
Nach gesundheitsbedingtem Ausfall im letzten Winter standen 2016 wieder planmäßig die Kerker-Tours auf dem Programm. Erstmals sollte es für uns ins Gasteiner Tal gehen. Im September hatte ich zufällig ein Schnäppchen gefunden: 4-Sterne-Hotel in Bad Hofgastein mit Thermalbad, Sauna & Co sowie 5-Gänge-Menü incl. Getränke für knapp über 70 Euronen pro Nase/Nacht. Und das in den Weihnachtsferien – ein anderer Termin war für uns heuer leider nicht möglich.
Die Voraussetzungen waren ja bekanntlich denkbar schlecht – kein Naturschnee und warme Temperaturen haben uns die Vorfreude etwas vermiest. Dennoch ging es planmäßig am 02.01. frühmorgens los und wir hatten für alle Fälle auch einen „Plan B“ in der Tasche. Immerhin war es seit Silvester kälter und die Skigebiete konnten die Kanonen wieder anwerfen… Um es vorweg zu nehmen: Wir fanden deutlich bessere Bedingungen als erwartet vor und hatten 4 ordentliche Skitage.
Auf die Aufzählung der „technischen Daten“ verzichte ich mal, etwaige Infos / Kommentare gibt es zu den einzelnen Bildern.
Tag 1: Samstag, 02.01.2016
Den ersten Skitag verbringen wir in Dorfgastein (-Großarl), wo wir nach einer stress- und staufreien Anreise um 08.30 Uhr auf einem noch fast leeren Parkplatz ankommen. Ich war zuletzt 1987 mit dem schulischen Skilager in diesem Skigebiet – die Erinnerung daran ist aber doch schon etwas verblasst… Die morgendlichen Temperaturen liegen im leichten Minusbereich, der Himmel zeigt sich etwas bewölkt mit einzelnen kurzen Aufheiterungen, einem schönen Skitag sollte damit nichts im Wege stehen.

Morgens nach der ersten Bergfahrt der erste Blick vom Fulseck ins Gasteiner Tal.

Und ein Zoom Richtung Schlossalm, wo es am nächsten Tag hingehen sollte.

Die erste Abfahrt führt uns zum Kreuzkogellift. Teilweise laufen die Kanonen, aber die Abfahrt ist in einem sehr guten Zustand – hart und schön griffig.

Oben angekommen nehmen wir zunächst die Kühhager-Abfahrt mit, die aber teilweise nur sehr schmal und stellenweise eisig ist. Über die Familienabfahrt geht es weiter Richtung Großarl – hier beste Bedingungen.

Auch die Harbachabfahrt ist in gutem Zustand, nur ganz vereinzelte eisige Stellen im unteren Bereich.

Nach Großarl sind sogar 2 Talabfahrten geöffnet, die sich in einem erstaunlich guten Zustand befinden.

Die Hochbrand-Abfahrt (halbseitig offen, ganz vereinzelte Steinchen) bringt uns zur Jagahütte, wo wir einen ersten Stopp für ein Elfa-Seidla einlegen. Apropos Elfa-Seidla: Das „berühmte Motiv“ fehlt diesmal – das Wetter war nicht gut/warm genug zum draußen sitzen und ein Weizen irgendwo in der Hütte ist kein besonders wertvolles Fotomotiv…

Nach der ersten Einkehrpause geht es nochmals nach Großarl ins Tal, bevor wir uns via Familien-Abfahrt und Kreuzkogel-Lift auf den Weg nach Dorfgastein machen.

Vom Kreuzkogel aus machen wir ebenfalls erst einmal eine komplette Talabfahrt über Familien-, Gletscher- und Mittelstationsabfahrt bis Dorfgastein.

Ab etwa der Hälfte kommen tauchen häufiger Steinchen auf der Piste auf, teilweise etwas Haufenbildung.

Die Talabfahrt ist erst seit gestern offen. Unterhalb der Wengerhochalm-Talstation ist sie gerade mal eine Raupenspur breit und mit etlichen Steinchen garniert. Im weiteren Verlauf bis ins Tal auch mehr oder weniger vereist.

Schließlich machen wir ausgiebig Mittag auf der Wengeralm. Schöne Hütte, Essen passt auch.

Nach der Pause eine Fahrt mit der Wengerhochalmbahn. Die Schneelage im Gelände ist gleich Null. Auf der Dorfgasteiner Seite sind einige Abfahrten auch im oberen Bereich noch nicht geöffnet.

Grabnerabfahrt unterhalb der Gipfelexpress-Bergstation. Hier war sie ganz gut, weiter unten dann wieder Steine und Eis. Die daneben verlaufende Fulseck-Gipfelexpress-Abfahrt fahren wir versehentlich auch – sie ist noch nicht präpariert und der Zustand wechselt zwischen Kunstschneehaufen und Grasski. Die Piste ist wohl gesperrt – aber an der Einfahrt steht kein Schild bzw. Absperrung. Das sollte eigentlich nicht vorkommen!

Schließlich machen wir unsere finale Talabfahrt. Hier nochmal das sehr schmale, eisige und von einigen Steinchen durchsetzte Teilstück.
Fazit Tag 1:
Die Pistenbedingungen waren besser als erwartet und daher hatten wir einen ganz netten Skitag. Im Vergleich war der Pistenzustand in Großarl deutlich besser als in Dorfgastein und auch die Zahl der offenen Abfahrten dürfte etwas höher gewesen sein. Dank Reisetag herrschte sehr wenig Betrieb, so dass die maximale Wartezeit 2 oder 3 FBM betrug. Gefahren lt. Skiline sind wir 7.682 hm.
Tag 2: Sonntag, 03.01.2016
Endlich, endlich… über Nacht hat es etwas geschneit, im Tal etwa 5 cm, so dass beim morgendlichen Blick aus dem Fenster doch ein bisschen Winterstimmung aufkommt. Heute wollen wir das Skigebiet Schlossalm/Stubnerkogel erkunden, das noch niemand von uns kennt. Der Skibus fährt direkt vor unserem Hotel und wir nehmen natürlich den ersten, von wegen früher Vogel und so…

Es geht also gleich mal hoch mit Schlossalmbahn I und II – und oben stehen wir in den Wolken und es schneit. Die Sicht ist teilweise sehr schlecht. Rund 10 cm Neuschnee liegt auf den Pisten. Tja, da wird der Fahrspaß beizeiten nachlassen, wenn sich das schön zusammenschiebt.

Aufgrund der schlechten Sicht entschließen wir uns, erst einmal ins Angertal abzufahren. Hierfür steht derzeit nur der ewig lange Kasereben-Ziager zur Verfügung, der aber ein nettes Gefälle hat.

Wir fahren mit der Senderbahn auf den Stubnerkogel und stehen wieder in der Suppe. Auf der blauen Talabfahrt nach Bad Gastein ist etwas Betrieb und es bilden sich schon die ersten Haufen. Die meisten Skifahrer kommen damit in Verbindung mit den Sichtverhältnissen überhaupt nicht klar. Weiter unten Richtung Tal ist immerhin die Sicht etwas besser und es lässt sich ganz gut fahren.

Die „vordere“ Verbindung über den Ziehweg Richtung Angertal ist gesperrt. An den Alternativen Senderabfahrt und Jungeralm-Abfahrt warnen Schilder: „Nur für geübte Skifahrer“ und „Schadhafte Piste“. Na toll…

Es geht über die Jungeralm dann aber ganz passabel zu fahren – abgesehen von den zahlreichen laufenden Schneekanonen und den zunehmenden Haufen. Nach unten wird die Piste auch zunehmend glatt bzw. eisig.

Mit der Kaserebenbahn geht es zurück zur Schlossalm. Inzwischen ist die Sicht etwas besser geworden.

Wir nehmen noch die Weitmoserbahn mit. Die Weiterfahrt mit der DSB zur Hohen Scharte ist wegen Schneemangel leider geschlossen. Von hier oben geht es über die blaue Hamburger-Abfahrt zur Sendleitenbahn. Hier spielen sich die ersten größeren Dramen ab: Es ist zwar nicht allzu viel los, aber fast alle nehmen diese Abfahrt Richtung Tal. Dementsprechend ist die Haufenbildung und teilweise kommt etwas Eis durch. Ein großer Teil der anwesenden Gäste scheint zum ersten Mal auf Skiern zu stehen…

Über die 4 KSB Sendleitenbahn fahren wir zur 4 SB Kleine Scharte. In diesem Bereich des Skigebietes ist sehr wenig los und die Abfahrt noch in einem ziemlich guten Zustand.

Nachdem die Abfahrt von der Hohen Scharte mangels Schnee leider geschlossen ist (sie ist nur im unteren Abschnitt beschneibar), müssen wir uns zum Ende des Skitages mit der Kleinen Scharte begnügen. Aber auch diese Hintenrum-Abfahrt macht viel Spaß, ist landschaftlich sehr schön und auch nachmittags noch in einem guten Zustand – die beste Abfahrt des Tages. Die einzig geöffnete Talabfahrt ist die Aeroplan, die im oberen Bereich stark vereist, ansonsten aber ganz ordentlich fahrbar ist.
Fazit Tag 2:
Erwartungsgemäß hat sich der Neuschnee schon etwas auf die Pisten ausgewirkt – die Haufenbildung kostet dann doch etwas mehr Kraft und verlangt in Verbindung mit der teilweise schlechten, diffusen Sicht auch viel Konzentration. Nachdem uns das Skigebiet aber sonst ganz gut taugt und die Wetteraussichten für morgen Besserung versprechen, werfen wir „Plan B“, nämlich den nächsten Tag nach St. Johann-Alpendorf zu fahren, über den Haufen und beschließen, Tag 3 wieder hier zu verbringen. Gefahren sind wir eher sparsam, lt. Skiline 6.835 hm.
Tag 3: Montag, 04.01.2016

Wie gehabt geht es mit dem ersten Skibus zur Schlossalmbahn, um gleich am frühen Morgen die Kleine Scharte zu entjungfern…

Es war nachts wieder schön kalt und dementsprechend ist die Abfahrt in einem Topzustand.

Der Neuschnee vom Vortag hat den Pisten und der Optik daneben gut getan. Aufgrund der Temperaturen läuft die Beschneiung den ganzen Tag – teils auf geöffneten Pisten und hauptsächlich auf weiteren, noch geschlossenen Abfahrten.

Die Sicht ist heute auch ganz in Ordnung – hier der Blick von der Bergstation Sendleitenbahn zur 6 KSB Weitmoser.

Zwischendurch kommt sogar immer mal kurz die Sonne raus – hier an der Weitmoser-Abfahrt – ein Hauch von Winter… Leider reichen die Schneefälle aber immer noch nicht aus, um die Hohe Scharte zu öffnen.

Auch die linke Weitmoser-Abfahrt ist im Topzustand.

Tja, und dann machen wir uns wieder auf den Weg Richtung Angertal, über die blaue Hamburger-Abfahrt, die jetzt am frühen Morgen zwar noch nicht verbuckelt ist, aber trotzdem bei guter Füllung etliche der Gäste schon überfordert.

Landschaftlich ist das Schlossalm-Gebiet durch die hochalpine Kulisse recht ansprechend.

Der lange Ziager führt uns mit Blick zum Stubnerkogel wieder Richtung Angertal. Das untere Stück der Käferstall-Abfahrt ist halbseitig präpariert, geöffnet und super zu fahren – leicht angeweicht und schön griffig. Wobei ich hier die rote Markierung schon in Frage stellen würde – ist schon ordentlich steil.

Gewusel im Angertal – Blick aus der Senderbahn.

Und nochmal aus der Senderbahn, kurz vor dem Gipfel der Blick zur Schlossalm.


Zwischen den beiden Gipfeln des Stubnerkogel überspannt eine Hängebrücke den Abgrund – natürlich haben wir einen kurzen Halt für eine Begehung eingelegt.

Blick vom Stubnerkogel nach Bad Gastein. Hinten der Graukogel, ein reines Naturschneegebiet – da geht so schnell noch nix…

Die Angertalabfahrt steht als geöffnet im Pistenpanorama – tatsächlich offen ist aber nur der Abfahrtsteil von der Sesselbahn aus. Der Ziehweg (links der Bildmitte), der als einzige Möglichkeit von „vorne“ dorthin führt, ist gesperrt. Wir fahren ihn trotzdem, bis auf etwas Graskontakt an einer kurzen Stelle geht er ganz gut.

Der Bereich am Burgstall-Schlepper (nicht in Betrieb) ist schon präpariert, einige Kunstschneehaufen liegen aber noch herum.

Von hier nochmal ein schöner Blick zur Schlossalm bis hinauf zur Hohen Scharte. Schade, wäre ich wirklich gern gefahren…

Dann geht es in den heute erstmals geöffneten unteren Teil der Angertalabfahrt. Von oben her geht es noch halbwegs gut, allerdings ist es ziemlich eisig.

Der untere Bereich ist dagegen eine ziemliche Katastrophe: Die Piste ist maximal auf halber Breite offen, total vereist und mit zahlreichen Haufen und Steinen gespickt. Die hätten sie mal besser noch zu gelassen.

Zurück auf der Schlossalm fahren wir nochmals zur Weitmoser 6KSB. Die Zufahrt zur Talstation hat sich inzwischen durch die zahlreichen Haufen schon wieder zu einem Tragödienhang entwickelt.

Dann beginnt es wieder zu schneien und wir gehen zum Apres-Ski im Aeroplanstadl über (super leckeres Weizen vom Fass!). Vorher nehmen wir ein letztes Mal die Hamburger-Abfahrt, auf der sich wieder zahlreiche Anfänger durch die Hügel zu Tale quälen. Ich mag mir gar nicht vorstellen, wie es hier aussieht wenn viel Betrieb ist.
Fazit Tag 3:
Jetzt habe ich also auch endlich das Skigebiet Schlossalm-Stubnerkogel kennengelernt – bzw. das, was davon offen war. Ich finde es doch ganz nett, landschaftlich reizvoll, weitläufig und abwechslungsreich mit ruhigen und belebten Ecken. Der Betrieb hielt sich in Grenzen (Wartezeiten nicht nennenswert), allerdings waren die zentralen Pisten doch gut gefüllt, und zwar überwiegend von überforderten Anfängern. Schade, dass die Hohe Scharte nicht offen war, aber auch die Kleine Scharte kann was und macht Laune. Insgesamt war der Skitag recht schön und wie gesagt gefällt mir das Gebiet recht gut. Allerdings wäre es mir für eine Woche zu klein, 2 bis 3 Tage reichen da aus. Gefahren sind wir heute 7.438 hm lt. Skiline, also auch wieder eher gemütlich.
Tag 4: Dienstag, 05.01.2016
Schon bei der Anreise am Samstag haben wir uns entschlossen, den letzten Skitag in meinem „Haus- und Hofskigebiet“ Saalbach(-Hinterglemm-Leogang-Fieberbrunn) zu verbringen und uns dementsprechend die SSSC zugelegt. Der Grund: Bei unserer Anreise war bereits morgens um 6 Uhr eine Wartezeit von mehr als einer Stunde in der Gegenrichtung an der Grenze. Und das wollten wir uns bei der Heimfahrt nicht antun – also daher lieber kontroll- und staufrei die Landstraße über Lofer nach Inzell nehmen. Und dafür liegt Saalbach natürlich perfekt am Weg…

So steigen wir um 09.30 Uhr bei (noch) schönem Sonnenschein an der Schönleitenbahn ein. Der klassische Blick ins Glemmtal lässt schon erkennen, dass die (angekündigten) Wolken langsam reindrücken.

Man merkt sofort, dass die letzten kalten Nächte (und Tage) den Pisten sehr gut getan haben – die 66 zur Kohlmais-Mittelstation ist in sehr gutem Zustand. Die Beschneiung ist in manchen Bereichen den ganzen Tag gelaufen – teilweise auch auf geöffneten Abfahrten.

Blick von der Maisalm (die Maisabfahrt ist die einzige geöffnete Talabfahrt am Kohlmais – WM-Abfahrt dürfte bald aufgehen) zum Schattberg. Die Nordabfahrt ist offen, sieht aber teilweise sehr schmal aus. Unten raus und auf der Turmwiese wird der Schnee zu grieseligen Eiskörnchen.

Wir machen uns gleich weiter auf den Weg Richtung Bern- bzw. Reiterkogel – schließlich gibt es eine neue Piste und zwei neue Bahnen, die gefahren werden wollen. Der neue Bernkogel-6er wird sehr gut angenommen, vor allem für die Anfänger ist hier eine komfortable Bahn mit einer perfekten Übungspiste entstanden, die die Turmwiese deutlich entlasten dürfte.

Einfahrt in die neue Vierstadlalm-Abfahrt. Die Beschneiung läuft auf Dauerfeuer…

Der obere Steilhang – ganz ordentlich zu fahren.


Nach dem flachen Mittelstück schließt sich der recht steile Schlusshang an. Er ist in recht passablem Zustand, allerdings stellenweise etwas vereist und ein paar Steinchen kommen auch durch. Unterm Strich finde ich die Abfahrt sehr schön – abwechslungsreich, etwas kupiert, schöne Länge und Höhenunterschied und auch etwas anspruchsvoller. Ich bin allerdings schon gespannt, ob hier nicht ein neuer Tragödienhang entsteht – vor allem im unteren Teil.

Da sich der Weg nach Fieberbrunn derzeit nicht lohnt, fahren wir mit der TirolS zurück. Vom Reiterkogel bietet sich ein schöner Blick über die Saalbacher Südseite, die jetzt wenigstens etwas winterlich aussieht.

Bergstation der neuen TirolS – eine schöne Bahn.

Wir machen uns auf den Rückweg Richtung Saalbach. Hier der Blick vom Bernkogel. Die Nivellierung der oberen Bernkogelabfahrt ist wirklich gut und bietet perfekte Bedingungen für Anfänger. Prima, dass dieses Schiebestück nun Geschichte ist – und die neue Bahn mit den blauen Bubbles gefällt mir auch.

Ebenfalls neu neben der Bergstation der Bernkogel-EUB: Die „Luis-Alm“. Nun ja… eine „Alm“ sieht für mich anders aus und ich habe eher den Eindruck, dass es sich hier um einen klassischen Abfütter-Tempel handeln könnte. Aber ich kann mir kein Urteil erlauben – von einem Besuch sehen wir nämlich ab, weil die Thurneralm schon ganz laut nach uns ruft.

Die Bernkogel-Abfahrt ist im Wesentlichen ganz in Ordnung – nur im Mittelteil wird sie etwas bräunlich und ein paar Steinchen kommen zum Vorschein.

Nach unten hin ein paar Buckel, aber nichts dramatisches.

Auch am Panorama 6er geht es ganz gut. Aber gerade hier im Kohlmais-Bereich fehlen schon noch viele Abfahrten. Wir biegen ab zur Mittagseinkehr in meiner Lieblingshütte.

Nach der Mittagsrast machen wir dann endlich auch mal ein Gruppenfoto – und prompt schieben sich doch zwei Fremde ins Bild.

Über den Magic 6er machen wir uns auf den Weg Richtung Leogang. Die Abfahrt unter der Bergeralm ist in einem ziemlich schlechten Zustand: Vereist, leicht braun, steinig, viele Haufen. Ein ziemlicher Tragödienhang. Die blaue Umfahrung ist noch nicht fertig/offen.

Auf der Verbindung nach Schönleiten-Mitte feuern die Kanonen was das Zeug hält. Dementsprechend ist der Schlusshang auch recht tief und verbuckelt, aber durchaus fahrbar.

Auch in der Asitzmulde wird fleißig gefeuert, die Pisten sind bis auf ein paar eisige Stellen ziemlich gut. Es zieht jetzt immer mehr zu und beginnt zu schneien.

An den Asitz-Bergstationen vorbei machen wir uns auf den Weg zur nächsten Neuheit: Die Steinbergpiste ist bis zur Mittelstation geöffnet.

Unter der Talstation der Asitz-Gipfelbahn beginnt die Abfahrt flach und breit wie eine Autobahn. Herrlich zum „Laufenlassen“ und vor allem prima für kleinere Kinder. Nach dem langen Flachstück wird es zur Mittelstation hin ein kleines bisschen steiler.

Der Schlussteil zur Mittelstation, ebenfalls schön breit und angenehm geneigt, dazu in sehr gutem Zustand. Der restliche, längere Teil der Abfahrt ist leider noch nicht offen, aber zumindest die Einfahrt sieht schon sehr vielversprechend aus. Die Piste gefällt mir, sie stellt zwar keine großen sportlichen Ansprüche, aber dafür kann man es einfach laufen lassen und absolut familientauglich ist sie auch. Da freue ich mich doch schon auf die Faschingswoche, wenn sie dann hoffentlich bis ins Tal befahrbar ist.


Schließlich nehmen wir auch noch die Abfahrt zur Mittelstation der Asitzbahn mit. Hier ist verhältnismäßig wenig los und für nachmittag ist sie wirklich noch in einem tollen Zustand mit nur sehr wenigen Buckeln. Dazu ist sie in weiten Teilen auch auf ganzer Breite offen.

Und dann geht es langsam auf’s Ende zu. Über den Asitz geht es zurück Richtung Schönleiten, wo uns die finale Talabfahrt erwartet. Die Beschneiung selbiger begrüße ich sehr – es ist eine wirklich schöne Abfahrt, die in den letzten Jahren nur eher selten geöffnet war.
Fazit und Ende:
Die Entscheidung, Saalbach anzusteuern, war definitiv trotz der eher negativen Berichte im Vorfeld richtig. Die paar kalten Tage haben die Verhältnisse sehr schnell deutlich nach oben gebracht. Die neuen Pisten und Bahnen runden den Skicircus sehr gut ab – wie es in Fieberbrunn aussieht, werde ich mir in der Faschingswoche anschauen. Wir hatten einen schönen Skitag, den wir nach 6.290 hm um 15 Uhr mit der Heimreise beendet haben.
Und damit sind die Kerker-Tours 2016 auch schon wieder vorbei – schee war’s, vor allem hatten wir kaum Erwartungen und wurden unterm Strich dann doch ziemlich positiv überrascht. Mal sehen, wohin es uns im nächsten Jahr verschlägt...


