Morgendlicher Blick aus der Grünwaldkopfbahn:
Die besagte rote Piste:
Anschließend ziehe ich weiter zur Seekareckbahn. Spätestens nach dem obersten Stück am Lift bin ich hellwach, der eisige Wind vertreibt alle müden Geister.
Blick aus der Grünwaldkopfbahn zum Seekareck:
Unter der Seekareckbahn:
Man sieht schon, dass es windig ist:
Und nein, mein Objektiv ist nicht schmutzig
Einige Zeitgenossen sind schon im Tiefschnee neben der Piste unterwegs und so muss ich mir natürlich auch anschauen, was es da heute zu holen gibt. Aufgrund des starken Windes erwarte ich mir nicht allzu viel; vom Lift aus höre ich öfters, wie jemand eine eisige Stelle unter dem Neuschnee erwischt. Doch siehe da, vom Lift aus gesehen rechts findet sich tatsächlich feinster Powder
Blick aufs Zehnerkar vom Gegenhang:
Auch hier bläst im obersten Stück eine frische Brise, die den Schnee glatt bügelt. Unten, wo es windgeschützt ist, haben sich um 11 Uhr schon ordentliche Buckeln gebildet, die aber nicht unangenehm zu fahren sind und so absolviere ich hier zwei Abfahrten, bevor ich erneut die Seite wechsle und mich ein paar Minuten beim Sonnenlift 1 anstelle – die einzig nennenswerte Wartezeit heute, sonst ist da, wo ich gerade bin, entweder fast nichts los oder ich komme zumindest über die Single-Spur schnell zu einem Platz am Lift. Die Pisten am Sonnenlift schauen sehr vielversprechend aus und so lasse ich mich auch vom besonders starken Wind bei der Bergstation nicht davon abbringen, die im oberen Teil rote Piste zu nehmen. Genießen kann ich die Abfahrt aber nicht wirklich, der Wind wird noch stärker und schleudert mir den Schnee wie kleine Nadelspitzen ins Gesicht. Nach unten hin wird es wieder besser, aber noch einmal brauche ich dieses zweifelhafte Vergnügen nicht und meine nächste Station sollte daher die Zentralbahn sein, wo ich schaue, was die Geschwindigkeitsmessstrecke heute hergibt. Auch bei der Zentralbahn bläst es ordentlich, ich setzte meine etwas atypische Runde fort und fahre einmal mit der Seekarspitzbahn, stelle allerdings fest, dass mir die „Bobbahn-Abfahrt“ dort doch am besten gefällt, wenn man ordentlich carven kann, was heute angesichts der Buckeln definitiv nicht möglich ist. Die Pisten an der Schönalmbahn können mich nicht zu längerem Verweilen verleiten.
Blick Bergstation Schönalmbahn auf Seekarspitz- und Kringsalmbahn:
Dafür fahre ich zwei Mal die Skiroute am Hundskogel, die heute im Gegensatz zu vielen anderen Tagen nicht den Charakter einer gewalzten Piste zeigt – im oberen Steilstück extrem glatt abgeweht (es kamen sogar Steine heraus), dann hohe Buckeln und dazwischen ebenfalls glatt. Bei der ersten Fahrt muss ich noch ein paar „Verirrte“ umrunden, beim zweiten Mal habe ich den ganzen Hang für mich allein. Mittlerweile zeigt mein Handy 13 Uhr an und die Wolken nähern und verdichten sich.
Der Hundskogel, noch in der Sonne. Von der Abfahrt kann ich leider kein Foto liefern, da meine altersschwache Kamera in den Streik getreten ist und erst später wieder ihren Dienst verrichten wollte – werde sie wohl bald in den Ruhestand schicken
Schirm am Hundskogel:
Blick auf Gamsleiten 2:
Zehnerkar:
Ich begebe mich nun zur Plattenkarbahn, wo ich wieder eine Mischung aus buckeligen und verwehten Abschnitten vorfinde, die mir jeweils ganz gut gefallen. Dieser Blick in den Lungau zeigt Wind und Wolken
Mein nächstes Ziel ist die Schaidbergbahn, das Licht ist mittlerweile sehr diffus, wie die folgenden Fotos zeigen:
Es ist nun 14 Uhr, ich bin seit der Früh ohne Pause durchgefahren und beschließe ob des Wetters, dass ich für heute genug habe und fahre mit der Achenrainbahn zurück und nehme zum Drüberstreuen noch eine Fahrt mit dem Kirchbühelschlepper drauf, da die von oben aus gesehen rechte Piste noch einen Teppich-Zustand vorzuweisen hat. Dann reicht es mir endgültig und daran kann auch die Sonne nichts mehr ändern, die just in dem Moment wieder ein bisschen hervorkommt, in dem ich mir meinen zweiten Schuh fertig umgezogen habe
Die Parkplätze sind noch gut gefüllt und ich mache mich vor der großen Masse auf den Heimweg, nun ohne Schneefahrbahn – General Winter hatte zwar in der Früh noch das Ruder in der Hand, aber tagsüber hat der Frühling erneut gezeigt, dass er nicht mehr lange auf sich warten lassen will.
Zur Punktevergabe: Objektiv kann ich die Schneeverhältnisse aufgrund der frühen Buckelbildung und den abgewehten Stellen eigentlich nicht als perfekt bezeichnen, dazu noch der zum Teil starke und kalte Wind und die Wolken am Nachmittag – nichtsdestotrotz vergebe ich heute 6 von 6 Punkten, abgesehen von der einen Abfahrt am Sonnenlift habe ich den ganzen Tag sehr genossen, was vielleicht auch damit zusammenhängt, dass ich schon in der Früh beschlossen habe, dass es ein schöner Tag werden würde