Bergsteigerdorf Vent - Bericht im "Reise-"Standard

Medienberichte rund um den Wintersport: Aktuelle TV-Tipps, Presseartikel, Unfallmeldungen und Diskussionen zu Nachrichten aus der Alpinwelt.
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Gletscherfloh
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Bergsteigerdorf Vent - Bericht im "Reise-"Standard

Beitrag von Gletscherfloh »

Aus der öst. Tageszeitung "Der Standard"
Schafe, Hirten, Gletscherpfarrer
Vent im Ötztal will als "Bergsteigerdorf Tirols" fern vom Massentourismus als Familiendestination punkten

Anders als im benachbarten Sölden schwört man in Vent auf unberührte Natur als Urlaubsmotiv der Zukunft. Der massentouristischen Erschließung wurde hier ein Riegel vorgeschoben. Infos und Buchungen:
Tourismusverband Vent
Tel.: 05254 / 8193
www.vent.at
Bergführerstelle Vent, Tel.: 05254 / 8106; Similaunhütte: Tel.: 0039 / 0473 669 711 oder 0676 / 5074502

Literatur: Franz Senn, Alpinismuspionier und Gründer des Alpenvereins. Tyrolia Verlag Innsbruck/Wien, 2004

Die Nacht war föhnig, der Schlaf in der merklich dünnen Luft etwas unrund. Jetzt ist das Wetter diesig, Nebel verhindert die Fernsicht, langsam verrinnt der Morgen in der renovierten Similaun-Hütte auf 3019 Metern Seehöhe in den Ötztaler Alpen. Und dann ist da auf einmal dieser zunächst undefinierbare Ton, der langsam anschwillt zu einer alles andere zudeckenden vibrierenden Tonkulisse.

Und dann sind sie zu sehen, die ersten einer nicht enden wollenden Herde von Schafen, begleitet von Hirten, die sie durch Zurufe in Bewegung halten und die jüngsten Lämmer in den Armen oder auf den Schultern tragen. Eine kurze Rast, ein Bier und eine Mahlzeit für die Schäfer, dann geht es weiter über den schneebedeckten Gletscher.

Zwei Mal im Jahr ist dieses archaische Schauspiel zu erleben. Über 2000 Schafe überqueren den Alpenhauptkamm. Im Frühsommer (heuer am 12. Juni) vom Südtiroler Schnalstal über das Niederjoch zu den Sommerweiden oberhalb von Vent, und im Herbst wieder zurück. Dieser Jahrhunderte alte Viehtrieb erinnert daran, dass Vent nicht, wie das übrige Ötztal, vom Inntal aus, sondern von Süden her besiedelt wurde und bis ins 19. Jahrhundert kirchlich und gerichtlich zum Südtiroler Vintschgau gehörte.

Der "Ötzi"-Fund

Seit dem Fund des "Mannes vom Hauslabjoch", besser als "Ötzi" bekannt, weiß man, dass eine Verbindung über die Gletscher seit über 5000 Jahren besteht. Ob es mit dieser bereits prähistorischen Sonderstellung von Vent zusammenhängt, dass dieses heute nicht einmal 200 Einwohner zählende Dorf in den vergangenen Jahrzehnten einen Weg ging, der sich von der massentouristischen Entwicklung Söldens ganz bewusst und ganz extrem unterscheidet, mag dahingestellt bleiben.

Tatsache ist, dass Vent 1980, am Höhepunkt der Gletschererschließungen mit Seilbahnen und Liften seine Zukunft als "Bergsteigerdorf Tirols" definierte. Einstimmig lehnten die Venter eine geplante Erschließung des Hochjochferners als Sommerskigebiet ab und verhinderten damit ein gigantisches Liftkarussell, das die Ötztaler Gletscher mit dem Schnalstal verbunden und eines der großzügigsten und einsamsten Hochtourengebiete der Ostalpen dem Massentourismus preisgegeben hätte.

"Obwohl sich die Venter bewusst sind, dass ihnen damit der allseits beliebte Herbstskifahrer als touristische Geldquelle entgeht", heißt es in einer vom Venter Bergführer und Hotelier Lois Pirpamer formulierten Deklaration, "sind sie der festen Überzeugung, dass der künftige Gast das Wandern in der unberührten Natur als Urlaubsmotiv immer mehr zu schätzen wissen wird."

Wiege des alpinen Tourismus

Damit erinnerte sich Vent auch an seine eigene Fremdenverkehrstradition als "Wiege des alpinen Tourismus". In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wirkte hier der legendäre "Gletscherpfarrer" Franz Senn. Der ließ auf eigene Kosten Wege anlegen, baute sein Pfarrhaus zur Bergsteigerherberge aus, initiierte den Bau von Schutzhütten, arbeitete professionelle Richtlinien für das Bergführerwesen aus und war 1869 Mitbegründer des Alpenvereins.

Die Venter Option für eine Zukunft als naturnahes Erholungsgebiet gründet aber beileibe nicht nur auf dem Beschwören solcher Traditionen. Die wirtschaftliche Wertschöpfung des Dorfes ist stark vom Familientourismus, dem Bergführerwesen und der Bewirtschaftung von Schutzhütten geprägt.

Die Söhne von Lois Pirpaumer etwa bewirtschaften drei Schutzhütten und führen gerade jetzt im April Skitouren rund um Vent. 3000 Tourengeher jährlich besteigen allein die Wildspitz, den mit 3772 Metern höchsten Gipfel Tirols. Die Deklaration von 1980 hatte Folgen. 1981 beschloss der Tiroler Landtag ein "Ruhegebiet Ötztaler Alpen", 1990 wurden alle nicht erschlossenen Gletscher im Land unter Naturschutz gestellt. Im Anschluss daran meldete die Tiroler Landesregierung das Ruhegebiet Ötztaler Alpen der EU in Brüssel als "Natura 2000-Gebiet", was einer Bannbulle gegen massentouristische Erschließung gleichkommt.

Dagegen formierte sich Widerstand

... nicht zuletzt aus eigenen Reihen. Als das benachbarte Pitztal mit der Finanzierung einer Liftverbindung nach Vent lockte, waren 109 von 114 Ventern dafür. Vorausgegangen war 1996/97 ein empfindlicher Rückgang der Nächtigungszahlen. In dieser Situation wurde der Alpenverein als Schutzhüttener- halter aktiv. Gemeinsam mit den Einheimischen wurde eine Arbeitsgemeinschaft "Pro Vent" und eine Wege- gemeinschaft "Inneres Ötztal" gegründet. Schutzhütten werden saniert, ein Weitwanderweg "Via Alpina" beworben und ein Gletschermuseum projektiert.

Jetzt aber droht dem Bergsteigerdorf neue Gefahr. Die Tiroler Wasserkraftwerke-AG (Tiwag) denkt über ein Staubecken oberhalb der Venter Rofenhöfe, der seit dem Mittelalter bewirtschafteten, höchstgelegenen Dauersiedlung der Ostalpen (auf 2014 Metern Seehöhe), nach. Peter Haßlacher, im Österreichischen Alpenverein für Raumplanung und Naturschutz zuständig: "Wasserkraft ist notwendig, aber man sollte die bestehenden Anlagen im Kaunertal oder in Gerlos optimieren, statt neue zu bauen." Im Vent würde allein der jahrelange Baustellenverkehr jeden sanften Tourismus zerstören. Im Juni soll der Vorbericht der Tiwag vorliegen.
(Horst Christoph/Der Standard/rondo/15/04/2005)


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k2k
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Beitrag von k2k »

Hat jemand Detailinformationen zu den Planungen von 1980? Der Hochjochferner ist ja heute von Kurzras im Schnalstal aus erschlossen. Ich kannte bisher nur das Projekt einer Straße von Vent in Richtung Hochjochferner, durch das Rofental. Das wäre ja alles andere als eine Liftverbindung gewesen. War da noch mehr geplant?

@Gletscherfloh: Interessanter Artikel, Danke!
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Gletscherfloh
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Beitrag von Gletscherfloh »

Die Infos mit der Erschliessung per Strasse und dann oben die Verbindung über den Gletscher zum (auch damals bereits bestehenden) Schnalstaler Gletscherskigebiet sind, glaube ich, korrekt. Ich denke, dass die Hinweise auf das "gigantische Liftkarussell" im Artikel etwas verwirrend sind. Eine direkte lifttechnische Erschliessung von Vent ist ja im Prinzip technisch unmöglich bzw. ist es runter von Vent bis zum Alpenhauptkamm (Staatsgrenze) ein ordentlich weites Stück.

Leider habe ich bislang nie irgendwo detaillierte Pläne der Vorhaben gesehen und als ich mal in Vent war leider auch nicht entsprechend "nachgebohrt".
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Beitrag von Emilius3557 »

Die Gletscherforscher vom Vernagtferner haben etwas von angefangenen Straßenbauarbeiten erzählt, die die Erosion mittlerweile aber vollkommen abgetragen hat. Das ging entweder in Richtung Hochjochferner (ohne Tunnel schwierig, da die Rofenache dort eine Klamm eingetieft hat) oder wahrscheinlicher über den Platteiberg in Richtung Vernagtferner.
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snowflat
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Beitrag von snowflat »

Im Stern ist ein Artikel über Vent erschienen:
Skiort Vent: Hinter den sieben Bergen

Von Marina Kramper

Ein Zwerg zwischen zwei Riesen braucht innere Größe, um sich zu behaupten. Vent im Ötztal wehrt sich selbstbewusst gegen den Mega-Tourismus der Nachbardörfer Sölden und Obergurgl.

Wir befinden uns im Jahre 2008. Ganz "Ötztal" ist von den Touristen besetzt. Ganz "Ötztal"? Nein! Das von unbeugsamen Einheimischen bevölkerte Dorf Vent hört nicht auf, den Gemeinden Sölden und Obergurgl Widerstand zu leisten. Die fröhlichen und gastfreundlichen Venter fürchten sich eigentlich nur vor einem, dass sie wie die beiden Nachbargemeinden vom Massentourismus überrannt werden.

Der einleitende Satz aus den "Asterix und Obelix" -Heften trifft die Mentalität der Venter Einheimischen. Im hinteren, im südlichsten Teil des Ötztales erhält sich Vent bis heute den Charme eines "Geheimtipps" für Bergfreaks, Naturfreunde, Tourengeher, Tiefschneefahrer und Skiläufer. Für diejenigen, die wegen der Berge und der Mentalität der Bergler in den Skiurlaub fahren und nicht wegen der feuchtfröhlichen "Gaudi". Als Tourismusmarke steht das Ötztal weltweit für Spaß, Obstler, Pistenkracher, Rambazamba, und "Ski heil!". Sölden bedient diese Ansprüche ohne Rücksicht auf Verluste. Junggesellenabschiedsparties können hier nicht fehlschlagen, dafür sorgen schon die Table-Dance-Bars entlang der Hauptstrasse. Panem et Circensis. Die Römer des imperialen Tourismus stehen "ante portas", vor der Tür. Die Venter merken das. Die Dorfkinder gehen in Sölden zur Schule. Morgens fahren sie mit dem Bus, aber mittags sammeln die Eltern den Nachwuchs lieber selbst ein, damit sie keine "Stielaugen" bekommen.

Nachbargemeinde Hochgurgl/Obergurgl mag es sehr exklusiv. Fährt man samstags hinauf in das Skigebiet, kommen dem Tagesgast in lockerer Reíhenfolge Audi, BMW, Mercedes und Porsche Cayenne entgegen. Ist es ein Opel, so sitzt garantiert ein Einheimischer am Steuer. In Gurgl treffen sich die gesellschaftlichen Eliten aus Deutschland und logieren mit Piano Bar, Prosecco, und Bussi Bussi.

So nicht!
Vent hat nichts von beiden und die Venter sind stolz darauf. Die Stammgäste Wolfhard, Rita und Gernot Göhlich durchqueren die Alpen und das Ötztal heute im BMW X5. Mitte der Sechziger war die Strasse nur einspurig. "Das Auto wurde in Zwieselstein geparkt, das Gepäck in einen Militärjeep umgepackt und dann ging es "volle Stunde rauf, halbe Stunde runter" in das auf 1900 m gelegene Vent", erinnert sich Gernot Göhlich. "Der kleine Ort hat uns damals gleich gefallen. Entweder man kommt nur einmal her oder immer wieder." Wenn eine Lawine runterkam und das passierte regelmäßig, saß man einfach fest. "1965 waren wir mehrere Tage eingeschlossen. Die Lawinengalerien gab es natürlich nicht. Nach mehreren Tagen im Dorf ist eines morgens um fünf Uhr der Wirt durchs Haus und hat gerufen: "Es hat gefroren, wir können raus!" Wir sind dann mit Handgepäck, mit dem Louis Pirpamer als Bergführer und mit Lastenträgern über die Lawinen, " erinnert sich Wolfhard Göhlich."Ich hatte vielleicht Blasen an den Füßen", ergänzt seine Frau Rita.

Berge und Eigensinn
Die Venter sind stolz auf die unberührte Natur ohne endlose Reihen von Liftmasten. Stolz auf die höchsten Berge Tirols und auf eine Menge Gletscher. Stolz auf die Wanderwege, die bis Südtirol hinüberreichen und auf die selbstbewirtschafteten Hütten. Und sie sind stolz auf Ötzi. Ötzi ist der prominenteste Einwohner des Tals, auch wenn er den Ventern wieder weggenommen wurde. Die Südtiroler konnten schließlich nachweisen, dass er auf italienischem Staatsgebiet tausende von Jahren im Eis schlief.

Heute liegt er einsam in seiner kargen Kältekammer in Bozen und zieht unzählige Besucher in seinen Bann. In Vent kann man sein Sommerlager besichtigen. Er und seinesgleichen lagerten vor 5300 Jahren für die Sommerzeit in Vent. Sie zogen über die Pässe und siedelten im "Hohlen Stein", der mit Fellen und geflochtenen Korbwänden abgedichtet wurde. Hier und an der steinzeitlichen Jägerstation konnten die Wissenschaftler die Wege von Ötzi verfolgen.

Gefunden wurde er im Similaungletscher von dem Nürnberger Ehepaar Erika und Helmut Simon. Die beiden Venter Stammgäste waren im der Sommersaison 1991 zu einer Hüttenwanderung gestartet und hatten durch Zufall einen Umweg eingeschlagen. Helmut Simon ist inzwischen verstorben. Einen österreichischen Journalisten hat das dazu veranlasst, den "Fluch des Ötzi" auszurufen. Auf der Liste der am Fluch Verstorbenen stand auch Alois Pirpamer. Heute lacht der Siebzigjährige Venter über den Sensationsreporter.

Totenbahre über der Spritze
In der Welt von Asterix wäre Pirpamer der Druide von Vent. Aufrecht und durchtrainiert und mit silberweißen Haaren ähnelt er Miraculix auch äußerlich. Sein Zaubertrank hingegen sind die Bergwanderungen, die halten den heute Siebzigjährigen jung. Pirpamer hat in Vent so viele wichtige Posten und Berufe bekleidet, dass man sich schon fragen kann, was denn die anderen Einwohner gemacht haben. Hotelier, Skirennfahrer, Bergführer, Skiclubbegründer, Obmann des Venter Tourismusverbandes und Chef der Bergrettung. Unten am Bachufer steht die ehemalige Totenkapelle. Dort wurden früher, als es noch keine Hubschrauber gab, die abgestürzten Bergsteiger aufgebahrt. Ein wahrhaft schauriger Ort, möchte man meinen. Pirpamer sieht es zweckmäßig. "Unten drunter haben wir unsere Feuerwehrgeräte aufbewahrt". Feuerwehrhauptmann war er natürlich auch. Bis heute sitzt er der Lawinenkommission vor. Und selbstverständlich hat Louis, wie seine Gäste und Freunde ihn nennen, das besondere Gespür für Schnee. Acht verschiedene Schneearten nennt er auf Anhieb und zeichnet deren Symbole auf. Die nehmen sich auf dem Papier dann wieder genau aus, wie die Runenzeichen eines Dorfdruiden.

Louis hat, und das weiß nur ein Stadtneurotiker nicht zu schätzen, unzähligen Wanderern die Bergwelt nahe gebracht. Im Sommer zu Fuß im Winter mit Seehundfellen unter den Tourenskiern. Er ist in Vent eine Institution wie der Ötzi. Kein Zufall, dass der Louis den Ötzi mit ausgegraben hat. "Der Messner und der Kammerlander waren damals gerade auf der Similaunhütte. Uns war schon klar, dass der Ötzi ein alter Toter sein muss. Mit den Lederschuhen und dem alten Beil. Messner hat damals auf ein paar hundert Jahre getippt. Ein paar Wochen später, ich saß unten im Hotel "Post" beim Frühstück klingelte das Telefon. Als Innsbruck uns mitteilte, dass der Ötzi über 5000 Jahre alt ist, waren wir schon sehr erstaunt." Nach umfangreichen archäologischen Untersuchungen wurde den Ventern ein "Ötzidorf" angeboten. Vent wäre nicht Vent, wenn sie zugesagt hätten. "Wir wollen auf gar keinen Fall ein Dorf für Tagestouristen sein", erklärt vehement Bianca Klotz vom Venter Tourismusbüro. Umhausen hat nicht gezaudert und zugegriffen.

Im Windschatten des Kommerzes

Was wollen die Venter denn nun eigentlich? So ganz genau wissen sie es nicht, die freundlichen, aber resoluten Einheimischen. Einen ca. fünf Kilometer langen Tunnel zum Skigebiet nach Obergurgl haben sie ebenfalls einstimmig abgelehnt. Weil es unheimlich sei, die ganze Berge so "zu unterhöhlen". Vent ist kein Aussteigerdorf. Der einzige Dorfladen verkauft Lebensmittel und Hirschtalgcreme, verleiht moderne Ski-Ausrüstungen. Ein Skigebiet hat Vent natürlich auch. Und ein schneesicheres dazu. Es ist nicht groß, aber groß genug für eine eigene Alm, die Stablein Alm. Heute fahren Gäste wie die Göhlichs auch ohne Tunnel einfach von Vent aus nach Obergurgl ins Top-Skigebiet, ihre Kinder und Enkel haben in Vent Skilaufen gelernt und begleiten sie regelmäßig. Mit Rheinländischem Klarblick fasst Wolfhard Göhlich die Situation der Venter zusammen: "Die vielen Stammgäste sind sicherlich deshalb zu erklären, weil die ihr Tal eben nicht vermarktet haben bis zum Letzten. Das ist sympathisch in einer Zeit, wo jeder nur nach Profiten schielt."
Quelle: Stern
Kanada - 29.01.2017 bis 10.02.2017
Du kannst Dir Glück nicht kaufen. Aber Du kannst skifahren gehen und das ist ziemlich dasselbe!
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Beitrag von Theo »

Es ist ja schön und gut dass es solche Orte gibt die einen anderen Weg gehen und somit auch die Angebotspalette für die Gäste vergrössern.
Nur muss man sich bewusst sein, und ich glaube das ist man in Vent, das sowas bei weitem nicht überall funktionieren kann.
Würde man nämlich diejenigen Wintergäste, wo nur deshalb in Vent logieren weil Sölden / Zwieselstein bereits voll ist, weglssen würden die Zahlen wohl erschreckend anders aussehen.

Vent kann sich so ein kleines Stück vom Kuchen abschneiden und trotzdem so bleiben wie es ist.
Was aber ist mit ähnlichen Orten im Alpenraum, wo aber kein Kuchen vorhanden ist?
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