Was der Sommer nicht gebracht hat, macht der Herbst mehr als wett. Also nichts wie raus in die Berge und die einmalige Herbststimmung mit Nebel im Tal, Sonne in den Bergen und das herrliche Farbenspiel der Laubbäume genießen.
Ausgesucht habe ich für diesen Tag eine sehr lange und recht anstrengende Rundwanderung von Hinterstein auf den Großen Daumen. Viele gehen den Weg des gringsten Widerstandes und fahren von Oberstdorf aufs Nebelhorn und laufen in 2 ½ – 3 Stunden auf den Großen Daumen ... das kann ja jeder
Dadurch wurde ich mit einer himmlischen Ruhe auf meiner Wanderung belohnt, die bis zum Laufbichelsee anhielt, denn dort stößt eben der Wanderweg vom Nebelhorn auf meine heutige Rundtour, weiter oben beginnt bzw. endet dann noch der Hindelanger Klettersteig, so dass noch einige Kletterer dazukommen. Aber fernab, also auf dem Abstieg vom Großen Daumen nach Hinterstein wieder himmlische Ruhe.
Tourdaten:
Höhenunterschied: 1.425 m
Distanz: 25 km
Dauer: 8h 45min inkl. Pausen (reine Gehzeit: 8h)
Fakten der Einzeletappen:
Parkplatz Hinterstein (855m) – Schwarzenberghütte (1.380m): 1h50 min, ↑ 525 Hm
Schwarzenberghütte (1.380m) – Engeratsgundsee (1.875m): 1h15 min, ↑ 495 Hm
Engeratsgundsee (1.875m) – Laufbichelsee (2.012m): 1h, ↑ 137 Hm
Laufbichelsee (2.012m) – Großer Daumen (2.280m): 0h50 min, ↑ 268 Hm
Großer Daumen (2.280m) – Untere Nickenalpe (1.304m): 1h50 min, ↓ 976 Hm
Untere Nickenalpe (1.304m) – Hinterstein (855m): 1h15 min, ↓ 449 Hm
Tourbeschreibung:
Vom Parkplatz in Hinterstein ging es über die Teerstraße am Konstanzer Jägerhaus und der Hubertuskapelle vorbei, wer mag könnte die Strecke auch mit dem Linienbusverkehr Hinterstein – Giebelhaus zurücklegen. Ich bis die Strecke aber lieber gelaufen und habe vorm Giebelhaus die Teerstraße verlassen um zur Schwarzenberghütte hinaufzusteigen. Durch schattenspendenden Wald ging es hinauf und passierte die Schwarzenberghütte. Fortan war es vorbei mit Schatten und es ging stetig bergauf über Wiesen dann über Fels zum Engeratsgundsee. Nach einem kleinen Päuschen folgte ich dem weiteren Weg durch die Karstlandschaft zum Laufbichelsee, auch hier gönnte ich mir eine kurze Pause, denn es kam der recht steile Schlussanstieg zum Gratkopf und weiter zum Großen Daumen. Nach der Gipfelrast und dem Genuss der wärmenden Sonne sowie des Nebelpanoramas verließ ich den Großen Daumen nach Osten über einen Grat und sehr steile Serpentinen auf Schotter und Fels zur Daumenscharte. Den Steig zum Kleinen Daumen ließ ich auf Grund der Zeit aus und stieg weiter hinab zum Türle mit wundervollem Blick auf den Engeratsgundsee. Vom Türle begab ich mich auf den langen Abstieg nach Hinterstein via Obere, Mittlere und Untere Nickenalpe sowie die Möslealpe.
Und nun zu den Bildern:
Herbstliche Nebelstimmung in Hinterstein
Farbenspiele
Dito
Bilderbuchwetter
Hubertuskapelle
Ostrach
Laubfärbung in Reinkultur
Herbst ist ja so schön
Schwarzenberghütte
Das Ziel ist ausgemacht: Großer Daumen
Während des Aufstiegs zum Engeratsgundsee blickte ich zurück, hinten markiert der Hochvogel den höchsten Gipfel
Ankunft am Engeratsgundsee, darüber der Große Daumen
Ich wanderte weiter und blickte zurück
Hochvogel, der glänzende Punkt rechts im Hochtal ist das Prinz-Luitpold-Haus
Uber Wiesen ging es weiter, aber nicht ohne das Panorama zu genießen. Unten das Ostrachtal, ganz rechts der Hochvogel.
Jetzt links der Hochvogel und dann eine Unmenge an Gipfeln der Allgäuer Alpen
Imposanter Grasgipfel
Ankunft am Laufbichelsee
Karstlandschaft, hinten verläuft über die Bergkette der Hindelanger Klettersteig
Traumhaft
Der Abfluss des Laufbichelsees verschwindet in einer Höhle
Laufbichelsee von oben, grün-blauer geht’s nicht
Hier am Gratkopf beginnt der Hindelanger Klettersteig
Mich führte der Weg aber hinauf zum Großen Daumen über die grasreiche Südflanke
Zoom zur Zugspitze
Ankunft auf dem Großen Daumen
Direktlink
Nebelgefülltes Illertal
Zoom Hochvogel
Gipfelfoto gen Südosten mit Hochvogel (rechts von mir)
Zoom zum Nebelhorn, von der Seite sieht man den Gipfel eher selten
Über den Grat verließ ich den Gipfel
Zoom über die Rotspitze zum Grünten
Weiter geht’s den Grat entlang
Hinten der Kleine Daumen, davor unterhalb die Daumenscharte, das nächste Ziel
Schwindelfreiheit und Trittsicherheit war durchaus von Nöten
Blick auf den blau-grünen Engeratsgundsee
Schön liegen bleiben
Engeratsgundsee vom Türle aus
Ich näherte mich beim Abstieg wieder der Nebelgrenze
Und an der Unteren Nickenalpe wurde es nebulös
Aber das und die Laubfärbung macht den Herbst aus