Wir saßen die letzten Wochen schon etwas auf heissen Kohlen. Denn schließlich war geplant wie letztes Jahr Anfang Dezember raus aus dem kühlen nassen Nordwestdeutschland und rein in die sonnige Bergwelt. Letztes Jahr um diese Zeit waren wir 2 Wochen in Zell zwecks Skilehrerausbildung, samt 2 Wochen Sonne und extremst leeren Pisten.
Im glauben, dass uns all das wieder blüht, haben wir gesagt innerhalb der ersten drei Dezemberwochen gehts los, sofern das Wetter mitspielt. Das Wetter spielte mit die leeren Pisten aber nicht! Es war extrem voll in Livigno. Anfangs am Sonntag, unserem ersten Skitag, glaubte wir es seien einfach eine Menge Italiener, die das Wochenende nutzen. In den folgenden Tage stellte sich dass als Irrtum heraus. Der Großteil der Gäste waren, warum auch immer, Polen und Tschechen. Egal wo man war, man hörte immer polnisch. Ob Lift, Dorf oder Hütte. Keine Ahnung ob Livigno im Osten groß Werbung macht, oder ob die die Woche frei haben, oder es den wenigen Alternative geschuldet war, aber in diesem Punkt wurden unsere Erwartungen klar verfehlt.
Entschädigt wurden wir dafür mit 5,5 von 6 Tagen Sonne. Der halbe Tag zwischendurch war mal bedeckt. Außerdem muss man sagen, dass die Schneesituation in Anbetracht der restlichen Alpen super war, wenn auch viele Pisten extrem eisig waren und in beiden Gebieten Mottolino und Carosselo ca. 3 Abfahrten pulvrig griffig waren und kein Eis hatten. Selbstverständlich die drei, die nicht künstlich beschneit wurden. Entsprechend voll waren diese dann auch. Quasi an allen Liften herrschte Wartezeit. Dicker Minuspunkt dafür.
Zum Dorf selbst. Das Ganze ist durch Dutyfree eine einzige, aber sehr schöne Shoppingstraße mit vielen alten schön restaurierten Häusern. Außerdem gibt es schöne und tolle lokale in denen man günstig essen gehen kann.
Am ersten Ankunftsabend machten wir uns also direkt mal auf den Weg durch die Stadt:
Viele schöne alte restaurierte Gebäude in Livigno
Nun allerdings erst einmal ein kurzer Einschub wer überhaupt an Board war:
Wer fuhr mit:
Torsten. Mein alter Kumpel aus Schulzeiten
Meine Schwester. Immer für ne Skitour zu haben.
ich. Würde gern weiter südlich leben. Also südlicher als Aachen........
Wir drei.
So nun ein paar Bilder und Eindrücke aus unserem Livigno Urlaub:
Skitag im Carosellogebiet. Auffahrt mit Livigno Centro - Tagliede
Mittags oben an der Hütte beim Ausstieg aus der Carosello 3000 Bahn gabs dann nett anzuschauende gratis Tanzeinlagen
Hier war zwar nicht gewalzt aber ging dennoch ganz gut. bzw. nur Grundpräpariert
Blick nach Mottolino rüber
Mottolino. Die Sonne geht hier erst spät auf. Die Pisten sehen doch recht wenig Sonne den Tag über im Dezember
Und der Ausstieg ein paar Abfahrten später
Die Fiecher haben in Mottolino auch nur Eis zustande gebracht..........
Bormio???
Weiss jemand wofür die Hütte zuständig ist/war?
Die Ski sind abgestellt und es kann zu schönsten Hütte in Livigno gehen die wir zumindest entdeckt haben.
Erstmals im Urlaub an Tag 4. an eben dieser Hütte Alpino am Passo d´Eira das Gefühl von Urlaub und Ruhe.
Nebenan siehts wiederum sehr italienisch aus
Rückbringerschlepper vom Passo
Die Gondeln sind echt der Hammer. Man hat super Platz drinnen und ne Tabledance Stange
Und unser Abschied nach 6 Skitagen.
Fazit:
Alles in Allem den Umständen entsprechend glücklich gelaufen. Aber unsere Erwartungen wurden eben nicht ganz getroffen, da wir eigentlich diese Zeit für einen entspannten Urlaub mit leeren Pisten ausgesucht haben, so wie wir es letzte Jahr in Zell erlebt haben. Da war mittags um 12 Uhr in der Woche noch alles unverspurrt was nicht von uns Skilehrerteilnehmern genutzt wuden. Und das war nicht viel.
Glück hatten wir hingegen mit dem Wetter. Besser kann es nicht sein. Knackig kalt und sonnig. Im großen gefiehl die Skydancer abfahrt und die Rückseite von der Carosselo 3000 Bahn am besten( weiß grad nicht wie der 6er Sessel da heißt) Hier war einfach der mit Abstand beste Schnee. In Mottolino war die Alpino Hütte am Passo d´Eira sicherlich das Highlight. Einfach weil dort das erste mal Ruhe und Gelassenheit herrschte, was Urlaubsfeeling aufkommen ließ.
Durch die vielen Massen waren wir weitaus weniger unterwegs als sonst und haben es etwas ruhiger angehen lassen.
Ich denke Livigno würde ich eher nochmal Ostern ansteuern nach der Ferienzeit. Könnte mir vorstellen dass man da super Sulz und Firnschnee fahren kann wenn die Eispisten mal antauen.