ebenso kann man aber das Verhalten derer in keinster Weise tolerieren, die die Aufforderung leisteten, den Lift wieder (schneller?) laufen zu lassen - Alles unter dem Vorbehalt, dass es sich so ereignet hat. Wenn wirklich, muss sich aber einer oder mehrere warm anziehen.

Ich möchte nicht wissen, was sich der Skilehrer für Vorwürfe macht, den Jungen nicht mehr festgehalten zu haben ...
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Beitrag von tigerfishli »

Auf eine ähnliche weise wurde der Enkel einer Kollegin an einem Schlepplift schwer verletzt. Der Liftwart schaltete den Lift auf zuruf wieder ein, ohne sich davon zu überzeugen, dass alles in Ordnung ist. Genaueres? Ich war da leider nicht dabei...

Was sagen die Betriebsanordnungen zu einem Leifteinschalten nach einen (Not-) Stopp?

grüsse

uli
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Ram-Brand
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Beitrag von Ram-Brand »

jojo2 hat geschrieben:Hi,

irgendwie habe ich auch den Eindruck, dass die früher an den Liften mehr aufgepasst haben.

Habe manchmal den Eindrucks dass das Personal heute nur noch da ist um morgens den Lift einzuschalten und abends abzuschalten.

Jojo

Früher gab es auch nicht das Alpinforum bzw. Internet.
Nicht jeder Liftunfall steht in der Zeitung. Daher kommt es einem jetzt vor als passiere mehr.

Früher sind auch nicht so viele Leute Ski gefahren wie jetzt, da erhöht sich sicherlich die Unfallgefahr auch.
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