Die Nacht war ein wenig kurz, dementsprechend spät heute mein Start – es ist schon fast 10 Uhr, als ich in die Asitzgondel steige. In den Weihnachtsferien steht man um diese Uhrzeit schon mal eine gute halbe Stunde an (ich fange da schon früher an
Der Schnee ist bereits durchwegs aufgefirnt, zum Teil auch schon sulzig. Die Abfahrt bei der Asitzmuldenbahn stoppt ordentlich, besser geht es bei der Sportbahn 2000, wo ich eine Abfahrt absolviere, bevor ich weiter nach Saalbach ziehe.
Bei der Schönleiten Gipfelbahn und beim Magic 6er (Bergeralm) ist noch einiges los, sprich kurze Wartezeiten bei den Liften und keine leeren Pisten, dafür ist beim Panorama 6er Kohlmais gar nichts los und der Schnee dort lässt auch noch flottes Carven zu.
Schönleiten:
Bergeralm:
Panorama 6er:
Natürlich wird es auch am Kohlmais immer weicher und nach fünf Wiederholungsfahrten überlege ich schon, ob ich schön langsam ans Aufhören denken soll, dann überlege ich es mir doch anders und beschließe dem Bernkogel auch noch einen Besuch abzustatten. Dort ist ebenfalls nichts los, schnelles Fahren ist allerdings nicht mehr möglich, der Schnee bremst extrem. Dennoch genieße ich die Abfahrt, mittlerweile habe ich mich auf den Schnee eingestellt, und beschließe die Runde fortzusetzen – irgendwie will ich mich noch nicht vom Skicircus verabschieden
Blick vom Kohlmais zum Schattberg:
Nix los am Bernkogel:
Ganz gut geht es noch auf der Hochalm, zumindest im oberen Drittel – weiter unten bremst’s nun schon gewaltig und der letzte Hang in Tal ist schon eher grausig.
Hochalm:
Hinauf geht’s mit der Zwölfer Nordbahn, die folgende Abfahrt zur Schattberg Westgipfelbahn ist auch kein Genuss, die WM-Strecke am Zwölfer ist im steilen Teil sehr verbuckelt und es bremst und bremst und bremst...
Recht gut geht’s dafür noch beim Schattberg Sprinter, doch öfter als 2x schnalle ich auch für diese Piste nicht mehr die Ski ab.
Nun steht mir das absolute „Highlight“ des heutigen Tages bevor, die Jausern-Abfahrt. Zwar im Vergleich zu anderen Tagen richtig ausgestorben, dafür ist der letzte, lange Hang ins Tal extrem mühsam zu fahren. Auch meine Schilderungen von Zwölfer und Hochalm unten klingen nicht so besonders toll, das hat mich aber nicht so gestört, ich wusste schließlich, worauf ich mich da einlasse, aber bei der Jausern war ich einfach nur froh, wie ich unten war
Bei der folgenden Fahrt mit der Schönleitenbahn halte ich fest, wie „schön“ die dortige Talabfahrt noch ist:
Bin mir gar nicht sicher, ob sie überhaupt noch geöffnet ist – lange geht’s da auf jeden Fall sicher nicht mehr.
Mit dem Poltenlift geht’s zurück nach Leogang, natürlich ganz ohne Wartezeit (was kann man sich da im Hochwinter anstellen, wenn man’s blöd erwischt...).
Blick aufs Steinerne Meer, im Vordergrund Sportbahn 2000 und Muldenbahn:
Zum Schluss fahre ich noch 2x mit dem Asitzgipfellift, bei der Talstation der alten Bahn liegt noch jede Menge Schnee:
Ein letzter Blick aus dem neuen Gipfellift...
... bevor es endgültig nach Leogang hinunter geht. Die Abfahrt geht bis zur Mittelstation sogar noch recht gut, was vielleicht auch an der Wolke liegt, die sich gerade für kurze Zeit vor die Sonne geschoben hat.
Das letzte Stück hinunter muss halt auch noch erledigt werden und dann entledige ich mich mit großer Freude meiner Skischuhe und sage dem Skicircus auf Wiedersehen – es war wohl mein letzter Skitag dort für diese Saison.
Abschließend noch meine Skiline – dafür, dass ich schon fast nach drei Stunden aufgehört hätte, sind’s dann doch noch einige Höhenmeter geworden:
Fazit: Mit den beiden Traumtagen am Kitzsteinhorn letzte Woche lässt sich dieser Tag natürlich nicht vergleichen, aber letzten Endes hat’s mir doch ganz gut getaugt und ich vergebe 5 von 6 Punkten (mit Abzügen für Jausern, andere extrem bremsende Abschnitte und die Sitzheizungen