Schneeräumung: Kitzbühlern droht teurer Winter

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snowflat
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Schneeräumung: Kitzbühlern droht teurer Winter

Beitrag von snowflat »

Kitzbühelern droht teurer Winter

Schnee, der zwei Tage auf der Straße gelegen ist, darf nicht mehr in die Ache gekippt werden. Für die Kitzbüheler bahnt sich ein Finanzdesaster an. Der Schnee landet seit Jahrzehnten in der Kitzbüheler Ache, jetzt greift die Behörde ein.

Der allseits heiß erwartete Schnee ist noch nicht gefallen, in der Kitzbüheler Gemeindestube scheint man darüber auch noch gar nicht böse zu sein. Denn die Schnee-Entsorgung entwickelt sich immer mehr zum scheinbar unlösbaren Problem. In einem laufenden Wasserrechtsverfahren wird derzeit geregelt, wo der von den Straßen geräumte Schnee künftig abgeladen werden kann.

Seit Jahrzehnten wird der von den Straßen geräumte Schnee in die Kitzbüheler Ache gekippt. Genauso lange war diese Vorgangsweise den Fischern entlang der Ache ein Dorn im Auge. Durch Öl- und Treibstoffrückstände, Streusalz und Split werde der Schnee verschmutzt. Dadurch sinke die Wassertemperatur um zwei Grad und bringe den ökologischen Haushalt durcheinander, heißt es in einer Stellungnahme.

Aufgrund dieser Bedenken wird die Schnee-Entsorgung künftig per Bescheid der Bezirkshauptmannschaft geregelt. "Schnee, der älter als zwei Tage ist, wird künftig deponiert werden müssen", bestätigt auch Bürgermeister Klaus Winkler. Eine Ablagerung der weißen Pracht bietet sich in der Gamsstadt aber lediglich nach dem Hahnenkammrennen auf der Kellerwiese an.

Sind deren Kapazitäten ausgeschöpft, bleibt als letzter Ausweg die Entsorgung im Hartsteinweg, wie Winkler betont. Das würde die Stadtgemeinde aber finanziell und logistisch vor massive Schwierigkeiten stellen.

Wie Bauhofreferent Pepi Strobl berichtet, würden sich Anfahrtswege und Fahrtkosten verzehnfachen. Damit die Schneemengen in der selben Zeit wie bisher weggeführt werden können, sind weitere 45 Lkw notwendig. "In einem mittleren Winter ist mit 1600 bis 2000 Lkw-Fahrten zu rechnen. Bei 60 Euro pro Lkw-Stunde würde dies für die Stadtgemeinde einen Mehraufwand von 450.000 bis 500.000 Euro bedeuten", rechnete Strobl den Mandataren vor. Für Alois Haselwanter vom Bauamt unvorstellbar: "Allein im letzten Winter hat die Schneeräumung 430.000 Euro gekostet."

Schneit es mehrere Tage, ist die Schneeräumung logistisch nicht mehr zu bewältigen. In Anbetracht der angespannten Verkehrssituation auf den Straßen zwischen Oberndorf und Kitzbühel während der Wintersaison droht für Haselwanter das Chaos. "Lkw, die in Kitzbühel zum Beladen benötigt werden, stehen dann im Stau." Für ihn steht fest: "Wir werden im Schnee ersticken oder wir haben keine Parkflächen mehr."

Der bei der Bezirkshauptmannschaft Kitzbühel zuständige Beamte Michael Berger will zu dem laufenden Verfahren keine Stellungnahme abgeben. Nur so viel: "Ich bin überzeugt, dass wir für alle Beteiligten einen tragbaren Kompromiss finden."


Quelle: Tiroler Landeszeitung
Werden nicht überall die straßennahmen Bäche dazu benutzt, den Schnee von der Räumung zu entsorgen? Klar leuchtet es mir ein, dass durch den Verkehr der Schnee verschmutzt ist. Aber das fällt den Fischern doch reichlich spät ein ...
Kanada - 29.01.2017 bis 10.02.2017
Du kannst Dir Glück nicht kaufen. Aber Du kannst skifahren gehen und das ist ziemlich dasselbe!

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Dachstein
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Beitrag von Dachstein »

Werden nicht überall die straßennahmen Bäche dazu benutzt, den Schnee von der Räumung zu entsorgen? Klar leuchtet es mir ein, dass durch den Verkehr der Schnee verschmutzt ist. Aber das fällt den Fischern doch reichlich spät ein ...
Nur mal so zur Feststellung; Schnee = Wasser in einem anderen Agregatzustand. Wenn der Schnee schmilzt, wird er zu Wasser. Ob der Schnee jetzt 2 Tage auf der Straße lag oder nicht ist komplet wurscht! Er wird zu Wasser, das versickert und kommt so in den Naturkreislauf. Ob der Schnee mit den Verschmutzungen jetzt im Bach landet oder ob die Verschmutzungen mit dem Wasser nach der Schneeschmelze in den Bach kommen, ist ziemlich egal. :?

Alternative: Sonderschneeenddeponie. Am besten einbetonieren oder zum Mond schießen

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Downhill
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Beitrag von Downhill »

1600 bis 2000 LKW-Fahrten sind also nötig "für den Naturschutz"... toller Streich, heute schon der 1. April? :lol: :lol: :lol:
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Af
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Beitrag von Af »

Dachstein hat geschrieben:Nur mal so zur Feststellung; Schnee = Wasser in einem anderen Agregatzustand. Wenn der Schnee schmilzt, wird er zu Wasser. Ob der Schnee jetzt 2 Tage auf der Straße lag oder nicht ist komplet wurscht! Er wird zu Wasser, das versickert und kommt so in den Naturkreislauf. Ob der Schnee mit den Verschmutzungen jetzt im Bach landet oder ob die Verschmutzungen mit dem Wasser nach der Schneeschmelze in den Bach kommen, ist ziemlich egal. :?

Alternative: Sonderschneeenddeponie. Am besten einbetonieren oder zum Mond schießen

MFG Dachstein
So ein Schmarren... Würdest du Schnee Essen, der seit 2 Tagen auf der Strasse liegt?

Also da drin ist neben kiloweise Feinstaub, Bremsenabrieb, Reifenabrieb, Splitt, Salz, diverseste Ölsorten und sonst noch so einiges, was sich auf der Strasse rumtreibt. Um diesen Schnee gehts.

Der frisch gefallene wiederum kühlt einfach die Bäche ab. An der Oberfläche fliessender Gewässer ist meines Bio-LK wissens nach die Temperatur +4°C. Kippt man jetzt da Schnee drauf, so kühlen die Bäche aus. Tja, und die Fische, die etwas sensibler sind, vertragen neben den ganzen Gifstoffen diese Temperaturen halt nicht.

Andererseits könnt ich mir nie vorstellen nen Fisch aus der Kitzbühler Ache zu essen...

Ich finde die reaktion der Umweltschützer etwas übertrieben. Neu gefallener Schnee sollte weiterhin in Bäche gekippt werden(das mit der Temperatur kann man noch einsehen), Altschnee sollte halt so deponiert werden, dass er in die Kanalisation taut.
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Dachstein
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Beitrag von Dachstein »

So ein Schmarren... Würdest du Schnee Essen, der seit 2 Tagen auf der Strasse liegt?

Also da drin ist neben kiloweise Feinstaub, Bremsenabrieb, Reifenabrieb, Splitt, Salz, diverseste Ölsorten und sonst noch so einiges, was sich auf der Strasse rumtreibt. Um diesen Schnee gehts.
Kipp ich den Schnee auf eine Wiese, schmilzt er dort. Die darin enthaltenen Schwermetalle wandern in den Boden und weiter in die Flüsse. Der Feinstaub bleibt im Gras und wird anschließend von einer Kuh, die dort weidet, verspeist.

Auf was ich eigentlich hinauswollte ist, dass alles im Leben ein großer Kreislauf ist. Egal wo ich etwas hinverschiebe, es kommt trotzdem wieder zurück.

Im Endefekt isst jeder den Schnee, der 2 Tage auf der Straße lag, nur ist es uns nicht bewusst, was wir essen. Niemand, der ein Steak isst, kommt auf die Idee zu hinterfragen, was dies Lebewesen zu Lebzeiten gefressen hat.
Der frisch gefallene wiederum kühlt einfach die Bäche ab. An der Oberfläche fliessender Gewässer ist meines Bio-LK wissens nach die Temperatur +4°C. Kippt man jetzt da Schnee drauf, so kühlen die Bäche aus. Tja, und die Fische, die etwas sensibler sind, vertragen neben den ganzen Gifstoffen diese Temperaturen halt nicht.


Es ist mir bis Dato nicht bekannt, dass es wegen der Schneeentsorgung im Bach ein Fischsterben gegeben hätte.
Und noch zu den Giftstoffen: die kommen ins Wasser so sicher wie das Amen im Gebet, da kannst du Gift drauf nehmen!

MFG Dachstein
Oz
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Beitrag von Oz »

Der angesprochene Feinstaub ist insbesondere beim einatmen gefährlich, da er aber, sobald er im Schnee eingeschlossen ist, nicht mehr als Aerosol vorliegt, kann er nur mehr über den Nahrungsweg aufgenommen werden, hier ist er aber sicher nicht gefährlicher als andere Varianten von Staub.
Ob man als Mensch die Giftstoffe über die Kuh, die auf der Deponiewiese grast oder über den Fisch, der in der Ache schwimmt, aufnimmt dürfte egal sein.
Da der Boden aber i.a. eine ziemlich gute Filterwirkung hat, dürfte eine Zwischenlagerung von schmutzigem Schnee auf einer Deponie (z.B. ein alter Steinbruch oder Ödland, wo keine Nahrungsmittel bzw. Nutztiere angebaut bzw. gehalten werden) durchaus sinnvoll sein.
Im Falle von Kitzbühel stellt sich natürlich die Frage, ob die zusätzlichen LKW-Fahrten nicht mehr Umweltprobleme schaffen als die Entladung des Schnee in den Fluss.
Könnte da vielleicht die LKW-Lobby dahinter stecken, die sich ein Zubrot verdienen will? :?
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Bogner
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Beitrag von Bogner »

Könnt mir vorstellen, dass es ein Problem ist im Winter, wenn die Ache wenig Wasser hat, den Schnee reinzukippen da somit der Schadstoffanteil relativ hoch ist. Wenn der verdreckte Schnee mit der Schneeschmelze in den Bach geht, dann führt er mehr Wasser und verträgt mehr Dreck. Und wenn der Schnee auf einer Wiese abgelagert wird, dann kommen die Schadstoffe stark verzögert, weil gefiltert in den Bach. ABER da gerade LKW-Fahrten in Tirol ein Reizwort sind ist schon fraglich ob das so sinnvoll ist...
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d-florian
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Beitrag von d-florian »

jetzt muss man das ganze aber auch mal im Verhältnis sehen :!:
ne halbe MIO Euro mehr Kostenaufwand für die paar Fische die in der Ache schwimmen??? :twisted:
:dagegen:
Sollen halt im Frühjahr ne bestimmte ANzahl an Fischen neu aussetzen und die Angler sollen se dann gefälligts im Herbst wieder abfischen und gut ist´s!
man kann´s echt übertreiben!!! Umweltschutz hin oder her: DAS wurde die letzten 50 Jahre gemacht und daran ist niemadn gestorben und nur weil da ein paar Fische gestorben sind und sich ein Angler beschwert hat müssen sich die grünen wieder so ein schwachsinn ausdenken ohne nachzudenken was das für Folgen hat! :twisted: Sollen se sich lieber mal um die Donau oder so kümmern! Da werden sicherlich mehr Fische sterben, denn da will ich nicht wissen was da allein von der Industrie alles reingekippt wird :? ...
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Turm
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Beitrag von Turm »

Das worüber die Kitzbüheler jetzt jammern ist in anderen Skigebieten schon seit geraumer Zeit normal.
Man hat zu diesem Zwecke Schneedeponien angelegt.

Ganz extrem ist es auf der Bundesstraße 19 in der Schweiz beispielsweise (Ortsdurchfahrt durch Laax) Da wird der Schnee direkt verladen und abtransportiert.
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Af
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Beitrag von Af »

Tja, aber wie gesagt, Neuschnee dürfte ja kein Problem sein. Der Altschnee müsst halt wo deponiert werden.... alte Steinbrüche hats genug.

Ein Ausweg wäre, statt einem Schneepflug einen Flammenwerfer zu kaufen... da käm kein Schnee mehr in die Ache. :D Und zu kühl würde se auch nicht werden :D
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Beitrag von d-florian »

^^
LOL :P
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Beitrag von starli »

Also ich bevorzuge die Variante "Schneeberg" - anhäufen! Dann hat man 2-4 Wochen nach der Schneeschmelze immer noch ein bissl Schnee rumliegen, und das macht irgendwie glücklich ;)
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Theo
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Beitrag von Theo »

Obs was bringt ist doch scheissegal, hauptsache es kostet mehr.
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F. Feser
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Beitrag von F. Feser »

willkommen bei den ulmer münster spatzen...

das gibts doch gar nicht was man hier so liest:
Kipp ich den Schnee auf eine Wiese, schmilzt er dort. Die darin enthaltenen Schwermetalle wandern in den Boden und weiter in die Flüsse. Der Feinstaub bleibt im Gras und wird anschließend von einer Kuh, die dort weidet, verspeist
FALSCH!!! Der Boden ist einer der besten Filter die es gibt, oder was meinst du warum Grundwasser meist immer noch trinkbar ist? Aber das wurde ja oben schon geklärt.

Zum Thema:

Ich bin der Meinung, dass hier aus einer Mücke ein Elefant gemacht wird.
Klar ist es ein Problem, aber die netten Grünen (oder Fischer oder sonst wer...) scheinen ein etwas eingeschränktes Sichtfeld zu haben.
Nimmt man die geforderten LKW's hat man a) enorme Kosten und b) wahnsinnige Umweltverschmutzungen. Überlegts euch doch mal was dabei rauskommt wenn alle zwei Minuten n LKW auf ne Wiese fährt und da "Dreckschnee" abkippt.
Dann solltens doch das ganze Zeuch direkt in den Vorfluter oder ein extra für diesen Zweck angelegtes Becken im Klärwerk kippen. Dann wird das Zeuch gefiltert und man hat kein Platzproblem. Das einzige Problem wäre: Zeuch hinfahren.

Ah, ich habe die ultimative Idee...
Wie wäre es mit beheizbaren Straßen? Kitzbühel, das wäre eine Anschaffung für Euch!

Man stelle sich vor: Aus dem ganzen Umland kommen die Leute mit zugeschneiten Wägen an eine Art Mautstation vor Kitzbühel (nennt sich dann "Auftaustation ;)" und dort muss gewartet werden bis die Karre schneefrei ist. Dann darfst reinfahren und kannst dich drüber freuen, dass alle befestigten Wege im Raum Kitzbühel selbst nach dem Jahrtausend Schneesturm frei von Schnee und Eis sind. Man stelle sich nur mal die Nutzen für den gemeinen Bürger vor: Nie wieder Streusalz kaufen, gegen geringen Aufpreis gibts die beheizte Hofeinfahrt, keine Knochenbrüche mehr weil jemand auf Eis ausrutscht.

Winter Wunder Land....

Wunder in diesem Fall von "sich über die Vorschläge von den begrünten Fischern wundern".

Ich hoffe, Ihr nehmt meinen Beitrag nicht allzu ernst!

Gruß,
Flo


>>> dir
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Dachstein
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Beitrag von Dachstein »

FALSCH!!! Der Boden ist einer der besten Filter die es gibt, oder was meinst du warum Grundwasser meist immer noch trinkbar ist? Aber das wurde ja oben schon geklärt.
FALSCH! Nicht jeder Boden ist ein guter Filter. Fast kein Boden ist ein 100 prozentiger Filter! Es kommt auf die Korngröße an. Diese ergibt die Permeabilität. Ist ein Boden aus großporigem Material beschaffen, hat man so gut wie keine Filterwirkung (Geschiebe, Geröll, etc.). Das Wasser rinnt einfach durch! Ist der Boden aber aus Sand oder Silt (hat kleine Korngrößen, füllt ücken gut aus) kann sich der Schmutz besser absetzten. Ist es ein Tonboden, rinnt gar nichts durch, der ist nämlich nicht permeabel!

Wenn man also ein Pech hat, und man wählt den falschen Lagerplatz, dann hat du den ganzen Dreck trotzdem im Trinkwasser.
Dieses Filterverfahren geht bei Feststoffen im Wasser. Was ist aber, wenn die Schwermetalle im Wasser gelöst sind? Ich glaub' kaum, dass es zu einem chemischen Fällungsprozess im Boden kommt, des so schnell ist, dass nichts im Wasser landet.
Solche Probleme treten vor allem bei Mülldeponien auf. Da sollte nach deiner Theorie der Boden als Filter dienen. Tut er aber nicht! So mussten bereits mehere Badeseeen und Quellen gesperrt werden. Ausserdem wie erklärst du dir, wieso die Gülle, wenn sie aufgebracht wird, zu Teile im Trinkwasser landet? Der Boden kann niemals alles abfiltern!
Daher ist deine Argumentation meines Erachtens falsch!


MFG Dachstein
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Beitrag von F. Feser »

FALSCH! Nicht jeder Boden ist ein guter Filter. Fast kein Boden ist ein 100 prozentiger Filter! Es kommt auf die Korngröße an. Diese ergibt die Permeabilität. Ist ein Boden aus großporigem Material beschaffen, hat man so gut wie keine Filterwirkung (Geschiebe, Geröll, etc.). Das Wasser rinnt einfach durch! Ist der Boden aber aus Sand oder Silt (hat kleine Korngrößen, füllt ücken gut aus) kann sich der Schmutz besser absetzten. Ist es ein Tonboden, rinnt gar nichts durch, der ist nämlich nicht permeabel!



ich sprach von den vorraussetzungen wie sie um kitzbühel herrschen, und da haben wir eben keinen schluff also tonige böden, sondern schöne recht grobkornige böden.
dass sowas beim münchner kies net funktioniert isch mir scho klar
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Laurenz Neumann
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Beitrag von Laurenz Neumann »

Sers
Wie wäre es mit beheizbaren Straßen? Kitzbühel, das wäre eine Anschaffung für Euch!
Wir haben eine beheizte Einfahrt, dies ist aufgrund der Lage eigentlich notwendig.
Der größte Schei* den ich kenne. :evil:
Frisst eine Menge Strom, funkt selten (wenn die Sensoren belegt sind, heizt es einmal im Sommer und im Winter gar nicht), bei Eisregen kannst du es vergessen (hätte deswegen den Wagen mal fast geschrottet), bei schweren Schneefall haut es die Sicherungen raus, dauert ewig (Enteisen dauert gut 1-2 Stunden, wenn die Sicherungen ned fliegen), am Ende der Einfahrt friert das Eiswasser den Kanal zu, usw.
So etwas würde ich nicht empfehlen.
Inzwischen räumen ich und Hausmeister abwechselnd die Einfahrt, geht schneller und kost ned viel. :lol:
Grüße
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Beitrag von F. Feser »

jop, meinte feinkörnige... das kommt davon wenn man zehn sachen nebeneinander macht :P
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Turm
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Beitrag von Turm »

Ich denke mal das Hauptproblem ist die Absenkung der Wassertemperatur im Vorfluter durch Schnee, der wenn er schon ein paar Tage Liegt sehr kompakt ist.


Kann mich erinnern, dass dies ein ernsthaftes Problem für Kraftwerke ist, die einen Teil ihres Kühlkreislaufs über den Vorfluter abwickeln. Die müssen runterfahren, wenn der Flusslauf seine Temperatur zu stark ändert.
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buzi
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Beitrag von buzi »

@Turm: Ein kaltes Kühlwasser ist kein Problem für ein Kraftwerk, sonderen eher von Vorteil.....
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Beitrag von Turm »

Buzi hat geschrieben:@Turm: Ein kaltes Kühlwasser ist kein Problem für ein Kraftwerk, sonderen eher von Vorteil.....
ups habe ich mich derart unverständlich ausgedrückt:
Die Temperatur im Vorfluter darf sich aufgrund des angeschlossenen Kraftwerker i.d.R. um nicht mehr als 0,5°C erwärmen. Ausnahme ist wenn eine geschlossene Eisschicht die Schiffahrt beeinträchtigen würde (klar ist das in Kitzbühel nicht relevant). Aber die lokale Temperaturänderung im Wasser stellt einen erheblichen Eingriff in die Natur dar.. ob man nun das Wasser erwärmt oder durch das einkippen von Schnee abkühlt.
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Beitrag von gerrit »

Problemlösung:
Verabschiedung eines EU-Gesetzes mit dem Verbot, daß Schnee, der älter als 2 Tage ist, überhaupt schmelzen darf. Dafür Abtransport jeglichen schmelzgefährdeten Schnees mittels Kühl-LKWs nach Rumänien, wo bis spätestens Weihnachten mittels EU-Fördergeldern eine Schneeverbrennungsanlage gebaut wird. Entwicklung und Bau dieser Schneeverbrennungsanlage wird der EU einen weltweiten Vorsprung auf diesem Gebiet bringen, Rumänien kann mit für die Schneeverbrennung zu entrichtenden Steuern EU-reif gemacht werden und Arbeitsplätze im LKW-Bau und bei den Frächtern sind gesichert. Sollte sich die Schneeverbrennungsanlage als umweltgefährdend erweisen, so werden in anderen strukturschwachen EU-Ländern oder Beitrittswerberländern Kühlhäuser gebaut, in denen der Schnee solange gelagert werden muß, bis die umweltgerechte Entsorgung gewährleistet werden kann. Diese Lösung hätte den Vorteil, daß man in schneearmen Wintern gelagerten Altschnee zurück in die Skigebiete bringen könnte, um ihn dort wieder auf die Pisten aufzutragen. Damit wären die Schnee-Transport-LKWs auch im Herbst ausgelastet.
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Beitrag von buzi »

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Beitrag von Turm »

hey gerrrit so geht das nciht du hast nur ein paar zeilen gebraucht, wofür unsere Europäische Union 324,6 Seiten benötigt so einfach kommst du nicht davon :D
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