Eeeendlich angekommen! Mein zweiter Sommerausflug des Jahres 2012 begann mit einem endlosen Stau auf dem Weg über den Mittleren Ring in München und ab Inzell war wieder einer Rentnerparade angesagt. Jene Leute, die mit ihren nagelneuen Mittelklassewagen nach den Ortsschildern immer noch abbremsen und deren Fahrer auch ständig den Kopf recken, um die schönen Berge ausgiebig zu betrachten, während sich der Hut auf der nach ihm benannten Ablage sonnt....
Aber in Höhe der Reiteralpe (sehr interessant übrigens) konnte ich endlich zusammen mit einigen anderen Leidgeplagten vorbeiziehen und wenig ging es die Straße nach Hochschwarzeck hinauf.
Die alte DSB Hirscheck, 1969 von DM erbaut und 1.200 Meter lang....
Das nächste Ärgernis: Ich musste ca. 15-20 Minuten warten, ehe sich jemand an der Kasse blicken ließ. Die DSB drehte indes unbemannt ihre Runden und es schien, als sei ich einer der Ersten. Zunächst stand ich unschlüssig herum, ehe ich halt noch ein paar Fotos knipste...
Die Waldtrasse...
Wo ist bloß der Liftler hin?
Sollte ich mich einfach hineinsetzen?
Wahrscheinlich hätte es niemand bemerkt....
So umrundete ich das Talstationsgebäude und hielt nach dem Liftler Ausschau...
Eine nette alte Bahn, die mich an Kelchsau erinnerte. Nur dass hier der Schläger auf dem Parkplatz fehlte...
Das Positive am Ausbleiben des Liftlers: Ich konnte unbemerkt ein paar Detailaufnahmen einfangen.
Nun – irgendwann wurde es mir zu bunt und ich rief „Hallo? Ist da wer?“. Nach einiger Zeit bemerkte ich eine Bewegung im Hinterzimmer. Eine Gestalt saß dort vermutlich vor einem Computer. Nach einem erneuten Rufen kam ein ungepflegter, unfreundlicher Grattler angeschlurft und ließ mich nach dem Kauf einer Karte hochfahren. Ich bin wirklich sehr tolerant, aber so einer....
Wahrscheinlich hat er sich die ganze Zeit über auf dem PC Bilder von nordfranzösischen Küstenlandschaften
Ich hatte es endlich geschafft und saß in der DSB! Doch meine Freude sollte nur von kurzer Dauer sein. (Wie eben auf der A8 nach dem Stauwahnsinn in München und vor der Rentnerblockade der Bundesstraße von Inzell nach Berchtesgaden...)
Plötzlich stoppte die DSB und nichts tat sich mehr. Ich drehte mich, nachdem sich ewig nichts mehr rührte, zur Talstation um, doch dort waren nur andere Gäste zu sehen, die wie ich Minuten zuvor, verzweifelt versuchten, den Liftler ausfindig zu machen. Sie gingen in der ganzen Station vorne herum und riefen laut, doch der Penner hatte sich vermutlich wieder verzogen. Einer der Wanderer zeigte auf mich und winkte. Mir blieb nichts anderes übrig als zurück zu winken. Ich wartete bestimmt 8-10 Minuten, bis sich seine Majestät von und zu Taschenbillard wieder erbarmte, weitere Tickets zu verkaufen und die DSB weiterfahren zu lassen.
Blöder Liftler hin oder her – die alte DSB ist natürlich trotzdem eine Fahrt wert.
Seitenblick nach links.
Links hinten der Stemagschlepper Datzmannlift, rechts davon der steile Fronwieslift und unten ist eine Stütze des Schmuckenlifts zu sehen. Im Winter 2012/ 13 ein MUSS!
Ganz alleine schwebte ich dahin und genoss die lediglich vom Klappern der Bahn und dem Gesang der Amseln unterbrochene Stille.
Mir gefiel es trotz dem eifrigen Arbeiter an der Talstation total gut hier oben.
Ich hatte nur eine Bergfahrt gelöst, denn ich wollte die Schiabfahrt nach unten wandern, um an deren Ende noch einen LSAP-Schlepper zu suchen, der in meiner Kompasskarte noch eingezeichnet ist.
Die übliche Liftfotografie...
Ein paar ältere Leute genossen den Ausblick von der Terrasse der Almhütte aus, während ich hier begann, die Schiabfahrt hinunter zu laufen. Außer der DSB gibt es hier oben übrigens keine Lifte.
Allein der Ausblick ist 1A...
Es müssen nicht immer Lifte sein...
Ich näherte mich der Stelle, wo lt. Kompasskarte der Schlepper zwischen Piste und DSB-Trasse am Waldrand hinaufkam. Aber das hier scheint nur eine normale Berghütte zu sein. Weiter oben musste ich übrigens einen Haken schlagen, weil zwei junge Damen auf der Wiese in der Sonne lagen und ich nicht den Eindruck erwecken wollte, nur wegen ihnen mit der Nikon in der Hand herumzustiefeln. (Aber sie hatten ja eh – wenn auch wenig – was an
Ich glaube nicht...
Lt. Kompassverlag müsste der Lift rechts im Bild am Waldrand oder sogar im Wald heraufgekommen sein.
Ich ging einen Weg in den Wald hinein und dachte im ersten Moment, wieder einmal eine Trasse entdeckt zu haben. Doch das war nur ein normaler Hohlweg...
Fundamente: Fehlanzeige
Zoom zum Stemag-Lift (Datzmann)
Und der steile Fronwiesschlepper. Hätte nicht gedacht, dass der so steil hinaufgeht. Das muss im Winter einfach mal klappen! Es ist wirklich ein uriges Areal hier oben mit der alten DSB und den drei Schleppern. Dazu die Landschaft...
Auf der anderen Seite der Abfahrt sah es irgendwie verdächtiger nach ehemaligem Liftgelände aus. Ich glaube, dass hier wohl mal ein Schlepper gestanden hat. Wer weiß da mehr aus früheren Zeiten?
Dort am Waldrand kam er von rechts unten hoch und ging nach links oben weiter. Meine Vermutung jedenfalls.
Oder doch hier ein bisserl weiter links (aber immer noch am rechten Rand der Abfahrt) ???
Alte Talstation?
Doch dann entdeckte ich das hier – ein alter Seillift, der im aktuellen Panorama sogar noch eingezeichnet ist.
Zoom zum Parkplatz – dahinter der Schmuckenlift.
Hier auf dem Gelände direkt oberhalb des Parkplatzes (rechts von der DSB von unten aus gesehen) ist in meiner Kompasskarte auch noch ein kurzer Lift eingezeichnet.
???
Ich vermute, dass sich aber diese Einzeichnung auf den Seillift am Bauernhof vorhin bezieht.
Ich marschierte durch den feuchten, kühlen, dunklen Wald und kam an der Talstation der DSB wieder heraus.
Vater & Sohn
Ja, ja, einfach urig hier oben...
Der Liftler arbeitete jetzt sicherlich hart...
Trassenblick, als ich mich auf den kurzen Weg zur Talstation des Schmuckenlifts gegenüber aufmachte.
Wieder mal der Parkplatz. Durch den Matsch vorne musste ich Idiot später natürlich auch noch fahren.
Trassenblick Schmuckenlift.
Ach, so was liebe ich, zu knipsen...
Dann brauche ich im Winter nicht mehr so viele Fotos knipsen und kann mehr Schi fahren.
Auf zu den anderen beiden Schleppern!
Rechts unten ist der Seillift am Bauernhof und oben kommt die Schiabfahrt herunter, wo lt. Kompasskarte irgendwo ein Lift verlaufen sein muss. Außer es ist so ein Kandidat wie der Geisterschlepper am westlichen Schlierseeufer...
Trasse fast komplett.
Stolze 43 Jahre alt.
Aus der nähe wirken diese Schlepper noch viel uriger. Also da freue ich mich trotz des Sommers gleich wieder auf den nächsten Schneefall und einige Fahrten...
Ich lief nicht hinauf, denn ich hoffe, im Winter mal dort oben zu sein.
Der Fronwieslift geht oben ja recht steil hinauf...
Nochmal die DSB erzoomt...
Ein uriges Eck! Von einem Schitag in Hochschwarzeck träumend, fuhr ich nach Berchtesgaden weiter, wo mich noch ein paar LSAPs interessierten...