
Meinen diesjährigen Urlaub in den Weihnachtsferien verbrachte ich erstmals mit ruf-Reisen in Hinterglemm auf der Breitfussalm. Die Breitfussalm liegt direkt am Zwölferkogel auf 1700m Höhe, was natürlich für jeden, der in erster Linie Wert auf's Skifahren legt, perfekt ist. Morgens um 08:20 Uhr hatte man so immer seine eigene jungfräuliche Piste unter den Brettern
In diesem Jahr konnte ich in erster Linie aufgrund des schlechten Wetters nur verhältnismäßig wenige Fotos machen, weshalb ich teilweise auch relativ viel zu den Verhältnissen geschrieben. Ich hoffe mal, dass das in Eurem Sinn ist
Anfahrt:
Dortmund - Köln - Koblenz - Heidelberg - Ulm - München - Wörgl - St. Johann - Zell am See (mit dem Ruf Mountain Express)
Zell am See - Zwölfer-Nordbahn (mit dem Bus)
Fahrzeit insgesamt: 12h (bei zwei stündiger Verspätung aufgrund eines Suizidversuchs auf der Bahnstrecke vor meinem Einstiegsbahnhof)
Rückfahrt:
Gleiche Strecke bis Köln in 13h (drei Stunden Verspätung bei der Abfahrt des Zuges und zwei Stunden durch den Ausfall der Lok kurz vor Günzburg)
Wetter:
26.12. bedeckt
27.12. bedeckt
28.12. bedeckt, oben dichter Nebel und zeitweiliger Schneefall
29.12. morgens sonnig, gegen 11:00 Uhr zog dann die Front rein
30.12. Schneefall
31.12. Schneefall
01.01. morgens noch bewölkt, kurz vor Mittag begann es dann immer mehr aufzulockern
Temperatur (Reiterkogel Tal/Westgipfel um 09:00 Uhr):
26.12. -2,2° / -10,0°
27.12. -6,6° / -11,6°
28.12. -2,3° / -10,0°
29.12. -11,3°/ -16,6°
30.12. -6,4° / -15,0°
31.12. -2,9° / -10,7°
01.01. -4,0° / -5,9°
Schneezustand:
Alles dabei, am besten (=griffigsten) war es auf der Hochalm, am Hasenauer, sowie am Panorama und Magic 6er - dort griffige und mit der Zeit immer breiter präparierte Pisten. Steine traf man an den ersten Tagen eigentlich überall an - je nach Piste mal mehr, mal weniger. An Neujahr gab es sie dann nur noch auf den neu geöffneten Pisten.
Allgemein waren die Pisten durch Beschneiung und Schneefall oft schon ab dem späten Vormittag verbuckelt, was zum Nachmittag hin dementsprechend noch schlimmer wurde und alles andere als toll zu fahren war, zumal zwischendurch auch immer mal wieder Eis anzutreffen war.
Offen/Geschlossen:
Am 27.12. gingen Sunliner, Reiter-Ost, Wetterkreuz 6er und der Bernkogel-SL in Betrieb, sodass die Verbindung Hinterglemm-Saalbach-Leogang über die Südseite stand.
Einen Tag später öffnete auch der Rosswald 6er, wodurch auch der Hochalm-Bereich direkt angebunden war.
Ab dem 29.12. war dann der Schattberg-Sprinter in Betrieb; an Silvester kam die dazugehörige Piste und die Jausern dazu, sodass bis auf die Zwölfer-Nordabfahrt die komplette Runde befahrbar war.
Pisten sind vor allem in Hinterglemm noch einige geschlossen. Auf der Südseite sind als Talabfahrten lediglich die Hochalm-Talabfahrt und am Reiterkogel die Familienabfahrt geöffnet. Geschlossen sind bspw. auch Seekar, die WM-/Weltcup-Abfahrten und einige Pistenvarianten auf der Hochalm, wo es den Schnee ordentlich verblasen hat.
In Saalbach und Leogang ging während der Woche fast alles auf, dort fehlen jetzt nur noch die Kohlmais-Standard und die Abfahrt nach Viehhofen, ansonsten Vollbetrieb!
Wartezeiten:
Überraschend wenig. Zu den Stoßzeiten mal bis zu fünf Minuten an der Reiterkogelbahn, am Hasenauer 8er, am Schönleiten 6er, an der Mittelstation Asitzbahn und auf der Hochalm. Ansonsten nie mehr als zwei Minuten, was aber wahrscheinlich auch am Wetter lag.
Da meist nur wenige Pistenvarianten geöffnet waren, war es auf den Pisten dennoch recht voll.
Gefallen:
- endlich wieder Skifahren
- neues Skigebiet kennengelernt
- erstes "Riesenskigebiet" für mich
- moderne Anlagen
- geringe Wartezeiten
- Schneesituation in Anbetracht der Lage
- Unterkunft auf 1700m, damit eine jungfräuliche Abfahrt am Morgen
Nicht gefallen:
- Wetter
- Schneeverhältnisse
- Füllgrad der Pisten
- sehr viele schlechte Skifahrer
- Krankheit
- An- und Abreise
Fazit:
26.12.

Nach der Anreise bereit zur Auffahrt mit der Zwölfer-Nordbahn.

Die Zwölfer-Abfahrt wurde die ganze Woche lang beschneit, ist aber bis heute nicht offen. Das Problem ist aber auch eher der obere Teil, wo es den Schnee ordentlich verblasen hat.

Hochalmbahn inklusive geöffneter Talabfahrt.

Dann ging es für alle mit der Zwölfer-Nordbahn hinauf und das kurze Stück bis zur Breitfussalm hinab. Dort gab's dann Einweisungen, Zimmer wurden bezogen (hier der Blick aus selbigem) und wir aßen Mittag. Alle, die wollten, bekamen dann schon ihren Skipass und konnten von 15:00 Uhr - 16:15 Uhr fahren, was ich mir natürlich auch nicht nehmen ließ.

Blick von der Talstation Zwölferkogelbahn zur Westgipfelbahn.

...und zum Zielhang der Zwölfer-Standardabfahrt, die noch geschlossen war. Geöffnet war die blaue Familienabfahrt, dessen unterer Ziehweg hinter dem gelben Hotel verläuft.
Da die Talabfahrt ziemlich eisig war und es auch viele Steine hatte, fuhr ich dann noch vier Mal die zweite Sektion an der Zwölferkogelbahn. Auf der einzig geöffneten blauen Abfahrt war es nach den ca. 15-20cm Neuschnee in den steileren Abschnitten schon ordentlich verbuckelt, die flacheren Teile waren aber schön pulvrig und ließen sich sehr gut fahren.
27.12.

Der nächste Tag begann direkt mal mit einem genialen Ausblick von unserer Hütte aus. Es bewahrheitete sich aber schnell, dass Morgenrot ein Indiz für schlechtes Wetter ist...
Die Abfahrt zur Zwölferkogelbahn war oberhalb der Mittelstation natürlich perfekt, darunter gab es griffigen Maschinenschnee und einige Steine.

Blick zum Westgipfel.

...und ins Glemmtal samt einiger Beschneiungswolken.

Da die Zwölfer-Nordabfahrt wie erwähnt gesperrt war und auch die Verbindung über die Rosswaldbahn noch nicht geöffnet war, fuhr ich mit der Zwölfer-Nordbahn talwärts um zur Hochalm zu kommen.

Im Spieleck 6er. Die einzig geöffnete blaue 22 war oben griffig und unten schlecht oder möglicherweise gar nicht präpariert, dazu nur in geringer Breite geöffnet.

Blick zur Walleggalm, Beschneiung läuft.

Trasse Spieleck 6er.

Nach zwei Abfahrten ging es wieder zum Hochalm 6er, wo ebenfalls nur die blaue Piste geöffnet war. Diese war bis zur Einmündung der schwarzen Piste perfekt zu fahren, darunter lief die Beschneiung und es bildeten sich Buckel zwischen denen es recht glatt war.

Seitenblick zum Spieleck 6er

Die Piste ist nur in deutlich reduzierter Breite präpariert gewesen.

Wie man sieht aber aus gutem Grund.

Nochmals zum Spieleck 6er geschaut.

Ab hier an lief die Beschneiung dann nicht mehr und die Piste wurde entsprechend besser.

Beschneiung auf der schwarzen Reichkendlabfahrt.

Oberhalb der Baumgrenze ist der Schnee besonders auf der Hochalm komplett verblasen.

An Offpiste ist nicht zu denken.
Nachdem es dann voller wurde und die Piste mehr und mehr zerfahren war, wechselte ich um 11:00 Uhr wieder auf den Zwölferkogel. Die an dem Tag erstmalig geöffnete Piste an der Zehnerbahn war betonhart und steinig, sodass ich direkt runter zur Westgipfelbahn fuhr.

Gegenüber die geöffnete Talabfahrt am Zwölferkogel.

Blick zurück.
An der zweiten Sektion, deren Piste oben abgeblasen aber sonst griffig war, machte ich dann zwei Wiederholungsfahrten. Unterhalb der Mittelstation wurde es dann immer steiniger und die Beschneiung lief - kein Genuss.

Deshalb lief ich das kurze Stück durch den Ort um auf den Reiterkogel zu kommen.

Auch hier nur eine schmale und dementsprechend volle Piste, die oben noch griffig war ehe sich unten mehr und mehr Haufen bildeten.
Zu meiner Verwunderung stellte ich dann fest, dass auch der Sunliner lief. Mit diesem fuhr ich daraufhin hinauf und nach dem Ausstieg zeigte sich, dass auch die drei Verbindungslifte nach Saalbach liefen - also nix wie rüber. Am Reiter-Ost war es leider sehr hart und eisig und am Bernkogel-SL schaute teilweise etwas Gemüse raus. Noch schlimmer war es dann aber an der EUB, wo die gesamte Beschneiungsarmada ihr "Unwesen" trieb und für zahllose Buckel sorgte. Deshalb ging es auf direktem Wege wieder zurück, wo es auf der kurzen Abfahrt am Wetterkreuz 6er etwas griffiger war.
Da ich schon während meiner Fahrt im Hasenauer 8er festgestellt hatte, dass der offziell geöffnete Rückweg zum Hasenauer mehr aus Wiese als aus Schnee bestand, versuchte ich mein Glück auf der noch geschlossenen roten 35. Diese hatte nur wenige Steine und war definitiv besser zu fahren als so manch geöffnete Piste. Geschlossen war sie wohl wegen der laufenden Beschneiung und zwei noch nicht ganz verfüllten Bachläufen.
Von dort ging es dann noch einmal mit dem Hasenauer 8er hoch und dann mit der Reiterkogelbahn wieder herunter, da die Pisten alle nicht mehr schön zu fahren waren. Im Ort wurde dann noch etwas Proviant für die Woche gekauft, ehe es wieder zurück auf die Hütte ging.
Als Letztes noch die Skiline des Tages.

Noch ein Bild von der abendlichen Bullyparade am Zwöferkogel.
28.12.

Da die Sicht an diesem Tag extrem schlecht war, gibt es nur dieses eine Foto vom Panorama 6er; da war die Sicht noch mit am besten..
Zwölfer am morgen war wie immer gut, Westgipfel danach ebenso (wenn man die Steilhänge über die gesamte Breite runtercarven kann weiß man was Sache ist
20min später war ich nach dem Fußmarsch vom Schattberg X-press zum Kohlmais dann am Turm 6er angelangt, den ich eben schnell nahm um zur Kohlmaisgipfelbahn zu kommen, wo ich auch direkt die nächste Fahrt erwischte. Die Abfahrt am Panorama 6er war schon leicht zerfahren, mit ordentlichem Kantendreckung ließ es sich aber dennoch ganz gut Carven.
Weiter am Magic 6er war es oben ebenfalls griffig, der letzte Steilhang war jedoch schon um kurz nach zehn verbuckelt. Hier war auch die blaue Umfahrung noch gesperrt, sodass alle diesen Hang nehmen mussten.
Positiv überrascht war ich dann vom ersten Teil der Verbindung zum Schönleiten 6er. Das Stück vor dem Ziehweg war noch richtig schön pulvrig und für mich das beste Saalbacher Pistenstück des Tages.
Am Schönleiten 6er gab's dann die anscheinend obligatorischen 5min Wartezeit und die Piste zum Polten 8er hatte ziemlich viele Steine, die teilweise auch so groß waren, dass ich sie von der Piste entfernt habe.
In Leogang wurde die Sicht dann immer schlechter. Die Piste an der Sportbahn 2000 war glücklicherweise ganz gut zu fahren, das wäre sonst ein ziemliches Chaos geworden. Die Piste zur Bergstation Asitzbahn war dann komplett überfüllt und an vernünftiges Fahren war nicht zu denken, weswegen ich mich direkt auf den Weg zur Mittelstation machte. Hier war es auch alles andere als leer, aber durch die Breite der Piste konnte man es dennoch gut laufen lassen, zumal auch die Schneeverhältnisse bis auf das letzte Stück gut waren - dort lief noch die Beschneiung.
Da sich die Wartezeiten an der Mittelstation mit der Zeit auf 4min hochschaukelten, machte ich mich nach drei Abfahrten um 12:15 Uhr wieder auf den Rückweg. Die Piste an der Asitzmuldenbahn ging ebenfalls gut - hier haben die Sufag-Kanonen gute Arbeit geleistet. Verbindung nach Saalbach ebenfalls gut, hier stehen auch ein paar neue (?) TF10.
Der Schlusshang am Magic 6er hatte über den Tag weiter abgenommen und hätte wohl so manche Buckelpiste in den Schatten gestellt.
Am Kohlmais war die Maisabfahrt die zu dem Zeitpunkt einzig geöffnete Talabfahrt. Ließ sich auch größtenteils ohne Feindkontakt fahren, ist aber halt nicht viel mehr als ein breiter Ziehweg.
Auf dem Rückweg nach Hinterglemm nahm ich dann wieder die immer noch geschlossene 35, auf der nun auch die Bachläufe fast komplett zugeschoben waren. Dann stellte ich fest, dass auch der Rosswald 6er samt Abfahrt über den Tag in Betrieb genommen wurde, wodurch ich mir den Fußmarsch durch Hinterglemm ersparen konnte. Die Verbindung zur Hochalm war zwar noch etwas unruhig und knollig, ließ sich aber mit genügend Kanteneinsatz gut fahren.
Die noch eingestreute Wiederholungsfahrt am Hochalm 6er war dann ein ziemlicher Griff ins Klo: oben null Sicht und starke Haufenbildung und weiter unten eisig. An der EUB bot sich dann das gleiche Bild, hier quälten sich Massen an Menschen über die buckelige Piste nach unten. Da es dann auch am Zwölfer ein totales Whiteout gab, ließ ich es dann bleiben und fuhr direkt zur Hütte ab.
Die Skiline des Tages.
29.12.

Der Blick aus dem Fenster macht schon mal Lust auf mehr!

Zwölferkogel aus der Westgipfelbahn. Die Abfahrt an der Westgipfelbahn 2 war ein absoluter Traum, denn oben hatte es 2-3cm Schnee eingeweht - so waren direkt mal drei Wiederholungsfahrten fällig.

Danach ging es kurz durch den Ort und mit der Reiterkogelbahn hinauf. Um die Zeit musste man halt die 5min Wartezeit in Kauf nehmen, aber ging alles recht flott. An der immer noch schmalen aber griffigen Piste am 8er oben dann drei Abfahrten gemacht.
Dann ging es weiter Richtung Hochalm: an der Rosswaldbahn war die Piste noch etwas glatt und knollig, das breite Stück nach der Rosswaldalm war dann aber richtig schön pulvrig und toll zu fahren.
Auf der Hochalm erwarteten mich dann Wartezeiten an beiden KSB's. Am Spieleck 6er sah es noch etwas leerer aus und so entschied ich mich für diesen. Nachdem ich die 5min Anstehen hinter mich gebracht hatte, stoppte die Bahn während der Fahrt einige Male. Beim Blick zurück zeigte sich schnell, dass hinter mir nur noch fünf Sessel besetzt waren und die Bahn somit leer gefahren wurde. Oben windete es dann auch stark und langsam aber sicher zog die Schneefront herein. Die Piste war aber nochmal richtig genial, da es einigen Schnee reingeweht hatte.
Ich machte dann frühzeitig auf der Walleggalm Mittag, in der Hoffnung, den Ansturm am Hochalm 6er umgehen zu können. Wie sich aber später zeigen sollte, gab es einen ganz anderen Ansturm, denn auch der Hochalm 6er und die Zwölfer-Nordbahn fielen dem Wind zum Opfer, womit die Hochalm nicht mehr ans restliche Gebiet angeschlossen war. Dementsprechend blieb nur der Skibus von der Talstation zurück nach Hinterglemm.

Massen an Menschen auf der hoffnungslos überfüllten Talabfahrt.

Neue (?) Skibrücke am Ende der Zwölfer-Nord-Abfahrt
In der Befürchtung, dass noch weitere Bahnen schließen könnten, fuhr ich dann praktisch nur noch an der Zehnerbahn, dessen Abfahrt insgesamt recht griffig war und nur wenige aber fiese Steine hatte. Am Ende hab ich dann noch drei Abfahrten an der Zwölferkogel 2 gemacht, dort gab's aber oben ziemliches Whiteout.
Die Skiline
30.12. + 31.12.
An diesen beiden Tagen war ich durch Magen-Darm lahm gelegt. Auf unserem Zimmer hatten es im Verlaufe der Woche sieben von acht Leuten.

Bestandsaufnahme am 31.12. um 11:00 Uhr.

Saalbacher Südseite und Westgipfel um halb fünf.
01.01.

An Neujahr sollte es über den Westgipfel schnellstmöglich zu den drei KSB's auf der Saalbacher Südseite gehen, hier im Limberg 4er.

Variantenhänge.

Piste war nicht so toll wie sie aussieht, da der Schnee relativ tief und stumpf war.

Seitenblick.

Weiter im Schönleiten 6er. Die Jausernabfahrt zuvor wurde beschneit und war entsprechend knollig.

Und im Magic 6er.

Thurneralm.

Die gleichnamige Abfahrt, war etwas steinig.

Griffige Bergeralmabfahrt.

Rückblick.

Geschlossene rote Direktvariante am Panorama 6er.

Blick nach Hinterglemm.

Ederabfahrt - Knollen, Steine und einige Eisplatten.

WM-Abfahrt - schon etwas zerfahren und ebenfalls einige Steine und Eisplatten.

Da ich mich aufgrund meiner Magen-Darm-Krankheit ziemlich schwach fühlte, machte ich mich dann schon auf den Rückweg nach Hinterglemm.

Blick nach Fieberbrunn, nächste Saison geht's rüber

Achtung Anfänger
Ich fand es wirklich extrem, wie viele schlechte Skifahrer unterwegs waren. Das soll keineswegs arrogant klingen, aber man musste schon regelrecht mit der Lupe nach Skifahrern suchen (außer -natürlich- an Neujahr), die mindestens genauso gut wie man selbst fahren. Außerdem hat es mich teilweise richtig aufgeregt, wie nah manche Leute an einem vorbei fahren, obwohl man schon wirklich am äußersten Rand der Piste steht. Nachdem letztes Jahr ein Snowboarder in meinen Stock gefahren ist, bin ich da mittlerweile extrem pingelig. Dass Leute nicht nach oben gucken, wenn sie losfahren oder die gesamte Piste queren, ist ja schon nichts besonderes mehr...

Bernkogel- und Wetterkreuz-Bergstation.

Rote Abfahrt 35 am Sunliner.

Westgipfel und Zwölferkogel.

Die Abfahrt war - wieso auch immer - komplett leer.

Saalbach in der Sonne.

Hasenauer nun in kompletter Megabreite präpariert. War mir auch nochmal eine Wiederholungsfahrt Wert, obwohl es bereits ein einige Pulverhaufen gab.

Das gleiche Bild an der Rosswaldbahn, hier noch etwas stärker zerfahren.

Und noch einmal den Hochalm 6er gefahren, im oberen Teil schon kein Genuss mehr.

Schwarze Reichkendlabfahrt. War eine Bullyspur breit präpariert und ist seit Samstag offziell geöffnet.

Der untere Teil war etwas kompakter und somit nochmal ganz schön zu fahren.
Danach ließ ich es dann aufgrund meiner erwähnten Kraftlosigkeit für diesen Urlaub sein. Ich fühlte mich regelrecht wie ein Anfänger, so schwach wie ich die Kante nur belasten konnte, was angesichts der nun immer größer werdenden Pulverbuckel aber von Nöten gewesen wäre.
Zuletzt noch die Skiline
Fazit:
Leider haben Wetter und Gesundheit nicht ganz mitgespielt, weswegen ich fairerweise keine endgültige Bewertung des Skigebiets vornehmen kann. Gefallen hat mir, dass es praktisch ausschließlich schnelle und moderne Anlagen gibt, und, dass trotz des Schneemangels alle wichtigen Abfahrten geöffnet waren oder während der Woche öffneten.
Bezüglich der Pistenvielfalt kann ich nicht viel sagen, da einige Varianten noch geschlossen waren. Dadurch waren logischerweise auch die geöffneten Abfahrten überlastet, die ich aber insgesamt weder als besonders interessant, noch als besonders schlecht bewerten will.
Nicht immer einverstanden war ich mit der Präparierung. Gerade an Neujahr hatte es über Nacht keinen Neuschnee gegeben und dennoch waren einige Pisten entweder schon von der Früh weg schlecht präpariert (Zwölferkogel, Verbindung Westgipfel - Limberg 4er, Jausern), oder ließen am Tage sehr schnell nach, wobei ich ehrlicherweise nicht einschätzen kann, ob die schlechte Bindung zwischen den Schneeschichten womöglich der Grund dafür sein könnte.
Ebenfalls etwas enttäuscht war ich von den Verbindungen, die oftmals nur aus Ziehwegen bestehen. Beispiele sind die komplette Saalbacher Südseite und Bernkogel 2 sowie Rosswald-Hochalm. Die Schneeverhältnisse haben das sicherlich auch etwas zum negativen hin beeinflusst, aber dennoch hätte man die Verbindungen in meinen Augen schon beim Bau intelligenter trassieren können. Aufgrund dieser Tatsache wundert es mich auch, wieso viele von SHL als Rundengebiet überzeugt sind. Ich würde gerade bei mehr geöffneten Pistenvarianten eher einzelne Bereiche auswählen, in denen ich dann einen Tag fahre.
Achso - Kritik, Anregungen, Fragen, usw. sind natürlich immer willkommen