Bilderbuchwetter in den Bergen, tristes Grau in Kempten. Da ich keine Lust habe, mich auf den Gletscher zu drängeln und sich gegenseitig auf den Ski zu stehen, werden halt nochmal die Wanderschuhe angezogen und ich habe mich nach Grasgehren aufgemacht. Ziel ist das Riedberger Horn ...
Nur soviel vorweg: Es war ein super Panorama auf die verschneiten Berge und der durchweg schneebedeckte Weg hinauf aufs Horn hat sich gelohnt.
Kurzbeschreibung:
Ausgangspunkt war der Parkplatz der Grasgehrenlifte und nachdem ich die Schuhe geschnürt hatte ging es hinauf zum Bolgengrat. Der Weg wurde mit jedem Meter winterlicher, bis der Weg gar nicht mehr zu sehen war. Jedoch waren vor mir bereits einige Leute auch dort hoch, so dass ich ganz frei den Fußspuren folgte. Nach etwa 40 Minuten erreichte ich den Bolgen, etwas oberhalb der gleichnamigen DSB. Weiter ging es dann über den Bolgengrat durch teilweise 30-40 cm tiefen Schnee Richtung Riedberger Horn. Eine traumhafte Stille auf dem Grat, nur der an den Tannen tauende Schnee ließ leise Töne verlauten und wenn ich mich umschaute, blickte ich auf meine einsame Spur im tiefen Schnee. Dies alles sollte aber bald vorbei sein, denn ich stieß unterhalb des Gipfels auf den Weg, der direkt vom Parkplatz hinaufführt. Fortan war ich nicht mehr alleine und auch der Schnee war festgetreten. Nichts mehr von ungestörter Winterlandschaft. Nach kurzem Anstieg war ich auch schon oben auf dem Riedberger Horn und auch dort nicht alleine. Immer wieder kamen Wanderer hinauf, volerl wurde es als etwa zehn Engländer oben auftauchten ... dann war es auch mit der Ruhe vorbei. Aber das ist ja nichts unbekanntes ...
Nach ausgiebigen Genuss der Sonne und des Panoramas (der Blick reichte bis zum Feldberg im Nordwesten, das sind 170 km Luftlinie (!!!) und dem KKW Grundremmingen im Norden, das sind 120 km Luftlinie) begab ich mich auf den Abstieg. Dieser führte mich südseitig zu den beiden Grasgehrenschleppern, daher glich der Weg auch eher einem Bächlein durch das Schmelzwasser des unter der Sonne schwindenen Schnees.
An den Schleppliften angekommen folgte der finale Abstieg entlang der Piste, auf der die Schneekanonen schon aufgestellt, aber noch eingepackt, sind.
Mit dieser Wanderung habe ich es doch noch geschafft, die 30.000 Höhenmeter in dieser Wandersaison zu knacken.
Tourdaten:
Höhenunterschied: 386 m
Strecke: 5,52 km
Dauer: 3 ½ Stunden inkl. Pause
Bilder:
^^ Blick auf die Grasgehrenschlepper
^^ DSB Bolgengrat
^^ Das Ziel: Riedberger Horn
^^ Einsame Fussspuren vor verschneiten Gipfeln
^^ Am Einstieg in die Piste 3, hinten das Riedberger Horn
^^ Bergstation DSB Bolgengrat
^^ Blick vom Bolgengrat nach Oberstdorf, der höchste Gipfel links ist der Hochvogel
^^ Immer diese Schmierereien
^^ Blick vom Bolgengrat, hinten rechts der Grünten, vorne das Bolsterlanger Horn
^^ Ach ne ... was schön
^^ Trasse DSB mit Parkplatz
^^ Bergstation DSB, hinten das Riedberger Horn
^^ Im Gegenlicht
^^ Winterlicher Bolgengrat
^^ Bolgental, in der Bildmitte die Bergstation der EUB Bolsterlanger Horn
^^ Zurückgelegter Weg auf dem Bolgengrat, in der Verlängerung schaut der Hochvogel hervor
^^ Blick auf den noch bevorstehenden Aufstieg zum Horn
^^ Blau, weiß ... was gibt es schöneres?
^^ Auf dem Riedberger Horn
^^ Komische Schneemänner haben sie hier oben
^^ Gipfelkreuz
^^ Blick ins Balderschwanger Tal, links das Skigebiet am Schelpen
In guter Manier folgen nun wieder Einzelaufnahmen, die am Ende zusammengesetzt ein 360°-Panorama vom Riedberger Horn ergeben:
^^ Gipfelkreuz
^^ Nagelfluhkette im Westen mit Hochgrat (1), Riedalphorn (2), Gündleskopf (3) und Buralpkopf (4)
^^ Weiter die Nagelfluhkette: Links das Riedalphorn (1), dann Gündleskopf (2), Buralpkopf (3), Senderstuiben (4) und Stuiben (5)
^^ Weiter: Senderstuiben (1), Stuiben (2), Steineberg (3) und Mittag (4)
^^ Hinten erhebt sich der Grünten
^^ Blick ins Bolgental mit Weiherkopf (1) und Bergstation EUB (Pfeil), rechts daneben das Bolsterlanger Horn
^^ Bolgengrat (mein Hinweg), hinten schließt sich der Wannenkopf an. Im Hintergrund erheben sich die Allgäuer Alpen, über allen thront wie immer der Hochvogel (1). Schräg links davor das Rubihorn (weiße 2), dahinter versteckt sich das Nebelhorn
^^ Weiter geht es im Panorama: Hinten nochmal der Hochvogel
^^ Puh, da tue ich mich immer ganz schwer ... wenn es in die Richtung geht. Also Krottenkopf (1), Mädelegabelgruppe (2) und Hohes Licht (3). Dann das Fellhorn (weiße 4), die Talabfahrt von der Kanzelwand (weißer Pfeil) sowie das Skigebiet Söllereck (gelber Pfeil)
^^ Hohes Licht (1), Gr. Widderstein (2), Mohnenfluh (3), Zuger Horn (4) und Hoher Ifen (5)
^^ Weiter geht es nochmals mit dem Hohen Ifen (1) und dann folgt der Bregenzerwald
^^ Bregenzerwald, hinten am Horizont der Säntis
^^ Gipfelkreuz und hinten der Nebel über dem Bodensee. Ganz, ganz hinten (auf dem Bild nicht erkennbar) erhob sich der Feldberg aus der Nebelsuppe.
360°-Panorama vom Riedberger Horn
^^ Abstieg über die Südseite
^^ Wie man sieht sehr feucht dort, Schneeschmelze halt
^^ Blick zurück
^^ Ohne Worte
^^ Grasgehrenschlepper, Leitner mit Röhrs-Gehänge
^^ Umlenkstationen
^^ Hmmmm ... wer war das denn?
^^ Auch wenn sich einer schon auf Ski dort rumgetrieben hat, aber das ist definitiv zu wenig Schnee
^^ Abfahrt mit eingepackter Schneekanone
^^ Blick die Piste hinab, vor genau einem Jahr gab es hier etwa 120 cm Schnee ...
^^ ... und dieses Jahr grüne Flecken. Da sieht man, dass es letztes Jahr einfach ein Ausnahmewinterbeginn war
^^ Blick zur Talstation
^^ Neue Kanonen von TechnoAlpin
^^ Grasgehrenlift I, rechts die DSB Bolgengrat.
Fazit:
Ein hammergeiler Tag und (für mich) definitv eine bessere Alternative als sich auf den Gletschern rumschieben zu lassen ... und der Ansicht war ich nicht alleine, wie Gespräche auf dem Gipfel ergeben haben. Nun kam noch dazu, dass es eine Fernsicht gab, die man so gut wie nie hat ...170 km sind eine wirkliche Seltenheit. Das Wetter und die eingeschneite Landschaft taten ihr übriges