
Alle Jahre wieder...
Auch heuer ging es in den (bayerischen) Faschingsferien wieder in unser Familien-Domizil Leogang. Unsere gemütliche Ferienwohnung dort haben wir nun schon einige Jahre und fühlen uns sehr wohl - und das wird auch weiterhin so bleiben (auch wenn ich den Ruf der Dolomiten deutlich hören kann...).
Ein paar Änderungen zu den Vorjahren haben diesmal allerdings für größere Vorfreude gesorgt: Die Verbindung mit Fieberbrunn, die neue Steinbergpiste und außerdem war erstmals "Skigebiets-Hopping" geplant, nachdem unser "Kleiner" keinen Skikurs mehr braucht und mit uns fährt. Eigentlich wollten wir außer dem Skicircus noch die Hochkönig-Skischaukel und die Schmittenhöhe ansteuern - letztere haben wir zugunsten eines zweiten Hochkönig-Tages ausfallen lassen. Aber der nächste Winter kommt bestimmt
Ein kurzes Fazit vorweg: Es war wieder eine klasse Skiwoche, mit den unterschiedlichsten Schneebedingungen und überwiegend Schönwetter. Den Fieberbrunner Gebietsteil finde ich im Wesentlichen ganz nett, die Steinbergabfahrt macht Laune, Wartezeiten im Tal in Leogang gehören der Vergangenheit an und durch den neuen Bernkogel 6er fahren dort nun viele Skischulen / Anfänger, was die Situation an der Saalbacher Turmwiese deutlich entspannt.
Anfahrt:
06.02. Weißdorf - A 93 - Regensburg - A 3 - "Blaue Route" B 20 - Straubing - Landau - Burghausen - Traunstein - Inzell - Lofer - Saalfelden - Leogang wie üblich stress- und staufrei ganz gemütlich mit Pause in gut 5 Stunden.
13.02. Rückfahrt auf gleicher Strecke, ebenfalls ganz entspannt.
Wetter & Temperaturen:
Sonntag und Montag bewölkt bis heiter, föhnig, morgens im Tal leichte Minusgrade, tagsüber am Berg einstellige Plusgrade, aber gefühlt nicht allzu warm. Am Faschingsdienstag (Föhn-)Sturm, in der Nacht zum Mittwoch dann Temperatursturz (morgens -13° im Tal) und tagsüber anhaltender Schneefall. Donnerstag und Freitag Kaiserwetter: strahlender Sonnenschein bei einstelligen Minustemperaturen.
Schneehöhe & -zustand:
Angesichts des schwachen Winters hatten wir eher böse Vorahnungen - wurden aber positiv überrascht: Auf den Pisten sehr gute Schneelage und -verhältnisse, Pisten meist in einwandfreiem Zustand. Am Sonntag/Montag/Dienstag föhnbedingt überall weiche und tiefe, aber nicht sulzige Pisten mit nachmittäglicher Haufenbildung. Auf manchen Pisten vereinzelt harte, glatte Stellen, aber nicht dramatisch. Der Mittwoch brachte im Tagesverlauf am Berg ca. 20 cm feinsten Pulverschnee, der sich am Donnerstag noch zu kleineren leichten Haufen zusammenschob. Am Freitag dann traumhafte Bedinungen - fest, pulvrig, griffig - super bis zum Ende.
Geöffnete Anlagen:
alle
Geöffnete Pisten:
alle außer:
Nr. 27 a Reiterkogel Tababfahrt (Rosswald), Nr. 33 a Bach Talabfahrt, Nr. 54 Kohlmais Standard
Nr. 68 Talabfahrt Viehhofen (ab 11.02. wieder geöffnet)
F13 (Abfahrt zur TirolS-Mittelstation ab 08.02. geschlossen, ab 11.02. wieder offen)
Am Hochkönig war glaube ich alles offen.
Gefahren mit:
Skicircus:
10 EUB Steinbergbahn I und II (2 x)
8 EUB Asitzbahn I (1 x) und II (2 x)
6 KSB/B Schönleiten 6er (5 x)
6 KSB/B Sportbahn Asitzkogel 2000 (8 x)
8 KSB/B Asitzgipfelbahn (4 x)
6 KSB Asitzmuldenbahn (5 x)
8 KSB/B Polten (4 x)
12 EUB Schönleiten I und II (3 x)
6 KSB/B Panorama 6er (1 x)
8 EUB Westgipfelbahn I und II (1 x)
6 KSB/B Magic 6er (3 x)
8 EUB Bernkogelbahn (2 x)
6 KSB/B Bernkogel 6er (2 x)
6 KSB/B Turm 6er (1 x)
6 KSB/B Reiterkogel-Ost (2 x)
8 EUB Doischberg (2 x)
4 KSB/B Lärchfilzen (2 x)
8 EUB Reiterkogelbahn (1 x)
4 KSB/B Sunliner (1 x)
6 KSB/B Wetterkreuz 6er (1 x)
8 KSB/B Hasenauerbahn (2 x)
12 EUB Zwölfer Nordbahn (1 x)
4 SB Limberg (1 x)
3 KSB Kohlmais 3er (1 x)
8 EUB Schattberg X-Press I + II (1 x)
8 EUB Schattberg Sprinter ( x)
12 GUB Streuböden (1 x)
12 GUB Lärchfilzkogel (1 x)
10 EUB Reckmoos Nord I und II (1 x)
10 EUB TirolS II (1 x)
Hochkönig:
8 EUB Aberg (2 x)
4 KSB/B Abergalmbahn (2 x)
8 EUB Sinalcobahn (2 x)
6 KSB/B Bürglalmbahn (2 x)
6 KSB/B Dacheggbahn (2 x)
6 EUB Karbachalm (2 x)
6 KSB/B Fellersbachalmbahn (2 x)
8 EUB Kings Cab (3 x)
4 KSB/B Zachhofalmbahn (2 x)
2 SB Gabühelbahn (2 x)
6 KSB/B Schwarzeckalmbahn (2 x)
6 KSB/B Schönangerbahn (1 x)
2 SL Wastlhöhelift (1 x)
6 KSB/B Hintermaisbahn (1 x)
Wartezeiten:
Wie erwartet, haben sich die früher oft üblichen Wartezeiten in Leogang normalisiert. Zum einen dürfte sich die Steinbergpiste positiv auf die Verteilung auswirken, außerdem steigen viele Tagesgäste jetzt vermutlich bereits in Fieberbrunn ein und fahren nicht mehr bis Leogang. Jedenfalls hatten wir morgens im Tal genau null Wartezeit, wobei wir auch immer schon um 08.30 gestartet sind – der frühe Vogel und so…
Im Wesentlichen haben sich die Skifahrerströme im gesamten Gebiet recht gut verteilt. Nennenswerte Wartezeiten gab es an der Bernkogelbahn und am Bernkogel 6er (ca. 5 Minuten). Vor allem am Bernkogel 6er sehe ich für nächste Saison dringenden Handlungsbedarf, da die Anstellschlange bis in die Mitte der Abfahrt und sogar noch weiter hinausreicht. Wie bereits gesagt, sind viele Anfänger von der Turmwiese hierher „umgezogen“. Hier sind die Bergbahnen dringend gefordert, eine andere Anstell-Lösung zu finden.
An drei Tagen wurde der Schönleiten 6er wegen Wind/Sturm vorzeitig garagiert. Dies führte zu Wartezeiten von 10-15 Minuten und ziemlichem Gedränge an der Schönleiten-Talstation – wobei dort auch einige Kabinen leer nach oben geschickt wurden, um die enorme Warteschlange an der Mittelstation abzuarbeiten – ich schätze allerdings, dass dort die Wartezeit noch höher war. In so eine 12er-Stehkabine passen übrigens auch 15 Leute rein. An dieser Stelle noch eine persönliche Anmerkung: Ich werde der Stehgondel keine Träne nachweinen…
Am Hochkönig bzw. Einstieg Maria Alm Abergbahn war morgens deutlich mehr Betrieb, aber mehr als 5 Minuten standen wir auch nicht an, an der Bürglalmbahn und Kings Cab ebenfalls rund 5 Minuten, ansonsten nicht erwähnenswert.
Gefallen:
Überwiegend schönes Wetter
Sehr gute und abwechslungsreiche Schnee- und Pistenverhältnisse
Pistenpowdern am Mittwoch
Verschiedene Skigebiete besucht
Restaurant Dorfalm in Leogang
Nicht gefallen:
Sturm am Dienstag
Bierpreise
Teilweise Haufenbildung
Fazit:
Sonntag, 07.02.2016
Zum „Einfahren“ geht es heute gleich mal Richtung Saalbach. Je nach Andrang und Uhrzeit hatte ich evtl. auch einen kleinen Abstecher nach Fieberbrunn geplant. Den lassen wir dann allerdings zu Gunsten der Gratabfahrt und Talabfahrt zur Reiterkogelbahn sein und fahren danach über die Südseite wieder zurück nach Leogang.
Skiline heute: 6.549 hm, 19 Lifte, 52 km
Vorab: Ich weiß leider nicht, warum die Bilder teilweise so dunkel sind. Da hat wohl die Kompaktknipse ein paar Defizite... Es war definitiv heller und schöner, als es auf den Bildern rauskommt.
Morgens ist es noch etwas trüb und über dem Saalfeldener Becken hält sich noch der Nebel.

Die Leoganger Steinberge zeigen sich in winterlicher Pracht.

Es ist morgens schon recht warm - die Abfahrt vom Asitzgipfel ist schon weich.

Nach dem üblichen Geschaukel das Saalbach-Standardmotiv: Der erste Blick von der Schönleiten-Bergstation ins Glemmtal...

... und nach Hinterglemm zum Zwölferkogel.

Am Kohlmais ist sehr wenig los - wie heute allgemein. Vielleicht haben sich viele vom Föhn abhalten lassen?

Über den Bernkogel geht es zum Reiterkogel - Blick auf die Saalbacher Südseite, dahinter ragen das Steinerne Meer und der Hochkönig auf.

Wir nehmen die Gratabfahrt - eine herrlich kupierte, wenig befahrene Naturschneeabfahrt, die sich sehr schön fahren lässt.

Wir fahren durch bis ins Tal nach Hinterglemm und machen uns dann auf den Rückweg.

Die Einfahrt zur neuen Vierstadlalm-Piste. Wir sind sie in dieser Woche nicht gefahren - ich kenne sie schon von Anfang Januar und meine Familie wollte ich nicht unbedingt mit Gewalt runterjagen.

Die Bernkogelabfahrt ist ebenfalls schon recht weich. Aber es herrscht wenig Betrieb, daher gibt es kaum Haufenbildung.

Auch auf der Turmwiese sieht es in der Mittagszeit recht ruhig aus.

Nach der Mittagseinkehr in der Thurneralm geht es zurück Richtung Schönleiten. Die Abfahrt von der Bergeralm zum Magic 6er ist ja oft ein Tragödienhang, aber heute ist er noch ganz gut beieinander.

Am nachmittag in der Asitzmulde ist es auch schon sehr ruhig.

Zum Abschluss des ersten Tages machen wir uns an die "Erstbefahrung" der (leider recht weichen) Steinbergpiste.

Die Abfahrt macht durchaus Laune, wird nach dem oberen Flachstück etwas steiler und ist schön abwechslungsreich, kupiert und nicht einfach plattmodelliert. Steilere und flachere Stücke wechseln sich ab - unterm Strich ist die Abfahrt wirklich schön geworden und auch für Anfänger gut geeignet.

(Rosen)Montag, 08.02.2016
Heute geht es nach Maria Alm zur Hochkönig-Skischaukel. Die „Königstour“ will mal wieder befahren werden. Mein letzter Besuch dort ist auch schon wieder 3 Jahre her. Über Nacht hat es in den höheren Lagen ein paar wenige cm geschneit, tagsüber wird es wieder recht föhnig-warm, so dass die Pisten weich, tief und hügelig werden.
Skiline heute: 6.232 hm, 12 Lifte, 32 km
Morgens am Aberg - 3 cm Schnee auf der Piste, darunter ist es schon weich; aber das Wetter passt.

Im Tal hält sich noch der Nebel, hinten zeigen sich das Steinerne Meer und der Hockönig.

Die Abfahrt vom Gabühel nach Dienten ist morgens schon ziemlich spaßbefreit - weich, tief, und erste Haufen bilden sich auch schon.

Gegenüber geht es mit der Bürglalmbahn weiter. Daneben ist die Schneise des Vorgänger-Schleppers zu sehen - an den kann ich mich noch gut erinnern - ewig lang und steil, das hieß brennende Oberschenkel...

Wir machen uns weiter auf den Weg Richtung Mühlbach. Die Abfahrt vom Dachegg ist eine absolute Heiz-Autobahn.

Abfahrt zur "Kings Cab" - nach wie vor in meinem persönlichen Ranking der bescheuertsten Liftnamen ganz weit oben.

Zoom-Blick nach Wagrain zum Grießenkareck.

"Heute ein König" ... ach nein, das war ja was anderes

Die (rote) Fellersbachabfahrt ist kaum befahren und daher noch in einem super Zustand.

Am Alpenhauptkamm halten sich die Föhnwolken.

Auf dem Rückweg: Der Blick über Dienten zum Gabühel mit seiner DSB.

Und der Gegenblick auf die Abfahrt unter der Bürglalmbahn.

Die Gabühelabfahrt ist nachmittags schon ein ziemlicher Tragödienhang. Aber nachdem nicht allzu viel los ist, kommen wohl alle irgendwie runter.

Es geht wieder Richtung Maria Alm, vor der Einfahrt zur Hintermoosabfahrt wird der Blick auf das Saalfeldener Becken frei, dahinter ragen die Leoganger Steinberge auf.

Das Steinerne Meer, wie es sich an der Bergstation der Schwarzeckbahn präsentiert.

Und etwas weiter links noch ein schöner Blick auf Maria Alm und Saalfelden.

(Faschings)Dienstag, 09.02.2016
Heute gibt es dann mal wieder echtes Neuland für mich, und zwar das ehedem „best versteckte Skigebiet“, welches bekanntlich seit dieser Saison nicht mehr ganz so gut versteckt, sondern vielmehr ein Teil des größten Skigebietes in Österreich geworden ist… Wir parken an der Steinbergbahn und nehmen den Skibus nach Fieberbrunn. Von dort wollen wir über die TirolS nach Saalbach und weiter über die „Runde“ Hinterglemm-Zwölferkogel-Schattberg-Jausern-Schönleiten zurück nach Leogang schaukeln. Das wäre beinahe gehörig schief gegangen… Mehr dazu bei den Bildern.
Skiline heute: 3.820 hm, 12 Lifte, 16 km. Es fehlen allerdings die Bergfahrten Reckmoos-Nord (500 hm) und TirolS II (727 hm), somit gesamt 5.047 hm.
Zunächst nehmen wir die Abfahrt vom Doischberg...

... die recht nett, aber leider etwas kurz ist.

Weiter geht es zur Lärchfilzenbahn, die sehr schöne Abfahrten erschließt.

Von hier aus nehmen wir dann die F 1c ins Tal, eine sehr schöne Waldabfahrt auf Naturschnee.

Dann geht es mit der Streuböden- und Lärchfilzkogelbahn nach oben. Die beiden GUB's halten uns davon ab, die Talabfahrt anzutreten, denn die Lust auf eine Wiederholungsfahrt hält sich in äußerst überschaubaren Grenzen.
Der Blick aus der Bahn: In der Mitte die Loferer Steinberge, links dahinter die Steinplatte.

Das Panorama am Lärchfilzkogel ist auch recht schön: Die Leoganger Steinberge und rechts dahinter das Steinerne Meer.

Wir machen uns über die Reckmoos-Nord EUB auf den Weg Richtung Saalbach. Oben angekommen steht dann auf den Tafeln, dass die Verbindung TirolS wegen Sturmwarnung heute geschlossen ist. Wir fahren zur Reckmoos-Süd hinunter, den Hochhörndl-Lift lassen wir aus.

Abfahrt Reckmoos-Süd - sie ist ziemlich weich und tief, aber nachdem nicht allzu viel los ist, ganz passabel fahrbar.

Wir sehen, dass die TirolS fährt und die Vierstadlalm-Abfahrt offen ist. Der sehr nette Seilbahner an der Reckmoos-Süd erklärt uns die Lage dann verständlich: Aufgrund der Sturmwarnung haben die Betriebsleiter morgens entschieden, die Verbindung heute nicht zu öffnen. Es werden keine Gäste von Fieberbrunn nach Saalbach gelassen (und umgekehrt), da der Rücktransport bei einer vorzeitigen Anlagenschließung nicht gewährleistet werden kann. Macht natürlich Sinn. Ich erkläre ihm, dass wir eigentlich nur nach Saalbach und nicht zurück nach Fieberbrunn wollen. Oben stand zwar, dass die Verbindung Schönleiten-Leogang ebenfalls geschlossen wäre, aber das mag ich nicht wirklich glauben. Ich benutze den Konjunktiv - wenn ich jetzt die geschlossene F 13 zur TirolS-Mittelstation fahren würde - kämen wir dann hoch zum Reiterkogel? Naja, meint er, wir könnten es ja probieren...
Diese Idee haben vor uns auch ein paar andere - diese werden an der Mittelstation nicht Richtung Saalbach befördert und müssen zurück nach Fieberbrunn einsteigen. Ich erkläre dem Seilbahner unser Anliegen, dass wir nach Saalbach wollen und wissen, dass es keinen Weg zurück gibt. Daraufhin öffnet er die Absperrkette und lässt uns "auf eigene Verantwortung" durch, so kommen wir zum Reiterkogel.

Über die Hasenauerbahn gelangen wir Richtung Hochalm, wo wir in der Rosswaldhütte unsere Mittagspause einlegen. Der Wind wird immer stärker, so dass mich langsam doch ein etwas ungutes Gefühl beschleicht und wir so schnell wie möglich weiterfahren.

Der Rest der Geschichte ist schnell erzählt: Gerade als wir an der Zwölfer-Nordbahn ankommen, stellt diese den Betrieb wegen Sturm ein. So nehmen wir den Skibus, der uns bis ganz nach vorne zur Schönleitenbahn bringt. Hier stehen wir wieder einmal im Gedränge - aber immerhin fährt sie, wenn auch etwas langsamer, bis ganz hoch. Der Schönleiten 6er ist auch schon in der Garage. Oben dann der bange Blick - ja, der Polten 8er fährt noch. Puhhh... Glück gehabt. In Schleichfahrt und mit mehreren Stopps bei Windböen geht es dann hoch Richtung Asitz. Mir fällt ein größerer Felsbrocken vom Herzen, als wir in der Asitzmulde ankommen - das ist nochmal gut gegangen, eine Taxifahrt von Schönleiten nach Leogang hätte sicher ein paar Euronen gekostet...
Die Muldenbahn ist wenig windanfällig und läuft natürlich noch. Aber die Asitzgipfelbahn hat den Betrieb ebenfalls eingestellt. Oben stürmt es inzwischen heftig, aber sobald man vom Grat wegkommt, merkt man davon nicht mehr viel. So nehmen wir die Steinbergabfahrt und kommen gut an der Talstation an, wo unser Auto auf uns wartet.

(Ascher)Mittwoch, 10.02.2015
Über Nacht kommt die Kälte… Morgens ist es noch klirrend kalt und im Tal ist die Altschneedecke leicht überzuckert. Bei der ersten Bergfahrt setzt dann der Schneefall ein, der den ganzen Tag über anhält, so dass am Nachmittag am Berg etwa 20 cm frischer Pulver liegen - je nach Windexposition auch mehr oder weniger.
Skiline heute: 5.224 hm, 17 Lifte, 29 km
Der dichte Schneefall hält natürlich viele vom Skifahren ab. Wir machen uns aber trotzdem auf den Weg Richtung Saalbach, um in der Thurneralm eine längere Einkehr zu machen.

Der Schönleiten-Blick ins Glemmtal - tja, heute gibt es nicht viel zu sehen...

Nach der ausgiebigen Einkehr schneit es immer noch dicht, dazu bläst ein ordentlicher Wind. Und ich stelle wieder einmal fest, dass so ein Bart äußerst praktisch beim Skifahren ist: Er gefriert ein und darunter ist es wohlig warm

Nachdem es kalt ist, laufen an etlichen Stellen auch die Kanonen. An der Abfahrt zur Schönleiten-Mittelstation merke ich dann, was es für einen Riesenspaß macht, durch den frischen Pulver auf der Piste zu pflügen. Ich bin ja nicht so der Tiefschneefahrer (und habe dafür auch nicht den passenden Ski), aber so ist das eine Fetzengaudi. Teilweise versinke ich bis zu den Knien und der Schnee spritzt nur so davon...

Auch an der Abfahrt zum Poltenlift ist Pistenpowdern angesagt - nachdem kaum jemand unterwegs ist, ist der Schnee auch nicht zerfahren.

Und schließlich schicke ich den Rest der Familie schon mal zur Einkehr in die Alte Schmiede, während ich noch einige Fahrten in der Asitzmulde mache. Ein paar der Abfahrten hier sind so gut wie unbefahren, so dass ich jedes Mal eine neue Spur ziehen kann. Obwohl es weiterhin schneit, der Wind bläst und die Sicht nicht so toll ist, habe ich selten so einen Spaß beim Skifahren gehabt.

Aber irgendwann ist es dann auch wieder gut, und als ich zum Aufwärmen in die Alte Schmiede komme, wartet schon ein Weizen auf mich.

Heute sind wir an der Asitzbahn eingestiegen, also wartet noch die Talabfahrt. Nachdem wie gesagt fast nix los ist, bilden sich natürlich auch so gut wie keine Haufen und die Abfahrt lässt sich gut fahren.

Auch hier laufen teilweise die Kanonen.

Unterhalb der Mittelstation nehme ich die direkte Einfahrt von der "Roten" in die schwarze Tarlackabfahrt. Auch hier lässt es sich wieder super fahren.

Der Zielhang der Tarlackabfahrt - ebenfalls in gutem Zustand.

Donnerstag, 11.02.2016
Gestern frischer Pulverschnee und für heute ist Schönwetter angekündigt – also ein guter Tag für den „Klassiker“ Saalbachrunde. Wir steigen heute wieder an der Steinbergbahn ein – um 08.20 Uhr das ungefähr zehnte Auto am Parkplatz, und zwar in erster Reihe direkt gegenüber der Rolltreppe zur Bahn
Skiline heute: 8.696 hm, 21 Lifte, 62 km
Morgens am Asitz ist es noch etwas bewölkt, aber es sieht schon nach Schönwetter aus. Und es ist recht kalt.

Aus der Mulde machen wir uns auf den Weg Richtung Saalbach. Wir sind ganz früh dran, daher ist noch nichts los.

Auch an der Schönleitenbahn noch keine Wartezeiten (ok, 3 oder 4 FBM waren es...).

Oben dann wieder der klassische Glemmtal-Blick. Die Wolken bekommen Lücken und einige Hänge liegen schon in der Sonne.

Und auf dem Weg Richtung Kohlmais dann auch endlich die Gelegenheit für das Alpinforum-Standardmotiv

Über die Maisabfahrt geht es nach Saalbach. An der Bernkogelbahn müssen wir dann kurz anstehen - es ist allerdings auch gerade 10 Uhr und damit Stoßzeit. Am Bernkogel 6er dann wieder die schon beschriebene Situation: Die Gäste stauen sich bis auf die halbe Abfahrt zurück.

Weiter geht es über den Reiterkogel zur Hasenauerbahn. Die Pisten sind teilweise etwas weich, offenbar hat sich der gestrige Neuschnee noch nicht so recht mit der Unterlage verbunden. Macht aber nix, ist ja alles Pulver.

Blick zum Schattberg - da geht es nachher hin.

Auf den Pisten am Hochalm- und Spieleck 6er ist relativ wenig Betrieb.

Aber leider stehen an beiden Bahnen etwas längere Schlangen, so dass wir auf eine Fahrt verzichten und direkt ins Tal zur Zwölfer Nordbahn abfahren.

Aus der Nordbahn der Blick zu den schönen Hängen an der Hochalm...

... und über Hinterglemm zur Saalbacher Südseite und den Schattberg.

Im Zwölfer-Treff machen wir einen kurzen Stopp für das Elfa-Seidla und genießen die Aussicht.

Zoom ins Kohlmais-Gebiet. Dort steht mit der Thurneralm auch unser Ziel für die heutige (späte) Mittagseinkehr.

Nach der langen Abfahrt vom Zwölferkogel geht es weiter auf den Schattberg-Westgipfel. Dieses Mal queren wir nicht am Hang und "gönnen" uns stattdessen eine Fahrt mit dem Lahmberglift zum Ostgipfel.

Und dann nehmen wir schnell noch die Nordabfahrt vom Schattberg mit.

Durch den gestrigen Neuschnee ist die Abfahrt in einem Topzustand.

Und schon geht es mit dem Schattberg X-Press wieder hoch.

Wir nehmen die Jausernabfahrt zur Schönleitenbahn. Hier ist etwas mehr Betrieb, dementsprechend ist der berühmte Schlusshang schon wieder ziemlich zerfahren - aber es geht schon noch.

Hoch geht es mit der Schönleitenbahn, an der Mittelstation wechseln wir in den Sessellift. Sch*** Stehgondel!

Und endlich gibt es dann die Mittagseinkehr auf der Thurneralm. Das Leben ist schön!

Danach machen wir uns auf den nachmittäglichen Rückweg. Die Einfahrt vom Magic 6er in Richtung Schönleiten ist wieder einmal ein ziemlicher Tragödienhang...

... während der Blick von der gleichen Stelle nach unten eine kaum befahrene Abfahrt im Topzustand zeigt. Aber wir wollen ja zurück nach Leogang.

Schließlich sind wir wieder in der Asitzmulde.

Und genießen die letzte Abfahrt des Tages bei inzwischen herrlichstem Winterwetter.

Freitag, 12.02.2016
Zum Abschluss der Woche geht es heute nochmals nach Maria Alm. Schon morgens ist klar, dass uns ein Traumtag erwartet und daher sind wir auch pünktlichst zum Liftstart an der Talstation.
Skiline heute: 7.205 hm, 14 Lifte, 38 km
Morgens am Aberg - perfekte Pisten laden zur ersten Abfahrt ein.

Heute sind die Bedingungen auch abolut top. Der Neuschnee hat sich gut verbunden und ist über Nacht ordentlich durchgefroren. Die Pisten bleiben den ganzen Tag bestens.

Zoom zum Hochkönig mit dem Matrashaus am Gipfel. Das nenne ich eine exponierte Lage...

Wir machen uns wieder auf den Weg Richtung Dienten.

Die Abfahrt vom Gabühel - heute alles andere als ein Tragödienhang, sondern Skispaß pur.

Blick zurück zum Gabühel.

Bei meiner Bergtour im letzten Sommer wollte er sich partout nicht zeigen, aber heute gibt er sich die Ehre: Der Großglockner, mit 3.798 Metern höchster Berg Österreichs.
EDIT: Ätsch... Reingefallen. Dank entsprechender Hinweise - es ist das Große Wiesbachhorn, mit 3.564 m der dritthöchste Gipfel der Glocknergruppe. Knapp vorbei ist auch daneben...

Und auch das Kitzsteinhorn ist von der Wastlhöhe aus schön zu sehen.

Statt des Ziehweges haben wir den Schlepplift zur Wastlhöhe genommen, der uns auf die traumhafte Familienabfahrt Zachhofalm bringt.

Kaum was los und einfach nur super - Vollgas ist angesagt.

Richtung Mühlbach nehmen wir noch die Fellersbachalmbahn mit. Von oben der Blick in die wenig befahrene "Rote", die ebenfalls genial zu fahren ist.

Nach der Talabfahrt nach Mühlbach und der Mittagseinkehr auf der Tiergartenalm machen wir uns auf den Rückweg.

Abfahrt vom Dachegg...

... Bilder sagen mehr als Worte

Dann geht es zurück nach Dienten. Der Gebäudekomplex und die Brücke sind schon ganz schön reingequetscht und der kleine Anstieg Richtung Gabühel-DSB ist auch nicht ganz optimal. Aber immerhin braucht man nicht durch den Ort zu latschen.

Am Gabühel machen wir noch eine Abfahrt nach Hinterthal.

Auch hier kaum etwas los und perfekte Bedingungen.

Schließlich geht es am nachmittag dem Ende entgegen... bei der Abfahrt nach Hintermoos kommt der Aberg wieder ins Blickfeld.

Und schließlich genießen wir noch ein letztes Mal das Bergpanorama - und lassen es auf der finalen Talabfahrt nach Maria Alm noch mal so richtig krachen.

Schee war's wieder! Der diesjährige Winter ist zwar noch nicht vorbei, aber die Vorfreude auf 2017 ist trotzdem schon da, wenn es in den Faschingsferien wieder "Leogang" heißt