Am Parkplatz erwartet mich eisige Kälte (laut Auto -11°C), dran muss man sich in dieser Saison erst gewöhnen. Schnell geht’s also mit der Grünwaldkopfbahn hinauf und anschließend gleich zum Sonnenlift, da Seekareck und Seekarspitz von Wolken verhüllt sind und sich die „Massen“ (Wartezeit an der Grünwaldkopfbahn über die Single-Spur = 0 Min., sonst vielleicht 1 Minute) am Grünwaldkopf beschäftigen. Beim Sonnenlift hingegen viiieeel Platz für mich
Das einzig Negative hier ist am heutigen Tag der langsame Lift – normalerweise stört mich das ja nicht sonderlich bzw. schätze ich den Sonnenlift sogar dafür, dass er nicht mehr Leute hinaufscheffelt, als die Pisten vertragen, aber bei so einem Frost, verschärft durch deutlich spürbaren Wind, ist das einfach nicht das größte Vergnügen…
Blick rüber zum Treff2000:
Um mich ein bisschen aufzuwärmen fahr ich zum Zentrallift runter und zieh mir ganz schnell die Haube über den Kopf – so lässt sich die Kälte schon besser ertragen, gemütlich ist aber auch was Anderes und so wundert es mich auch nicht sonderlich, dass das Ventil meines Trinkbeutels trotz Isolierung nach nicht mal einer Stunde bereits gefroren ist.
Nach ein paar Fahrten am Zentrallift geht’s weiter zum Seekarspitz, wo nun alle Abfahrten offen sind, so auch die Bobbahn – Schnee sehr gut, leider sieht man davon im oberen Teil nicht viel:
Unterhalb der Wolken und des Kunstschneenebels sieht man dann schon mehr:
Auf der Almabfahrt wird nicht beschneit und somit ist die Sicht nur bis zur ersten Kurve schlecht, anschließend bläst dafür der Wind richtig ordentlich:
Ich bin ja ein Winterfreak und normalerweise ist’s auch so, dass ich mich über die Kälte freue, wenn die Leute in meinem Umfeld darüber jammern, aber das hier fühlt sich so nach -25°C an und das ist dann auch für meinen Geschmack saukalt
Nichtsdestotrotz setze ich die Tauernrunde fort, weil’s beim Plattenkar recht gut ausschaut. Hundskogel nehm ich dabei auch einmal mit, dort oben ist’s aber einfach nur noch unmenschlich frostig und somit geht’s weiter zum absoluten Kältehöhepunkt des Tages, zur Angerbahn. So ein kurzer, unscheinbarer Lift, normalerweise keine Erwähnung wert, aber heute ziemlich höllisch – man sitzt genau gegen den Wind und irgendwie wäre wohl zu Fuß gehen angenehmer. Irgendwie übersteh ich’s aber doch und für die Pisten am Plattenkar hat sich die Qual auch gelohnt – nur auf der Piste von unten gesehen rechts vom Lift sind noch ein paar vereinzelte Steine, die man aber gut erkennen kann. Ansonsten beachtlich, wie aus den angezuckerten Wiesen vom 3.12. nun richtig brauchbare Abfahrten geworden sind.
Die Sonne ist heute größtenteils wo anders zu Hause, aber immer in Sichtweite:
Blick rüber zum Gamsleitenspitz:
Es wird nun 13 Uhr und schön langsam muss ich daran denken die Runde zu vollenden, damit ich dann rechtzeitig daheim bin – also auf zum Schaidberg. Die FIS-Abfahrt präsentiert sich ziemlich hart, ebenso die blaue Abfahrt, die ich mir heute auch mal gebe.
Gamsleiten 2 ist heute mal nicht präpariert, schaut mir allerdings von unten ziemlich steinträchtig aus und so lasse ich diese Station aus:
Blick zum Plattenspitz:
Grünwaldkopf und Seekareck:
Für die finale Portion Kälte geht’s nun noch aufs Zehnerkar…
… wo’s auch ordentlich windet…
Pistenzustand ist durchaus ok – man merkt halt nur, dass man primär auf Kunstschnee unterwegs ist:
Um 14 Uhr beende ich meinen Skitag und trete ordentlich durchgefroren den Heimweg an, mit voll aufgedrehter Heizung und voller Vorfreude auf eine warme Dusche