übertragbare Skipässe

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valdebagnes
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übertragbare Skipässe

Beitrag von valdebagnes »

Hallo,
wenn man mit einem Kleinkind skifahren gehen will, dann stellt sich neben der geeigneten Unterkunft und des Gebiets auch die Frage wie man es am geschicktesten mit dem Skipass anstellt. Man wird nicht zu zweit fahren können, aber da die Mehrtages-Skipässe idR nicht übertragbar und Tageskarten teuer sind hier folgende Fragen:
1. Kennt ihr Skigebiete, deren 6 Tagesskipässe grundsätzlich übertragbar ist?
2. Welche Skigebiete bieten so etwas gegen Aufpreis an?
3. In welchen Gebieten ist es zwar formal nicht eraubt, aber gar nicht kontrollierbar, da es keine Namensbindung bzw. Foto auf dem Skipass gibt?

Danke und Gruß
vdb

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Downhill
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Re: übertragbare Skipässe

Beitrag von Downhill »

Foto gibt's doch bei 6-Tagespässen nirgendwo. Oft aber Unterscheidung M/F, und die Namensbindung wird z.B. bei Dolomiti Superski seit neuestem auch so gehandhabt daß die den Namen an der Kasse gleich aufdrucken.

Ansonsten gibt's doch noch genug zu 100% offizielle Möglichkeiten, z.B. 3aus6-Skipässe, oder die Woche in der Mitte teilen und 2x 3 Tage kaufen... sollte eigentlich kein Problem sein.
Dove vai senza sci?
Wege entstehen, indem man sie geht.
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Re: übertragbare Skipässe

Beitrag von valdebagnes »

Ansonsten gibt's doch noch genug zu 100% offizielle Möglichkeiten
Wirklich? Welches Skigebiet bietet denn 3aus6 Tagen an? Ischgl (nur 5aus7), Zillertal (nur 4aus6 und darüber), SFL (ebenfalls erst ab 5aus7) und Montafon (ab 5aus7) schon mal nicht.
Zudem verlangt bsp Montafon ab 3 Tage ein Foto: "WICHTIG: Zur Ausstellung eines Skipasses ab 3 Tagen wird ein Passfoto benötigt." Andere vielleicht nicht, aber an der Namensbindung, die häufig gemacht wird (was man ja nicht weiß) könnte man, wenn man kontrolliert recht schnell m/w prüfen.

2x 3Tage sind zwar nur wenig teurer, aber eben auch sehr unflexibel und vormittag/nachmittag offiziell auch mit Tageskarten nicht möglich.

Bisher hat mich das Thema ja nicht interessiert, aber nun zu dritt stell man erst fest, das es auch in Gebieten, die sich familienfreundlich nennen keinen 'Elternskipass' gibt.
Und je mehr ich darüber nachdenke, desto weniger macht es für mich Sinn, warum ein Skipass nicht übertragbar sein sollte. Aus Gewinnmaximierungsgründen der Liftgesellschaft schon, is klar.

Ich habe zwar noch nie erlebt, dass es hier Probleme gab würde mich aber für ein 'familienfreundliches' Gebiet interessieren, bei dem diese Eigenschaft nicht im Kleingedruckten aufhört und mit dem Risiko verbunden ist gegen mich verwendet zu werden.
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Re: übertragbare Skipässe

Beitrag von Latemar »

valdebagnes hat geschrieben: Bisher hat mich das Thema ja nicht interessiert, aber nun zu dritt stell man erst fest, das es auch in Gebieten, die sich familienfreundlich nennen keinen 'Elternskipass' gibt.
Und je mehr ich darüber nachdenke, desto weniger macht es für mich Sinn, warum ein Skipass nicht übertragbar sein sollte.
Ging uns genauso.
Warum ein Skipass innerhalb der Familie nicht übertragbar ist, hat sich mir auch nie erschlossen.
Man kommt um das mogelln fast nicht rum.

Ich kann Dich sehr gut verstehen.


Joe
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mic
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Re: übertragbare Skipässe

Beitrag von mic »

...zu dem Thema gings hier schon mal rund!
http://www.alpinforum.com/forum/viewtop ... ss#p400830
Hallo Marketing bitte endlich mal drüber nachdenken! Weitergabe an Familienmitglieder.
Ich bin zwar nicht mehr betroffen finde es aber trotzdem Schei...ade.
Aber das vorhanden sein eines Familienskipasses, wie z.B. in Lofer, spricht mich schon an!
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jens.f
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Re: übertragbare Skipässe

Beitrag von jens.f »

valdebagnes hat geschrieben: Und je mehr ich darüber nachdenke, desto weniger macht es für mich Sinn, warum ein Skipass nicht übertragbar sein sollte. Au
Latemar hat geschrieben: Warum ein Skipass innerhalb der Familie nicht übertragbar ist, hat sich mir auch nie erschlossen.
Das ganze macht durchaus Sinn:
Wer einen 7 Tages pass kauft, fährt (im Durchschnitt) nicht 7 mal soviel wie einer der eine Tageskarte kauft - sondern macht eben auch mal einen Tag etwas lauer. (Klar, es gibt auch extrem-Fahrer, die 7-Tage voll durchbrettern - aber das ist die Ausnahme).
Und auch nur deswegen ist der 7-Tages-Pass günstiger als 7 * 1 Tages-Pass.

Wäre das nicht der Fall, würde es ja auch keinen Sinn machen, den 7-Tages pass günstiger anzubieten als 7 Tagespässe.

In vielen Skigebieten wird sogar genau gezählt, wieviel Fahrten mit den verschiedenen Pässen gemacht werden und dementsprechen die Preise kalkuliert.
So nach dem Motten: Leute mit einem 7-Tages pass fahren so viel wie 5 Leute mit einem Tages-Pass - also kostet der 7-Tages pass dann soviel wie 5 Tagespässe.

Wäre der Skipass nun übertragbar, stimmt die Rechnung ja nicht mehr - und genau deswegen ist auch nicht erlaubt.
Und: Deswegen ist ein 5 ind 7 Tages ja auch teuer als ein reiner 5-Tages pass - wer zwischendurch zwei Tage frei macht, fährt an den restlichen Tagen mehr.

Natürlich spielen Teilweise auch "politische" Faktoren eine Rolle (z.B. wenn ein Skgebiet geziehlt Tagesgäste/Wochenendgäste anziehen/abstossen möchte, werden die Preise entsprechend verändert) - aber wie gesagt: Prinzipell bilden sich die Preise anhand der durchschnittliche Nutzung.
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Re: übertragbare Skipässe

Beitrag von Nitram70 »

Hallo,

die Skiwelt hat sowas :
http://www.skiwelt.at/de/winter/skiwelt ... teile.html

Gruss Nitram
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Re: übertragbare Skipässe

Beitrag von mic »

Downhill hat geschrieben:Foto gibt's doch bei 6-Tagespässen nirgendwo. Oft aber Unterscheidung M/F, und die Namensbindung wird z.B. bei Dolomiti Superski seit neuestem auch so gehandhabt daß die den Namen an der Kasse gleich aufdrucken.
Vorsicht!!
http://www.skidata.com/fileadmin/user_u ... e-fact.pdf
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Re: übertragbare Skipässe

Beitrag von Pistencruiser »

8O
Das ist ja mal der Hammer.
D.h. auch bei Pässen bei deren Erwerb ich kein Foto benötige werde ich beim Zutritt fotografiert und bei einem erneuten Zutritt werden die Bilddaten dann automatisch mit der eintretenden Person und den Kartendaten abgeglichen? Oder verstehe ich da was falsch?
Big Brother beim Skifahren. Da bekommt der Begriff Industrieskigebiet doch noch mal eine ganz andere Bedeutung. :roll:
Wäre interessant zu wissen, wo sowas bereits vollumfänglich im Einsatz ist.
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Re: übertragbare Skipässe

Beitrag von jens.f »

Pistencruiser hat geschrieben:8O
Das ist ja mal der Hammer.
D.h. auch bei Pässen bei deren Erwerb ich kein Foto benötige werde ich beim Zutritt fotografiert und bei einem erneuten Zutritt werden die Bilddaten dann automatisch mit der eintretenden Person und den Kartendaten abgeglichen?
Genau so ist es.

Aber: Wieso ist das der Hammer?
Das ist ja nur eine konsequente Kontrolle...
Pistencruiser hat geschrieben:Big Brother beim Skifahren.
Naja, es wird doch eh JEDE Liftfahrt gespeichert - und das teilweise sogar über Jahre hinweg.
DAS finde ich Datenschtzrechtlich wesentlich bedenklicher als ein paar schlechte Fotos, auf denen man zu 99% eh niemand direkt erkennen kann...
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Re: übertragbare Skipässe

Beitrag von Pistencruiser »

jens.f hat geschrieben:Aber: Wieso ist das der Hammer?
Das ist ja nur eine konsequente Kontrolle...
...weil es immer noch nur ums Skifahren geht und nicht um das Betreten einer Abschussanlage für Atomraketen.
jens.f hat geschrieben:Naja, es wird doch eh JEDE Liftfahrt gespeichert - und das teilweise sogar über Jahre hinweg.
Ist mir wohl klar! Finde ich auch nicht bedenklich da die Daten keine Rückschlüsse über Personen zulassen soweit die Karte nicht beim Kauf
personalisiert wurde.

Für mich steht dieser Aufwand jedoch in keiner Relation zum Nutzen. Die sog. Nichtübertragbarkeit von Karten ist in meinen Augen eh Quatsch (abgesehen von Saisonkarten). Wenn ein Skipass für 6 Tage gelöst wurde soll er auch an 6 Tagen genutzt werden können, ganz gleich von wem. Insbesondere innerhalb einer Familie

Hier gehts doch nur wieder darum, den Hals nicht voll genug zu kriegen.

Btw. hab ich auch noch nie erlebt, dass jemand aus der Schlange gezogen wurde, weil mit der Karte scheinbar etwas nicht stimmte.
Eher war das GEgenteil der Fall: Wenn von irgendjemandem die Karte das Drehkreuz nicht freigeschaltet hat wurde dies immer unkompliziert händisch erledigt.
Ohne das die betreffende Person die Karte überhaupt nur aus dem Ärmel nehmen musste. (Mehrfach in SFL erlebt. Sogar an der Talstation wo der Hauptzutritt erfolgt)
Aber sicher gibt hier auch andere Erfahrungen diesbezüglich.
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Re: übertragbare Skipässe

Beitrag von markus »

Sowas gibt es schon in verschiedenen Gebieten und es funktioniert absolut Einwandfrei.
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jens.f
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Re: übertragbare Skipässe

Beitrag von jens.f »

Pistencruiser hat geschrieben: Ist mir wohl klar! Finde ich auch nicht bedenklich da die Daten keine Rückschlüsse über Personen zulassen soweit die Karte nicht beim Kauf
personalisiert wurde.
Und das Foto (in Skiklamotten) läßt Rückschlüsse auf die Person zu?
Kaum.
Es wird ja auch nur verglichen, ob es die GLEICHE Person ist - nicht WELCHE es ist.

Pistencruiser hat geschrieben: Für mich steht dieser Aufwand jedoch in keiner Relation zum Nutzen. Die sog. Nichtübertragbarkeit von Karten ist in meinen Augen eh Quatsch (abgesehen von Saisonkarten). Wenn ein Skipass für 6 Tage gelöst wurde soll er auch an 6 Tagen genutzt werden können, ganz gleich von wem. Insbesondere innerhalb einer Familie
Wie oben schon geschrieben:
Warum ist eine 6 Tageskarte günstiger als 6 Tageskarten?
Weil (durchschnittlich) mit einer 6 Tageskarte wesentlich weniger Fahrten gemacht werden.
Dieser Vorteil wird an den Kunden weitergegeben.
Pistencruiser hat geschrieben: Hier gehts doch nur wieder darum, den Hals nicht voll genug zu kriegen.
Nein, es geht draum, die Kosten GERECHT umzulegen.
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Re: übertragbare Skipässe

Beitrag von 3303 »

Darum, Kosten gerecht weiterzgeben geht es bei einem wirtschaftlichen Unternehmen bestimmt nicht.
Es geht um möglichst viel Umsatz bzw. Gewinn.
Mehrtages bzw. Saisonkarten sind weitgehend witterungsunabhängige, mehr oder weniger feste Einnahmen, die einen Grundstock bilden. Die Kunden schießen hier den Kaufpreis teils ein Jahr im Voraus vor.
Wären sie genau so teuer, wie die entsprechende Anzahl Tageskarten, würden sie kaum gekauft. Darum wird der Preis so gestaltet, dass man den entsprechend gewollten Umsatz damit erzielen kann.
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Re: übertragbare Skipässe

Beitrag von Talabfahrer »

Heute in Scheffau hab ich das von SKIDATA entwickelte System auch in Aktion gesehen. Auf dem Bildschirm bei den Zutrittsschranken werden jetzt bei jedem Zutritt (nicht nur von Saisonkarteninhabern) zwei Bilder angezeigt, nämlich das beim gerade erfolgten Zutritt aufgenommene und ein zweites. Bei mir war das zweite das hinterlegte der Saisonkarte, und ich nehme an, dass es bei den anderen Gästen das Bild des Erstzutritts war. An jeder Kasse hängen jetzt auch nochmal Hinweiszettel aus, dass Skipässe nicht übertragbar sind und dass weitere Kontrollen erfolgen, was darauf hindeutet, dass man dabei ist, das Vergleichssystem scharf zu schalten.
Informationen zu SKIDATAs "Photo Compare" hier.
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mic
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Re: übertragbare Skipässe

Beitrag von mic »

jens.f hat geschrieben: DAS finde ich Datenschtzrechtlich wesentlich bedenklicher als ein paar schlechte Fotos, auf denen man zu 99% eh niemand direkt erkennen kann...
Da kann man sehr wohl was erkennen. Ich glaube das man das Skidata schon zutraut.

Schön war als meine Frau und ich die Skipässe vertauscht hatten (den Kinderpass erkennt man ja).
Da erschien bei ihr mein Gesicht und bei mir Ihres! :D
Fragt mich aber bitte nicht wo das war...

http://www.report.at/categoryblog/24199
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Re: übertragbare Skipässe

Beitrag von Pistencruiser »

3303 hat geschrieben:Darum, Kosten gerecht weiterzgeben geht es bei einem wirtschaftlichen Unternehmen bestimmt nicht.
Es geht um möglichst viel Umsatz bzw. Gewinn.
Sehe ich genauso. Umsatzmaximierung ist hier das Stichwort und mit Sicherheit nicht der Kundenvorteil.

Beim Verkauf von Skipässen kommt eine Rabattstaffel zum tragen wie sie auch im gewöhnlichen Einzehandel bei nahzu jedem Produkt Anwendung findet.
Je größer die Verpackungseinheit ist die ich erwerbe, umso geringer fällt der Einzelstückpreis aus.

Dem Liftbetreiber kann im Prinzip egal sein wie häufig ich - mit was für einer Karte auch immer - seine Anlagen nutze, da kein weiterer Wareneinsatz erfolgt welcher seine
(Fix-)Kosten beeinflusst.
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Re: übertragbare Skipässe

Beitrag von jens.f »

Pistencruiser hat geschrieben: Dem Liftbetreiber kann im Prinzip egal sein wie häufig ich - mit was für einer Karte auch immer - seine Anlagen nutze, da kein weiterer Wareneinsatz erfolgt welcher seine
(Fix-)Kosten beeinflusst.
Falsch. Alleine die Energiekosten hängen direkt von der Nutzungsfrequenz ab - es muss ja jeweils die Potentielle Energie aufgebracht werden, um die Person hochzubefördern.
Ein leer drehender Lift verbracht nicht viel Strom.

Bei Pendelbahnen / Standseilbahnen hängt sogar die Anzahl der Fahrten direkt von der Auslastung ab.
Auch die Abnutzung der Bahn hängt von der Auslastung ab.

Gleiche mit den Pisten: Jede fahrt "verbraucht" einen kleinen Anteil der Schneedecke - wenn Leute öfter fahren, muss also eher wieder beschneit werden.

Aus z.B. den Geschäftsbericht der Zermatter Bergbahnen (http://www.zermatt.ch/de/page.cfm/bahne ... ichte_zbag) geht hervor, das "Energie und Entsorgung" 30% des Sachaufwandes bzw. 12% der Gesamtkosten ausmacht.
Wieviel hiervon nun konstant ist und wieviel Nutzungsabhägig ist, ist natürlich schwer zu sagen - wenn man mal von 50% ausgeht, sind also immerhin 6% der Ausgaben schon direkt durch die Energiekosten Nutzungsabhängig.
Aber auch die Personalkosten hängen mit der Nutzungsanzahl zusammen - wenn sehr viele Leute unterwegs sind, brauch man mehr Personal an die Liften.
Auch gibt es ja teilweise parallel-Anlagen, die nur bei grossem Andrang geöffnet werden.

Klar, ob nun ein einzelner Gast eine Fahrt mehr oder weniger macht, spielt keine Rolle.
Wenn aber eine grössere Anzahl der Gäste durch "Skikarten-Sharing" mehr Fahrten produzieren, schlägt sich das durchaus in den Ausgaben nieder.
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Re: übertragbare Skipässe

Beitrag von jens.f »

mic hat geschrieben:
jens.f hat geschrieben: DAS finde ich Datenschtzrechtlich wesentlich bedenklicher als ein paar schlechte Fotos, auf denen man zu 99% eh niemand direkt erkennen kann...
Da kann man sehr wohl was erkennen. Ich glaube das man das Skidata schon zutraut.
??
Nochmal: Das Skidata-System erkennt nur, ob es die GLEICHE (bzw. ähnliche) Person ist - nicht WELCHE Person es ist.
Sprich: Das System wird kaum erkennen, dass das auf dem Foto Herr/Frau X aus y ist.

Somit können die Daten auch eben nicht konkret einer Person zugeordnet werden - sondern (genau wie die Liftfahrten) nur dem Skipass.
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Re: übertragbare Skipässe

Beitrag von valdebagnes »

Natürlich spielen Teilweise auch "politische" Faktoren eine Rolle (z.B. wenn ein Skgebiet geziehlt Tagesgäste/Wochenendgäste anziehen/abstossen möchte, werden die Preise entsprechend verändert) - aber wie gesagt: Prinzipell bilden sich die Preise anhand der durchschnittliche Nutzung.
das versuchen uns doch die Mineralölkonzerne auch ständig zu erklären, das der Preis an der Tankstelle sich rein aus marktwirtschaflichen Gesichtspunkten (Angebot/Nachfrage) bildet.
Mit den oben genannten Möglichkeiten ist es ja nur noch ein kleiner Schritt zu:
- Sonderzuschlag für Intensivskifahrerer, die immer die letzte Gondel nehmen und deren anhand der Nutzung nachzuweisen ist, das sie noch nicht mal Umsatz im Bergbahneigenen SB_Restaurant gemacht haben weil sie die Mittagspause auch noch durchgefahren sind
- Solche Personen, deren Nutzerverhalten des letzten Besuchs zu defizität war wird keine neuen Karte verkauft. Lohnt sich für den Betreiber nicht

Wenn es wirklich um eine gerechte Verteilung ginge, dann müsste ein Skipass, der auf 2 Elternteile übertragbar ist, günstiger als ein normaler sein, denn des Kindes wegen färt man da sicher weniger als wenn man alleine unterwegs ist. Morgens um 8:30 dem Kleinen sagen: Tschüss, den Papi/die Mami siehts du erst heute abend um 17:30 wieder, glaub mir die Realität sieht anders aus (wann kommt denn der Papi? Rufen wir den mal an?.. :-)

Einem Unternehmen geht es rein um den maximalen Umsatz/Gewinn. Das finde ich auch nicht verwerflich. Dem gegenüber steht der Gesetzgeber mit diversen Verbraucherrechten (die diesen Gewinn ja schmälern) und der Verbraucher selbst, der wenn er sich in ausreichender Anzahl vernetzt ebenfalls ein "Stimmrecht" beszitzt. Das funktioniert durch Bewertungssysteme recht gut, an anderen Stellen hingegen gar nicht.
die Skiwelt hat sowas :
http://www.skiwelt.at/de/winter/skiwelt ... teile.html
wie ist denn das zu verstehen? ich kaufe einen 6Tagesskipass für 298€, mit dem 2 Elternteile gleichzeitig fahren können? Glaub ich kaum denn es wird ja nur gesagt, das er auf beide Elternteile übertragbar ist. Dann kann man den Werbeslogan ja beim Wort nehmen, "irrsinnig Familiär", denn mit 6 Tageskarten (6*41€= 246€), ach nee, sogar mit 7 Tageskarten fährt man da noch günstiger. Frech, sag ich da nur...

Ich habe bislang noch kein Skigebiet gefunden, dass diese Chance für Familien atrakktiv zu werden aufgegriffen hat.
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Re: übertragbare Skipässe

Beitrag von Theo »

Ich habe jetzt nicht alles durchgelesen und einiges hatte mit dem eigentlichen Thema eh nichts zu tun.

Eine spezielle solche Karte gibt es in der Altschregion.
http://www.bettmeralpbahnen.ch/d/bahnen ... mente.html
Bitte die speziellen Bedingungen in der Rubrik Familienermässigung beachten. In der Aletschregion ist das auch ziemlich interessant weil man zu den meisten Unterkünften hin fahren kann und kurze Wege hat was auch die Möglichkeit bietet sich während des Tages abzuwechseln ohne viel Zeit zu verlieren.

Bei uns in Z heiist es zwar in den Tarifbestimmungen dass Skipässe persönlöich und nicht übertragbar sind. Da Skipässe bis und mit 7 Tagen ohne Foto und andere Personalisierungsmethoden wie M oder F ausgestellt werden ist es für die Bahnen schlichtweg nicht kontrollierbar wer fäht.
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Re: übertragbare Skipässe

Beitrag von Mitleser »

albe hat geschrieben:
valdebagnes hat geschrieben:denn mit 6 Tageskarten (6*41€= 246€), ach nee, sogar mit 7 Tageskarten fährt man da noch günstiger.
nur, dass man sich die Tage dann tagesweise aufteilen muss - eine Aufteilung in Vor- und Nachmittag ist so nicht moeglich.
Wobei bei einem Tagespass die Übertragbarkeit noch gerechter wäre. Schliesslich wurde ja für einen ganzen Tag bezahlt, theortisch für ununterbochene fahrten, warum sollte ich dann nicht mit jemanden andrem abwechseln dürfen. Und wenn das Argumet ist, dass dann ev. mehr Liftfahrten dabei rauskommen, so ist es natürlich nur wegen der Gewinnmaximierung. :sauer:
Allerdings habe ich es auch schon mitbekommen, dass eine Gruppe Jugendlicher mit mit einigen wenigen gekauften Skipässen mit mehreren Talabfahrten die ganze Gruppe nach oben gebracht hat und die dort an den Liften ohne Zugangskontrolle gefahren sind :P
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Re: übertragbare Skipässe

Beitrag von jens.f »

albe hat geschrieben:
valdebagnes hat geschrieben:denn mit 6 Tageskarten (6*41€= 246€), ach nee, sogar mit 7 Tageskarten fährt man da noch günstiger.
nur, dass man sich die Tage dann tagesweise aufteilen muss - eine Aufteilung in Vor- und Nachmittag ist so nicht moeglich.
Doch natürlich - du kannst ja auch eine Vormittags und eine Nachmittags-Karte kaufen...
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Re: übertragbare Skipässe

Beitrag von jens.f »

valdebagnes hat geschrieben:Das versuchen uns doch die Mineralölkonzerne auch ständig zu erklären, das der Preis an der Tankstelle sich rein aus marktwirtschaflichen Gesichtspunkten (Angebot/Nachfrage) bildet.
Dort ist die Situation etas anders - bei den Mineralölkonzernen gibt es ein Oligopol, d.h. es existiert kein echter Wettbewerb - somit werden Preise tatsächlich nach "gut düncken" Festgesetzt.

Skigebiete gibt es hingegen hunderte - hier gibt es also einen echten Wettbewerb, die Gebiete MÜSSEN also zwangsweise Ihre Preise wirtschaftlich kalkulieren - sind sie zu teuer, kommt keiner mehr, sind sie zu günstig, machen sie Pleite.
Wie man ja auch sieht: Es gibt auch Skigebiete, die Übertragbare pässe anbieten.
valdebagnes hat geschrieben:Mit den oben genannten Möglichkeiten ist es ja nur noch ein kleiner Schritt zu:
- Sonderzuschlag für Intensivskifahrerer, die immer die letzte Gondel nehmen und deren anhand der Nutzung nachzuweisen ist, das sie noch nicht mal Umsatz im Bergbahneigenen SB_Restaurant gemacht haben weil sie die Mittagspause auch noch durchgefahren sind
- Solche Personen, deren Nutzerverhalten des letzten Besuchs zu defizität war wird keine neuen Karte verkauft. Lohnt sich für den Betreiber nicht
Klar könnte man das - wie Du aber selbst sagst: Es lohnt sich nicht.
Das verbot der Übertragung scheint sich aber zu lohnen - sonst würden sie es ja nicht machen.

Wie schon geschrieben: Die Preisnachlässe richten sich an der DURCHCHNITTLICHEN Nutzung - wie bei jeder Wart von Flatrate (nichts anderes ist es ja), gibt es natürlich immer ausreisser, die aber statistisch in der Masser untergehen.

valdebagnes hat geschrieben: Wenn es wirklich um eine gerechte Verteilung ginge, dann müsste ein Skipass, der auf 2 Elternteile übertragbar ist, günstiger als ein normaler sein, denn des Kindes wegen färt man da sicher weniger als wenn man alleine unterwegs ist. Morgens um 8:30 dem Kleinen sagen: Tschüss, den Papi/die Mami siehts du erst heute abend um 17:30 wieder, glaub mir die Realität sieht anders aus (wann kommt denn der Papi? Rufen wir den mal an?.. :-)
[...]
Ich habe bislang noch kein Skigebiet gefunden, dass diese Chance für Familien atrakktiv zu werden aufgegriffen hat.
Es gibt immer wieder skigebiete günstig zu kaufen (Teilweise für 1 Franken :-) ).
Wenn Du es soviel besser weisst, kaufe doch so eins und biete so einen Tarif an - nach Deiner Argumentation müssten Dir ja die Familien die Bude einrennen und Du würdest steinreich werden...

Achja, Familienrabatte gibt es in vielen Gebieten - oftmals sind die Kinderkarten kostenlos oder werden wirklich weit unter dem wirtschaftlichen Preis verkauft.

Gruß, Jens
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mic
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Re: übertragbare Skipässe

Beitrag von mic »

jens.f hat geschrieben: Doch natürlich - du kannst ja auch eine Vormittags und eine Nachmittags-Karte kaufen...
Vormittagskarte? Fährst Du nur am Babylift.
So viele skigebiete die Vormittagskarten vorhalten wird ned geben (ungeprüft).

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