Liftbetreiber und ihr Verantwortungsbewusstsein
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- chr
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Liftbetreiber und ihr Verantwortungsbewusstsein
Ich hatte heute folgendes Erlebnis:
Ich habe mit meiner Frau heute ein Schigebiet besucht, das wir beide noch nicht kannten. Das Gebiet besteht nur aus zwei parallelen Schleppliften. Diese erschließen drei Pisten: eine Schwarze direkt neben dem Lift, eine Rote in einem kleinen Bogen auf der anderen Seite des Liftes, und eine blaue Piste, die ähnlich wie die Rote verläuft, aber das steilste Stück umfährt. Durch diese Vielseitigkeit wirbt das Gebiet auch als Berg "für die ganze Familie".
Das muss also auch für meine Frau und mich passen dachte ich, überprüfte noch auf der Homepage den aktuellen Pistenstatus (alle Pisten geöffnet heute morgen aktualisiert) und wir machten uns auf den Weg. Für meine Frau wird die blaue Piste passen, bei schöner Schneelage sollte auch die rote kein Problem sein. Für mich sollte die schwarze Abfahrt ebenfalls kein Problem sein.
Wir fuhren mit dem Lift hinauf visierten für meine Frau die blaue Piste an und mussten nach wenigen Metern feststellen, dass große Teile des Schigebietes abgesperrt waren. Die Sperre betraf die blaue Piste zur Gänze und die rote Piste in der halben Breite. Die verbleibende rote Piste war in einem Zustand, der für meine Frau, die auf eine leichte Abfahrt vorbereitet war, deutlich zu schwierig war. (Pickelharte ruppige Piste mit zahlreichen Eisklumpen, Steinen und aperen Stellen)
Ratlos, wie ich meiner Frau den Weg ins Tal erleichtern konnte, suchte ich den verantwortlichen Betriebsleiter auf. Schließlich ist meine Frau ja nur durch die Falschinformationen auf seiner Homepage in diese Lage geraten. Eigentlich dachte ich, jemand könnte sie mit einem Skidoo abholen. Doch auf die höfliche Schilderung unseres Problems sagte der Betriebsleiter wörtlich:"Sie soll halt irgendwie obirutschn.... sie san der erste der si über unsere Informationen aufregt.... wenn ihna wos net passt dann foarns ham" Nach diesen Aussagen habe ich meine Höflichkeit verloren und mußte dafür auch noch hören:"Auf Leit wia sie kemma verzichten"
Letztendlich ist sie irgendwie hinuntergerutscht und zwei zufällig vorbeigekommene Bergretter haben sie begleitet.
Meine Frage: Hatte Jemand schon ähnliche Erlebnisse, dass eine als offen gekennzeichnete leichte Piste dann tatsächlich doch geschlossen war und ungeübte Schifahrer in Folge vor großen Problemen standen? Und:
Wenn sich meine Frau bei dieser Abfahrt verletzt hätte: Wie weit wäre der Betriebsleiter dafür verantwortlich gewesen beziehungsweise für Schadenersatzforderungen, Schwerzensgeld,... zur Rechenschaft zu ziehen?
Ich habe mit meiner Frau heute ein Schigebiet besucht, das wir beide noch nicht kannten. Das Gebiet besteht nur aus zwei parallelen Schleppliften. Diese erschließen drei Pisten: eine Schwarze direkt neben dem Lift, eine Rote in einem kleinen Bogen auf der anderen Seite des Liftes, und eine blaue Piste, die ähnlich wie die Rote verläuft, aber das steilste Stück umfährt. Durch diese Vielseitigkeit wirbt das Gebiet auch als Berg "für die ganze Familie".
Das muss also auch für meine Frau und mich passen dachte ich, überprüfte noch auf der Homepage den aktuellen Pistenstatus (alle Pisten geöffnet heute morgen aktualisiert) und wir machten uns auf den Weg. Für meine Frau wird die blaue Piste passen, bei schöner Schneelage sollte auch die rote kein Problem sein. Für mich sollte die schwarze Abfahrt ebenfalls kein Problem sein.
Wir fuhren mit dem Lift hinauf visierten für meine Frau die blaue Piste an und mussten nach wenigen Metern feststellen, dass große Teile des Schigebietes abgesperrt waren. Die Sperre betraf die blaue Piste zur Gänze und die rote Piste in der halben Breite. Die verbleibende rote Piste war in einem Zustand, der für meine Frau, die auf eine leichte Abfahrt vorbereitet war, deutlich zu schwierig war. (Pickelharte ruppige Piste mit zahlreichen Eisklumpen, Steinen und aperen Stellen)
Ratlos, wie ich meiner Frau den Weg ins Tal erleichtern konnte, suchte ich den verantwortlichen Betriebsleiter auf. Schließlich ist meine Frau ja nur durch die Falschinformationen auf seiner Homepage in diese Lage geraten. Eigentlich dachte ich, jemand könnte sie mit einem Skidoo abholen. Doch auf die höfliche Schilderung unseres Problems sagte der Betriebsleiter wörtlich:"Sie soll halt irgendwie obirutschn.... sie san der erste der si über unsere Informationen aufregt.... wenn ihna wos net passt dann foarns ham" Nach diesen Aussagen habe ich meine Höflichkeit verloren und mußte dafür auch noch hören:"Auf Leit wia sie kemma verzichten"
Letztendlich ist sie irgendwie hinuntergerutscht und zwei zufällig vorbeigekommene Bergretter haben sie begleitet.
Meine Frage: Hatte Jemand schon ähnliche Erlebnisse, dass eine als offen gekennzeichnete leichte Piste dann tatsächlich doch geschlossen war und ungeübte Schifahrer in Folge vor großen Problemen standen? Und:
Wenn sich meine Frau bei dieser Abfahrt verletzt hätte: Wie weit wäre der Betriebsleiter dafür verantwortlich gewesen beziehungsweise für Schadenersatzforderungen, Schwerzensgeld,... zur Rechenschaft zu ziehen?
Zuletzt geändert von chr am 08.01.2011 - 21:14, insgesamt 1-mal geändert.
Gruß chr
- Christopher
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Re: Liftbetreiber und ihr Verantwortungsbewustsein
Darf man frgane welches Gebiet das war? Also das is schon ne Schweinerei, aber leider dürfte das nach hinten los gehen, den Betriebsleiter zur Verantwortung zu ziehen, weil meistens irgendwo auf der Hompage steht, alle Angaben ohne Gewähr, und damit das Gebiet fein aus dem Schneider is!
Gruß Chris
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- burgi83
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Re: Liftbetreiber und ihr Verantwortungsbewustsein
Da würde ich Christopher zustimmen, bei alleiniger Auskunft im Internet wird es schwer sein irgend einen Anspruch durchzustzen. Der Pistenstatus hätte sich ja schlagartig innerhalb eurer Anfahrt ändern können.
Interessant wäre zu erfahren wie der Pistenzustand an der Talstation ausgewiesen war oder ob irgenein Hinweis bezüglich der geschlossenen Abfahrten oder ein Hinweis "Lift heute nur für Könner geöffnet" gestanden hat. Wenn er nämlich dort als geöffnet ausgewiesen ist, kann ich mir schon vorstellen, dass der Betriebsleiter in einem solchen Fall zur Rechenschaft zu ziehen ist.
Irgendwo muss meiner Meinung nach auf jeden Fall auf diese Situation aufmerksam gemacht werden.
Was mich an der ganzen Sache wundert ist, dass ausgerechnet die einfachste Piste geschlossen war. Noramlerweise würde ich davon ausgehen, dass eine blaue Piste die aller letzte ist die geschlossen wird, da dort die meisten Leute runterfahren.
Interessant wäre zu erfahren wie der Pistenzustand an der Talstation ausgewiesen war oder ob irgenein Hinweis bezüglich der geschlossenen Abfahrten oder ein Hinweis "Lift heute nur für Könner geöffnet" gestanden hat. Wenn er nämlich dort als geöffnet ausgewiesen ist, kann ich mir schon vorstellen, dass der Betriebsleiter in einem solchen Fall zur Rechenschaft zu ziehen ist.
Irgendwo muss meiner Meinung nach auf jeden Fall auf diese Situation aufmerksam gemacht werden.
Was mich an der ganzen Sache wundert ist, dass ausgerechnet die einfachste Piste geschlossen war. Noramlerweise würde ich davon ausgehen, dass eine blaue Piste die aller letzte ist die geschlossen wird, da dort die meisten Leute runterfahren.
- chr
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Re: Liftbetreiber und ihr Verantwortungsbewustsein
Das waren die Maißzinkenlifte in Lunz am See (Niederösterreich). Hier ist mein Bericht dazu: http://www.alpinforum.com/forum/viewtop ... 0#p4737160Christopher hat geschrieben:Darf man frgane welches Gebiet das war?
Wir reden von einem Kleingebiet, das keine Panoramatafeln rote oder grüne Lichter etc. hat. Es gab keine Hinweisschilder.burgi83 hat geschrieben:Interessant wäre zu erfahren wie der Pistenzustand an der Talstation ausgewiesen war oder ob irgenein Hinweis bezüglich der geschlossenen Abfahrten oder ein Hinweis "Lift heute nur für Könner geöffnet" gestanden hat.
Die rote Piste war zur Hälfte wegen eines Rennens gesperrt. Die blaue Piste zweigt auf der Seite ab wo das Rennen stattfand und auch bei der Einmündung hätte man die Strecke nochmals kreuzen müssen. Ob nur das der Grund war, oder ein aperer Hang weiß ich nicht. Ich konnte jedenfalls mit einem Blick über die Absperrung erkennen, dass die blaue Piste nicht präpariert wurde. Sonst hätte ich mit meiner Frau in dieser Situation die Rennstrecke gekreuzt.burgi83 hat geschrieben:Was mich an der ganzen Sache wundert ist, dass ausgerechnet die einfachste Piste geschlossen war. Noramlerweise würde ich davon ausgehen, dass eine blaue Piste die aller letzte ist die geschlossen wird, da dort die meisten Leute runterfahren.
Gruß chr
- burgi83
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Re: Liftbetreiber und ihr Verantwortungsbewustsein
Ich würde sagen, dass hat nichts damit zu tun ob es ein kleines, mittleres oder froßes Skigebiet ist. Sobald Abfahrten unterschiedlichen Schwierigkeitsgrades vorhanden ist, sollte ein Hinweis auf die Sperrung erfolgen, ansonsten handelt der Betreiber zumindest in Deutschland grob fahrlässig.chr hat geschrieben:Wir reden von einem Kleingebiet, das keine Panoramatafeln rote oder grüne Lichter etc. hat. Es gab keine Hinweisschilder.
- chr
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Re: Liftbetreiber und ihr Verantwortungsbewustsein
Dass hier unzureichend informiert wurde, ist eigentlich nur der kleinere Teil, der mich verärgert hat. Was mich viel mehr gestört hat war die Reaktion des Betriebsleiters. Denn wenn ein Mensch am Berg sich nicht mehr vor oder zurück traut, und ich ihn über diese Situation informiere, dann sollte es im Prinzip völlig egal sein, ob diese Situation durch unzureichende Informationen, Selbstüberschätzung, Schlechtwettereinbruch, schlechte Ausrüstung oder egal was auch immer ausgelöst wurde. Als Betriebsleiter sollte ich um eine Lösung bemüht sein. Z.B vielleicht ein Tipp, ob dort irgendein Fußweg begehbar ist, der ans Ziel führt, Verständigung der Bergrettung, Abholung per Skidoo etc. etc. ..
Die Aussage "die soll holt irgendwie oberutschen und wenn eich wos net passt dann forts ham" ist auf jeden Fall für einen verantwortungsbewussten Betriebsleiter unwürdig und im Prinzip unterlassene Hilfeleistung.
Die Aussage "die soll holt irgendwie oberutschen und wenn eich wos net passt dann forts ham" ist auf jeden Fall für einen verantwortungsbewussten Betriebsleiter unwürdig und im Prinzip unterlassene Hilfeleistung.
Zuletzt geändert von chr am 08.01.2011 - 21:19, insgesamt 1-mal geändert.
Gruß chr
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Re: Liftbetreiber und ihr Verantwortungsbewusstsein
Was hältst Du von einer Sachverhaltsdarstellung an die Staatsanwaltschaft St. Pölten?
Das meine ich übrigens ernst - wenn wirklich unterlassene Hilfeleisung müßte Die das interessieren.
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Darf ich die Gelegenheit nutzen, allen Usern dieses Forums bereits jetzt ein gesegnetes Weihnachtsfest und Alles Gute für 2027 zu wünschen!
- Fab
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Re: Liftbetreiber und ihr Verantwortungsbewusstsein
Sowas ähnliches ist mir in Z, als ich jetzt unten war, auch passiert.
Da waren manche zwischen entnervt und panisch, da keine Ausweichmöglichkeit. Weitere Pisten gibts da nicht.
Wenn man es weiß könnte man oben die Gondel nehmen.
Das Bild ist vom letzten März. Der "Garten" war jetzt schmaler.
Da waren manche zwischen entnervt und panisch, da keine Ausweichmöglichkeit. Weitere Pisten gibts da nicht.
Wenn man es weiß könnte man oben die Gondel nehmen.
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- chr
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Re: Liftbetreiber und ihr Verantwortungsbewusstsein
Naja, da würde ich jetzt schon mal die Kirche im Dorf lassen. Was soll das bringen? Wenn dann der Betriebsleiter zu dem Gespräch befragt wird, wird er eine andere Aussage machen, Zeugen für das Gespräch gibt es keine. Und am Ende wird es nur viel Papier für Nichts geben.
Gruß chr
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Re: Liftbetreiber und ihr Verantwortungsbewusstsein
Das ist schon richtig. Es muß ja nicht unbedingt eine Verurteilung sein. Aber Schuß vor den Bug einer Einvernahme durch die örtliche gendarmerie - mittlerweile Polizei - soll schon gelegentlich Wunder gewirkt haben.
Alternative: Weiß man, wer der Eigentümer des Liftes ist?
Info an ihn und/oder Gemeinde könnte auch durchaus effektiv sein.
Tante Edith meint, dass laut den Infos auf der Homepage die Lifte der gemeinde gehören dürften. Dieser mitzuteilen, welch Wappler dort als Betriebsleiter sitzt, ist mit Sicherheit kein Fehler.
Alternative: Weiß man, wer der Eigentümer des Liftes ist?
Info an ihn und/oder Gemeinde könnte auch durchaus effektiv sein.
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Re: Liftbetreiber und ihr Verantwortungsbewusstsein
wg. chr:
Glaub auch dass es im Nachhinein zu spät ist was zu unternehmen. Steht dann Aussage gg. Aussage.
Wenn so was akut ist - Nerven bewahren, freundlich lächeln (
) und sinngemäß Hilfe anfordern:
" Herr Betriebsleiter bitte bringens meine Gattin irgendwie heil ins Tal oder ich suche mir telefonisch Hilfe... (per Notruf z. B.)"
Dann wird er schon geländegängig
Glaub auch dass es im Nachhinein zu spät ist was zu unternehmen. Steht dann Aussage gg. Aussage.
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Re: Liftbetreiber und ihr Verantwortungsbewusstsein
Was Fab sagt, ist natürlich völlig richtig.
Dennoch würde ich die Gemeinde als Eigentümerin informieren.
Weil, wenn sich einer aufregt, ist das in der Regel nur die Spitze eines Eisbergs, und das wissen alle, die im Dienstleistungswesen tätig sind
So wie auchich, der ich in einem großen Dienstleisungsunternehmen Führungskraft bin. Ich weiß genau, was ich davon zu halten habe, wenn ich eine Beschwerde über einen meiner Mitarbeiter bekomme - zumal ich die Damen und Herren eh selbst auch recht gut kenne.
Natürlich sind das oft keine Tatbestände, die dienstrechtliche Konsequenzen rechtfertigen, aber sie bilden ein rundes Bild; und irgendwann geht jedes Fass über - dazu bedarf es aber vieler Tropfen!
Dennoch würde ich die Gemeinde als Eigentümerin informieren.
Weil, wenn sich einer aufregt, ist das in der Regel nur die Spitze eines Eisbergs, und das wissen alle, die im Dienstleistungswesen tätig sind
So wie auchich, der ich in einem großen Dienstleisungsunternehmen Führungskraft bin. Ich weiß genau, was ich davon zu halten habe, wenn ich eine Beschwerde über einen meiner Mitarbeiter bekomme - zumal ich die Damen und Herren eh selbst auch recht gut kenne.
Natürlich sind das oft keine Tatbestände, die dienstrechtliche Konsequenzen rechtfertigen, aber sie bilden ein rundes Bild; und irgendwann geht jedes Fass über - dazu bedarf es aber vieler Tropfen!
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Re: Liftbetreiber und ihr Verantwortungsbewusstsein
Naja, das schon "Unterlassene Hilfeleistung" zu nennen finde ich aber stark übertrieben.
Das einzige was ich nach deiner Aussage bewerten kann ist, das der Liftler nicht sehr kundenfreundlich war.
Außerdem scheint die Kundeninformation des Gebietes mangelhaft zu sein.
Soweit ich weiß muss man den Skidoo Einsatz bezahlen, es sei den man hat sich verletzt.
Das einzige was ich nach deiner Aussage bewerten kann ist, das der Liftler nicht sehr kundenfreundlich war.
Außerdem scheint die Kundeninformation des Gebietes mangelhaft zu sein.
Soweit ich weiß muss man den Skidoo Einsatz bezahlen, es sei den man hat sich verletzt.
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Re: Liftbetreiber und ihr Verantwortungsbewusstsein
Ram Brand hat natürlich recht. Der Tatbestand des § 95 StGB scheint hier idT nicht erfüllt.
Das hindert aber nicht daran, die Gemeinde als Eigentümerin der Lifte vom kundenunfreundlichen verhalten ihres BL in Kenntnis zu setzen.
Das hindert aber nicht daran, die Gemeinde als Eigentümerin der Lifte vom kundenunfreundlichen verhalten ihres BL in Kenntnis zu setzen.
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Re: Liftbetreiber und ihr Verantwortungsbewusstsein
Ich vermute dass es denen völlig egal ist ob er ein Wappler ist oder nicht, so lange er das richtige Parteibuch hat.Klosterwappen hat geschrieben:Tante Edith meint, dass laut den Infos auf der Homepage die Lifte der gemeinde gehören dürften. Dieser mitzuteilen, welch Wappler dort als Betriebsleiter sitzt, ist mit Sicherheit kein Fehler.
Jetzt aber im ernst: Ich bin froh, dass meine Frau es dann doch letztendlich durch hinuntersteigen und rutschen geschafft hat diesen Hang zu fahren, und noch mehr freut mich, dass sie eine halbe Stunde später am benachbarten Helmellift wieder Freude am Schifahren gefunden hat.
Meine Konsequenz ist es, diesen Berg nicht mehr zu besuchen, und meinen Freunden und Bekannten das Erlebte, so wie hier im Forum zu erzählen.
Ich hab keine Lust mich auf irgendeinen offiziellen Schriftverkehr einzulassen, das ist mir dieser Betriebsleiter nicht wert.
Mich hat eigentlich viel mehr interessiert, ob das ein einzigartiges Erlebnis war, oder ob solche Situationen öfter vorkommen.
Von Fab wissen wir jetzt, dass auch ganz große Gebiete eine ähnlich schlechte Informationspolitik machen. Die Frage ist nur wie dort ein Verantwortlicher reagiert hätte, wenn Jemand in dieser Situation echt panisch reagiert hätte, und nicht mehr weitergefahren wäre?
Gruß chr
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Yeti01
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Re: Liftbetreiber und ihr Verantwortungsbewusstsein
Wenn ich mir eine solche Antwort leisten würde, hätte ich wahrscheinlich einen Termin beim Chef!
Aber hierbei schon von einem Straftatbestand zu reden, erscheint mir doch wohl ein bisschen mit Kanonen auf Spatzen geschossen!
Aber auif alle Fälle hat dieses Schigebiet definitiv mindestens zwei Gäste verloren!
Wenn das öfter passiert, dann werden´s irgendwann alleine sein!
Aber hierbei schon von einem Straftatbestand zu reden, erscheint mir doch wohl ein bisschen mit Kanonen auf Spatzen geschossen!
Aber auif alle Fälle hat dieses Schigebiet definitiv mindestens zwei Gäste verloren!
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Re: Liftbetreiber und ihr Verantwortungsbewusstsein
Also ich habe schon öfters gehört, dass leute mit dem Lift irgendwo hoch gefahren sind und sich einfach überschätzen und da nicht runter kommen.
Da ist es nicht schlecht, wenn man die Leute mit einem Skido runter bringt, meistens eh gratis.
Das bischen Tank rentiert sich oft mehr als der teuerste Marketingfirlefanz, so etwas erzählen die Leute weiter.
Da ist es nicht schlecht, wenn man die Leute mit einem Skido runter bringt, meistens eh gratis.
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Re: Liftbetreiber und ihr Verantwortungsbewusstsein
Schlechte Mundpropaganda, welche berechtigt ist, wird halt von vielen noch unterschätzt. U.a. durchs www ist die Welt so transparent geworden.Yeti01 hat geschrieben:Wenn das öfter passiert, dann werden´s irgendwann alleine sein!
Kanada - 29.01.2017 bis 10.02.2017
Du kannst Dir Glück nicht kaufen. Aber Du kannst skifahren gehen und das ist ziemlich dasselbe!
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Re: Liftbetreiber und ihr Verantwortungsbewusstsein
Da hast du recht, dass Leute oft aus Selbstüberschätzung irgendwo hochfahren und dann nicht runterkommen. Aber in diesem Fall wär chr und seine Frau ja sehr wahrscheinlich gar nicht erst mit dem Lift raufgefahren.jack90 hat geschrieben:Also ich habe schon öfters gehört, dass leute mit dem Lift irgendwo hoch gefahren sind und sich einfach überschätzen und da nicht runter kommen.
Da ist es nicht schlecht, wenn man die Leute mit einem Skido runter bringt, meistens eh gratis.
Das bischen Tank rentiert sich oft mehr als der teuerste Marketingfirlefanz, so etwas erzählen die Leute weiter.
Wenn ich es mir genau überlege, hätten die beiden im Fal einer Verletzung, tatsächlich den Liftbereiter auf unterlassene Hilfeleistung anzeigen können, da sie ja ihre Situation einen Liftangestellten geschildert haben und der nicht unternommen hat.
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Re: Liftbetreiber und ihr Verantwortungsbewusstsein
Hehe ganu hier sinds schon mehr als zwei die sich dran bezeiligen unzählige Mitleser denke der Betriebsleiter hat sich da nen eigentor geschossensnowflat hat geschrieben:Schlechte Mundpropaganda, welche berechtigt ist, wird halt von vielen noch unterschätzt. U.a. durchs www ist die Welt so transparent geworden.Yeti01 hat geschrieben:Wenn das öfter passiert, dann werden´s irgendwann alleine sein!
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Re: Liftbetreiber und ihr Verantwortungsbewusstsein
"Unterlassung der Hilfeleistung" ist es definitif nicht.
Aber ich würde der Gemeinde ganz einfach den Link schicken!
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Re: Liftbetreiber und ihr Verantwortungsbewusstsein
Mittlerweile habe ich mich entschlossen der Gemeinde zu mailen, was meine Frau und ich erlebt haben. Aber da Du selbst einen Kundendienst leitest, kannst Du Dir wahrscheinlich genauso wie ich vorstellen wie das Antwortmail aussehen wird.Klosterwappen hat geschrieben:Aber ich würde der Gemeinde ganz einfach den Link schicken!
Ich tippe auf: "Es freut uns , dass sie in ihrem Urlaub Lunz als Ausflugsziel gewählt haben... wir sind stets um das Wohl unserer Gäste bemüht.....umso mehr bedauern wir, dass sie am Maißzinken schlechte Erfahrungen gemacht haben....wir hoffen dennoch, dass wir sie bald wieder in Lunz begrüßen dürfen"
Und ändern wird sich nix.
Der Maißzinken wird hauptsächlich von den Einheimischen aus der unmittelbaren Umgebung besucht. Schifahrer aus den Ballungsräumen die ein bis zwei Stunden Anreise in die Region in Kauf nehmen fahren ins deutlich größere benachbarte Lackenhof oder aufs Hochkar. In Lunz sind die Einheimischen froh, wenn sie im Gegensatz zu den Großgebieten keine Wartezeiten bei den Liften in Kauf nehmen müssen und quasi unter sich sind. Ich glaube dass dort bezüglich Wirtschaftlichkeit nur mit einem Stammpublikum kalkuliert wird, sowie mit den regelmäßig stattfindenden Schirennen.
Gruß chr
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Re: Liftbetreiber und ihr Verantwortungsbewusstsein
Ich will nicht ausschließen, dass die Antwort in etwa so aussehen wird.
Aber was sich im inneren abspielt, ist eine andere Geschichte - die werden wir hier allerdings nicht erfahren.
Aber was sich im inneren abspielt, ist eine andere Geschichte - die werden wir hier allerdings nicht erfahren.
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Yeti01
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Re: Liftbetreiber und ihr Verantwortungsbewusstsein
Auch kann ich mir vorstellen, daß die Eingeborenen dort (und ich kenne die Gegend...
) an Deinem Akzent festgestellt haben, daß Du "a Gscheater" bist...
Bitte nicht falsch verstehen...auch wir Xiberger haben so unter Vorurteilen zu leiden...obwohl ich ja ein Stierwascher bin
Bitte nicht falsch verstehen...auch wir Xiberger haben so unter Vorurteilen zu leiden...obwohl ich ja ein Stierwascher bin