Tag 1 und 2: Ischgl-Samnaun zum Bericht
Tag 3: Serfaus-Fiss-Ladis zum Bericht
Seit etlichen Jahren schon zieht es einige meiner Arbeitskollegen und mich als "Reiseleiter" im Januar für ein paar Tage in die Alpen, um die schönsten Skigebiete zu erkunden. Vom 13. bis 16.01. haben wir heuer unser Quartier in Landeck (Hotel Tramser Hof - waren sehr zufrieden, gebucht bei ITS) aufgeschlagen, um Ischgl, SFL und St. Anton unsicher zu machen.
Der 4. und letzte Tag führte uns nach St. Anton, was ursprünglich für Tag 1 vorgesehen war, aber aufgrund des Wetters verschoben wurde. Das Skigebiet war für uns alle 8 Mitfahrer Neuland, so dass wir völlig unvoreingenommen an den Tag herangehen konnten...
Anfahrt:
Auschecken im Hotel in Landeck - Fahrt zum Parkplatz Nasserein ca. 20 Min., Ankunft 08.30 Uhr; Skipasskauf 08.40 Uhr, Betriebsbeginn Nassereinbahn 08.45 Uhr. Perfektes Timing
Rückfahrt:
Nasserein - Landeck - Telfs - Seefeld - Garmisch - München - Nürnberg - Münchberg an 22.00 Uhr.
Die Strecke über Telfs fährt sich wesentlich entspannter als das Fernpass-Gekurve, ist aber auch 20 km weiter. Natürlich hatten wir zwischen Farchant und Oberau den üblichen ganz-München-fährt-am-Sonntag-in-die-Berge-und-abends-wieder-heim-Stau und die A 95 war auch schon gut gefüllt. Den mittleren Ring haben wir uns dann lieber gespart und sind staufrei von Fürstenried über Planegg auf die A 96 und weiter auf die Westumfahrung zum Neufahrner Kreuz.
Falls jemand mal zwischen München und Nürnberg Hunger hat, kann ich den Gasthof Krebs in Kinding (Ausfahrt Altmühltal - links im Kindinger Ortskern) empfehlen - reichlich, gut, preisgünstig und schnell.
Wetter:
Wie an beiden Vortagen Kaiserwetter, strahlender Sonnenschein, noch wärmer als an den Vortagen. Fast schon T-Shirt-Wetter.
Schneehöhe / -zustand:
Trotz anhaltendem Tauwetter und Frühlingstemperaturen noch sehr gute Schneelage auf den Pisten und soweit zu sehen auch in den Freeride-Bereichen. Grün/braun kam nur ganz unten im Tal und vereinzelt zum Vorschein. Schneehöhe Berg laut Angabe an der Infotafel 196 cm. Wo die gemessen worden sein sollen, würde mich aber doch interessieren. Morgens/vormittags hervorragend präparierte und griffige Pisten. Grandios die Abfahrt von der Schindlerspitze nach Stuben und die Abfahrten am Albonagrat. Ab Mittag zunehmend sulzig und teilweise zerfahren. Die (blauen) Abfahrten am Kapall und Gampen waren nicht mehr mit Spaß an der Sache fahrbar. Aufgrund der temperaturbedingten Verhältnisse sowie der anstehenden Heimreise endete der Skitag vorzeitig gegen 14.00 Uhr.
Geöffnete Anlagen und Pisten:
alle
Gefahren:
2 x: Arlenmähderbahn
1 x: Nassereinbahn, Zammermoosbahn, Schindlergratbahn, Albonabahn I, Albonabahn II, Albonagratbahn, Rauzlift, Valfagehrbahn, Galzigbahn, St. Christophbahn, Mattunbahn, Kapallbahn, Kindlisfeldlift
Nicht gefahren:
U.a. Vallugabahn, zwei der Mitfahrer hatten Höhenangst.
Gefallen:
- Erneut Kaiserwetter
- Sehr großzügiges und weiträumiges Gebiet
- 3-KSB Schindlergrat - wirklich spektakulär
- Albonagebiet, sehr schöne, leere Pisten, hervorragender Zustand
- 1200 hm-Talabfahrt Schindlerspitze-Stuben im Top-Zustand, runter fast ohne anzuhalten
- Bergpanorama rundherum
- Absolut internationales Flair, aber ohne Ischgl-Party-Rummel (zumindest tagsüber)
Nicht gefallen:
- Parkgebühr 7,-- Euro an der Nassereinbahn
- Hitzebedingter tiefer Sulz ab Mittag, besonders im Bereich Gampen/Kapall
Fazit:
Der Arlberg (respektive die Ostseite) konnte uns mit kleinen Ausnahmen voll und ganz überzeugen. Wir haben uns gefragt, warum wir bisher noch nie hier waren, noch dazu, weil St. Anton von Landeck aus sogar geringfügig schneller als Ischgl und Fiss zu erreichen ist. Hier waren wir mit Sicherheit nicht zum letzten Mal.
Das "interne Skigebiets-Ranking" der 4 Tage konnte - hier herrschte in der Gruppe Einigkeit - Serfaus-Fiss-Ladis knapp vor St. Anton und Ischgl für sich entscheiden.