Station 1: Skilift Hagenberg in Sulzberg-Thal
Der Hagenberglift in Sulzberg wurde bereits vor ein paar Jahren von Kollegen chipstonne in einem kleinen Bericht dokumentiert und auch Petz und ich waren vor ein paar Jahren im Sommer schon mal vor Ort. Dennoch wollten wir der Liftanlage unbedingt einen Besuch abstatten, denn nicht nur die Bananenkurve ist interessant sondern der Lift erschließt auch nette Pisten und ist durch die recht tiefe Lage nur an wenigen Tagen in betrieb. Der Schlepper ist gut 1km lang, im oberen Teil befindet sich auch noch ein kleiner Seillift.
Im Hagenberglift, unten an der Talstation war es knackekalt
Typischer schwerer 70er Jahre Doppelmayr mit T-Masten und sehr schneller Fahrgeschwindigkeit, am Einstieg musste selbst ich als Schlepperexperte aufpassen
Im unteren Drittel kommt das Highlight des Liftes in Sicht...
... die Bananenkurve
Diese Kurvenart finde ich immer wieder faszinierend. Schön, dass es noch ein paar Exemplare davon gibt
Danach geht es schön kuppiert weiter
Nach ca. 1km Strecke wird die Bergstation erreicht
Piste am Hagenberglift, die Abfahrtsvatianten sind schön abwechslungsreich, gut präpariert und super zum heizen
Im Schlusshang konnte man es dann richtig krachen lassen
Wieder im Lift
Bergstation der Anlage mit schönem Stationsgebäude, dort befindet sich auch der Antrieb
Abfahrtsvariante an Wohnhäusern vorbei, sowas ist bei Dorfliften immer ganz nett
Etwas später kam dann auch endlich die Sonne zum Vorschein
Station 2: Dorflift Kirmair in Sulzberg
Als nächstes steuerten wir den zweiten Lift in Sulzberg an, nämlich den Dorflift. Den Lift hatten wir auch vor ein paar Jahren schonmal im Sommer erkundet, einen Winterbericht gab es jedoch noch nicht. Der Hang an sich ist relativ unspektakulär, die ca. 300m lange Anlage erschließt 2 leichte Abfahrten für Anfänger. Jedoch war die Anlage unbedingt einen Besuch wert, denn die aus dem Hause Steurer stammende Anlage ist eine wilde Bastelei aus Doppelmayr Gebrauchtteilen und selbst zusammengebastelte Komponenten. Zudem weist der Lift einen Totpunktausstieg auf. Für 10 Fahrten ein netter kurzer Abstecher mit schönem Flair.
Blick auf den Hang vom Einstieg aus
Und dann ging es auch schon los, man beachte die extrem niedrige Seilspur
Die einzige Streckenstütze der Anlage
Nach ca. 300m ist auch schon der Ausstieg erreicht
Bergstation mit Totpunktausstieg
Blick auf den Hang, für Anfänger eine recht nette Anlage
Die Stütze von der Seite, stammt von einem DM Tellerlift
Talstation, Steurerpfusch at its best
Nochmal ein Blick auf den Hang
Wieder im Lift
Pistenvarianten auf der anderen Seite
Station 3: Hochsträßlift in Oberreute
Als nächstes fuhren wir zu einem im Alpinforum noch komplett unbekannten Lift (ja soetwas gibt es noch
Talstation Hochsträßlift vom Anstehbereich aus
Auf gehts in das Steurer Kurzbügelvergnügen
Ca. im Mittelteil stoch direkt diese eigenwillige Konstruktion ins Auge
Rösselsprung ala' Steurer, in der Ausführung bisher noch kein zweites mal gesehen
Nach der 4. Stütze ist auch schon der Ausstieg erreicht
Piste links vom Lift
Schlusshang, recht kurz aber für ein paar nette Schwünge reicht es
Piste rechts vom Lift (von unten aus gesehen)
Antrieb, schöner flotter Steuerer, baugleich wie der Sohmsberglift in Alberschwende
Talstation und Startstück, der Liftomat gibt nochmals extra Bonuspunkte
Die Pisten waren gut präpariert, schöner griffiger Naturschnee
Steurer Kurzbügler, Kaiserwetter und eine nette Location, mehr braucht es nicht
Station 4: Schneiderkopflifte in Buch
Gegen 13 Uhr ging es dann weiter zu unserem letzten Ziel, die Schneiderkopflifte in Buch. Die Anlagen haben wir uns für den Schluss aufgehoben, denn im Gegensatz zu den anderen Anlagen konnte man nirgends einen Betriebsstatus finden und so mussten wir mehr oder weniger auf gut Glück hinfahren. Nach etwas Sucherei haben wir dann endlich die Lifte am Ortsrand gefunden, erfreulicherweise bei guten Bedingungen in Betrieb. Die Anlagen haben wir im Sommer auch schon angefahren, einen Winterbericht gibt es auch von hier noch nicht. Das Skigebiet bsteht aus einem urigen Prototyp Doppelmayr Tellerlift und einem alten ca. 600m langen Doppelmayr Kurzbügler Kurvenlift, welcher auf eine recht abenteuerlichen Trasse eine nette Abfahrt erschließt.
Am Übungslift in Buch, die Kasse befindet sich wie so oft bei Einzelliften in Vorarlberg im Liftwarthäuschen, einfach am Fenster klopfen und eine Karte verlangen. Krasser Gegensatz zu den Kassen am Stubaier Gletscher z.B.
Und dann gehts auch schon los, der Lift ist in der gesamten Bauweise ein Unikat und dürfte mit Baujahr 68 wohl der erste DM Tellerlift Type 0 überhaupt gewesen sein
Stütze 2, danach kommt der Ausstieg
Piste am Übungslift, Flutlicht hat es hier wohl auch
Trasse, auch die Talstation ist recht ausgefallen
Dann ging es zum Kurvenlift Schneiderkopf
Blick auf die Taltrasse, welche hier aus dem Wald auftaucht
Steiler Kurvenkurzbügler von 1964 mit Stahlseilen, urig hoch 10
Kurzes Steilstück vor der Kurve
Kurve, gleiche Urausführung wie am Prodellift in Thalkirchdorf
Weiterer Trassenverlauf
Zum Schluss wird die Trasse dann nochmal richtig interessant
Steilstück vor der Bergstation
Am Ausstieg angelangt
Piste von der Bergstation aus, im oberen teil, eng, steil und unmodelliert
Ab dem Mittelteil ein schöner Carvinghang
Elektrohydrostatischer Pilzantrieb des Schneiderkopfliftes, bis auf die fehlenden Holzkurzbügel hat sich in den letzten 50 Jahren an der Anlage nichts verändert
Klassische Bergstation eines Dreieckskurvenlift
Mit den letzen Fahrten an den beiden Anlagen ließ ich den schönen und abwechslungsreichen Tag ausklingen
Kartensammelsurium vom heutigen Tag, komplett mit Pappkarten sieht man auch nicht mehr oft.
ich hoffe der Bericht hat gefallen und vielleicht gibt es in nächster Zeit noch eine Fortsetzung. Videos der Anlagen folgen im Lauf der kommenden Woche.
Viele Grüße,
Tobi