Betreff: Diplomarbeit Seilbahnstation

Fachforum für Seilbahntechnik: Technische Diskussionen zu Kuppelsystemen, Steuerungen, Seilrechnung und Innovationen im Seilbahnbau.
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mat
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Betreff: Diplomarbeit Seilbahnstation

Beitrag von mat »

Hallo

Ich bereite zur Zeit meine Diplomarbeit/ Architektur mit dem Thema "Seilbahnstation" vor.
Dieses (virtuelle) Projekt soll in der Gemeinde Sent (Nähe Scuol/ Engadin/ Schweiz) geplant werden. Das kleine Dorf Sent ist zur Zeit nur mit einer Talabfahrt mit dem Skigebiet Motta (Scoul) verbunden. Hoch kommt man von dort aus nicht mehr.
Idee ist nun eine Seilbahn von Sent in das Skigebiet zu bauen. Geplant ist eine Talstation in Sent und eine Bergstation mit kleinem Hotel und Gastronomie. Dies vor allem für den Sommerbetrieb.

Nun (endlich) meine Frage (n):
1.)
Was halten Sie für eine Art von Seilbahn für sinnvoll auch im Bezug zu folgenden Gegenheiten.
- Sent hat 800 Einwohner
- es gibt nur eine Abfahrt nach Sent (kein
großer Andrang
- Transport (Güter) fürs Hotel
- reduzierte Betriebszeiten im Sommer
2.)
Wie verhalten sich die unterschiedlichen Bahnen finanziell?
- ich denke man brauch eine Gondel. Ist eine
Pendelbahn teurer als eine
1-Seilumlaufbahn

Sorry für die lange Einführung und vielen Dank für Ihre Antwort
Mattes Buschmann

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k2k
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Beitrag von k2k »

Okay, also zunächst mal ne Karte als Diskussionsgrundlage:

http://lsap-bilder.dsdc.myftp.biz/k2k/scuol.gif

Wenn man sich die Karte anschaut, wird klar, dass die neue Bahn vermutlich im Bereich 3000-4000 m lang sein müsste, um im Winter eine vernünftige Anbindung an das Skigebiet von Scuol gewährleisten zu können.
Für solche Längen kommen meines Wissens nur EUBs oder Pendelbahnen in Frage, wobei viele Leute hier im Forum der Meinung sind, Pendelbahnen seien nicht mehr zeitgemäss.
In der Tat sind EUBs dadurch, dass sie im Normalfall über Sitzplätze für alle Fahrgäste verfügen, um einiges komfortabler. Für Materialtransporte stehen meist spezielle Gondeln zur Verfügung. Und die Anzahl der Fahrbetriebsmittel kann an die benötigte Kapazität angepasst werden.
Allerdings würde eine EUB vermutlich etwas teurer kommen als eine Pendelbahn. Diese hätte den Vorteil, dass sie auf jeden Fall auch sehr sperrige Güter transportieren könnte und für Rollstuhlfahrer geeignet wäre, was im Sommerbetrieb bestimmt eine Rolle spielt.
Ich hab allerdings keine Ahnung, in welchem preislichen Bereich Pendelbahnen liegen. Das wissen andere hier besser.

Hoffe trotzdem geholfen zu haben!
"Seilbahnen sind komplexe technische Systeme. Sie sind Werke innovativen vielschichtigen Schaffens und bilden ein spannungsvolles Zusammenspiel technischer und wirtschaftlicher, politischer, sozio-kultureller und landschaftlicher Faktoren." (Schweizerisches Bundesamt für Kultur)
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Julian
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Beitrag von Julian »

Hmm, klar wäre eine EUB besser, aber auch teurer und ich denke, da ja nicht viel Andrang da ist, reicht eine PB, die Kapazität sollte reichen, und man muss bedenken, dass für die Länge ja eine Menge an Gondeln bei einer EUB benötigt wären, was dann echt teuer ist (wieso keine Funitel :D).
Waren könnte man damit genausogut transportieren, nur passen dann keine oder nur noch wenige Leute rein. Muss man dann bei wenig Andrang machen.

Meine Meinung! ;)

Julian
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tipe
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Beitrag von tipe »

Allerdings soll die Abfahrt nach Sent sehr schön sein, und wenn es einen Rückbringer gäbe, würde sie mit Sicherheit auch Stärker genutzt werden. Trotzdem fänd ich eine PB da ganz gut
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Raph
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Beitrag von Raph »

ja, denke auch, PB müsste reichen. Würd das Gebiet mal wieder attraktiver machen. Man hört ja eigentlich nix mehr von Scuol.
Pendolino

Seilbahnstationen

Beitrag von Pendolino »

1. Wende dich an das Marketingforum der Seilbahnen Österreichs. Dort gibt es eine Broschüre zur Architektur von Seilbahnstationen.
2. Zu den Finanzen: Da jede Seilbahn ein Unikat ist, gibt es keine allgemeingültigen Preise. Reine Materialkosten könntest du eventuell über die Hersteller recherchieren, Gesamtkosten über Betreiber ähnlicher Anlagen. Es ist allerdings zweifelhaft, ob du da realistische Informationen erhälst. Der Konkurrenzkampf in der Branche ist so groß, da läßt sich kaum ein Anlagenbetreiber in die Karten schauen.
Gruß-
Eddie
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