Link zur Untersbergbahn: http://members.aon.at/untersbergbahn/Untersbergbahn.htm
Angereist bin ich mit einem Bus der Linie 25, welche von Salzburg Hauptbahnhof zum Untersberg und dann noch nach Rif führt und tagsüber alle 15 Minuten verkehrt. Da die Skiabfahrt nicht bei der Talstation der Bahn endet, sondern in Fürstenbrunn, muss man, wenn man das Auto bei der Talstation stehen hat, mit dem Bus Nr. 35 zurück, welcher zweimal in der Stunde fährt. Ich konnte hingegen direkt mit der Linie 21 (alle 15 Minuten) zurück in die Stadt.
Die Gondelbahn fährt immer zur vollen und zur halben Stunde, bei Bedarf auch öfter. Ich nahm die Gondel um 14 Uhr, so wie ca. 10 andere Skifahrer und zwei Fußgängerinnen auch.
In der Talstation gibt es Informationen zu Wetter- und Schneeverhältnissen, wie schon telefonisch erfragt war die Abfahrt heute geöffnet, nachdem sie gestern wegen Präparierungsarbeiten offiziell gesperrt, aber inoffiziell befahrbar gewesen war. Die -16°C waren laut Gondelführer der Wert aus den Morgenstunden, er sprach von gegenwärtigen -10°C und Windstille. Temperatur könnte passen, Windstille stimmte definitiv nicht, aber dazu später.
Bevor’s los geht noch ein Blick nach oben – man sieht schon, da hängen die Wolken:
Während der Fahrt:
Zufahrt auf die erste Stütze:
Bergstation in Sicht:
Blick von der Bergstation zum Zeppezauerhaus – schaut schon sehr frostig aus und fühlte sich auch so an:
Ein paar Schritte weiter sah man nicht mehr viel:
So viel sieht man hingegen ohne Wolken – Aufnahme von meinem letzten Besuch am Untersberg (20.3.2006):
Bevor man die Abfahrt genießen kann, gilt es am Untersberg einen ca. 20-minütigen Fußmarsch zum Salzburger Hochthron (1853m) zu bewältigen, es geht hierbei bergauf und bergab, das letzte Stück ist ziemlich steil. Bei Sonnenschein hat man eine tolle Fernsicht, heute war es aber nicht mehr als eine lästige Pflicht, durch den Wind war es extrem kalt und gesehen hat man auch den ganzen Weg lang nichts, habe deswegen auch keine weiteren Fotos vom Weg. Der Weg wird übrigens regelmäßig gewalzt und ist dementsprechend breit, also leicht zu bewältigen.
Zur Illustration der Schneehöhe meine Skistöcke am Beginn der Abfahrt. Der Wind hatte hier natürlich seine Finger im Spiel, so viel Schnee war nicht überall
Ein paar Schwünge später war ich dem Wind nicht mehr so ausgesetzt und die Sicht wurde auch besser, die folgenden Bilder entstanden nach schätzungsweise ¼ der Abfahrt:
Hin und wieder hat sich die Sonne durch die Wolken gekämpft:
Drei der zahlreichen Tourengeher am Weg:
Auf diesem Bild sieht man die Schneebeschaffenheit recht gut – 100% Naturschnee, gewalzt, aber noch nicht völlig verfestigt. Piste ist meist so breit wie hier, es gibt allerdings auch einige schmälere Stellen. Wer Highspeed-Carven will, ist am Untersberg eher fehl am Platz
Die Schwaigmühl Alm, die im Winter mit einem Team der Bergrettung besetzt ist, auf 1396 Meter Höhe:
Ein Stück weiter unten:
Die Stadt kommt hervor:
Im Vordergrund unser Provinzflughafen
Und Salzburg Downtown
Im unteren Teil der Abfahrt wird man vor folgende Wahl gestellt:
Nach links geht eine Umfahrung weg, die ich allerdings noch nie benützt habe und auch heute hab ich mich wagemutig in den Eisgraben gestürzt
Wie das Schild schon sagt, wird dieser Steilhang nicht präpariert, von oben bietet sich folgende Ansicht:
Auch viele Tourengeher nehmen den direkten Weg und nicht die Umfahrung, muss ziemlich anstrengend sein…
Im Bild eine rüstige ältere Dame, die mit Tourenskiern die gesamte Abfahrt mit Stemmbögen bewältigt hat, habe sie irgendwann überholt und immer, wenn ich eine längere Fotopause gemacht habe, war sie wieder da und auch den Eisgraben lies sie sich nicht entgehen – Hut ab!
In der Bildmitte die Festung Hohensalzburg:
Im letzten Teil des Eisgrabens kamen ein paar Steine heraus, ansonsten war er gut zu fahren, zwischen den Buckeln gab es nur vereinzelt Eisflächen.
An dieser Stelle treffen sich die beiden Pisten wieder, die Umfahrung kommt von der rechten Seite (nicht im Bild):
Ein paar Meter weiter ist ein erster Parkplatz, den Tourengeher gerne benützen, für mich ging es über einen Ziehweg bis nach Fürstenbrunn weiter, Fahrzeit 1-2 Minuten. Hat heute direkt auch Spaß gemacht, war teilweise vereist und ziemlich unruhig, also kein typischer, plattgewalzter Ziehweg
Mein Fazit:
Gefallen hat mir heute:
+ schöner Naturschnee, wenn auch um die Uhrzeit schon zerfahren (bzgl. off-piste: Kenn mich da oben zu wenig aus, habe in der Gondel gehört, dass gestern wohl einige neben der Piste unterwegs waren und dabei einige Felsen erwischt haben, scheint also nicht wirklich ideal zu sein, wenn man sich nicht ganz genau auskennt, dazu natürlich die Lawinengefahr)
+ fast nix los, die meisten Leute waren noch bergauf unterwegs
+ tolle Winterlandschaft
Nicht gefallen hat mir:
- Der Fußmarsch in der Kälte
- Keine Aussicht von oben
Hätte ursprünglich überlegt, noch eine zweite Abfahrt zu machen, nachdem es oben aber wirklich unwirtlich war, hab ich beschlossen nur eine Abfahrt zu machen und diese dafür richtig zu genießen, sprich nicht einfach runterzudüsen (das mach ich wo anders eh oft genug) sondern öfter stehenzubleiben um die winterliche Stimmung zu genießen und zu fotografieren. Dementsprechend habe ich für die Abfahrt auch ca. 45 Minuten gebraucht, wovon der größere Teil Stehzeiten waren.
Irgendwie fällt es mir schwer, für den heutigen Tag Punkte zu vergeben, da ich es nur auf eine Abfahrt gebracht habe und die Witterung oben ziemlich grausig war, ich am Weg nach unten hingegen einige tolle Winterstimmungen erleben durfte und lasse den Bericht daher einfach so stehen und stelle nur noch fest, dass ich meinen Ausflug nicht bereue, obwohl die Kälte immer noch in mir steckt