Die große Klima-Diskussion

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Spezialwidde
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitragvon Spezialwidde » 01.08.2017 - 10:50

Tyrolens hat geschrieben:
Die Menschen fahren ja nicht zum Spaß mit dem KFZ herum, sondern vor allem aus beruflichen Gründen.
Kannst schon mit dem Bus in die Arbeit fahren. Dauert dann der Weg zur Arbeit halt statt 15 Minuten 60 Minuten und das mal zwei = 1,5 Stunden pro Tag, fast schon ein Arbeitstag pro Woche, der verloren geht.
Von Außendiensten ganz zu schweigen. Wenn der Monteur von Leitner zur Baustelle nach Sölden mit Bahn und Bus anreisen soll...

Dazu mein Standpunkt: Ich würde öffentliche Verkehrsmittel nutzen wenn es mir möglich wäre. Aber gerade im ländlichen saarländischen Raum ist das nahezu unmöglich. Busse verkehren im 3 Stundentakt, der nächste Bahnhof ist auch 15 Kilometer entfernt. Da hat halt der Teufelskreis zwischen mangelndem Fahrangebot, dem Umsteigen aufs Auto, daraus resultierender mangelnder Nutzung der Busse und weiterer Reduzierung des Angebots voll zugehauen. Selbst Schüler sind davon stark betroffen. Da bleibt mir nur das Auto. Von den Preisen mal ganz zu schweigen, für eine Hin und Rückfahrt mit dem Regionalbus (je 20 Kilometer) auf ein Volksfest mussten wir pro Mann 18 Eoro löhnen (Einzelfahrt 9 Euro). Das schreckt absolut ab. Zu dritt kann man sich dafür locker ein Taxi teilen. So etwas führt selbstverständlich zu starkem Pendelverkehr. Ok, wenn ich in der Stadt wohne ist das was anderes.
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitragvon Talabfahrer » 01.08.2017 - 11:02

Tyrolens hat geschrieben:Wenn der Monteur von Leitner zur Baustelle nach Sölden mit Bahn und Bus anreisen soll...
Also wenn Leitner eine Baustelle in Sölden bekommt, dann fahren die notfalls sogar mit dem Radl dorthin. :biggrin:

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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitragvon Werna76 » 01.08.2017 - 11:28

Talabfahrer hat geschrieben:Also wenn Leitner eine Baustelle in Sölden bekommt, dann fahren die notfalls sogar mit dem Radl dorthin. :biggrin:
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitragvon Petz » 01.08.2017 - 20:08

Eher gehen die sogar zu Fuß denn der "Ötziweg" wär wahrscheinlich kürzer... ;D
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitragvon NeusserGletscher » 01.08.2017 - 23:14

Spezialwidde hat geschrieben:Ok, wenn ich in der Stadt wohne ist das was anderes.
In der Stadt bin ich mit dem Rad meist schneller als mit ÖPNV oder PKW. Daher erledige ich >90% meiner Fahrten mit dem Rad. Selbst einmal quer durch die Stadt ist das Rad noch im Vorteil. Und mit der Zeit kennt man alle Schleichwege abseits der frequentierten Straßen.

In der Schweiz fahre ich gerne mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Weil man sich darauf verlassen kann. Die einzige konstante Faktor des ÖPNV in der BRD ist die Verspätung. Meine Arbeitskollegen, die darauf angewiesen sind, können ein Lied davon singen. Die Schweiz gibt aber auch pro Kopf beispielsweise für die Bahn erheblich mehr aus als die BRD.
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitragvon Bergwanderer » 09.08.2017 - 17:47


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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitragvon Greithner » 25.10.2017 - 18:38

Die Erde ist ein Unfall eines verückten Genies, schreibe ich zu dem Thema. Die Physik oder was auch immer, kann auch nur ausrechnen und Modele für die Zukunft generieren und hoffen das diese klappen. Das es anderes kommen kann, wird da schnell und gerne vergessen. Wenn man bedenkt, das man nicht mal genau weiß, wie nächste Woche das Wetter zu 100% wird, wie soll man wissen wie die Erde sich in 10 Jahren entwickelt. Ich weiß nur eins, alle Modele werden bis dahin falsch sein, da nichts in der Natur linear ist. Sicher, man kann Modele ausrechnen und gewissen Bereichen klappt das schon ganz gut, aber es sind Modele, ein versuch in die Zukunft zu gucken. Ach was, wer sich drann klammern will soll es. Ich Persönlich kann mich halt nicht an etwas klammern, was noch nicht ist. Ich schweife jetzt etwas ab aber was solls. Es gibt bis jetzt Daten und die sagen, es wird Wärmer. Der Mensch trägt etwas dazu, was von der Natur aus aber so kommen hätte sollen können, um mal alles abzudecken. Vielleicht ist in 10 Jahren eine neue Eiszeit oder vielleicht sogar Wüste, weil man den Schmetterlingschlag nicht mit einbezogen hat. Die Erde wird sich von uns schon erhollen, finde es echt nur etwas aus den Fugen geratten das ganze hier. :mrgreen: Naja, vielleicht sollte man sich einfach nicht so einen großen Kopf darüber machen. Wer nur die eine Seite der Mediale sieht, sieht nur eben die eine und das gilt nicht nur hier. Jetzt aber wars von mir :|

Martin_D hat geschrieben:
Fakt ist.
1. Der starke Anstieg von CO2 von 300 ppm auf 400 ppm seit 1900 ist hauptsächlich vom Menschen verursacht.
2. Es gibt einen Treibhauseffekt: Ohne Treibhauseffekt würde die Durchschnittstemperatur der Erde -18°C betragen. (Die Rechnung dazu ist Physik auf Abiturniveau)
3. Ein Anstieg von CO2 zieht eine Steigerung des Treibhauseffekts und somit eine Temperaturerhöhung nach sich. Das wird kein Mensch mit Kenntnissen aus der Physik bestreiten.

Schlussfolgerung aus 1. und 3.: Der Mensch hat einen entscheidenden Beitrag zur gegenwärtigen Temperaturerhöhung geleistet.

Was offen/umstritten ist:
1. Es gibt zahlreiche postitive und negative Rückkopplungseffekte:
Beispiel für eine posititve Rückkopplung: globale Temperatur wird höher --> Eis in den Polargebieten schmiltz --> Erde wird dunkler --> Erde absorbiert mehr Strahlung --> Temperaturerhöhung wird verstärkt.

Beispiel für eine negative Rückkopplung: globale Temperatur wird höher --> Es ist mehr Wasserdampf in der Atmosphäre --> Es bilden sich mehr Wolken --> Erde wird heller --> Erde absorbiert weniger Strahlung --> Temperaturerhöhung wird verstärkt.

Die Gesamtwirkung aller Rückkopplungseffekte ist schwer zu kalkulieren.

2. regionale Auswirkungen der gobalen Tempperaturerhöhung sind im Detail schwierig zu kalkulieren und deshalb umstritten.


Danke Martin für die zwei Beispiele, kenne mich da noch nicht so gut aus. Eine Frage habe ich aber schon noch. In deinen Beispielen über das Positive und dem Negativen, wo die Entfolge eine Temperaturerhöhung in verstärkter Weise ist, wo ist dann das Positive und das Negative. Beides hört sich ja im letzten Teil nicht sonderlich gut an.

Die verschiedenen Wege verstehe denke ich mal schon, aber wenn es Global ist, wie kann dan das eine das ander Ausschliesen? Wird nicht in beiden Fällen der Wasserdampf mehr und die Pole kleiner? Naja, bin da noch nicht so drinn in der Thematik, aber ich sag schon mal danke für eine Antwort! :)

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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitragvon Fab » 25.10.2017 - 19:53

Das mit positiv/negativ hat Martin D nicht wertend gemeint. Wenn jemand HIV positiv ist .......! :D freut sich auch keiner.

Denke auch Martin D hat mich ein wenig mistverstanden. Klar ist die Erhöhung des CO2 auf 400ppm überwiegend menschgemacht.

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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitragvon NeusserGletscher » 26.10.2017 - 09:03

Die Erde war in ihrer Geschichte mehrfach Eisfrei und dann wieder zu einem mehr oder weniger hohen Grad mit Eis bedeckt. Was wir derzeit erleben ist im Vergleich zum Alter dieses Planeten nur der Bruchteil einer Sekunde, wenn man die Erdgeschite in 24 Stunden abbilden würde. Die grundsätzliche Frage ist daher nicht, ob die Erde den Temperaturanstieg überleben wird. Das wird sie mit Sicherheit. Sondern, ob wir Menschen damit leben können.

Der einfachste Weg zur Reduzierung des CO2-Anstiegs und zur Eindämmung des Verbrauchs natürlicher Ressourcen wäre übrigens, vollständig auf regenerative Ressourcen umzustellen, mit allen Konsequenzen, also Hütten aus Holz und Lehm, De-Industrialisierung, nur noch nachwachsende Rohstoffe verbrauchen. Ski fahren kann man auch mit Holzlatten ohne Stahlkanten und Bindungsriemen aus Leder.

Oder die Erdbevölkerung drastisch zu reduzieren. Alleine in Afrika wird bei einer ungehemmten Geburtenrate die Bevölkerung in den nächsten Jahrehnten um über eine Milliarde anwachsen. Da können wir hier noch so viel sparen, jede Minimal-Einsparung beruhigt zwar das eigene Gewissen und dient manchen zum Zweck, sich moralisch über die Nutzer "spritfressender" Fahrzeuge zu erheben. Aber praktisch bleibt jede Form von Einsparung ein Placebo, solange die Erdbevölkerung weiter wächst und selbst in Entwicklungsländern die Menschen immer mehr Rohstoffe und Energie verbrauchen und ihre Lebensbedingungen den Industrienationen angleichen.

Praktisch läuft es darauf hinaus, dass das Produkt aus Weltbevölkerung X Industriealisierungsgrad einen Konstante bzw. ein enger Korridor sein wird. Entweder senken wir unseren Standard ab oder wir senken die Zahl der Bevölkerung. Die wahrscheinlichste Lösung aber wird sein, dass die Politik wie gehabt sich weiter durchwuselt, weil die Folgen erst viele Legislaturperioden später ans Tageslicht treten.

Die für mich praktikable Lösung des Problems läuft übrigens darauf hinaus, einfach keine Kinder in die Welt zu setzen. Denn nur wer Kinder in die Welt setzt, der muss seinen Teil seiner Ressourcen mit seinen Nachkommen teilen. Wer dagegen keine Kinder in die Welt setzt, der braucht auch auf nichts und niemanden Rücksicht zu nehmen. Abgesehen von dem praktischen Nebeneffekt, dass man seinen nicht vorhandenen Nachkommen das geistige Elend dieser Welt erspart. :wink:
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitragvon Ski-Larry » 26.10.2017 - 09:36

NeusserGletscher hat geschrieben:
Oder die Erdbevölkerung drastisch zu reduzieren.



Das wäre für den Planeten eigentlich unumgänglich und für die dann darauf lebende Menschen (und Flora und Fauna) das beste.

So eine weltweite echt 1 Kind Politik, bis es eine Bevölkerung von max 1 Mrd wäre.
(Das wäre ja in 3 Zyklen erreicht)

Leider ist das Wirtschaft- und auch unsere Sozialsystem komplett auf Wachstum ausgelegt und würde sich dann gravierend umstellen müssen (oder halt kollabieren).


Wenn dann noch das Fischer-Tropsch-Verfahren (CO2 + Wasser => Methanol o.ä....) in Verbindung mit Solar- bzw. Windkraftwerken effizienter und kostengünstiger würde, wäre schon eine Menge gewonnen.
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitragvon Petz » 26.10.2017 - 14:19

Ski-Larry hat geschrieben:So eine weltweite echt 1 Kind Politik, bis es eine Bevölkerung von max 1 Mrd wäre.
(Das wäre ja in 3 Zyklen erreicht)
NeusserGletscher hat geschrieben:Wer dagegen keine Kinder in die Welt setzt, der braucht auch auf nichts und niemanden Rücksicht zu nehmen. Abgesehen von dem praktischen Nebeneffekt, dass man seinen nicht vorhandenen Nachkommen das geistige Elend dieser Welt erspart. :wink:

Nachdem ich persönlich keine Kinder mag, deshalb auch nicht bereit war die entsprechende finanzielle Summe dafür abzuzweigen aber ich auch die einschätzbare Zukunft der Welt als nicht mehr lebenswert ansehe, hab ich auf eine Nachfolgerproduktion gerne verzichtet.
Meiner persönlichen Meinung nach sind die Charaktereigenschaften der Menschheitsmehrheit sowieso solche die mit Menschlichkeit im Sinne des Wortes nichts mehr zu tun haben und daher könnt ich auf einen großen Teil davon sowieso liebend gerne verzichten auch weil erfahrungsgemäß auch nix besseres nachkommt. Zum großen Glück für die verhindern geltende Gesetze das ich da selbst tätig werde und warten muß bis ich die Radieschen von unten sehe denn meine schon mehrfach erwähnte Höllenröstliste ist nicht kürzer geworden... :rolleyes:

NeusserGletscher hat geschrieben:Ski fahren kann man auch mit Holzlatten ohne Stahlkanten und Bindungsriemen aus Leder.
Lauten Einsprich werter Hr. Kollege denn nachdem ich meine ersten Schierfahrungen genau mit solchen Biestern machen musste hat das für mich mit "Schifahren" nichts zu tun - eher mit unkontrollierter Hangberutschung weshalb mir auch völlig klar ist warum es früher soviele flache Dorfschlepper gab... :wink: :lach:
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitragvon McMaf » 26.10.2017 - 15:48

Petz hat geschrieben:Nachdem ich persönlich keine Kinder mag, deshalb auch nicht bereit war die entsprechende finanzielle Summe dafür abzuzweigen aber ich auch die einschätzbare Zukunft der Welt als nicht mehr lebenswert ansehe, hab ich auf eine Nachfolgerproduktion gerne verzichtet.
Meiner persönlichen Meinung nach sind die Charaktereigenschaften der Menschheitsmehrheit sowieso solche die mit Menschlichkeit im Sinne des Wortes nichts mehr zu tun haben und daher könnt ich auf einen großen Teil davon sowieso liebend gerne verzichten auch weil erfahrungsgemäß auch nix besseres nachkommt. Zum großen Glück für die verhindern geltende Gesetze das ich da selbst tätig werde und warten muß bis ich die Radieschen von unten sehe denn meine schon mehrfach erwähnte Höllenröstliste ist nicht kürzer geworden... :rolleyes:


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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitragvon burgi83 » 26.10.2017 - 17:05

Spezialwidde hat geschrieben:
Tyrolens hat geschrieben:
Die Menschen fahren ja nicht zum Spaß mit dem KFZ herum, sondern vor allem aus beruflichen Gründen.
Kannst schon mit dem Bus in die Arbeit fahren. Dauert dann der Weg zur Arbeit halt statt 15 Minuten 60 Minuten und das mal zwei = 1,5 Stunden pro Tag, fast schon ein Arbeitstag pro Woche, der verloren geht.
Von Außendiensten ganz zu schweigen. Wenn der Monteur von Leitner zur Baustelle nach Sölden mit Bahn und Bus anreisen soll...

Dazu mein Standpunkt: Ich würde öffentliche Verkehrsmittel nutzen wenn es mir möglich wäre. Aber gerade im ländlichen saarländischen Raum ist das nahezu unmöglich. Busse verkehren im 3 Stundentakt, der nächste Bahnhof ist auch 15 Kilometer entfernt. Da hat halt der Teufelskreis zwischen mangelndem Fahrangebot, dem Umsteigen aufs Auto, daraus resultierender mangelnder Nutzung der Busse und weiterer Reduzierung des Angebots voll zugehauen. Selbst Schüler sind davon stark betroffen. Da bleibt mir nur das Auto.
Im Saarland ist es auch oft so, dass du mit dem Auto max. eine Std. unterwegs bist um von A nach B zu kommen. Wenn dann der Bus oder die Bahn auch noch, nur einmal in der Stunde fährt, dann ist es ärgerlich wenn man diesen knapp verpasst und mit dem Auto dann fast gleich schnell zu Hause ist. Es fehlt hier einfach die Flexibilität.

Spezialwidde hat geschrieben:Von den Preisen mal ganz zu schweigen, für eine Hin und Rückfahrt mit dem Regionalbus (je 20 Kilometer) auf ein Volksfest mussten wir pro Mann 18 Eoro löhnen (Einzelfahrt 9 Euro). Das schreckt absolut ab. Zu dritt kann man sich dafür locker ein Taxi teilen. So etwas führt selbstverständlich zu starkem Pendelverkehr. Ok, wenn ich in der Stadt wohne ist das was anderes.
Da muss ich dir sagen dass eine Gruppentageskarte existiert, mit der du für 32 Euro mit 8 Personen durchs ganze Saarland fahren kannst. Je nach Anzahl der Waben ist der Tarife noch günstiger. Daher ist mir Schleierhaft warum ihr pro Person 18 Euro für Hin- und Rückfahrt gezahlt habt.

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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitragvon NeusserGletscher » 27.10.2017 - 06:56

Ski-Larry hat geschrieben:Leider ist das Wirtschaft- und auch unsere Sozialsystem komplett auf Wachstum ausgelegt und würde sich dann gravierend umstellen müssen (oder halt kollabieren).
Wachstum brauchen nur diejenigen, welche fürs Nichtstun leistungslose Rendite kassieren. Wenn weniger Schuhe gebraucht werden, weil nach der Erstausstattung alle Menschen welche haben und nur noch Reparatur und Ersatz nötig sind, verdient der Schuster halt weniger Geld. Umgekehrt gilt dies aber auch für den Kühlschrank des Schusters, so dass er weniger Geld benötigt. Kurzum, wenn die Grund- und darüber hinaus gehenden Bedürfnisse einer konstanten Bevölkerung gedeckt sind, geht es in einer Wirtschaft ohne Wachstum nur noch darum, entsprechend dem technischen Fortschritt und den täglichen Bedarf zu produzieren. Was vorhanden ist, wird im Fall eines Defekts repariert oder halt ersetzt. Dafür braucht man kein Wachstum. Im Gegenteil, der technische Fortschrit und Rationaliierung bewirken, dass die Menschen mehr Zeit haben, sich mit Freizeitaktivitäten wie Skifahren zu beschäftigen, anstatt sich 8 Stunden täglich für immer weniger Netto im Hamsterrad abzustrampeln.

Wachstum wird nur in dem Moment benötigt, wo eine Minderheit von Eigentümern behauptet, Grund, Bodenschätze, Fabriken etc. würden ihnen gehören und für deren bloßen Besitz eine Rendite (=exponentielles Wachstum) beanspruchen, ohne dafür auch nur einen Finger krumm zu machen, weil ihnen diese Ressourcen qua Geburt (oft auch noch steuerfrei) in die Wiege gelegt wurden. Jede Form von positiver Kapitalrendite bedeutet mathematisch exponentielles Wachstum. Weil dies in einer Welt mit endlichen Ressourcen nicht möglich ist, produziert unser Wirtschaftssystem in wiederkehrenden Zyklen Spekulationsblasen und Crashs. Der nächste wird nach 2008 sicher nicht mehr lange auf sich warten lassen.

Eine Umstellung der Weltbevölkerung und -wirtschaft auf ein klimaverträgliches Maß wäre durchaus möglich. Nur die wenigen Renditeschmarotzer besäßen dann nicht mehr unermesslichen Reichtum und müssten ausnahmsweise auch mal selbst etwas sinnvolles außer Spekulationsblasen produzieren und ihren bescheidenen Reichtum ausschließllich selbst erwirtschaften, in dem sie beispielsweise Schuhe produzieren anstatt mit Derivaten riskante Wetten auf die Zukunft abzuschließen.

Petz hat geschrieben:Meiner persönlichen Meinung nach sind die Charaktereigenschaften der Menschheitsmehrheit sowieso solche die mit Menschlichkeit im Sinne des Wortes nichts mehr zu tun haben
Ich denke, das hat in vielen Fällen weniger mit dem Charakter des Einzelnen zu tun sondern viel mehr mit dem Charakter, der sich in der Anonymität großer Gesellschaften ergibt. Manche Menschen sprechen ja gerne von Schwarmintelligenz. Mir gefällt dagegen der Begriff der Schwarmblödheit. In einer kleinteiligen Gesellschaft kämen sicher viel weniger Menschen auf die Idee, mit irgendwelchen sinnfreien Spekulationsprodukten ihre Nachbarn in den Ruin zu spekulieren. Aber in der Anonymität der Masse und der Computer lassen sich die Folgen für andere Menschen viel leichter ausblenden.
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitragvon Ulmer » 27.10.2017 - 11:55

Die für mich praktikable Lösung des Problems läuft übrigens darauf hinaus, einfach keine Kinder in die Welt zu setzen. Denn nur wer Kinder in die Welt setzt, der muss seinen Teil seiner Ressourcen mit seinen Nachkommen teilen. Wer dagegen keine Kinder in die Welt setzt, der braucht auch auf nichts und niemanden Rücksicht zu nehmen. Abgesehen von dem praktischen Nebeneffekt, dass man seinen nicht vorhandenen Nachkommen das geistige Elend dieser Welt erspart. :wink:

Nachdem ich persönlich keine Kinder mag, deshalb auch nicht bereit war die entsprechende finanzielle Summe dafür abzuzweigen aber ich auch die einschätzbare Zukunft der Welt als nicht mehr lebenswert ansehe, hab ich auf eine Nachfolgerproduktion gerne verzichtet.


Zum Glück, oder vielleicht auch leider, haben Eure Vorfahren anders gedacht und gehandelt. Ansonsten müssten wir auf Eure wertvollen Kommentare verzichten :D

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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitragvon Petz » 27.10.2017 - 14:40

McMaf hat geschrieben::roll: Ich habe nur noch auf den Spruch gewartet, dass Hunde ohnehin die besseren Menschen seien. Schade.
Nachdem Tiere zum Unterschied zum Menschen (der im Prinzip und Darwin folgend ja auch nur ein "Viech" ist) nicht aus niederen Beweggründen anderen Schaden zufügen lass ich mal dahingestellt wer hier die für die Erde und deren Bewohner die nachhaltig bessere Rasse(n) wären...:rolleyes:
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitragvon NeusserGletscher » 27.10.2017 - 15:12

Ulmer hat geschrieben:Zum Glück, oder vielleicht auch leider, haben Eure Vorfahren anders gedacht und gehandelt. Ansonsten müssten wir auf Eure wertvollen Kommentare verzichten :D
Oftmals spielt bei dem Wunsch nach Kindern der Gedanke eine Rolle, dass die Nachkommen es einmal besser haben werden. Schaut man sich gegenwärtig diverse Bereiche an, dann habe ich den Eindruck, dass wir uns in vielen Punkten entweder gar nicht oder rückwärts bewegen. Politisch herrscht in Deutschland seit Jahren Stillstand, die Parteien regieren am Volk vorbei, für Umwelt und Nachhaltigkeit wird viel zu wenig getan und gesellschaftliche Diskussionen drehen sich überwiegend nur noch um die Frage, wie wir es den "Investoren" recht machen und ihnen noch mehr den Hintern pampern können. Alternative Strategien zum politischen System, zu Gesellschaftsfragen, Wirtschaft, Steuern und Vermögensverteilung werden gar nicht erst diskutiert, der Status Quo als in Stein gemeißelt dargestellt. Als Arbeitnehmer sieht man sich immer häufiger skrupelos agierenden Halsabschneidern ausgesetzt. Und auch der Umgang zwischen den Unternehmen ist durchaus rauher geworden. Geld verdirbt den Charakter, erst recht, wenn es durch unproduktive und zerstörende Spekulation an den globalen Casinotischen gezockt wird.

Kurz, meine Kinder hätten es mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht besser sondern schlechter als ich. Also, warum soll ich ihnen das antun?

Der Mensch ist sowieso mit Abstand die einzige Kreatur auf diesem Planeten, der rücksichtslos und systematisch Raubbau an den Ressourcen und Grundlagen seiner eigenen Existenz betreibt. Die sinnvollste und wirksamste Beschränkung dieses Wahnsinns führt daher auch über den Weg, die Bevölkerungsexplosion einzudämmen.

Oder wie man auch sagt: Die Summe aller menschlichen Intelligenz ist eine Konstante. Das Problem ist das Bevölkerungswachstum :wink:
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitragvon tafaas » 27.10.2017 - 15:27

NeusserGletscher hat geschrieben:Die sinnvollste und wirksamste Beschränkung dieses Wahnsinns führt daher auch über den Weg, die Bevölkerungsexplosion einzudämmen.

Oder alle werden vegan. :biggrin:

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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitragvon Pauli » 27.10.2017 - 15:28

Wenn wir Europäer das Bevölkerungswachstum bei uns eindämmen, geht es der Welt dadurch nicht besser. Viel mehr bräuchten die Menschen in armen Ländern etwas mehr Wohlstand und Sicherheit, um nicht meinen zu müssen, dass sie ihre Altersversorgung mit vielen Kindern gewährleisten müssen. Wenn man jedoch den Bevölkerungswachstum dort eindämmen möchte, wo er gar nicht statt findet (bei uns), dann führt das dort noch noch zu weiteren Problemen. Schon jetzt ist zum Beispiel in Deutschland das Durchschnittsalter relativ hoch, mit steigender Tendenz. Irgendwie brauchen wir beim derzeitigen Rentensystem dann doch Nachwuchs, das dieses funktioniert. Die Menschheit sich selbst ausrotten lassen, einfach durch Unterlassung von Fortpflanzung, halte ich für eine interessante Idee, die jedoch nicht umsetzbar und genauso wenig sinnvoll ist.
2016/17: 2X Bolsterlang, Damüls-Mellau, La Bresse, Sonnenkopf, Ski Arlberg, Berger-Höhe-Lift, Grubigstein, Steibis, Diedamskopf, Ofterschwang, 4X Kronplatz, Fellhorn-Kanzelwand, Golm

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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitragvon Pauli » 27.10.2017 - 15:29

Wenn wir Europäer das Bevölkerungswachstum bei uns eindämmen, geht es der Welt dadurch nicht besser. Viel mehr bräuchten die Menschen in armen Ländern etwas mehr Wohlstand und Sicherheit, um nicht meinen zu müssen, dass sie ihre Altersversorgung mit vielen Kindern gewährleisten müssen. Wenn man jedoch den Bevölkerungswachstum dort eindämmen möchte, wo er gar nicht statt findet (bei uns), dann führt das dort noch noch zu weiteren Problemen. Schon jetzt ist zum Beispiel in Deutschland das Durchschnittsalter relativ hoch, mit steigender Tendenz. Irgendwie brauchen wir beim derzeitigen Rentensystem dann doch Nachwuchs, das dieses funktioniert. Die Menschheit sich selbst ausrotten lassen, einfach durch Unterlassung von Fortpflanzung, halte ich für eine interessante Idee, die jedoch nicht umsetzbar und genauso wenig sinnvoll ist.
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitragvon NeusserGletscher » 28.10.2017 - 06:22

Pauli hat geschrieben:Irgendwie brauchen wir beim derzeitigen Rentensystem dann doch Nachwuchs, das dieses funktioniert.
Der Nachwuchs muss in einer Industrie 4.0 aber auch erst einmal eine adäquat bezahlte Arbeit finden. In vielen Bereichen, selbst in sogenannten Mangelberufen, werden die Löhne aber tendenziell eher gedrückt. Da heisst es dann, wir können Sie sofort einstellen, zwischen Ihnen und dem Arbeitsplatz liegt nur noch eine Zahl. Können Sie sich auch vorstellen, für 30% weniger zu arbeiten? Klar, würde ich sagen, wenn Sie mit 50% weniger Leistung zufrieden sind. Das Problem ist, dass der typisch Deutsche Michel einfach zu blöd ist und so was mit sich machen lässt. Ein typischer Franzose wäre da längst auf die Barrikaden gegangen. Nicht umsonst liegen die Löhne in technischen Mangelberufen ca. 50% unter dem Nievau in den USA.

Die heutigen Renten könnten wir locker bezahlen, würden wir die Rendite aus dem, was die Rentner geschaffen haben, zur Finanzierung der Renten zu benutzen anstatt sie in konzentrierter Form den Quandts und Albrechts in den Rachen werfen.
Ist die Übersicht groß und der Ballast klein, wird wohl das Retro-CSS am Werke sein

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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitragvon Petz » 28.10.2017 - 06:42

@Pauli; völlig richtig das leider die Kinder auch die "Pensionsversicherung" der ärmeren Länder sind was ein völliges Unding ist; dazu kommt noch der Unsinn das in manchen Kulturen die Kinderanzahl ein Statussymbol angesehen ist als ob deren Produktion eine besondere Leistung wäre...:rolleyes: Zur wirtschaftlichen Situation vieler Entwicklungsländer beigetragen haben aber auch sehr wirkungsvoll die Industrieländer die mit ihren subventionierten Exporten die lokalen Wirtschaftsstrukturen schwer geschädigt bis zerstört haben denn sonst wären die heute sicher auf einem höheren Standard.
Allerdings sehe ich dahinter auch ein System diese Länder auch aufgrund ihrer Bevölkerungsanzahl klein zu halten denn andernfalls könnten sie bei sich entwickelnder Wirtschaft der Macht der Großen durchaus gefährlich werden wie man am Beispiel China das den Sprung aus der Armut geschafft hat nur zu gut sieht. Der Klimawandel wird natürlich auch noch das seinige dazu tun das die nach wie vor nicht einen positiven Entwicklungsweg einschlagen sondern weiterhin auf z. B. Getreideimporte der westlichen Agrarindustrien und der damit verknüpften Spekulanten angewiesen sein werden.

Diejenigen Poitiker die vor Jahrzehnten die "glorreiche" Idee des Generationenvertrages bei den Sozialversicherungen hatten hätte man wegen Verbrechen am Volk alle mit einer Blide gegen ne Felswand schießen sollen; damit hat man nämlich auf primitivmöglichste Art und Weise die weltkriegsbedingt ausgefallenen Sozialbeiträge einfach der Folgegeneration aufgebürdet. Ich erinnere mich noch an eine Studie aus den Achtzigerjahren wo ein Wirtschaftswissenschaftler (auf Basis der damals deutlich höheren Zinssätze) ausgerechnet hatte das ein Arbeitnehmer der seine Pensionsbeiträge nur zum Eckzinssatz anlegen hätte können im Schnitt die d r e i f a c h e Pensionshöhe erzielt hätte. Ich denke mehr muß man zu dem Thema nicht mehr sagen.
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitragvon NeusserGletscher » 28.10.2017 - 07:20

Petz hat geschrieben:Diejenigen Poitiker die vor Jahrzehnten die "glorreiche" Idee des Generationenvertrages bei den Sozialversicherungen hatten [...] die weltkriegsbedingt ausgefallenen Sozialbeiträge einfach der Folgegeneration aufgebürdet.
Nicht nur deutsche Politiker neigen generell dazu, die Folgen heutiger Wohltaten, mit der sie ihre Macht und Wiederwahl sichern, kommenden Generationen aufzubürden. Ob Kernenergie (Endlagerung), Staatsschulden (Zinsen und Rückzahlung), Sozialleistungen mit der Gießkanne (künftige Finanzierung), Klimawandel (künftige Kosten), das Schema ist immer das gleiche. Heute die Wohltat, morgen die Rechnung. Trotzdem halte ich das umlagefinanzierte Rentensystem für wesentlich besser als ein kapitalgedecktes System, in dem sich Manager und Spekulanten die Taschen vollmachen. Hätte der Staat 2008 den Finanzsektor nicht mit Billionen vor den Auswirkungen seiner maßlosen Spekulation geschützt, dann wären die kapitalgedeckten Renten auf einen Schlag futsch gewesen. Wie leicht angesparte Pensionen sich in Luft auflösen, musste viele US-Amerikaner nach 2008 erfahren. Viel Geld lockt leider auch immer kriminelle Schmeissfliegen an. Die Möglichkeit eines Totalverlustes must Du von den Zinsen anteilig abziehen. Abgesehen davon, dass es um die Verzinsung bei risikoarmen Anlagen fürs Alter derzeit nicht gut bestellt ist.

Petz hat geschrieben:dazu kommt noch der Unsinn das in manchen Kulturen die Kinderanzahl ein Statussymbol angesehen ist als ob deren Produktion eine besondere Leistung wäre
In der freien Natur regelt sich so was normalerweise von ganz alleine. Zu viele Mäuler bei zu wenig Nahrung führen zu einem Regelkreis, der schon für die notwendige Reduzierung sorgt. Neben wirtschaftlicher Hilfe zur Selbst-Hilfe wäre da vor allem Aufklärung angesagt.

Derzeit verkaufen uns die Medien die Aufnahme eines Teils der afrikanischen Überproduktion an Kindern als wundersames Mittel gegen den Fackkräftemangel und stimmen die Bevölkerung mit positiven besetzten Artikeln auf die zu leistenden Aufgaben ein. Ich habe wie so oft, wenn wie von Geisterhand plötzlich neue Parolen ausgegeben werden, meine Zweifel, dass wir dort einen positiven Beitrag für die Zukunft leisten. Sowohl in Europa als auch in Afrika.
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitragvon Petz » 28.10.2017 - 11:31

NeusserGletscher hat geschrieben:Trotzdem halte ich das umlagefinanzierte Rentensystem für wesentlich besser als ein kapitalgedecktes System, in dem sich Manager und Spekulanten die Taschen vollmachen.
Ich rede auch nicht einem kapitalgedeckten System privatwirtschaftlicher Art das Wort sondern wenn es nach mir ginge gäbe es eine einzige staatlich geführte nicht gewinnorientierte Pflichtsozialversicherungsanstalt die alles abdeckt und von jedem Euro eines persönlichen Einkommens egal woher es lukriert wurde wären an diese Beiträge abzuführen.
Das Zauberwort beim Pensionsteil hieße tatsächliches Ansparen der Beiträge in einem Anlagemix der eine relativ große Sicherheit bietet und als Risikokompensation sollte ein Teil dieser Anlagen auch tatsächlich in Gold getätigt werden weil dessen Kurs in Krisensituationen konträr läuft; so wäre man auf der relativ sicheren Seite und natürlich bestünde für die Versicherungsanstalt auch eine Staatshaftung.

Eine Hilfe zur Selbsthilfe aber in viel größerem Ausmass als bisher und auch nur an jene Länder wo sichergestellt ist das entsprechende Institutionen z. B. der UN die Gelder auch tatsächlich zur Gänze in die Projekte bringen würde in Verbindung mit einem Verbot von Exportsubventionen meiner Ansicht nach eine recht schnelle Besserung der Verhältnisse bringen. Und auch wenn´s schwerfällt muß man damit bei jenen Ländern warten (und nur mit direkten ausschließlichen Nahrungsmittelhilfen arbeiten) wo Korruption eine Anwendung von Selbsthilfeprogrammen unsinnig macht.
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Re: Die große Klima-Diskussion

Beitragvon Wiede » 25.11.2017 - 11:57

Ein interessantes Video zur Thematik, beim „stöbern“ im Fokus zufällig entdeckt (ist von 2014):

http://m.focus.de/wissen/videos/alarmie ... 89939.html

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