Endlich wieder
Bad Hofgastein. Endlich.
Es sind mittlerweile fünf Jahre vergangen, seit ich das letzte Mal die zentrale Skischaukel des Gasteiner Tals besucht habe. Die Erinnerung ist zwar teilweise nur mehr schemenhaft, dennoch habe ich die Hänge um Schlossalm, Angertal und Stubnerkogel als einen der absoluten Höhepunkte im Ski amadé im Gedächtnis. Besonders die 1440 Hm-Abfahrt über die Hohe Scharte-Nord ist haften geblieben.
Alleine die Zubringerkette von Bad Hofgastein in 2 Sektionen Standseilbahn und Pendelbahn auf die Kleine Scharte ist für Salzburger Verhältnisse schon etwas Außergewöhnliches und mitverantwortlich für den Charakter des Skigebiets. Oben eröffnet sich dann der Kessel der Schlossalm, vorne mit der Sendleitenbahn und Kleine Scharte-Bahn, hinten mit Weitmoserbahn, Schlosshochalmlift und Hohe-Scharte-Bahn. Über die Kaserebenabfahrt kommt man ins Angertal, von wo die neue Senderbahn in zwei Sektionen den Gipfel des Stubnerkogels erschließt.
Anfahrt: Werfenweng – Bischofshofen – Bad Hofgastein in 0:50 h
Wetter/Schnee: die meiste Zeit Sonnenschein, gegen nachmittag wurden Wind und Bewölkung stärker; 60 cm / 180 cm Schnee in allen Qualitäten
Geöffnete Anlagen: alle bis auf DSB Hohe Scharte
Wartezeiten: Fehlanzeige, an der PB und SSB halt auf die nächste Fahrt
Gut: endlich wieder Bad Hofgastein, Wetter, neue Senderbahn
Schlecht: Hohe Scharte Nord geschlossen
Bewertung: 6,00 von 6 Punkten
Der morgendliche Blick aus dem Fenster war zunächst gar nicht vielversprechend. Über dem Salzachtal hingen noch dicke Nebelschwaden; an einen Schönwettertag war zunächst nicht unbedingt zu denken. Doch in den folgenden Stunden kämpfte sich die Sonne durch und ermöglichte uns einen wunderbaren Sonnenskitag im Gasteiner Tal. Erst spätnachmittag zog es wieder zu und der Wind wurde wesentlich lebhafter.
Die Schneequalität war insgesamt traumhaft, wenn auch sehr unterschiedlich. Auf den höhergelegenen Hängen der Schlossalm und des Stubnerkogels war der Schnee wunderbar griffig und teils sogar pulvrig. Generell war es am Stubnerkogel, insbesondere auf der Senderabfahrt, härter als auf der Schlossalm. Die Kaserebenabfahrt war richtig frühlingshaft sulzig, ebenso die Aeroplanabfahrt am Nachmittag. Vormittags war letztere allerdings ein absoluter Traum: harte Unterlage und angetaute Deckschicht.
Noch ein paar Worte zur neuen Senderbahn: in zwei Sektionen erschließt sie auf direktem Wege den Stubnerkogel vom Angertal aus. Ausgezeichnet wird sie durch hohe Komfortstandards (Lederpolsterung und Sitzheizung), stylische gelbe Kabinen und eine spektakuläre, steile Trassierung entlang des Grates, die jedoch Windanfälligkeit mit sich bringt. Insgesamt eine tolle Anlage mit mehr als 1000 m Höhenunterschied und eine starke Bereicherung für das Skigebiet, auch wenn die Senderabfahrt dadurch etwas an Reiz verloren haben mag.
^ nicht gerade übermäßig voll präsentierte sich der Parkplatz an der Schlossalmbahn bei der Ankunft
^ Ein erster Blick hinauf zum Stubnerkogel mit der neuen Senderbahn. Die exponierte Trassierung entlang des Grats fällt bereits hier ins Auge.
^ Der Gegenwagen auf der SSB Bad Hofgastein-Kitzstein, leider sehr verspiegelt durch die Plexiglasscheibe
^ Einfahrt in die Bergstation der Standseilbahn. Die Wägen sind für 120 Personen konzipiert, jedoch werden aus Komfortgründen nur 100 Personen pro Fahrt befördert.
^ Nach der Fahrt mit der PB kommt man am weiten Kessel der Schlossalm mit der Weitmoser-6KSB, die letzten Sommer mit einer Sitzheizung ausgerüstet wurde, im Zentrum. Hier ist die Sitzheizung übrigens ausnahmsweise durchaus recht sinnvoll, ist der Wind in diesem Bereich doch häufig sehr stark.
^ Bergstation der Doppelmayr-6KSB und Talstation der Garaventa-DSB Hohe Scharte-Nord, die leider heute geschlossen war.
^ zwischen den beiden Felsen führt die DSB Hohe Scharte hinauf und erschließt mit 1440 Hm eine der längsten Abfahrten in den Ostalpen
^ Stubnerkogel in der Totalen: erschlossen von der neuen Senderbahn in zwei Sektionen, der 4KSB Angertal und der 4KSB Jungeralm
^ rechts Stubnerkogel, links der Graukogel incl. Skigebiet, dahinter Hölltorkogel und Hölltorspitz
^ Girak-4KSB Sendleiten im Vordergrund. Hinten Stubnerkogel mit Senderabfahrt links und Jungeralmkessel rechts.
^ die SSG-4SB auf die Kleine Scharte ist die einzige aufstiegsfreie Zufahrtsmöglichkeit zur Hintenrumabfahrt an der Kleinen Scharte, allerdings seeehr langsam und heute ziemlich windausgesetzt, v.a. im oberen Bereich
^ Sendleiten
^ Bergstation Sendleiten
^ Stütze 3 der PB Kitzstein-Kleine Scharte
^ mit Kabine, die Bahn gefällt mir
^ gebaut wurde die Pendelbahn 1965 von Waagner Biro, 1996 erfolgte eine Generalsanierung incl. neuer Kabinen. Eine der alten Kabinen steht unterhalb der Trasse nahe der Bergstation.
^ Seilreiter vs. Himmel
^ Bergstation Kleine Scharte aus der 4SB
^ Kabine kurz vor der Bergstationseinfahrt
^ von der Bergstation der 4SB führt rechts hinab die Hintenrumabfahrt, die wenig später mit der Hohen-Scharte-Nord (leider gesperrt) zusammentrifft. Hier im Bild der Mauskarkopf (2373 m)
^ Impressionen von der Hintenrum-Abfahrt. Anschließend machten wir die Aeroplan-Talabfahrt, die wie oben bereits beschrieben in einem excellenten Zustand war.
^ Brücke der SSB Bad Hofgastein-Kitzstein
^ Zoom zum Stubnerkogel mit der Senderbahn
^ In der Mittelstation Kitzstein kurz bevor die Kabine der Pendelbahn einfährt.
^ Seile in den Himmel
^ gleich ist sie da…
^ Laufwerk der Doppeltragseil-Pendelbahn auf dem Hause Waagner Biro.
^ 6KSB Weitmoser mit der Hamburger Skihütte rechts
^ Mauskarkopf
^ Garaventa-DSB auf die Hohe Scharte, am Sonntag leider gesperrt (Lawinengefahr?!). Erschließt zwei eigene nette Abfahrten und vor allem die lange Talabfahrt hintenrum nach Bad Hofgastein über knapp 1450 Höhenmeter durch schöne Landschaft. Schade, dass die Sesselbahn nicht geöffnet war, aber bei den tollen Verhältnissen war auch dies zu verschmerzen.
^ Schlosshochalmlift
^ Bergstation deselben, sehr windig dort oben
Nun folgte der Wechsel von der Schlossalm hinüber zum Stubnerkogel. Zunächst geht es die nette Waldabfahrt hinunter ins Angertal, die am Sonntag aufgrund ihrer SO-Exposition sulzig und verbuckelt war. Auf der anderen Seite führen die neue Senderbahn und die Angertalbahn hinauf auf den Stubnerkogel.
^ Bergstation der neuen Senderbahn direkt auf dem Stubnerkogelgipfel auf 2251 m.
^ Einfahrstütze
^ Blick hinüber zur Schlossalm
^ Zoom
^ das Gasteiner Tal präsentierte sich im typischen Grün, das hier auch im Hochwinter aufgrund des intensiven Föhneinflusses häufig vorherrscht.
^ sehr stylische gelbe Kabinen
^ die zweite Sektion ist recht steil und überwindet den großen Höhenunterschied somit auf relativ kurzer Strecke, man ist schnell wieder am Gipfel.
^ Gadauner Hochalm (?)
^ Graukogel-Skigebiet von Bad Gastein
^ 2. Sektion der Stubnerkogelbahn, die wohl in naher Zukunft einer neuen, windsicheren EUB weichen muss. Dann aber hoffentlich mal mit gescheiter Talabfahrt.
^ Bergstation der Stubnerkogelbahn.
^ im Hintergrund Bergstation der Kreuzkogelbahn in Sportgastein und der obere Teil der Nord
^ Panorama
^ Österreichs erste 4KSB, die Jungeralmbahn
^ nochmal Senderbahn entlang des Grats[/i]
Anschließend erfolgte der erneute Wechsel hinüber zur Schlossalm, wo wir den Tag mit ein paar Fahrten an Sendleiten, Kleine Scharte und Pendelbahn ausklingen ließen.
^ in der Sendleitenbahn, schöne Girak-Bubble-Bahn
^ Zum Schluss noch ein Bild der vorderen Schlossalm mit Sendleiten, Kleine Scharte und Pendelbahn Kitzstein-Kleine Scharte.
Hier ging dann auch dieser Skitag zu Ende, sicherlich einer der Höhepunkt der ansonsten eher durchwachsenen Saison. Nächstes Jahr komme ich sicher wieder!
Edit 15.04.2011: Serverumzug (Bilder)