Während sich alle Welt im Hauptteil des „Skijuwels“ tummelt und die Pisten teilweise sehr voll und mitunter stark verreist sind, entschieden wir uns einen Tag nach Niederau auf das Markbachjoch zu fahren. Zum Einem kannten wir das Gebiet überhaupt nicht, zum Anderen waren die 2 bisherigen Skitage im Skijuwel eher durchschnittlich. Zwischen tollen Powder-Hängen und unzumutbaren Eis-Pisten hatten wir alles.
Warum ich heute ausgerechnet dem kleinen Skigebiet einen Bericht widme? Naja, alles passte. Das Wetter, die Pisten und der Betrieb. Mein Titel lautet „Klein aber fein“; könnte aber auch heißen“ Warum JEDER, der mal in der Wildschönau ist, das Markbachjoch besuchen sollte“.
Das Skigebiet an sich besteht aus einer 8-EUB, einer 4-KSB und zwei Ankerliften, die aber keine nennenswerten Pisten erschließen, die die EUB nicht erschließen würde. Die Pisten, die durch die wenigen Anlagen bedient werden, sind aber umso besser. Angefangen bei den toll trassierten Pisten „Talabfahrt Tennladen (24)“ und „Märchenwiesenabfahrt (19)“ bis hin zu den schönen schwarzen Pisten „Gipfelabfahrt (16)“ und „Hochbergabfahrt (15)“.
Nun aber zu den Fakten:
Anfahrt:
Von Auffach nach Niederau in ca. 10 Minuten; An der EUB um 9:10; Achtung das Skigebiet macht im Gegensatz zum Rest des „Skijuwels“ erst um 9 Uhr auf!
Wetter:
Anfangs leichte Bewölkung, die sich um ca. 13 Uhr komplett verzogen hatte…
Temperatur:
Um 9:10 Uhr -2 Grad an der Talstation, mittags durch Sonne leichte Plusgrade, im Schatten Dauerfrost
Schneehöhe:
Zwischen 20 und 40 cm Naturschnee und reichlich Kunstschnee
Schneezustand:
Hart und griffig präpariert, keine Eisplatten (erst gegen Mittag ein paar wenige), keine/wenige Steine (Hier ist das Liftpersonal positiv zu erwähnen, das den ganzen Tag unterwegs war und mit Schaufeln Steine von der Piste geworfen hat!!!!) Auf der Piste 24 ungewalzte aber verteilte Kunstschneeauflage, die sich traumhaft fahren ließ. Habe ich so noch nicht erlebt, dass man auf der gesamten Piste Kunstschnee ungewalzt verteilt!
Geöffnete Anlagen:
Alle Anlagen
Offene Pisten:
Alle außer der Piste „Hochmuth Schneise (24b)“
Meisten Gefahren mit:
4-KSB „Lanerköpflbahn“
Nicht Gefahren mit:
Alles gefahren.
Wartezeiten:
Ausnahmslos keine.
Gefallen:
Eigtl alle Pisten bis auf den als schwarz gekennzeichneten Ziehweg „Verbindung Lanerköpfl“, der teilweise eisig/erdig war. Warum der schwarz ist? Keine Ahnung
Wenig Betrieb; urige Atmosphäre durch schöne, kleine Skihütten mit gutem Essen. Wenig Touristen.
Nicht gefallen:
Nichts Gravierendes. Gegen Mittag zeigten sich ein paar Eisplatten, aufgrund der Schneelage verständlich. Wenig Naturschnee – Interessante Skirouten nur unangenehm zu fahren… Bei mehr Schnee gibt es zwei wirklich tolle Routen.
Nun zu den Bildern:
Zuerst einmal der Pistenplan. Das Markbachjoch befindet sich ganz links auf der Karte.
Hier auf der Gipfelabfahrt
Blick ins Inntal; generell recht schöne Aussicht von hier oben.
Auf der Hochbergabfahrt
Skiroute „Sixtwiese“; Leider aufgrund des Altschnees schlecht zu fahren, sonst schöne Route.
Nochmal Ausblick aufs Inntal
Hier an der Bergstation des Ankerliftes „Kropfraderjochlift“. Dieser ist nur 315 m lang und erschließt keine nennenswerte Piste. Warum man den „Mittermoosjochlift“, dessen Bergstation unten rechts zu sehen ist, nicht bis oben hat weiterlaufen lassen, ist mir unklar. Dieser Lift ist mit 960m Länge etwas interessanter, erschließt jedoch keine eigene Piste. Schade.
Hier auf der „Tennladen Talabfahrt(24)“
8-EUB Markbachjochbahn; Seeeeeeehr langsam; Interessante Kabinen, innen unten komplett mit Stoff ausgekleidete Kabinen, der mir unbekannten Firma „Köberl“. Habe ich so noch nie gesehen. Auch die Form der Kabinen ist anders, als bei anderen Firmen.
„Märchenwiesenabfahrt (19)“
Fazit:
Ein toller, nahezu perfekter Skitag. Das Wetter stimmte, gegen Mittag sowieso. Die Pisten waren toll präpariert (besser als auf Schatzberg und Gmahkopf etc., für diese aktuelle Schneelage nahezu perfekt. Klar ist es mit einem Meter Pulverschnee nicht zu vergleichen. Aber die Bergbahnen können sich die Bedingungen nicht aussuchen und hier wurde das bestmögliche verwirklicht) und auch die Atmosphäre mit den urigen Hütten gefiel mir sehr. Der wenige Betrieb, selbst am heutigen Feiertag, war dann noch das I-Tüpfelchen auf diesem Skitag. Warum kann das Skigebiet nicht etwas größer sein…?! Alles in Allem
Und Morgen geht es zumindest für ein paar Stunden wieder aufs Markbachjoch, bevor es nochmal nach Alpbach und Schatzberg geht.