1. Teil: Hohe Lied
Stützpunkt für meinen Trip war natürlich nicht Konstanz, sondern Bonn, wo ich ein paar Tage bei der Familie verbracht hatte. In knapp 2 Std. erreichte ich um ca. 11 Uhr den nur gering belegten Parkplatz an der Hohen Lied, zwischen Schmallenberg und Gellinghausen. Schon von unten gesehen machte der Hang, für sauerländer Verhältnisse, einen guten Eindruck. Er wird erschlossen von einem Tellerlift und einem parallel verlaufenden Kurzbügler. Im Steilhang ist zumindest der Kurzbügler eine etwas unangenehme Sache. So war zunächst auch nur der Tellerlift in Betrieb. Als dann gegen Mittag/Nachmittag immer mehr Skifahrer eintrafeb um einige Stunden am Hang zu verbringen, hat man dann auch den Kurzbügler eingeschaltet. Außerdem gibt es am linken Waldrand auch noch einen dritten kürzeren Tellerlift der mit der Abfahrt 3 im Prinzip den interessantesten Teil des Hanges erschließt. Im oberen Bereich geht es eher flach daher, und da man hier scheinbar ob der geringen Schneelage nicht präparieren konnte war die Piste hier auch sehr aufgeworfen. Ab der Abzweigung war die Piste dann aber sehr kompakt und in einem guten Zustand.
Die Lifte an der Hohen Lied erschließen wirklich schöne Abfahrten. In Winterberg könnte man sich mit solchen topografischen Gegebenheiten wirklich glücklich schätzen. Vergleichbar ist die Hohe Lied in etwa mit den Hängen an der Kappe, wenn auch nicht ganz so steil.
Was könnte man an der Hohen Lied noch verbessern? Zunächst sollte man sich um eine schlagkräftigere Beschneiungsanlage kümmern. Viele Betriebstage konnte man in diesem Winter noch nicht vorweisen. Ich habe insgesamt vier Schneekanonen gezählt. Man hat wohl sein besten gegeben, aber Luft nach oben ist da noch. Außerdem könnte man den Hang nochmal interessanter gestalten, wenn man direkt neben der sehr steilen Liftttrasse im oberen Bereich einige Bäume abholzen würde und hier eine direkte Abafhrt anlegen würde. Der Hang der dadurch enstehen würde, wäre wirklich sehr schön anspruchsvoll. Vielleicht könnte man sich so auch nochmal die Zielgruppe erweitern.
PS: Erwähnen sollte ich vielleicht auch, dass ich für das Skigebiet Hohe Lied den Pistenplan gezeichnet habe und ich somit natürlich eingeladen worden bin, mir den Lift persönlich anzuschauen. Meine Einschätzung zum Gebiet wurde dadurch aber nicht beeinflusst. Auch ohne diesen Umstand würde ich die Lifte an der Hohen Lied so beurteilen.
Nun aber ein paar Bilder:

Pistenplan

Übersicht des Hanges vom Parkplatz aus

Piste nach dem Ausstieg mit Blick auf Gellinghausen

Schneekanone auf älterem Pistenbully am Rande der blauen 2

Die Seitenansicht des Hanges zeigt die schöne Neigung

Die beiden Lifte mit Blick auf den Talstationsbereich


Auf der 3 ging es an dem Tag am besten zu fahren. Da der kürzere Tellerlift nicht geöffnet war haben sich hier nur wenige hin verirrt.

Im mittleren Bereich des Hanges

Blick von der Bergstation ins Tal. Das Potential des Liftes kommt hier ganz gut rüber
2. Teil: Hunaulifte
Nach dem Mittagessen an der Hohen Lied und noch zwei Fahrten am nun geöffneten Kurzbügler wechselte ich zum nahegelegen Skigebiet Bödefeld Hunau. Von der Hohen Lied aus fährt man nur wenige Minuten um die Ecke einer Hügelkette und steht an den Hunauliften. Daher bietet es sich an, beide Skigebiete mitzunehmen, wenn man in der Ecke unterwegs ist.
Angereist bin ich mit hohen Erwartungen. So steht hier einer der längsten (oder der längste?) Lifte des Sauerlandes, und auch der Höhenunterschied verspricht vieles. Der Schock traf mich aber bereits am extrem überfüllten Parkplatz. Nachdem ich dann doch einen Parkplatz gefunden hatte musste ich mich eine Viertel Stunde an der Kasse anstellen um das Liftticket zu lösen. Im gesamten Gebiet waren außerdem deutlich mehr Anfänger und unerfahrene Skifahrer unterwegs. Wenig förderlich am Lift und auf der Piste.
Die Pisten selbst haben mich nicht wirklich begeistert. Im Durchschnitt ist es hier viel flacher als an der Hohen Lied. Durch die eh schon geringe Neigung und den extrem flachen Mittelteil auf Höhe der Bergstation des mittleren Hunauliftes wollte kein wirklicher Spass beim Fahren aufkommen. Am besten ging es noch am sogenannten Gipfellift.
Von der Schneequalität her war es an den Hunauliften allerdings etwas besser. Hier hat man wohl einiges an Geld in die Hand genommen.
Trotzdem hatte ich nach zwei Stunden genug und machte mich auf den Heimweg.
Im direkten Vergleich würde ich der Hohen Lied klar den Vorzug geben. Auch hier noch ein paar Bilder:

Pistenplan - Ich habe nicht alle Varianten eingezeichnet. Durch die Wälder links der Hunaulifte führen noch mehrere kleine Waldwege quer zur Hauptabfahrt.

Unterer Teil und Talstationskomplex. Hier ist schon einer der "steileren" Abschnitte.

Die beiden Leitnerlifte verlaufen bis zur Mitte parallel

Am linken Lift kann man dann schon aussteigen

Bergstation des kürzeren Hunauliftes

Der längere Lift verläuft weiter zwischen Laubbäumen

Blick von der Bergstation in den oberen Hang. Links die 1 und rechts die 4 zum "Gipfellift"

Der Gipfellift ist ebenfalls von Leitner

In die Beschneiung haben die Hunaulifte jedenfalls an der richtigen Stelle investiert

Großer Hunaulift und sauerländer Panorama

