Dass Ende Juni jedoch eine durchgehende Skiabfahrt bis zum Stausee machbar ist, kommt nur alle paar Jahre vor. Besonders erfreulich war zudem, dass das junge Hütten- und Liftpersonal am Korblift idealistisch "retro" drauf ist und den Korblift auch nach Saisonschluss wochenends durchgehend laufen ließ; seit 15.6. dann wieder täglich.
Der Aufstieg über den Gletscher zur Punta Rocca war völlig problemlos. Die Schneemengen sind gewaltig: Trotz der sommerlichen Witterung Mitte Juni hatte die "Sahara-Grenze" den Gletscher noch nicht erreicht. An den Gletscherspalten nahe der Punta Rocca konnte man gut sehen, dass die Saharaschicht vom 19.2. noch fast einen Meter unter der Schneeoberfläche liegt; darunter liegen ja dann die meterdicken Schichten der Starkschneefälle der Weihnachtstage und des "tsunami di neve" Ende Januar.
Jetzt, Mitte August, als ich endlich zum Schreiben dieses Berichtes komme, kann man absehen, dass unser Ausflug an einem der wärmsten Tage dieses Sommers am Gletscher stattfand. Der Schnee war bereits früh aufgefirnt und gerade gut zum Laufen mit Bergschuhen bzw. Tourenski. Entsprechend schweißtreibend stellte sich der Aufstieg heraus.
Nach einer ausgiebigen Mittagsrast ging's dann in butterweichem Firn über 1200Hm bis zum Stausee runter. Lediglich am Ende musste man zweimal 10m abschnallen, ansonsten kam man durchgehend bis zur Blumenwiese am Parkplatz runter. Die Nachmittagswärme von 20 Grad am Stausee hatte noch einen besonderen Vorteil... der saharabedingte Eierkartonschnee ((c)by starli
Wir sind am Nachmittag dann noch ein paar Mal am Korblift gefahren. Dort bekommt man erstmals auch im Sommerbetrieb improvisierte Tageskarten.
... ein absolut genialer Tag, der mit einer Abfahrt von der Fiacconi-Hütte kurz vor Sonnenuntergang endete ... hoffentlich nicht die letzte Sommersaison der geliebten cestovia!
Auffahrt mit dem Korblift
Der letzte Schnee auf der Piste
Die kurze Abschnallstrecke
Sahara-Kontraste
Die Cortineser Dolomiten erscheinen am Horizont
kurz vor der Bergstation
... und jetzt geht's los..
Die letzten Meter zum Gipfel sind nochmal schweißtreibend
... dafür das Panorama um so besser
am gipfelgrat angekommen, öffnet sich der Blick nach Süden zur Palagruppe fast alleine zum Gipfel
Es geht auf die Abfahrt; an den Gletscherspalten sieht man die Saharaschicht eingebacken Butterweicher Firn!