Ehepaar stirbt bei Absturz einer Seilbahn

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Monte
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Re: Ehepaar stirbt bei Absturz einer Seilbahn

Beitragvon Monte » 05.08.2013 - 23:03

Eine Windebahn ist nicht einfach zu bedienen, habe heute mit einem Mitarbeiter beim Arbeits Platz gesprochen der Selber eine besitzt.
Wen die Bahn zu schnell über einen Masten fährt hebt es die Rolle aus dem Seil wenn zu stark gebremst wird entstehen grosse Schwingungen wo aufs das Gleiche führt.
Wen da einer davon keine ahnung damit umzugehen vorallem bei den Talfahren wo nur mit einem Hebel gebremst wird kan das schön ins Auge gehen.
Ich hoffe das nicht gleich wieder Gesetzte hagelt was bei einem Einmaligen Seilbahn Unfall üblich ist und die Gefahr den Betreibern bewusst ist und vorsichtiger umgehen.
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Re: AW: Ehepaar stirbt bei Absturz einer Seilbahn

Beitragvon Kakadu » 05.08.2013 - 23:20

skier3000 hat geschrieben:Gibt es bei solchen Anlagen keine Geschwindigkeitskontrolle o.ä. bzw. ist der Fahrmotor mit einer automatischen Begrenzung ausgestattet?
Braucht es das bei einer reinen Materialbahn? Ist doch teuer - und dafür hat doch der Bedienstete zu sorgen. Geht ja nicht um Menschenleben – Materialverlust läßt sich ersetzen ...

Sorry, soll nicht bös gemeint sein – abaer genau deswegen ist eben Personentransport nicht zugelassen; sonst würde die Bahn massiv teurer – so teuer, daß sich die Älpler so eine nicht mehr leisten könnten.
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Re: Ehepaar stirbt bei Absturz einer Seilbahn

Beitragvon GMD » 06.08.2013 - 12:22

In der heutigen Ausgabe des Tages-Anzeigers wird der Seilbahnbauer Anton Pfyl zitiert. Gemäss ihm hat die Bahn eine Flügelradbremse. So gesehen hätte die Bahn eigentlich nicht zu schnell werden dürfen, denn er erwähnt auch eine Nutzlast von 500kg und die dürfte wohl mit zwei Erwachsenen und einem Kind nicht überschritten gewesen sein.
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Re: Ehepaar stirbt bei Absturz einer Seilbahn

Beitragvon ATV » 06.08.2013 - 12:32

GMD hat geschrieben:Gemäss ihm hat die Bahn eine Flügelradbremse. So gesehen hätte die Bahn eigentlich nicht zu schnell werden dürfen.

Die muss man vorher einkuppeln für die Talfahrt
Müsste so eine Winde sein:
http://www.pfyl-seilbahnen.ch/Materials ... /?zeige=ok
Die Flügelradbremse wird über den Hebel links an der Winde eingekuppelt. Auf dem Foto ist das Zahnrad ausgekuppelt. Einkuppeln geht aber nur, wenn die Winde still steht oder ggf noch langsam dreht. Gut möglich, dass der Bediener erst gemerkt hat, dass er die Flügeradbremse noch einkuppen muss, als die Bahn schon zu schnell war.

120% Überwachung mechanisch gibt es nicht und ob die Bremse auf der Trommel die Bahn halten mag, bzw überhaupt einfällt oder funktioniert ist dann noch die zweite Frage.

Da der Arbeiter der die Bahn bediente erst 3 Tage auf der Alp war, würde ich jetzt schwer auf eine Fehlmanipulation tendieren. :rolleyes:
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Re: Ehepaar stirbt bei Absturz einer Seilbahn

Beitragvon GMD » 06.08.2013 - 13:12

Warum muss man die noch einkuppeln, oder anders gesagt, warum ist die nicht immer aktiv? Bei der Bergfahrt mit dem Motor kann die Bahn eigentlich nicht zu schnell werden und somit läuft dieser Regler einfach mehr oder weniger leer mit. Alternativ könnte man natürlich die beiden Aktionen (Antrieb auskuppeln, Flügelradbremse einkuppeln) in einem Hebel ohne Zwischenstellung kombinieren. Verstehe ehrlich gesagt nicht, warum das nicht so gemacht wird.
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Re: Ehepaar stirbt bei Absturz einer Seilbahn

Beitragvon Chlosterdörfler » 06.08.2013 - 18:05

In der Schweiz gibt gemäss auskunft BAZL 1800 Transportseilbahnen welche über 25 Meter ab Boden verkehren und pflichtgemäss gemeldet sind. Den gibt es noch Matetrialseilbahnen die unter 25 Meter verkehren welche auf dem Bauamt bekannt sind.

Quelle: http://www.bote.ch/vermischtes/schwyz-hat-mindestens-164-transportbahnen?frontprev=regions
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Re: Ehepaar stirbt bei Absturz einer Seilbahn

Beitragvon ATV » 06.08.2013 - 19:09

GMD hat geschrieben:Warum muss man die noch einkuppeln, oder anders gesagt, warum ist die nicht immer aktiv?

Das sind Winden die ursprünglich nicht für Stationäre Anlagen konatruiert wurden, sondern für Seilzugarbeiten, Forstwirtschaft oder Seilgezogene Landwirtschaftsgeräte (Seilpflug, Balkenmäher mit Sicherung usw.) Die Winden sind so konstruiert, dass sie auch im Lehrlauf gedreht werden können. Gebremst, ungebremst mit Antrieb usw. Die Flügelbremse bremst ja Bergwärts sinnloserweise auch mit.
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Re: Ehepaar stirbt bei Absturz einer Seilbahn

Beitragvon ATV » 07.08.2013 - 10:48

Leider ist es nachwievor so, dass viele, auch der Journalist der Meinung sind, das BAV oder IKSS trage für die Sicherheit der Anlagen die Verantwortung.
Die Hunderte von Transportbahnen, die nicht für den Personentransport vorgesehen sind, werden vom IKSS nicht kontrolliert. Die Betreiber von reinen Materialseilbahnen sind selbst für die Instandhaltung und die Sicherheit ihrer Bahnen verantwortlich.

http://www.nzz.ch/aktuell/schweiz/wande ... 1.18128626

Auch Personenseilbahnen ist einzig und alleine der Betreiber verantwortlich, dass seine Anlage sich im Betriebssicheren Zustand befindet.
Hat sich leider noch in keinster Weise sich in den Köpfen der Betreiber gespeichert, wie auch, wenn es nicht mal die Behörden selber wissen, dass es so ist.

Seilbahngesetzt Artikel 18:
Art. 18 Sorgfaltspflicht
Der Inhaber oder die Inhaberin der Betriebsbewilligung ist für die Sicherheit des Betriebs verantwortlich. Namentlich muss er oder sie die Seilbahn so in Stand halten, dass die Sicherheit jederzeit gewährleistet ist.


Noch ein Artikel:
http://www.aargauerzeitung.ch/schweiz/n ... -127006030
Allerdings eine ziemlich grottige journalistischen Leistung.
Die nötigen Sicherheitsvorrichtungen für Personentransporte fehlen – etwa ein Selbstbremsemechanismus.
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Re: Ehepaar stirbt bei Absturz einer Seilbahn

Beitragvon Der_Fabi » 07.08.2013 - 11:13

Einfach auch fürs Kind schon sehr tragisch. Aber wie kommt man jetzt auf eine sogenannte "Fehlmanipulation"? Wurden wohl anscheinend die Sicherheitsmängel die da waren zu spät oder sogar gar nicht erkannt...?
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Re: Ehepaar stirbt bei Absturz einer Seilbahn

Beitragvon ATV » 07.08.2013 - 15:07

Der_Fabi hat geschrieben:
Einfach auch fürs Kind schon sehr tragisch. Aber wie kommt man jetzt auf eine sogenannte "Fehlmanipulation"? Wurden wohl anscheinend die Sicherheitsmängel die da waren zu spät oder sogar gar nicht erkannt...?

Ich persönlich vermute eher, dass der Maschinist aus unwissenheit nicht die Drehflügelbremse sondern die mechanische Bremse der Winde benutzt hat. Diese ist nur für den Dauerbetrieb ausgelegt und wenn sie heiss läuft, ist die Bremsleistung = 0
Auf den Bildern auf der Webseite des Tagi sieht man, dass das Fahrzeug mit der ersten Stütze kollidiert ist. Der Mast ist verdreht, das Tragseil am Boden und am Fahrzeug genau diejenige Seite eingedrück auf welcher sich auch die Stütze befindet.
http://www.tagesanzeiger.ch/panorama/ve ... y/16295755

Meine Mutmassung:
-Maschinist unerfahren, erst 3 Tage vor Ort, nimmt die Bahn in Betrieb
-Anstelle der Drehflügelbremse wird die mechanische Bremse aktiviert. Für die Talfahrt muss immer gebremst werden.
-Die mechanische Bremse läuft heiss da nicht für Dauerbetrieb ausgelegt (Bei keiner Seilbahn der Fall)
-Die Bremsleistung der mechanischen Bremse nimmt mit zunehmender Wärme ab wodurch die Bahn schneller wird und die Bremse heisser.
-Bei der Überfahrt über die Stützen fängt das Fahrzeug an zu schlingern und kollidiert mit der Stütze 1 diese wird abgedreht. dadurch fällt das Tragseil aus dem Sattel und das Fahrzeug stürzt auf den Boden.

Das Thema Materialseilbahn wird in den Medien breit getreten:
Zitat:
«Ich habe es eigentlich nie erlebt, dass solche Transportseilbahnen für touristische Zwecke, etwa für die Beförderung von Wanderern, missbraucht werden», sagt auch Josef Flüeler. Er hat ein Buch über die Seilbahnen in Nid- und Obwalden sowie einen kombinierten Wander- und Seilbahnführer verfasst.

http://www.nzz.ch/aktuell/schweiz/wande ... 1.18128626

Oha wer im Glashaus sitzt, solte nicht mit Steinen werfen.
Selbige Person lies sich im schweizer Fernsehen sogar beim benutzen einer solchen Bahn filmen:
http://www.srf.ch/player/video?id=813ad ... cf4bd799c3
Zuletzt geändert von ATV am 23.08.2013 - 11:23, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Ehepaar stirbt bei Absturz einer Seilbahn

Beitragvon Der_Fabi » 07.08.2013 - 18:19

Dann muss man sich natürlich aber auch bei dene zuständige Leuten Gedanken machen, wie sie erst so jemand unerfahrenen allein agieren lassen können? Klar er braucht Praxis, aber in solchen Fällen sollte bestimmt immer mal ein erfahrener Kollege beiseite stehen und ihn beaufsichtigen. Für den Kollegen gibts sicher besser vorstellbares, aber ich hoffe dass dieser Absturz ein Mahnmal und ein Warnschuss gleichzeitig ist und sich die meisten Liftbetreiber mal darüber Gedanken machen.
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Re: Ehepaar stirbt bei Absturz einer Seilbahn

Beitragvon Theo » 07.08.2013 - 19:35

Es hat keiner gesagt dass der Alpangestellte die Erlaubnis hatte die Bahn in Betrieb zu nehmen.
Technisch wird es sich wohl wie von ATV beschrieben zugetragen haben. Betrieblich sehe ich es dann so. Der Kerl ist alleine auf der Alp, da kommen zwei nicht mehr ganz so frische Personen an und fragen ob sie mit der Bahn runterfahren könnten. Da er an den Vortagen schon gesehen hat wie das Teil funktioniert nimmt er nachdem das Paar den Geldsack aufgemacht hat die Bahn in Betrieb. Geld ist immer gut und ausserdem merkt es ja niemand denn die Kiste längst schon wieder oben wenn der Kollege zurück kommt.

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Re: Ehepaar stirbt bei Absturz einer Seilbahn

Beitragvon ATV » 07.08.2013 - 20:38

Noch ein Bericht im TV vom Montag:
http://www.srf.ch/sendungen/schweiz-akt ... bo-landung
Befasst sich mit dem Thema Materialseilbahn und Personentransport
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Re: Ehepaar stirbt bei Absturz einer Seilbahn

Beitragvon TPD » 09.08.2013 - 18:59

Es hat keiner gesagt dass der Alpangestellte die Erlaubnis hatte die Bahn in Betrieb zu nehmen.


Wobei sich hier wiederum die Frage stellt, weshalb eine unbefugte Person die Maschine überhaupt in Betrieb setzen kann ?
Könnte also auch für den Eigentümer noch sehr unangenehme Fragen zur Folge haben, selbst wenn er erst nach dem Unfall vom Passagiertransport erfahren hat.
http://www.skichablais.net, die Bergbahnen der Region Chablais und Umgebung.

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Re: Ehepaar stirbt bei Absturz einer Seilbahn

Beitragvon Chlosterdörfler » 09.08.2013 - 22:07

Der Alpangestellte war nicht alleine auf der Alp sonst hätte es diese Zeugenausage nicht geben können.
Kurz darauf habe sich auch ein zweiter Älpler auf den Abstieg begeben.
http://www.20min.ch/schweiz/zentralschweiz/story/-Die-Seilbahn-schoss-in-vollem-Karacho-zu-Tal--20665710

Jetzt wird das ganze noch Intressanter welchen wissenstand hatte diese Person von der Materialseilbahn bediennug. Hatte die diese Person kenntnis von der Handlung von der erste Person war sie vielleicht vor Ort. Wenn dies zutrifft gibt es mehrere Personen wo für den Unfall verantwortlich gemacht werden können.
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Re: Ehepaar stirbt bei Absturz einer Seilbahn

Beitragvon Chlosterdörfler » 23.08.2013 - 10:57

Untersuchung abgeschlossen Polizei Medienmitteilung 23.08.2013

Transportseilbahnunfall Innerthal: Menschliches Fehlverhalten Ursache

(Medienmitteilung der Kantonspolizei Schwyz und Staatsanwaltschaft March)

In Innerthal ist am Samstag, 3. August 2013, eine Transportseilbahn in ein steiles Waldgebiet abgestürzt. Dabei wurden eine 31-jährige Frau und ihr 38-jähriger Ehemann getötet. Das einjährige Kleinkind, welches sich ebenfalls in der Transportbahn befand, erlitt mittelschwere Verletzungen. Die Unfallursache ist auf ein menschliches Fehlverhalten zurückzuführen.

Die Untersuchungsbehörden haben in Zusammenarbeit mit den Fachkräften des Interkantonalen Konkordats für Seilbahnen und Skilifte (SKSS) die technischen Abklärungen vor Ort abgeschlossen. Dabei wurden keine technischen Mängel an der Transportseilbahn festgestellt.

Aufgrund der angetroffenen Situation und den Befragungen aller Beteiligten hat der 65-jährige Mann, welcher am Samstagmittag, 3. August 2013, die Verunfallten unerlaubterweise mit der Bahn zu Tal beförderte, eine Fehlbedienung ausgeführt. Dies hatte zur Folge, dass die Transportkiste immer schneller zu Tal fuhr, bis sie schlussendlich entgleiste und nach der Kollision mit einem Seilbahnmasten ins steile Waldgebiet abstürzte.

Die Staatsanwaltschaft March hat gegen zwei Personen ein Strafverfahren wegen mehrfacher fahrlässiger Tötung sowie fahrlässiger Körperverletzung eröffnet. Das Verfahren richtet sich gegen den Mann, welcher die Bahn während der Unglücksfahrt bedient hatte, sowie gegen dessen 35-jährigen Arbeitgeber.

Kantonspolizei Schwyz


Quelle: Kantonspolizei Schwyz Medienmitteilung
Quelle: http://www.bote.ch/boulevard/drama-innerthal-es-war-menschliches-versagen
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Re: Ehepaar stirbt bei Absturz einer Seilbahn

Beitragvon ATV » 23.08.2013 - 11:23

Lag ich nicht so weit daneben.


Ich persönlich vermute eher, dass der Maschinist aus unwissenheit nicht die Drehflügelbremse sondern die mechanische Bremse der Winde benutzt hat. Diese ist nur für den Dauerbetrieb ausgelegt und wenn sie heiss läuft, ist die Bremsleistung = 0
Auf den Bildern auf der Webseite des Tagi sieht man, dass das Fahrzeug mit der ersten Stütze kollidiert ist. Der Mast ist verdreht, das Tragseil am Boden und am Fahrzeug genau diejenige Seite eingedrück auf welcher sich auch die Stütze befindet.
http://www.tagesanzeiger.ch/panorama/ve ... y/16295755

Meine Mutmassung:
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-Anstelle der Drehflügelbremse wird die mechanische Bremse aktiviert. Für die Talfahrt muss immer gebremst werden.
-Die mechanische Bremse läuft heiss da nicht für Dauerbetrieb ausgelegt (Bei keiner Seilbahn der Fall)
-Die Bremsleistung der mechanischen Bremse nimmt mit zunehmender Wärme ab wodurch die Bahn schneller wird und die Bremse heisser.
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Re: Ehepaar stirbt bei Absturz einer Seilbahn

Beitragvon Kakadu » 23.08.2013 - 12:13

ATV hat geschrieben:Lag ich nicht so weit daneben.
Ich persönlich vermute eher, dass der Maschinist aus unwissenheit nicht die Drehflügelbremse sondern die mechanische Bremse der Winde benutzt hat. Diese ist nur für den Dauerbetrieb ausgelegt und wenn sie heiss läuft, ist die Bremsleistung = 0
(...)
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-Die mechanische Bremse läuft heiss da nicht für Dauerbetrieb ausgelegt (Bei keiner Seilbahn der Fall)
-Die Bremsleistung der mechanischen Bremse nimmt mit zunehmender Wärme ab wodurch die Bahn schneller wird und die Bremse heisser.
-Bei der Überfahrt über die Stützen fängt das Fahrzeug an zu schlingern und kollidiert mit der Stütze 1 diese wird abgedreht. dadurch fällt das Tragseil aus dem Sattel und das Fahrzeug stürzt auf den Boden.
Dürfte wohl haargenau dieses Szenario sein ... Ich frage mich, weshalb im offiziellen Rapport nicht einmal auf solche technischen Eigenheiten eingegangen wird, daß eben Bremse nicht gleich Bremse ist. Schon nur die Erwähnung von sowas würde sehr vielen das Bewußtsein schärfen, daß eben Technik zwar einfach und zweckmäßig sein kann, aber die Konstellation dennoch nicht völlig trivial.
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Re: Ehepaar stirbt bei Absturz einer Seilbahn

Beitragvon ATV » 23.08.2013 - 12:44

Wer nichts ist, wird Journalist. ;-)
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Re: Ehepaar stirbt bei Absturz einer Seilbahn

Beitragvon Chlosterdörfler » 18.09.2013 - 10:52

Das Mädchen, das seine Eltern bei einem Seilbahnabsturz verlor, soll nach Kairo ausreisen – mit dem Segen der Zürcher Behörden.

Um das Mädchen, das das Zürcher Kinderspital mittlerweile verlassen hat, ist ein Streit entbrannt. Ihr Vater war schweizerisch-kanadischer Doppelbürger, ihre Mutter ägyptisch-kanadische Doppelbürgerin.

Ohne den Tragischen Unfall könnte sie in Kanada weiterleben mit den Eltren.

Quelle: http://www.20min.ch/schweiz/zentralschweiz/story/Muss-das-Waisenkind-nach--gypten--15040178
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Re: Ehepaar stirbt bei Absturz einer Seilbahn

Beitragvon Chlosterdörfler » 12.07.2016 - 17:53

Betreiber von Transportseilbahn wegen fahrlässiger Tötung angeklagt

Die Staatsanwaltschaft kommt zum Schluss, dass diese beiden Personen den tödlichen Unfall verschuldet haben. Dem heute 68-jährigen Deutschen Alpmitarbeiter wird vorgeworfen, die nicht für Personentransporte bestimmte Seilbahn mit den späteren Opfern in Betrieb gesetzt und fehlerhaft bedient zu haben. Dies führte zum Tod der beiden Erwachsenen und zur Verletzung des Kleinkindes.

Dem aus der Region stammenden 38-jährigen Arbeitgeber und Eigentümer der Seilbahn wird eine mangelhafte Instruktion im Zusammenhang mit dem Betrieb und der Bedienung der Transportseilbahn vorgeworfen.

Bis zum Urteil gilt die Unschuldsvermutung

Quelle: http://www.bote.ch/nachrichten/schwyz/schwyz/Seilbahnunglueck-Baerlaui-Es-kommt-zur-Anklage-gegen-zwei-Personen;art146988,777736
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Re: Ehepaar stirbt bei Absturz einer Seilbahn

Beitragvon Chlosterdörfler » 19.09.2017 - 19:08

Zweitägiger Prozess zum Seilbahnunglück

Am Dienstag und am Mittwoch stehen der Seilbahneigentümer und sein damaliger Angestellter nun als Beschuldigte vor den Schranken des Bezirksgerichts March. Ihnen wird mehrfache fahrlässige Tötung und fahrlässige Körperverletzung vorgeworfen. Gemäss Artikel 117 Strafgesetzbuch steht auf fahrlässige Tötung eine Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder eine Geldstrafe.

Quelle: http://www.marchanzeiger.ch/2017/09/19/baerlaui-seilbahnunglueck-vor-gericht/
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Re: Ehepaar stirbt bei Absturz einer Seilbahn

Beitragvon Chlosterdörfler » 21.09.2017 - 18:27

Im Prozess wurde dem Alpbesitzer vorgeworfen den Angestellten zu wenig instruiert zu haben. Kommt noch dazu das der Alpbesitzer den Angestellten selber mit der Transportseilbahn ins Tal befördert hatte.

Quelle: Vollzugriff Bote der Urschweiz vom 21.09.2017
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Re: Ehepaar stirbt bei Absturz einer Seilbahn

Beitragvon Chlosterdörfler » 12.10.2017 - 18:34

Bezirksgericht March

Alp Angestellter der fahrlässigen Tötung für schuldig befunden und der Seilbahnbesitzer wurde frei gesprochen. Das urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Info: http://www.bote.ch/nachrichten/schwyz/schwyz/schuldspruch-nach-seilbahn-drama-von-schwyz;art146988,1045363
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