Anfahrt:
6:30 ab Tulln über Westautobahn, Phyrnautobahn bis Spital, dann über Phyrnpaß nach Liezen, Ennstalbundesstraße bis Abzweigung Donnersbach, Landesstraße bis Donnersbachwald, Ankunft ca. 10 Uhr
Wetter:
in der Früh bedeckt, gegen Mittag zunehmend sonnig
Temperatur:
knapp unter 0
Schneehöhe:
Tal 100, Berg 200
Schneezustand:
Pisten: Mischung aus Kunst- und Naturschnee, griffig, Gelände: je nach Hangrichtung windgepresst bis harschig oder locker bis schwer
Geöffnete Anlagen:
alle
Geschlossene Anlagen:
keine
Offene Pisten:
alle
Geschlossene Pisten:
keine
Meisten Gefahren mit:
4SB „Little John“
Wenigsten Gefahren mit:
Zuckerllift (Übungslift im Tal)
Wartezeiten:
keine
Gefallen:
keine Wartezeiten, angesichts der aktuell gefährlichen Lawinensituation gute Geländemöglichkeiten, nette Hütten, kein „Remmidemmi“
Nicht gefallen:
Namen der Lifte
Fazit: 5,5 von 6
Abzüge: war halt nicht ganz perfekt
Der ursprüngliche Plan für ein verlängertes Dachstein-Wochenende (Sonntag bis Dienstag) hätte folgendermaßen ausgeschaut:
Sonntag Anreise nach Obertraun, dort Variantenfahren am Krippenstein, am Abend Wechsel nach Ramsau und Übernachtung, Montag Dachsteinüberquerung nach Hallstatt, Dienstag Edelgrießabfahrt. Aber es sollte anders kommen.
Im Verlauf des Samstags nach Telefonaten mit den Krippensteinbahnen, einem örtlichen Bergführer und einem PN-Austausch mit lanschi entschlossen wir uns, für Sonntag ein gefahrloseres Skigebiet zum Variantenfahren zu suchen. Unsere Wahl fiel auf die Riesneralm bei Donnersbachwald, dessen Gipfel, der Riesner Krispen, schon in den 60-er Jahren den Wiener Alpinisten Hans Schwanda zu einem (etwas gewagten) Vergleich mit einem berühmten Schweizer Gipfel hingerissen hat, in dem er ihn als die „Steirische Parsenn“ bezeichnete.
Nichtsdestotrotz gibt es dort einerseits gute Tourenmöglichkeiten in der Nähe des Gebiets bzw. auch einige schöne Varianten im Skigebiet selbst, die, da teilweise in lockerem Wald, auch bei gefährlichen Schneeverhältnissen befahren werden können.
Das Aufstehen am Sonntagmorgen gestaltete sich jedenfalls als Überwindung, da in Ostösterreich zu diesem Zeitpunkt bedeckter Himmel mit Sturm bis 100km/h vorherrschte. Auf der Westautobahn rüttelte der Sturm immer wieder an der Skibox, touristisch interessanter wurde es dann auf der Phyrnstrecke, insbesondere am Phyrnpass, den ich noch nie mit solchen Schneewänden gesehen habe.
In Liezen dann wieder eher wenig Schnee, wir hatten schon Angst, die falsche Wahl getroffen zu haben, aber ab Donnersbach gab es dann wieder genug von der weißen Pracht, allerdings war es beim Eintreffen an der 4-KSB „Robin Hood“ noch immer bedeckt.
Hier einmal das Panorama des Skigebiets:
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Hier die Talstation der 4KSB
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Der untere Teil der Trasse
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Hier sieht man die Talstation der oberen fix geklemmten 4SB „Little John“
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Bei der Bergstation befindet sich der „Hochsitz“, eine markante Skihütte mit dynamisch angelegter Terrasse und tollem Blick (wie man später noch sehen wird).
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Nach einigen Geländeabfahrten im Bereich des Liftes mit wechselnden Schneeverhältnissen steigen wir einige Meter auf und blicken zurück auf die Bergstation
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Ein ideal geneigter Nordhang bietet tollen Schnee, hier freut sich Sabine über den Schnee und den zunehmend blauen Himmel
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Mit dem Ergebnis können wir zufrieden sein
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Dann geht’s nach einer weiteren Auffahrt mit „Little John“ nach hinten durch den Wald zur Mörsbachalm.
Im Wald herrschen ausgezeichnete Schneeverhältnisse.
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Immer wieder tun sich herrliche Panoramen auf.
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Und unten wartet eine gemütliche Einkehrmöglichkeit mit Sonnenterrasse. (Genaugenommen gibt’s dort sogar 2 Hütten, die Mörsbachhütte und den Gasthof Mörsbachalm, diesen haben wir gewählt).
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Von der Terrasse hat man einen tollen Blick
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Dann geht’s über die Rodelbahn hinunter nach Donnersbachwald, dort muß man zu den Kinderliften queren.
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Hier der Übungslift, im Hintergrund das letzte Stück des "schwarzen" Europacup-Hanges
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Wieder geht’s hinauf zur Mittelstation, daneben steht der architektonisch gelungene Anbau des Berghofs Riesneralm
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Nun sieht man „Little John“ bei Sonne
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Ebenso den „Hochsitz“
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und den oberen Liftbereich mit Panorama
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Beim Blick nach Süden zeigt sich das Tourengelände um die Mörsbachalm
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Und nun noch ein Eindruck vom untersten Bereich der Talabfahrten
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Fazit: Angesichts der prekären Lawinensituation ein toller Tag, viele Geländefahrten bei durchaus guten Verhältnissen, nette Atmosphäre in einem kleinen Skigebiet.
Donnersbachwald hat zwar im wesentlichen nur 2 „Großlifte“, es war einmal ein 3. Lift vom Ortsrand weg geplant, man kann sogar schon die dafür vorgesehene Schneise im Panorama erkennen, er wurde jedoch offenbar mangels Bedarf nie realisiert. Die beiden bestehenden Sesselbahnen erschließen aber einen Höhenunterschied von 900m, es gibt insgesamt 5 praktisch fast unabhängige Talabfahrten in allen Schwierigkeitsgraden, zusätzlich noch einige Geländemöglichkeiten, ein ideales Skigebiet für einen oder 2 Tage, sowohl für Kinder, Anfänger und Könner geeignet.
Was wir dann an den beiden darauffolgenden Tagen gemacht haben, folgt in kürze unter einem anderen Topic.