Düsen für Schneilanzen (selberbau)

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Düsen für Schneilanzen (selberbau)

Beitragvon Mat1dan » 10.09.2017 - 20:59

Grüß euch,
über dieses Düsenthema gibt es zwar vereinzelte Beiträge, die sich jedoch über äußerst viele Themen erstrecken und so auch schwer zu finden sind :naja:
Aber um zur Sache zu kommen: Auf meiner Schneilanze wurde Anfangs eine selbstgebaute Düse (1,5mm Öffnung) verwendet, die aufgrund von erhofften besseren Sprühkegeln durch zwei Ölbrennerdüsen + Düsenstöcken ersetzt wurden. Leider ergibt sich auch hier, dass auch größere Wassertopfen herauskommen. Gibt es da auch Möglichkeiten zur Vermeidung des Problems?
Oder sollte man vollständig auf die Brennerdüsen verzichten und Flachstrahldüsen verwenden?
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Re: Düsen für Schneilanzen (selberbau)

Beitragvon valdebagnes » 11.09.2017 - 09:24

ich hatte mit der Konstruktion gute Erfahrung gemacht:
http://www.alpinforum.com/forum/viewtopic.php?f=41&t=1033&start=1510
http://www.alpinforum.com/forum/viewtopic.php?f=41&t=1033&start=1513

ist in dem Hauptthread wirklich schwer zu finden und mittlerweile unübersichtlich...
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Re: Düsen für Schneilanzen (selberbau)

Beitragvon Spezialwidde » 11.09.2017 - 12:29

Brennerdüsen haben den Nachteil dass die eben auf die Viskosität von Öl ausgelegt sind. Wasser hat eine wesentlich höhere Oberflächenspannung als Öl so dass die Tröpchen größer bleiben.
Was aber definitiv gut funktioniert: Kennt ihr diese Ventillatoren die oft im heißen Sommer in Innenstädten aufgestellt werden und sehr fein vernebeltes Wasser in den Luftstrom sprühen um die Luft durch Verdunstung zu kühlen? In etwas modifiziertter Form hab ich so etwas schon als Kleinmengenschneeerzeuger auf einem Weihnachtsmarkt gesehen. Eventuell wär das was?
Ist es eigentlich nicht möglich als Privatmann bei einem Schneeerzeugerhersteller Düsen zu erwerben? Ich hab mich damit jetzt noch nicht wirklich befasst.
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Re: Düsen für Schneilanzen (selberbau)

Beitragvon Ram-Brand » 11.09.2017 - 21:22

Es gibt doch Wasserdüsen zu kaufen.

In der Waschanlage gibt es meist welche die das Wasser in einem breiten Strahl aussprühen, aber auch welche wo ein feiner Wasser/Wax Nebel erzeugt wird.
Sind halt Industriedüsen.
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Re: Düsen für Schneilanzen (selberbau)

Beitragvon Coax » 12.09.2017 - 07:16

Hallo,

hier kannst du dir Düsen von einigen Herstellern kaufen. Anbei der Link.

https://www.wodl.at/ecommerce/category-browse?category_id=147132
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Re: Düsen für Schneilanzen (selberbau)

Beitragvon Mat1dan » 13.09.2017 - 20:39

Hallo,
erstmals vielen Dank für die Zahlreichen antworten 8)
Coax hat geschrieben:Hallo,

hier kannst du dir Düsen von einigen Herstellern kaufen. Anbei der Link.

https://www.wodl.at/ecommerce/category-browse?category_id=147132

Das klingt gut. Jetzt steht wieder mehr die Frage welches Gewinde die haben :biggrin:
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Re: Düsen für Schneilanzen (selberbau)

Beitragvon Mat1dan » 13.09.2017 - 22:28

Spezialwidde hat geschrieben:Brennerdüsen haben den Nachteil dass die eben auf die Viskosität von Öl ausgelegt sind. Wasser hat eine wesentlich höhere Oberflächenspannung als Öl so dass die Tröpchen größer bleiben.
Was aber definitiv gut funktioniert: Kennt ihr diese Ventillatoren die oft im heißen Sommer in Innenstädten aufgestellt werden und sehr fein vernebeltes Wasser in den Luftstrom sprühen um die Luft durch Verdunstung zu kühlen? In etwas modifiziertter Form hab ich so etwas schon als Kleinmengenschneeerzeuger auf einem Weihnachtsmarkt gesehen. Eventuell wär das was?
Ist es eigentlich nicht möglich als Privatmann bei einem Schneeerzeugerhersteller Düsen zu erwerben? Ich hab mich damit jetzt noch nicht wirklich befasst.

Guten Abend,
ja wir haben sie jedoch auch etwas aufgeweitet (1,2mm) pro Düse. Jedoch bin ich draufgekommen, dass sie äußerst wenig Wasserdurchsatz haben und somit der HDR immer ins Stocken gerät. Dieses Problem wäre dann aber eher auf die Düsenstöcke zurückzuführen die dafür auch nicht ausgelegt wurden :naja:
Mit welchen Druck werden die Geräte arbeiten reicht das aus?
Hier noch ein Bild von der etwas unzufriedenstellenden Situation
20170911_170638[1].jpg
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Re: Düsen für Schneilanzen (selberbau)

Beitragvon Spezialwidde » 14.09.2017 - 07:07

@Admin: Bitte entfernen, Doppelpost!
Zuletzt geändert von Spezialwidde am 14.09.2017 - 07:10, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Düsen für Schneilanzen (selberbau)

Beitragvon Spezialwidde » 14.09.2017 - 07:09

Das Problem wird sein wenn man Brennerdüsen selber aufbohrt dass man dann ihre Zerstäubungseigenschaften komplett ändert und das meist nicht zum Guten. Soweit ich weiß ist die Düsenbohrung einer Brennerdüse auch speziell geartet, also nicht einfach nur hineingebohrt um einen pestimmten Sprühkegel und den gewünschten Tröpfchenabriss zu erreichen. Ein anderes Medium würde auch ein ganz anders Zerstäubungsbild ergeben. Ein Leichtölgebläsebrenner wird mit 16-20 bar betrieben. das geht weil das Heizöl vorgerärmt wird und Öl wenig Oberflächenspannung besitzt. Für Wasser reicht das nicht mal ansatzweise aus. Wenn man mit Wasser alleine arbeitet (was sowieso keinen guten Kunstschnee geben kann) benötigt man Drücke von 100 Bar und mehr, das würde solch eine Brennerdüse schnell auslutschen. Vom Durchsatz man ganz zu schweigen. Man kann mit weniger Druck arbeiten wenn man Druckluft zu Hilfe nimmt. Was man sowieso machen sollte weil man nur so gescheite Eiskristallbildung erreicht. Aber dann braucht man sowieso wieder Kombidüsen. Sich eine private Beschneiung zu basteln die gescheid funktioniert ist vor allem durch 3 Sachen gekennzeichnet:
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Re: Düsen für Schneilanzen (selberbau)

Beitragvon Mat1dan » 14.09.2017 - 08:14

Spezialwidde hat geschrieben:Das Problem wird sein wenn man Brennerdüsen selber aufbohrt dass man dann ihre Zerstäubungseigenschaften komplett ändert und das meist nicht zum Guten. Soweit ich weiß ist die Düsenbohrung einer Brennerdüse auch speziell geartet, also nicht einfach nur hineingebohrt um einen pestimmten Sprühkegel und den gewünschten Tröpfchenabriss zu erreichen. Ein anderes Medium würde auch ein ganz anders Zerstäubungsbild ergeben. Ein Leichtölgebläsebrenner wird mit 16-20 bar betrieben. das geht weil das Heizöl vorgerärmt wird und Öl wenig Oberflächenspannung besitzt. Für Wasser reicht das nicht mal ansatzweise aus. Wenn man mit Wasser alleine arbeitet (was sowieso keinen guten Kunstschnee geben kann) benötigt man Drücke von 100 Bar und mehr, das würde solch eine Brennerdüse schnell auslutschen. Vom Durchsatz man ganz zu schweigen. Man kann mit weniger Druck arbeiten wenn man Druckluft zu Hilfe nimmt. Was man sowieso machen sollte weil man nur so gescheite Eiskristallbildung erreicht. Aber dann braucht man sowieso wieder Kombidüsen. Sich eine private Beschneiung zu basteln die gescheid funktioniert ist vor allem durch 3 Sachen gekennzeichnet:
Es ist laut
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Es braucht viel Strom und Wasser
Auch wenns natürlich Spaß macht :lach:

Ich Versuch jetzt alles an Technik in einer Schallgedämpften Holzkiste verschwinden sollte :D
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Re: Düsen für Schneilanzen (selberbau)

Beitragvon Mat1dan » 20.09.2017 - 21:49

Spezialwidde hat geschrieben:Das Problem wird sein wenn man Brennerdüsen selber aufbohrt dass man dann ihre Zerstäubungseigenschaften komplett ändert und das meist nicht zum Guten. Soweit ich weiß ist die Düsenbohrung einer Brennerdüse auch speziell geartet, also nicht einfach nur hineingebohrt um einen pestimmten Sprühkegel und den gewünschten Tröpfchenabriss zu erreichen. Ein anderes Medium würde auch ein ganz anders Zerstäubungsbild ergeben. Ein Leichtölgebläsebrenner wird mit 16-20 bar betrieben. das geht weil das Heizöl vorgerärmt wird und Öl wenig Oberflächenspannung besitzt. Für Wasser reicht das nicht mal ansatzweise aus. Wenn man mit Wasser alleine arbeitet (was sowieso keinen guten Kunstschnee geben kann) benötigt man Drücke von 100 Bar und mehr, das würde solch eine Brennerdüse schnell auslutschen. Vom Durchsatz man ganz zu schweigen. Man kann mit weniger Druck arbeiten wenn man Druckluft zu Hilfe nimmt. Was man sowieso machen sollte weil man nur so gescheite Eiskristallbildung erreicht. Aber dann braucht man sowieso wieder Kombidüsen. Sich eine private Beschneiung zu basteln die gescheid funktioniert ist vor allem durch 3 Sachen gekennzeichnet:
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Was das mit Zerstäubungsbild betrifft, hat sich nicht viel geändert. Nur hat der Düsenstock (mit Abstand das teuerste an der Lanze) einen zu hohen Widerstand :sniff:
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