Da der eigentliche Winterurlaub noch bis Februar auf sich warten lässt, entschloss ich mich für eine Sauerlandtour (der Begriff "Safari" scheint hier im Forum ja ausgelutscht zu sein, gell münchner?
Fort Fun Winterwelt
Eigentlich war geplant, zunächst nach Bruchhausen zu fahren, allerdings entschied ich mich dann spontan dagegen, da ich zum Einen in Bochum zu spät losgefahren war und zum Anderen ab der Autobahnausfahrt der 46 um Bestwig herum sehr viel Verkehr herrschte. Also ging es zuerst zur Winterwelt Fort Fun, wo ich seit meinem ersten Besuch des Parks als Kind ohnehin mal skifahren wollte.
Dort angekommen löste ich eine 10-Punkte Karte für 8€ (pro Fahrt mit SL / DSB ein Punkt). Die Parkplätze sind kostenlos!
^Talstation des alten Leitner SLs^
^Es war durchaus etwas los, jedoch nicht in dem Maße, dass es auf der Piste eng wurde! Die Wartezeiten lagen an SL & DSB bei 2-5 Minuten^
^Für die Bügelfreunde: am SL hängen sowohl Lang- als auch Kurzbügel!^
^Zwischenzeitlich sah man sogar blauen Himmel
Dann ging es paar kurzem Waldziehweg zur DSB, den man schon mit etwas Schwung fahren sollte
^Blick zurück auf die Talstation^
^Welcome to Winter-Wonderland^
^Direkt hinter der Bergstation geht dieser steile Abhang hinunter,ich glaube dort starten Drachenflieger? Hier ein schön steiler Teller-SL mit schwarzer Piste, das wärs
Insgesamt war ich mit der guten Stunde am Fort Fun sehr zufrieden. Die Abfahrt an der DSB macht arg Laune, ist sie doch länger als man meint, hat einige Bodenwellen und eine sehr schöne Neigung! Am SL lässt es sich auch gut fahren, direkt an der Liftspur ist es etwas steiler, weiter aussen können weniger Geübte fahren. Die Verbindung SL-DSB-SL lässt sich problemlos fahren.
Bödefeld-Hunau
Wieder am Auto befragte ich das Navi, welches von den ausgesuchten Gebieten nun am nächsten läge und die Entscheidung fiel auf Bödefeld-Hunau. Auf der Homepage wirbt man mit 4 SLs und einem Rodellift, für ein paar Schwünge also eventuell interessant? Die Fahrt vom Fort Fun dorthin dauerte gute 15 Minuten und führte mich durch tief verschneite Dörfchen, ein paar Tage zuvor wäre ich dort mit meinem Auto sicher nicht durchgekommen! Auf dem Weg durch Bödefeld sah ich einen sehr steilen & interessanten SL direkt am Ortsrand und dachte, fälschlicherweise er gehöre zum Gebiet, wesgegen ich weiterfuhr. Naja, to cut a long story short, in Bödefeld gibt es diesen Einzellift den ich verpasst hab und einfach beim nächsten Mal anfahren werde
Beim Gebiet Bödefeld-Hunau angekommen, parkten die Autos schon auf der Straße. Ich versuchte trotzdem mein Glück einen Platz zu finden (auf riesigen Parkplatz, was mir allerdings erst später bewusst wurde) und hatte dabei auch Erfolg. Erst, als ich an der Kasse stand, wurde mir das Ausmaß des vollen Parkplatzes bewusst, aber weil ich ja nun schonmal da war entschied ich mich, auch für ein paar Abfahrten zu bleiben. Eine 20-Punkte Karte kostet hier 10,50€, wobei der Große Hunaulift 4 Punkte kostet und die beiden anderen jeweils 2 Punkte.
Das Gebiet wirbt damit, den längsten Schlepplift im Sauerland zu haben (Großer Hunaulift 1326m) und auf dem Weg zu den Toiletten hängen überall entsprechende Zettel, jeweils auf deutsch und niederländisch. Ob das heutzutage so ein tolles Aushängeschild ist? Auch bekommt man den Eindruck, dass die dort zahlreichen Holländer auf so etwas großen Wert legen müssen, hing doch wirklich an jeder Wand so ein Zettel...
Nun zu den Bildern:
^Der Pistenplan: ganz links der Seil- und Rodellift. Rechts starten der Große Hunaulift und der im unteren Teil paralelle Hunaulift 2 oder 3 (es gibt verschiedene Bezeichnungen..). Im oberen Teil beginnt dann links der Hunaulift 3 oder 2 (je nach dem eben..), teilweise auch Gipfellift genannt
^Die Legende des Panoramas^
^Schlange an der Talstation. Hier wartete ich zwischen 15 und 20 Minuten!^
^Entsprechend voll war es auch auf der Piste!^
^Einstieg der beiden Lifte^
^Talstation des linken kürzeren Lifts und die Strecke. Sehr interessant fand ich die Einstiegsniederhalter! Hat es die sonst noch anderswo? Alle Lifte hier sind Langbügler, ist das typisch Leitner der 1960er/70er Jahre?^
^Einstiegsniederhalter des langen rechten Lifts^
^Offene und riesige Antriebsstation des längeren Lifts, gefällt mir sehr
^Hier nochmal ein Zoom auf das Innere^
^Im Großen Hunaulift auf der unteren Strecke^
^im Großen Hunaulift, links ist bereits der Ausstieg des kürzeren Lifts^
^Etwa mittlerer Streckenteil des Großen Hunaulifts^
^Oberer Streckenteil Großer Hunaulift. Welcome to Winter-Wonderland Reloaded^
^Ausstieg^
^Talstation des Gipfellifts^
^Kurios: die Auffahrseite ist rechts und einige Bügel (nicht alle) sind falschherum montiert. Ist das prinzipiell unerheblich oder doch eher ungesund für die Bügel?^
^Im Gipfellift mit schöner altmodischer prä-Wechsellast Konstruktion
^Links Bergstation Gipfellift, rechts Bergstation Großer Hunaulift. Demnach endet auch letzterer auf dem "Gipfel"
^Abfahrt unterer Teil. Rechts zu sehen die Seillifte, links die Talstationen der SLe^
^Letzte Fahrt im kürzeren Hunaulift^
^Interessante Konstruktion: also gab es doch frühe Wechsellaststützen? Oder ist das nachträglich gebaut?^
Insgesamt hat mich das Gebiet nicht überzeugt. Natürlich war es sehr voll, aber das kann man dem Gebiet ja nicht vorwerfen
Rimberg
Von Bödefeld-Hunau aus war es im Prinzip ein Katzensprung zu den nächsten drei geplanten Stationen: Rimberg, Ochsenkamp und Hohe Lied. Der Rimberglift erschließt als Kurzbügler-Einzellift einen ganz netten Hang und gehört glaube ich zu einem danebenliegenden Hotel. Dort war es mäßig voll, eine Fahrt kostet 1,50€ und 4 Fahrten 4€, wofür ich mich entschied.
^Der komplette Hang samt Lift^
^Einstieg^
^Die Talstation mit vorbeisausendem Bügel^
^Zunächst war ich mir nicht ganz sicher und dachte an Heuss
^Stütze mit Kurzbügeln^
^Bergstation^
^Die obere Hälfte des Lifts ist etwas steiler, was jedoch der dort anspruchsvolleren Piste zu Gute kommt!^
^Talstation, im Hintergrund das Hotel^
^Talstation, Wartezeit betrug etwa 2-3 Minuten^
^Dort hängt auch dieser Plan der Gebiete um Hunau: der angesprochene Einzellift in Bödefeld, Bödefeld-Hunau, Rimberg, Ochsenkamp und Hohe Lied. Leider kann man auch bei besserer Qualität und Vergrößerung nicht viel erkennen, dazu ist der Plan zu verschmutzt..^
Ochsenkamp
In nur wenigen Minuten Fahrzeit kann man vom Rimberglift aus den Lift am Ochsenkamp erreichen, welcher ebenfalls zu einem dortigen Hotel gehört.
Enttäuschung des Tages: der Lift war nicht in Betrieb und das trotz enormen Andranges bei den Nachbarliften und top Schneebedingungen! Es war nicht eine Spur auf dem Hang, der vom Auto aus sehr interessant ausschaute!
^Einziges Foto beim Vorbeifahren. Rechts am Waldrand verläuft der Lift und links soll es glaube ich einen Seillift haben.^
Hohe Lied
Jetzt war er bereits 15 Uhr und die Frage stand an, wohin es nun gehen sollte. Laut Navi waren die zuvor ausgelassen Gebiete in Bruchhausen und Niedersfeld jeweils eine gute halbe Stunde entfernt und boten sich daher nicht an. Die Wahl fiel also auf das Gebiet Hohe Lied, welches nur gut 15 Minuten entfernt lag. Dort gibt es einen Doppel-SL von Doppel-Mayr
^Blick auf den gesamten Hang. Der DSL endet knapp hinter der Kuppe und die Piste verläuft dann im oberen Teil auf dem "Grat", bis sie rechts dann steiler wird.^
^Die Talstation des DSLs. Der rechte besitzt im Gegensatz zu seinem Zwilling einen Einstiegsniederhalter.^
^Im linken Lift. Wie man sieht ist dieser ein Tellerlift und der rechte ein Kurzbügler. Bin ihn einmal allein gefahren, ist bzgl. der Steilheit des Lifts absolut nicht empfehlenswert!!^
^Besagtes Steilstück des Lifts, man fährt dort auch über 2 kleine Brücken, bei der ersten Fahrt durchaus eine Überraschung
^Blick zurück auf das Steilstück^
^Achtet auf die Bäume, dann erkennt man, wie steil es dort ist!!
^Nach der 5ten Doppelstütze kommt dann auch der Ausstieg. Beim linken Lift ist dies die Problemstelle! Man kommt mit Schwung in die kurze & vereiste Ausstiegsstelle und muss dann (wie der Herr auf dem Foto) die Kurve kriegen und dann den Kopf einziehen und unter der Abbügelrampe des Kurzbüglers durchfahren. Bei der ersten Fahrt auch eine Herausforderung!^
^Hier die besagte Rampe beim Ausstieg^
^Oberer Teil der Abfahrt^
^Und der untere Teil der Abfahrt, der um einiges steiler ist und leider auch Einiges an Eis hatte..^
^Nun zu dem niedlichen kleinen Teller-SL. Den könnte man sich glatt in den eigenen Garten stellen
^Eine der drei Stützen^
^Die kleinen Teller(chen) sind mit einem Abstand von ca. 4 Metern montiert^
^Blick auf die Trasse^
^Die Talstation, alles als sehr leichte Konstruktion ausgeführt.^
^Der Fuhrpark an der Hohen Lied.^
^Fuhrpark und Talstation^
^Als Abschluss ein leider zu dunkles Bild in die Garage, in der eine Prinoth Raupe steht^
Insgesamt hat sich der Tag gelohnt! Wär ich nicht erst um 11 Uhr am Fort Fun gewesen, sondern bereits 1-1,5 Std. früher, wäre sich sicher noch ein weiterer Lift ausgegangen. Schade auch, dass der Lift am Ochsenkamp nicht in Betrieb war.
Sehr positiv fiel ins Gewicht, dass alle Parkplätze kostenlos benutzbar waren und dass alle von mir gekauften Punktekarten ihre Gültigkeit für mind. 2 Jahre behalten
Als nächstes stehen dann Winterberg und Neuastenberg auf dem Programm.