Der Thread wurde aus einer anderen Diskussion (http://www.alpinforum.com/forum/viewtop ... 35&t=24788) abgespalten. Leider ist dadurch der ursprüngliche Zusammenhang verloren gegangen:
In dieser Diskussion geht es um die Abrechnung zwischen Liftgesellschaften in Verbünden, also die Modalitäten, wie das durch Skipässe eingenommene Geld unter den verschiedenen Betreibern (egal, ob zwischen einem unter einheitlicher Marke auftretendem Einzelgebiet oder größeren Verbundregionen) verrechnet wird.
Hier der ursprüngliche Anstoß der Diskussion:
-----------------------trincerone hat geschrieben:Vor 10 Jahren war der Liftstandard in den großen Gebieten schon der gleiche wie heute. Trotzdem waren die Skipässe 25% günstiger (so über den Daumen).Die geburtenstarken Jahrgänge, die früher klaglos 15 Minuten angestanden und dann bei minus 15 Grad und Wind im Zweiersessel gefroren haben, die schätzen eben heute den Komfort von 5 Minuten Wartezeit, beheiztem Sitz und Bubbles und können es sich mittlerweile auch leisten ...
@fahrtbezogene_Abrechnung: das scheint wohl Standard zu sein, sonderlich fair ist es aber eigentlich nicht bzw. setzt eigentlich die falschen Anreize. Warum? Nun, die Beudeutung von Erschließungen geht über die eigentliche Transportleistung hinaus. ZB Back-Up-Kapazitäten, Windsicherheit, aber auch Schneesicherheit, insgesamt Vielfalt. ZB ist die Tofanaseilbahn in Cortina sicherlich nicht die Anlage mit den meisten Beförderungen und dabei vermutlich recht teuer in der Wartung. So ist aber wesetnlicher Backbone des Angebots von Cortina, insbesondere in Sachen Schneesicherheit, aber auch Prestige. Das lässt sich nicht so einfach anhand von Beförderungen quantifizieren, wo vermutlich die KSB am Pocol auf höhere Zahlen kommt. Ich würde aber wetten, wenn man die KSB am Pocol ersatzlos striche, würde das der Gesamtbesucherzahl keinen Abbruch tin. Würde man die Tofanaseilbahn stilllegen, würde sich das vermutlich schon bemerkbar machen.
Letztlich haben teure und aufwendige Erschließungen wohl häufig mittelbare positive Auswirkungen auf den Gesamtbetrieb, ohne dass sich das direkt in den Beförderungszahlen der Anlage widerspiegelt, aber eben wohl in der Gesamtbesucherzahl. Den umgekehrten Effekt sieht man bei einigen modernisierten Skigebiete, zB in den Pyrenäen, wo auch alles zentral gemanged wird: fast alle Anlagen werden mehr oder wengier durch eine einzige KSB ersetzt, die von ganz unten bis ganz oben führt. Nachtei: im Ein- und Austiegsbereich wahnsinniges Gedränge (auch auf den Pisten), nicht alle Pisten optimal erreichbar, bei Sturm Totalausfall des Gebietes, weil keine windsicheren BackUps mehr bestehen, mE zu dem auch eine geiwsse subjektive Langeweile: den ganzen Tag immer denselben Lift fahren nervt, auch wenn die Anzahl der Pisten gleich bleibt. Aber auf dem Papier sieht das ökonomisch natürlich viel besser aus, wenn man in etwa dieselbe Anzahl von Schifahrern auf einer Anlage statt auf dreien oder vieren konzentriert. Ob die Rechnung mittelfdristig aufgeht ist eine andere Frage. Die KSB in Schilpario wurde ja wohl gerade wieder abgebaut...
... aber ok, shcon wieder ein ganz andere Thema, aber ein interessantes.
Tatsächlich interessanter Themenbereich. Mach' doch einen Thread dazu auf. Wobei halt leider kaum an tatsächliche Infos zur Abrechnung ranzukommen sein dürfte. Ich kann mir allerdings auch nicht vorstellen, dass das rein fahrtbezogene Modell der Standardfall ist, vermutlich werden Mischmodelle, bei denen die Fahrten den größten Teil ausmachen, der Regelfall sein. Solche Modelle könnten dann theoretisch auch Anreize zum Pistenangebot, Qualität, Betriebstagen, etc. beinhalten.trincerone hat geschrieben:@fahrtbezogene_Abrechnung