
Heuer ging es für uns so spät wie noch nie in den Haupt-Skiurlaub. Nachdem wir auf die Ferien angewiesen sind und uns Weihnachten zum Skifahren nicht passt, bleiben nur die bayerischen Faschingsferien. Als Ziel hatten wir - zum dritten Mal in den letzten 4 Jahren - wieder Leogang ausgewählt. Apres-Rummel, Happy-Hour und gesalzene Unterkunftspreise wie im Glemmtal brauchen wir nicht (mehr
Aber hier erst mal die technischen Daten:
Anfahrt:
05.03. Weißdorf - A 93 - Regensburg - Siegenburg - Landshut - Altötting - Traunstein - Inzell - Lofer - Saalfelden - Leogang stau- und stressfrei ganz gemütlich mit Pausen in rund 6 Stunden.
12.03. Rückfahrt auf gleicher Strecke, ebenfalls stress- und fast staufrei (20 Min. Baustelle vor Inzell). Die Route "hinten rum" über die Bundesstraßen ist wirklich angenehm zum Fahren, auf der A 8 hatte es zur gleichen Zeit mal wieder 45 km Stau vom Inntal bis München...
Wetter & Temperaturen:
Sonntag bis Dienstag Kaiserwetter, sehr sonnig, nachts und morgens frostig (Tal bis ca. -8°, Berg bis ca. -5°), tagsüber Plusgrade.
Aschermittwoch zunächst stark bewölkt, später heiter, föhnbedingt deutlich steigende Temperaturen.
Donnerstag und Freitag erneut sehr sonnig und sehr warm.
Schneehöhe & -zustand:
Schneehöhe dank leistungsfähiger Beschneiung auf den Pisten fast überall gut. Gras/Steine nur vereinzelt in tieferen Lagen (Jausern-Schlusshang, Hasenauabfahrt) bzw. unbeschneiten Gebieten (Spieleck, Seekarabfahrt). Südhänge außerhalb der Pisten vollständig schneefrei.
Von den Verhältnissen war alles dabei, von Pulver über grieselige Kunstschnee-Körner bis Sulz, von hart über griffig bis tief und völlig aufgeweicht, allerdings nur ganz einzelne wenige vereiste Stellen.
Insgesamt waren die Verhältnisse auf der Leoganger Seite - sowohl in der Asitzmulde als auch Asitz-Talabfahrt - eindeutig besser als in Saalbach-Hinterglemm. Ob das an der Lage, der Frequentierung, der Präparation oder an allem davon liegt, kann ich nicht beurteilen.
Geöffnete Anlagen:
alle (außer Wallehenlift)
Geöffnete Pisten:
alle, außer
Geschlossene Pisten:
Talabfahrt Viehhofen, Schönleiten Talabfahrt, Bergeralmabfahrt, Kohlmais-Standard (war die schon jemals geöffnet???), Maisabfahrt oberer Teil, Wetterkreuzabfahrt, Bachabfahrt, Bachtalabfahrt, Eibingabfahrt, Reiterkogel-Talabfahrt, Kollingalm, WM-Abfahrt, Zehner-Familienabfahrt, Muldentrasse.
Gefahren mit:
alles, außer
Nicht gefahren mit:
Schanteilift, Krallerhoflift, Übungslift Asitz, Kohlmais 3er, Panorama 6er, Kohlmaisgipfelbahn, Turm 6er, Filzenlift, Spieleck Schlepplift, Tallifte Hinterglemm.
Auch nicht gefahren: U-Bahn. Der Sinn dieser Bahn erschließt sich mir - abgesehen von den Skischulen - nach wie vor nicht. Die zugehörige Abfahrt schreit für meine Begriffe weder nach einer Wiederholungsfahrt noch nach großem Flutlicht-Erlebnis.
Wartezeiten:
15 Min. Asitzbahn morgens, 10 Min. Reiterkogel-DSB, 5 Min. Schönleiten 6er, anonsten nicht nennenswert. Allgemein verhältnismäßig wenig Betrieb für die Faschingswoche, am Mittwoch und Donnerstag fast keine Wartezeiten.
Gefallen:
Skigebiet
Sonnenschein
Unterkunft
Nicht gefallen:
Schneelage
Hohe Temperaturen
Tiefer, weicher Sulz
Weizenpreis bis 4,20 Euro
Fazit:
diesmal nur
Abzüge siehe Nicht gefallen.
Seit 1993 zieht es mich/uns immer wieder nach Saalbach Hinterglemm Leogang. War es früher der Rummelplatz Saalbach, so haben wir nun seit einigen Jahren unser Familien-Domizil in Leogang gefunden. Es passt einfach für uns: Gute, nicht überfüllte Skischule für die Kinder, preiswerte und gemütliche Unterkunft, abends Ruhe und Erholung und natürlich der große und abwechslungsreiche Skicircus mit schönen Abfahrten für alle Vorlieben und meist modernen und schnellen Bahnen (wenn nur diese ******* Stehgondeln nicht wären
Tag 1: Sonntag, 06.03.2011
Die ganzen "Formalitäten" - Skipasskauf, Skischulanmeldung, Skidepot-Miete - hatten wir bereits nach der Anreise am Vortag erledigt, so dass wir den ersten Skitag in aller Ruhe angehen konnten. Unser "Kleiner" wird demnächst 5 und sollte nun seinen ersten Skikurs besuchen. Unsere "Große" ist 10 und ist nach drei Jahren Skischule in den letzten beiden Jahren immer mit uns gefahren, allerdings mit wenig sichtbaren Fortschritten. Heuer hatte sie im Vorfeld und auf den heimischen Hängen Angst und wollte nochmals einen Skikurs machen. Also haben wir nochmal in fünf Tage investiert, wie sich herausstellen sollte, eine hervorragende Entscheidung: Endlich ist der Knoten geplatzt, sie hat riesige technische Fortschritte gemacht und fährt jetzt sicher, schneller und angstfrei.
Ein kurzes Wort zur Skischule: Wir haben beide Kinder in der "Schneesportschule Asitz" untergebracht, das ist die kleinste der 3 Skischulen an der Talstation. Wir waren rundum zufrieden, sowohl hinischtlich des Lernerfolges als auch hinsichtlich der Betreuung durch das Team und können die Skischule uneingeschränkt empfehlen. Das "Leo Kinderland" an der Talstation mit den diversen Förderbändern, Karussell usw. nutzen die Skischulen übrigens gemeinsam.

^ Nachdem wir die Kinder in der Skischule abgegeben hatten und uns vorsichtshalber noch etwas in der Nähe des Kinderlandes aufhielten, ging es gegen Mittag zu. Also Zeit für die erste Fahrt in Richtung Saalbach, denn ich wollte mal wieder auf der Thurneralm einkehren. Von der Schönleiten-Bergstation dann der "klassische Saalbach-Blick".

^ Blick rüber zum Schattberg, schaut gut aus!

^ Zoom zum Kitzsteinhorn. Leider war es an allen Tagen ziemlich diesig, so dass ich keine ordentlichen Zooms zusammengebracht habe.
Die Einkehr auf der Thurneralm - immerhin seit 18 Jahren meine bevorzugte Raststation im Gebiet - war leider enttäuschend. Langsamer (20 Minuten Wartezeit bis zur Bestellung) und nicht sonderlich freundlicher Service trotz nur halbvoller Terrasse und die Portionen werden auch irgendwie jedes Jahr kleiner. Es blieb bei diesem einen Besuch während der ganzen Woche. Damit war der erste Abstecher Richtung Saalbach auch schon vorbei und wir machten uns auf den Rückweg, schließlich sollten die Kinder ja um 15.00 Uhr abgeholt werden und ich konnte auch die Wartezeiten am Poltenlift noch nicht einschätzen. Wie sich herausstellen sollte, waren diese an allen Tagen gering, zumindest zwischen 14.00 und 15.00 Uhr. Letztes Jahr mussten wir hier meist 15-20 Minuten anstehen.


^ Asitz-Abfahrt zur Mittelstation. Früher war die glaube ich auch schon mal schmaler und etwas welliger. Aber macht nix, ist immer noch eine absolute "Heizpiste", die ich im Lauf der Woche des Öfteren nonstop bis ins Tal runtergezogen bin. Für die Abfahrt ins Tal haben wir meistens die schwarze 89 a (Tarlackabfahrt) über die Forsthofalm genommen (die direkte Zufahrt von der Riederfeldabfahrt war gesperrt), die war ebenfalls in sehr gutem Zustand und wenig befahren.
Tag 2: Rosenmontag, 07.03.2011

^ Morgendlicher Blick aus unserer Wohnung auf die Leoganger Steinberge
Heute habe ich den ersten Skibus genommen, der mich um bereits um 08.35 Uhr an der Asitzbahn abgeliefert hat. Es folgten zwei traumhafte Talabfahrten vom Asitz.


^ Kurz nach 8 an der Bushaltestelle: Blick zur Asitz-Mittelstation sowie Bergstation und 8 KSB Asitz-Gipfelbahn

^ Einfahrstütze Asitzbahn im Morgenlicht, im Hintergrund das Steinerne Meer

^ Etwas weiter links geschwenkt der Beginn der Abfahrt mit den Leoganger Steinbergen dahinter

^ Mittelstation Asitzbahn und Almbahn.
Danach habe ich mich mit dem Rest der Familie getroffen, die Kinder in der Skischule abgegeben und mich mit meiner Frau um 10.00 Uhr in das minütlich dichter werdende Gedränge an der Talstation eingereiht. Wir machten uns auf den Weg nach Saalbach, wo wir nach dem immer wieder lästigen Fußmarsch durch den Ort auf den Schattberg gondelten. Eigentlich wollten wir die Saalbachrunde im Uhrzeigersinn fahren, aber nachdem die Zeit schon wieder etwas fortgeschritten war, kehrten wir bereits bei der Mittelstation der Westgipfelbahn im Bergstadl ein. Leckere Kasnocken und Gröstl bei unterdurchschnittlichem Service. Unser Kellner war irgendwann verschwunden und tauchte auch nicht mehr auf. Sein Kollege wusste auch nicht wo er war, übernahm aber wenigstens die Getränkenachbestellung und die Abrechnung. Dafür hat er sich das Trinkgeld dann verdient. Wird aber wohl nicht unser bevorzugtes Gasthaus werden.

^ Zoom von der Bergstadl-Terrasse zur Zwölfer-Mittelstation

^ Und der Zwölferkogel in seiner ganzen Pracht
Nachdem das Gegondel und Geliftel über Hochalm, Reiter- und Bernkogel und Kohlmais bis Schönleiten doch etwas dauert, haben wir uns in Hinterglemm entschlossen, auf den weiteren Weg über den Zwölfer zu verzichten und sind umgekehrt. Der neuen U-Bahn habe ich dabei zumindest einen Blick gegönnt, für eine Fahrt sah ich wie schon geschrieben allerdings keinen Anlass. Wir machten uns also auf den Weg Richtung Jausernabfahrt. Immer wieder nervig ist dabei die Situation in der Limbergmulde, wo man zur Benutzung der 4 SB gezwungen werden soll. Wir sind lieber die paar Meter aufgestiegen, aber eigentlich müsste das ganze nicht sein. Früher ist man ja auch direkt vom Ziehweg aus zur Jausernabfahrt gekommen.
Die Jausernabfahrt war noch in ziemlich gutem Zustand, auch nicht zu voll, nur im unteren Bereich kamen vereinzelt ein paar Steinchen raus.

^ Blick aus der Schönleitenbahn Richtung Saalbach
Gegen 14.00 Uhr waren wir wieder auf der Leoganger Seite und haben uns ein vorgezogenes "Apres-Weizen" auf der Alten Schmiede genehmigt. Weiteres Apres fand nicht statt, die Kinder waren um 15.00 Uhr beim Abholen wieder ziemlich platt und wollten nur noch in die Wohnung.
Tag 3: Faschingsdienstag, 08.03.2011
Meine Frau wollte es heute etwas ruhiger angehen lassen und nicht so viel fahren, außerdem passieren am dritten Tag ja statistisch gesehen die meisten Unfälle... Ich habe den Tag dann für eine Tour genutzt, die ich vor 3 Jahren schon einmal fahren wollte: Die doppelte Saalbach-Runde, also erst rechts-, dann linksherum. Damals hat mir ein heftiger Schneesturm einen Strich durch die Rechnung gemacht und ich musste wegen teilweise eingestelltem Liftbetrieb vorzeitig abbrechen. Diesmal aber nicht!
Ich wusste nicht genau, wie sich die Doppelrunde zeitlich ausgeht, außerdem war ja Faschingsdienstag und ich hatte mich auf einige Wartezeiten eingestellt. Überraschenderweise musste ich aber bis auf 10 Min. an der Reiterkogel-Ost DSB nirgends ernsthaft anstehen. Natürlich bin ich wieder mit dem ersten Skibus zur Asitzbahn und dann munter drauflosgebolzt, rüber nach Saalbach, im Eiltempo durch den Ort, rauf auf den Schattberg und via Schattberg-Sprinter zum Westgipfel, wo ich dann doch mal den Foto auspackte.

^ Zoom zum Seekar-Schlepplift. Vor vielen Jahren fand ich dort einmal herrlichen Pulverschnee, als im Rest des Gebietes als nass und sulzig war. Später auf meiner Runde habe ich den Seekarlift dann noch mitgenommen. Auch diesmal im oberen Bereich der Abfahrt wieder beste Naturschneeverhältnisse, dafür unten und auf der Verbindung zur Zehnerbahn etliche große und kleine Steine sowie Gras.

^ Blick zum Reiterkogel/Hasenauerkopf mit den beiden Talabfahrten. Dahinter Reckmoos Süd/Hochhörndl. Ob man da irgendwann mal auf Skiern rüberkommt?

^ Westgipfelabfahrt mit Blick zum Zwölferkogel

^ Sehen schon krass aus, die weißen Kunstschneebänder. Die Hasenauabfahrt (rechts im Bild) habe ich auf dem Rückweg mitgenommen. Resultat: Noch ganz gut fahrbar, aber wieder ein paar Kratzer mehr im Belag...
Bereits um 10.00 Uhr saß ich in der Zwölferkogelbahn, da war mir schon klar, dass ich die Doppelrunde zumindest zeitlich locker schaffe. Langsamer gefahren bin ich deshalb natürlich nicht, was ich aufs Ende zu mit heftig brennenden und schmerzenden Beinen büßen durfte. Aber wer schön sein will muss leiden und wer unbedingt irgendwelche sinnlosen Touren in möglichst kurzer Zeit fahren will, sollte halt keinen auf Weichei machen, eine gewisse Kraft und Kondition mitbringen oder die Arschbacken zusammenkneifen (was ich dann auch gemacht habe

^ Blick zurück vom Zwölferkogel zum Schattberg-West

^ Zwölferkogel, hinten die weißen Bänder im Bereich Kohlmais/Bergeralm/Schönleiten, daneben der Asitz-Gipfel. Rechts unten die Bergstation der U-Bahn.
Weiter ging es über die super zu fahrende Zwölfer-Nordabfahrt, auf die sich um diese frühe Tageszeit zum Glück noch keine Anfänger verirrt hatten, rüber auf die Südseite über Hochalm, Reiterkogel und Bernkogel in Richtung Saalbach.

^ Schattberg Ost und West von der Bergstation Rosswaldlift

^ Bergstation Bernkogel 3KSB vom Reiterkogel aus

^ Zoom Schönleiten-Bergstationen und Wildenkarhütte

^ Blick zum Schattberg mit Nordabfahrt

^ Auf der Bernkogelabfahrt, die bereits kurz nach 11 Uhr vormittags tief und sulzig war (aber schon noch gut fahrbar). Hinten die weißen Talabfahrts-Bänder im Kohlmaisbereich: links Maisabfahrt, Mitte WM-Abfahrt und rechts dahinter Ederabfahrt.

^ Um 11.15 Uhr bestieg ich die Bernkogel 3 KSB zu meiner wahrscheinlich vorletzten Fahrt mit dieser schönen Bahn (letzte Fahrt am nächsten Tag). Als ich zum ersten Mal damit fuhr, lief daneben noch der Einersessel... Warum hat man denn die Stützen damals auf so hohe Fundamente gesetzt?

^ Auch von ihm dürfen wir uns wohl verabschieden. Kultiger Doppelschlepper mit Bergab-Stück (bei dem es natürlich bei einem Stopp wieder welche rausgehauen hat

^ Stütze 8 und 9 mit den schräg angeordneten Rollenbatterien, die zum leichten Knick in der Trasse führen.

^ Die einzige Wartezeit des Tages. Auch die Reiterkogel Ost DSB wird bald Geschichte sein. Schade drum. Mir hat die Fahrt noch mal Spaß gemacht, in den großen Spannfeldern sollte man keinen empfindlichen Magen haben, so oft wie die Geschwindigkeit gedrosselt und wieder beschleunigt wird

^ Schöne Bahn mit schöner Trasse
So, genug der Nostalgie, weiter ging die Fahrt über Reiterkogel-EUB und Hasenauer 8 KSB zur kurzen Mittagseinkehr auf die Rosswaldhütte. Sehr gutes Essen, sehr flotte und nette Bedienung, dafür aber auch ein paar Cent teuerer.

Nachdem ich zeitig dran war, nahm ich noch die Spieleck 6 KSB mit. Von dort rüber zur äußeren Abfahrt am Spieleck-SL. Dort werden wohl so schnell keine Alpenrosen blühen. Die Piste war offen, aber die Pflanzen schauten an vielen Stellen durch und wurden entsprechend abrasiert.
Das war es dann leider mit Bildern von diesem Tag, denn der Akku war leer und der Ersatzakku lag natürlich in der Fewo. Ich habe die Runde wie geplant über die Zwölfer-Nordbahn fortgesetzt, den Seekar-SL und Zehnerbahn noch mitgenommen und bin dann wieder zurück auf den Schattberg. Diesmal habe ich dann den Lim(Lahm)berg-Sessellift genommen und bin schnell noch mal die Schattberg-Nord runter, die in sehr gutem, griffigem Zustand war. Wieder hoch und über die Jausernabfahrt - auch die ging noch ganz gut - zur Schönleitenbahn. An der Mittelstation bin ich in die 6 KSB umgestiegen, weil meine Oberschenkel heftig brannten. Sch*** Stehgondel! Weiter dann auf dem üblichen Weg zum Asitz und nochmals nonstop runter ins Tal, wo mich meine Lieben um 15.15 Uhr auf der Riederalm mit Faschingskrapfen (gesponsert von Schneesportschule Asitz) erwarteten. Das Apres-Weizen hatte ich mir heute aber verdient!
Zum Schluss noch die Skiline dieses Tages. Waren zwar insgesamt "nur" gut 13.000 hm, aber ich war trotzdem ganz schön k.o.. Die Tour hat mir aber riesigen Spaß gemacht und so konnte ich auch die noch offene "Schneesturm-Rechnung" begleichen.

Tage 4 bis 7: Aschermittwoch, 09.03.2011 bis Samstag, 12.03.2011
Ab Mittwoch wurde es dank Föhneinbruch zunehmend wärmer. "Am Aschermittwoch ist alles vorbei", das dachte sich wohl auch die Sonne und versteckte sich zunächst öfters hinter Wolken. Meine Frau und ich wollten trotzdem wenigstens ein Mal gemeinsam die Saalbachrunde gegen den Uhrzeigersinn fahren. Mittagspause wie schon am Vortag auf der Rosswaldhütte, wieder empfehlenswert.

^ Blick von Hochalm-Gebiet zum Zwölferkogel mit Nordabfahrt
Nachmittags wurde das Wetter wieder sonniger und wir konnten die Runde gemütlich durchfahren, diesmal allerdings mit dem (erzwungenen) Lahmberglift. Der Schlusshang der Jausernabfahrt war leider temperaturbedingt auch nicht mehr das Gelbe vom Ei und an der Schönleiten-Mittelstation sind wir wegen schmerzender Beine in den Sessel gewechselt. Letztlich haben wir den Tag nach Abholung der Kinder wieder auf der Sonnenterrasse der Riederalm ausklingen lassen.
An den letzten beiden Tagen wurde es nochmals wärmer und die Pisten waren schon morgens bzw. spätestens am Vormittag ziemlich tief, weich und sulzig. Irgendwie hatten wir keine rechte Lust mehr zum Skifahren, und außerdem hatte ich meinen "Sport-Tag" ja schon am Dienstag absolviert. Zudem standen am Donnerstag noch die beiden Skischulrennen (auf Rennstrecke Almbahn und im Kinderland) an. Wir beließen es also bei wenigen Fahrten im Asitzgebiet (in der Asitzmulde ging's noch verhältnismäßig gut), feuerten unseren Nachwuchs an und verbrachten die Mittags- und Apres-Pause etwas ausgiebiger auf der Riederalm. Am Freitag fuhr die "Große" noch einen Tag mit uns, wir sind vormittags bis Schönleiten rüber, aber aufgrund der sulzigen Verhältnisse sofort wieder zurück. Mittagspause in der Alten Schmiede, wo wir eine Stunde auf die Pizza warten mussten
Ein paar abschließende Bilder möchte ich euch nicht vorenthalten:

^ Mein ganzer Stolz: Die kultigste aller kultigen Skijacken aus den Achzigern: Elho Freestyle, wahlweise in neongelb oder umgedreht in weiß mit schwarzen und neonfarbenen Buchstaben. Fast zwei Jahre habe ich bei ebay nach so einem Teil gesucht und vor 7 oder 8 Jahren endlich gefunden, zwar zu groß, aber macht ja nix. Einen kleinen Nachteil hat die Jacke aber: Man schwitzt drunter wie die Sau. Des öfteren wurde ich von Semestern ab meiner Altersstufe aufwärts auf die Jacke angesprochen. Das waren noch Zeiten, als es absolut in war, neongrün, -gelb oder -pink auf der Piste zu präsentieren. Kaum zu glauben, dass das jetzt wieder im Kommen ist

^ Unser "Kleiner" beim Skischul-Rennen im Kinderland - sieht aus wie "ich wink euch jetzt mal"

^ Eine unserer letzten Auffahrten mit der Asitzbahn. Hoffentlich wird die zweite Zubringerbahn für nächsten Winter wirklich gebaut, dann dürfte es an der Asitz-Talstation deutlich entspannter zugehen.

^ Iglu neben der Bergstation der Asitz-EUB. Nett gemacht, mit drei Räumen und mit Isomatten/Fellen gedämmten Sitzbänken. Bei der "Asitz-Action-Night" wird das Iglu wohl als Bar mit DJ benutzt und oben springen offensichtlich Leute mit Ski o.ä. drüber. Haben wir uns allerdings nicht angeschaut.

^ Blick aus der Hintertür des Iglus auf das ehemalige Berghaus Asitz. Wenn ich die Ansage beim Hüttenspringen richtig verstanden habe, hat die Fam. Altenberger das Gebäude gekauft und wird es zur nächsten Wintersaison als "Brauereimuseum"-Erlebnisgastronomie neu eröffnen. Dazu meine höchst subjektive Meinung: Nette Taktik, erst dem Konkurrenten mit der "Alten Schmiede" das Wasser abgraben und ihm dann den Schuppen abkaufen, um ein offensichtlich gut laufendes Konzept weiter auszubauen. Ehrlich gesagt bekomme ich langsam etwas Angst ob dieses "Imperiums" um Krallerhof, Kralleralm, Alte Schmiede und jetzt auch noch "Brauereimuseum". Und irgendwie finde ich diesen künstlich generierten Erlebnis-Gastro-Hype mit der Alten Schmiede am Asitz schon jetzt grenzwertig - Asitz-Action-Night, Nachtrodeln mit Dinner usw. - das passt m.E. nur bedingt zur umliegenden Natur und noch weniger zum familienorientierten Urlaubsort, als den ich Leogang sehe. Aber der wirtschaftliche Erfolg wird den Betreibern wohl recht geben...

^ Eigentlich bin ich ja eher zurückhaltend mit Bildern meiner Kinder im Netz, aber das hochverdiente Apres-Ski-Schokoeis auf der sonnigen Terrasse der Riederalm nach 6 erfolgreichen ersten Ski(Lern-)tagen sieht einfach zu schön aus
Samstag ging es dann nach dem Frühstück wieder ab Richtung Heimat, allerdings mit einer sehenswerten Zwischenstation:

Gestern noch beim Skifahren, heute schon die Biergartensaison eröffnet: Bei der Brauerei Kuchlbauer in Abensberg (zwischen Regensburg und Holledau an der A 93) haben wir Station gemacht, um uns den Hundertwasser-Turm anzuschauen. Leider nur von außen, die Turmbesteigung ist nur im Rahmen einer Brauereibesichtigung möglich und dafür war uns dann die Zeit zu knapp. Erfreulicherweise war der Biergarten geöffnet und wir konnten uns mit einer Brotzeit und einem Skiurlaubs-Abschluss-Weizen stärken. Die Besichtigung holen wir irgendwann in diesem Sommer sicher nach, wenn gewünscht kann ich gerne darüber im Forum berichten.
So, das waren meine/unsere Eindrücke vom diesjährigen "Haupt-Skiurlaub". Sicherlich nicht der erste, der einzige und auch nicht der letzte Bericht aus diesem beliebten Gebiet, aber wenn er euch trotzdem gefallen hat freut es mich und über Kommentare freue ich mich natürlich auch.