Die Stümpflingseite kannte ich bereits von einem Besuch im Dezember 2007. Damals lief leider der Roßkopflift nicht und so habe ich es nie geschafft, diesen Schlepper zu fahren, aber was soll's...
Neuland war für mich jedoch das Taubensteingebiet, das ich unbedingt noch erleben wollte, ehe ihm – nachdem der Betrieb nun mehr auf die Zeit von Fr bis So beschränkt ist – Gleiches wie der Brecherspitzseite widerfährt. Trotz schlechtem Wetters machte ich mich also auf den Weg. Zwar hatte es damals am Nachmittag Auflockerungen vermeldet, doch die blieben leider so ziemlich aus. Außer ein paar Stimmungsbilder kam nichts dabei heraus – die Sonne schaffte es einfach nicht.
Morgens an der 4KSB Stümpfling – Oh Gott!, sag ich nur. Es war schon schlimm genug, die Schnee bedeckte Strasse zum Parkplatz zu schaffen, wo natürlich wieder ein Hauen und Stechen um die freien Plätze am Gange war. Ich stellte mich an, fuhr hinauf und sah zu, dass ich zum Kurvenschlepper kam, den ich halt nochmal fahren wollte, bevor auch hier eine Arschheizungs-KSB steht.
Hinter der jetzigen Talstation startete die alte DSB, die ich nie kennen lernte – außer durch eine Folge vom Bullen von Tölz, wo hier jemand umgebracht worden ist.
Ein trüber, schneereicher Wintertag stand mir bevor...
Oben war in der Früh auf dem Weg zum Kurvenschlepper nix los – später sollte aber auch dieser Lift gut besucht sein.
Noch musste man fast gar nicht anstehen.
Ich mag den Lift sehr – man wird durch den tief verschneiten Winterwald gezogen...
Am Vormittag schneite es noch stark – am Nachmittag am Taubenstein drüber wurde es dann langsam besser – wenn auch eben die Sonne immer verborgen blieb.
Später sollte dann jeder Bügel besetzt sein.
Weiter ging es zum Osthanglift – ein alter Schlepper mit dem typischen Talstationshäusl...
Und dem berühmten Radio vorne dran.
Auch hier war zu jener Stund nix los.
Richtung Firstalm zog es immer mehr zu.
Die DSB am Rosskopf bin ich gar nicht gefahren, weil ich es dann bald eilig hatte, zum Taubenstein zu wechseln, denn trotz des schlechten Wetters war dann recht viel los hier.
Der nächste Schlepper – hier stand bis 1961/62 ein ESL, der dann an der Bichlalm bei Kitzbühel als 2. Sektion aufgestellt worden ist. (In den 70ern wurde er dann vom mittlerweile auch wieder abgerissenen Kurvenschlepper ersetzt.)
Ein Wintertag in den Bergen...
Dann folgte eine Premierenfahrt im Dreitannenlift, der damals in 2007 nicht in Betrieb war.
Auch er ein schöner, alter Schlepper in uriger Lage – dafür aber halt recht flach...
Aber hier war man etwas windgeschützter, so fuhr ich hier drei, vier Mal...
Feindlicher Boarder auf 12 Uhr
Dann nochmal zum Kurvenlift...
Doch hier standen sie nun ganz schön an. So beschloss ich, noch den Valeppalmlift „mitzunehmen“, den in 2007 auch nicht gefahren war. Den Lyralift hab ich ja damals auch verpasst, doch das war ja eher ein langweiligerer Übungsschlepper.
Am Valeppalmlift war die Hölle los. Ewig stand ich an und nach der ersten Auffahrt erfolgte der Wechsel zum Taubenstein.
Schöner, alter PHB-Schlepper.
Die Stümpflingseite, wie man sie kennt....
Endlich! Endlich geschafft! Hier war kaum was los – am Parkplatz (Der auf der anderen Straßenseite kostet 4 EUR!) standen zwar einige Fahrzeuge, doch oben war weitgehend Privatschigebiet angesagt. Lediglich am Lochgrabenschlepper tummelten sich ein paar Leute und Anfangs auch am Kurzbügler bei der OMA. Doch bereits bei der zweiten Abfahrt dort waren alle Leute in der Hütte verschwunden und ich hatten den Hang für mich.
Keine Gondelhechter weit und breit
Interessante Kabinen...
Das beste Stück der Talabfahrt.
Knipsenwahn in der Taubensteinbahn...
Oben kommt linker Hand der Lochgrabenschlepper.
Andere Leute im Taubensteingebiet! ! !
Trost ob des schlechten Wetters: Es lag 1A-Pulverschnee und hier war nix los – so konnte man auch im Schneetreiben Spaß haben.
Dann noch dieser coole, alte Kurzbügler! Das Liftfreak-Herz schlug höher...
Nach der zweiten oder dritten Abfahrt dann DAS! Keine Leute mehr da...
Noch bei der ersten Auffahrt geknipst.
Etwas später, als sich auch noch das Scheißwetter ein bisserl verbesserte.
Dann wechselte ich – wollte ich den noch mir schon öfters empfohlenen Rauhkopflift besuchen. Es sollte sich herausstellen, dass alle Erwartungen eintrafen – da hinten es es echt am Besten. Wenn auch natürlich der Kurzbügler mit den roten Stationen der kultigste Schlepper am Spitzingsee ist, wie ich finde.
Oben muss man dann ein bisserl laufen, um auf die andere Seite zu gelangen. Aber an jenem Tag wärmte das einen dann wenigstens wieder auf.
Dann endlich am Ziel! Kaum Leute – anfangs leider auch schlechte Sicht – aber irgendwie recht stimmungsvoll.
Auf in den Nebel.
Anfangs geht der Lift ganz gut hoch.
Düstere Stimmung an Rauhkopf. Meist war ich hier oben total allein. Man musste sich dann erst ein bisserl durch den Nebel kämpfen – unten gab es dafür dann ein paar nette Tiefschneevarianten.
Brr, da friert es mich jetzt noch. Aber gut – neulich war es trotz Sonne noch viel kälter.
Die brauchte ich dann wirklich!
Nach der späten Mittagspause hörte der Schneefall auf, der Nebel löste sich auf und die Sonne wollte trotzdem nicht.
Die Stimmung blieb der Trost für das ausbleibende schöne Wetter.
Hier war nichts los und drüben auf der Stümpflingseite war Halb München unterwegs.
Premierenfahrt am Lochgrabenlift.
Man beachte den Osthanglift!
Blick zurück – über eine Schiebestrecke geht es zu einem Seillift, der einen dann zur eigentlichen Talabfahrt bringt.
Handschuhmörder. Mehr sag ich nicht...
Die Talabfahrt hat auch bessere Abschnitte...
Noch einmal fuhr ich mit der Bahn hinauf...
70er-Jahre Flair an der Bergstation...
Auf zur letzten Abfahrt – hier noch ein Trassenzoom am Lochgrabenlift.
Wieder ein Tag ohne Verletzung geschafft! Also der Taubenstein ist wirklich urig – bleibt eben die eher uninteressante Talabfahrt mit dem nervigen Zwischenstück. Dafür ein super Hang am Rauhkopflift und als Oldtimer-Liftfreak kommt man da oben sowieso auf seine Kosten...