Doch auch für die reinen Seilbahnfreaks – zu denen ich mich dann doch nicht zähle – gibt es hier eine kleine Zugabe. Vom Ende des Fahrwegs für eine Materialseilbahn hinauf zum Hirschberghaus, sie besitzt insgesamt zwei Stützen. Und im Tal bei Scharling gibt es noch das kleine Skigebiet am Hirschberg, bestehend aus zwei Seilliften für die Anfänger und einem längeren Schlepper, der einen ziemlich steilen – schwarz markierten – Hang erschließt. Da ich an jenem Anfängerhang unten das Skifahren gelernt habe, verbindet mich doch einiges mit jenem Berg…
Anfahrt: Ottobrunn – Holzkirchen – Gmund – Scharling in 0:50 h
Wetter: Kaiserwetter, nur in Richtung Alpenvorland etwas diesig
Route: Scharling – Hirschberghaus – Hirschberg – Rauheckalm - Scharling
Gehzeit, Höhenmeter: 13,9 km, 930 Hm, 3:30 h
^ Google-Earth Track der Route
^ Profil der Tour, insgesamt 930 Hm
Nachdem man das Auto am kleinen privaten Parkplatz am Ortseingang von Scharling abgestellt hat, geht man zunächst kurz auf einer Teerstraße leicht ansteigend in Richtung Berg, bevor es auf einem Fahrweg rasch ansteigend im Wald in Richtung Hirschberg geht.
^ Blick in Richtung Tagesziel, welches man jedoch auf dem gesamten Aufstieg kaum zu sehen bekommt, erst ab dem Hirschberghaus rückt der Gipfel ins Blickfeld
^ Blick in Richtung Blauberge
Bis zum an der Talstation der Materialseilbahn gelegenen Ende des Fahrweges führt die Wanderung fast durchwegs auf dem genannten Weg; abgesehen von einem kurzen Stück, das man über einen kleinen Steig abkürzen kann. Meist führt der Weg durch dichten Nadel-wald, nur kurze Stücke führen über einige wenige Almen.
^ Blick von der Holzpointalm in Richtung Vorgipfel des Hirschbergs, dahinter liegt das Hirschberghaus
^ Für die Seilbahnfreaks der erste Blick zur Materialseilbahn, die der Versorgung des auf ei-nem Fahrweg nicht erreichbaren Hirschberghauses dient
In vielen Serpentinen führt der Steig ab der Matbahntalstation begleitet von tollen Talbli-cken in Richtung Tegernsee steil hinauf zum Hirschberghaus.
^ die Seile der Materialseilbahn
^ Blick zur Talstation der Materialseilbahn
^ Blick zum Kühzagl-Übergang, Bodenschneid und im Hintergrund Wendelstein
^ Tegernsee mit den Orten Bad Wiessee und Gmund
^ Blick zur ersten der beiden nahe aufeinander folgenden Stützen der Materialseilbahn
Am Ende des Steiges geht es durch ein Weidegatter und über eine Almweide, bevor man das bewirtschaftete Hirschberghaus erreicht. Von hier hat man nun das Tagesziel fest im Blick und kann nebenbei schon einen kleinen Vorgeschmack auf das prächtige Panorama erha-schen.
^ Blick zum Fockenstein mit der Neuhüttenalm, auf die eine schöne Biketour führt
^ müsste Spitzauerkamp sein
^ Zugspitzzoom
^ der Gebäudekomplex des Hirschberghauses, dem man sich von hinten nähert
^ die beiden einzigen Stützen der Materialseilbahn im Blickfeld
Vom Hirschberghaus benötigt man noch etwa eine halbe Stunde durch Latschen und über Wiesen, bis man das Gipfelkreuz in 1670 m Seehöhe erreicht. Der Hirschberg sticht nicht durch eine besondere Form oder Höhe heraus, dafür erklärt sich seine enorme Beliebtheit wie oben bereits erklärt durch die phantastische Aussicht. Man hat ein tolles 360°-Panorama mit Tegernsee und Flachland (hier war es heute sehr diesig) im Norden, Wetterstein, Kar-wendel im Wesen und dem Alpenhauptkamm im Süden und Osten. Dieses Panorama genoss ich während der halbstündigen Gipfelrast. Alle folgenden Aufnahmen sind vom Gipfel aufge-nommen, die Panoramen gibt es per Link noch in höher auflösenden Versionen.
^ Blick zurück auf die letzten Meter des Aufstiegsweges über Wiesen
^ das schöne Gipfelkreuz vor dem Tegernsee
^ Gott schütze unsere Heimat, Hirschberg 1670 m
^ Blick zurück zum Hirschberghaus, tief unten der Tegernsee
^ im Zoom
^ Gesamtüberblick Richtung Nord/Nordost. Links Söllberg, vorne Hirschberghaus, hinter dem Tegernsee Gindelalmschneid (ebenfalls ein insbesondere bei Familien sehr beliebtes Aus-flugsrevier)
Link zu hochauflösender Version
^ Tegernsee-Panorama, im Alpenvorland war es heute ziemlich diesig, daher nix mit Flach-landpanorama. Im Winter ist der Hirschberg übrigens ein sehr beliebter Skitourengipfel. Auf den Vor- bzw. Wintergipfel führt eine einfacher, recht lawinensicherer Weg.
^ Blick Richtung Osten und Wendelstein
^ Südost-Panorama auf die Hohen Tauern im Hintergrund (Großglockner ist am Horizont etwas links der Mitte zu erkennen)
^ Blauberge (vorne) und Guffert (hinten)
^ Blick Richtung Süden, müssten die Tuxer Alpen sein
^ Blick Richtung Karwendel
^ Roßstein(rechts) und Buchstein (links) im Vordergrund; hinten Karwendel
^ Wettersteinmassiv mit Zugspitze und Alpspitze
^ rechts außen die Benediktenwand, daneben im Hintergrund Herzogstand und Heimgarten
^ Benediktenwand im Zoom
^ dito, vorne müsste die Spitzauerkamp sein
Link zu hochauflösender Version
^ Ostpano vom Blomberg/Zwiesel ganz rechts über Brauneck/Benediktenwand, Ammergau-er Alpen, Wetterstein, Karwendel bis zu den Hintertuxer Alpen
Link zu hochauflösender Version
^ Westpano vom Wendelstein links über Wallberg, Risserkogel, Hohe Tauern bis zu den Blaubergen und Guffert
Nach ausgiebieger Rast und Bewunderung des Panoramas begab ich mich auf den Abstieg auf anderer Route. Zuerst geht man ein Stück auf dem Aufstiegsweg hinab, bevor man einige Meter vor dem Hirschberghaus rechts Richtung Rauheckalm abzweigt.
^ Blick zurück auf den Steig oberhalb der Rauheckalm
Man verliert relativ rasch an Höhe, zuerst auf einem Steig, später in Serpentinen auf einem gut ausgebauten Forstweg. Nach längerer Waldpassage absolviert man das letzte – sehr stei-le – Stück auf der Skipiste des oberen Hirschbergschleppers, dessen Abfahrt nicht zu unrecht als schwarz markiert ist.
^ Ausblick auf den Wallberg, der Glaslhang und die Abfahrt Richtung Setzberg sind er-kennbar
^ Blick auf die Hirschbergabfahrt
^ Stütze des Schleppers
Unten im Tal angekommen geht man entlang der Felder, auf denen hier im Winter die bei-den Seillifte stehen. An eben jenen hat klein-Philipp das Skifahren gelernt
^ Blick im Tal auf Scharling/Point
Leicht erschöpft – ich war schon länger nicht mehr zu Fuß in den Bergen unterwegs – gelan-ge ich am Auto an und trete mit kurzem Trinkstopp die Heimfahrt durchs leicht verkehrs-überlastete Tegernseer Tal an. Insgesamt eine schöne nicht allzu lange und schwierige Tour mit dafür umso tollerem Panorama.