Bodenschneid - Glitschige Tour (26.09.2017)

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Widdi
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Bodenschneid - Glitschige Tour (26.09.2017)

Beitragvon Widdi » 17.11.2017 - 18:22

Anfahrt:
Markt Indersdorf - A99 - Holzkirchen - Tegernsee - Enterrottach in 1,5 Stunden (im Berufsverkehr gelandet)

Rückfahrt:
Enterrottach - Tegernsee - Holzkirchen - A99 - Markt Indersdorf in 1:15 Stunden


Wetter:
-Nach nächtlichen Schauern heiter-wolkig, um 15°C

Schneehöhe:
Tal: 0 cm
Berg: 0cm

Geöffnete Anlagen und Hütten:
-keine
-Alle

Geschlossene Anlagen und Hütten:
- keine
- keine

Wartezeiten:
- keine

Gefallen:
- Wetter besser als erwartet
- Nette Tour abseits der üblichen Wege
- Ausblick oben
- Einkehr im Bodenschneidhaus
-Noch einen unbekannten Gipfel dazu (war aber nur der kleine Elferspitz)

Nicht Gefallen:
- Misstrauisches Weidevieh (Ich vermute mal einen Hund+Herrchen, der vor mir da vorbei ist als Ursache)
- Rutschig, daher auch die Tour verkürzt

Wertung:
5 von 6

Abzüge:
-Siehe nicht gefallen

So nach der Altlast von vorhin noch eine Zweite hinterher. Ursprünglich wollte ich wieder die Kammrunde an der Bodenschneid gehen. Dank nächtlicher, teils heftiger Regenschauer, hab ich mich dann nachdem es hoch schon recht glitschig war, für die Sparvariante entschieden. Am Ende wurden es nur Bodenschneid und Elferspitz. Naja muss ich halt ein ander Mal nochmal ran. Aber da ich schon auf dem Anstieg manchmal weggerutscht bin, lieber Safety First

1. Alter Direktanstieg Teil 1

Nunja nach der relativ kurzen Anfahrt, gings wieder wie letztes mal auf dem Alten Direktanstieg hoch. Der ist sehr Waldlastig, da man aber erstmal einen Bach furten muss kaum begangen. Der Bach stellt jedoch ausser bei Hochwasser kein Problem dar. Trotz kräftiger Schauer an den Vortagen kam man da gut vorbei. Danach erwartet einen ein netter, nicht zu schwerer Steig.- Schlüsselstelle sind die Quellen auf etwa 1000m, die man queren muss. Über T3 gehts nicht hinaus.

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Zugang zum Steig, leider gabs erst kurz davor einen Schauer in der Gegend. Der versteckte Weg selber war begehbar aber tw. rutschig

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Ab in den Wald, kaum ist man übers Bachbett, kann man den schmalen Pfad nicht verfehlen, denke mal der wird auch heute noch als Jagdsteig genutzt

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Wegverlauf, hatte was von Dschungel ist aber ein aufgelassener, jedoch noch gut erhaltener Steig

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Udn drin, später kam noch ein junger Kerl mit Hund an mir vorbei, wohl einheimisch, der hat dann die Kühe oben nervös gemacht, musste dann später Cowboy spielen, um die Viecher zurechtzuweisen

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Umd en umgestürzten Baum kommt man leicht, oben gibts dann eine eklige Stelle, aber nix wildes

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Schmaler Waldpfad bis etwa 1000m in gleichbleibender Steigung, leider dank des Lichts viele Fehlschüsse gehabt, aber das Problem hab ich schon immer im Wald gehabt

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Kurze Flachetappe, aber es geht später gleich wieder steil hinauf. Klettern muss man jedoch ausser beim Quellgebiet oben nie

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Der Pfad kommt neben einer Rinne hoch, die man auf ca. 1000m queren muss

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Viel Wald, aber nett zu gehen

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Wegverlauf schärfer als T3 ists nirgends, der alte Pfad ist sogar noch gut erkennbar, vermutlich ging den vor 140 Jahren schon der Georg Jenewein, den man 1877 am Rinnerspitz erschossen hatte

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Kurz vor der 2. Bachquerung, die kann etwas heikel sein

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Wegverlauf, das geht nachher bis zur Bodenalm in Serpentinen weiter, aber nie schwer, klar manchmal heftige Anstiege, aber das kenn ich von anderen Aufgelassenen Pfaden auch

2. Alter Direktanstieg Teil 2

NUnja ab der Rinne, da es dort etwas ausgesetzt ist, hab ich allerdings kaum angehalten, wollte an den heikleren Stellen schnell vorbei. Runter hab ich dann vom Gipfel aus wenn auch ungern den Normalweg genommen. Angesichts der vorgefundenen Verhältnisse, war der die bessere Wahl, wäre viel lieber auf den Historischen Pfaden geblieben, aber gut die Bodenschneid rennt mir ned weg, eher erodiert mir der Alte Anstieg weg.

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Trotz des Waldanteils genial ein schmaler Pfad aber nirgends gefährlich. Problemlos für trittsichere Wanderer

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Sehr nett am Waldrand, klar tw. mal Steil, aber gut gangbar, bei Nässe jedoch auch mal Rutschig

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Die Schlüsselstelle an sich Problemlos, da es aber feucht war nicht ganz ohne

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Rückblick auf die Querung hier braucht man die Hände, da Rutschig, die bemoosten Schrofen sind wie Schmierseife

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Fast schon urwaldartig, den Pfad kann man aber kaum Verfehlen. Massentauglich ist der aber nicht!

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Wegverlauf bis zur Bodenalm gehts in ähnlicher Tonart weiter, unterwegs überholte mich ein junger Kerl mit Hund, das brockte mir dann etwas Ärger mit den Rindviechern ein (die waren nervös)

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Serpentinen hoch, mit dem Licht hatte ich Probleme

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Es Reisst auf

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Rückblick runter die Steilheit des Pfads merkt man, aber eher beim Rückblick

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Hier gehts wieder zügiger hoch, alles leider im Wald

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Blick hoch, oben tritt man dann auf der Bodenalm aus dem Wald heraus

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Fast oben, beim Knipsen im Wald muss ich üben, mangels Sucher krieg ich das nimmer hin wie früher

3. Auf der Bodenalm

Nach dank der schmierigen Verhältnisse 2 Stunden Anstieg kam ich auf der Bodenalm an. Beim Knipsen wurden die Viecher misstrauisch, vermutlich lags am Hund, der 10min zuvor dort samt jungem Herrchen durch ist. Da musste ich die Rindviecher erstmal zurechtweisen. Nunja schlagen musste ich die ned aber anschnauzen. Dass die aber grantig waren wundert mich nicht, wär ich auch wenn ich in der Woche drauf in den Stall im Tal müsste.

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Ausstieg zur Bodenalm

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An einem Baum steht "Steig gesperrt: Lebensgefahr" also so schlimm ist der Steig nicht, ist nur alt und schwieriger als die Normalwege, aber runter möchte ich den nur ungern gehen

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Auf der Alm angekommen, die Kühe waren nen Stück weg, naja bis auf einmal die Leitkuh lautstark muhte

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Totale der Alm, noch waren die Kühe ruhig, wenige Minuten später kamen die zu mir rüber

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Ausblick, ok nahe der Tränke, vllt. meinten die ich wollte deren Wasser: nein hatte ich selber mit, und vom Hund davor eh nervös

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Idylle auf der Alm, das Vieh war weiter oben

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Blick runter zum Tegernsee

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Nunja die waren sehr neugierig, als eine zu nah ran wollte. Beim gesenkten Kopf der Kuh gingen dann bei mir die Alarmglocken los. Getan haben die mir nix, aber die brauchten halt einen Anschiss.

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Naja kaum weiter oben schauten die nachdem ich die Viecher ausgeschimpft hab blöd

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Wieder auf dem Anstieg. Den Kühen wars zu blöd, die faulenzten lieber.

4. Bodenalm - Bodenschneid

Nunja an den Kühen vorbei gings dann den recht steilen Nordhang hoch. Der Weg ist Problemlos, setzte aber wg. der Nässe und lehmigem Untergrund ein wenig Trittsicherheit voraus. Technisch ist der obere Teil mit T2 einfach. Runter wollte ich eigtl. meine Runde gehen über die Nebengipfel, das aber wg. Nässe verworfen, das war mir bei tw. Ier-Kletterei zu heiß

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Wegverlauf

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Hier kann man auch mal zur Weide. Der Weg wurde mal umgelegt, musste auf dem Originalweg unter einem Zaun lang. Das Vieh liess mich aber in Ruhe

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Wie üblich recht waldig da hoch

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Ausblick Richtung Schinder. Die beiden Schinder fehlen mir auch noch, sind aber mit T3 bei weitem weniger fies als ihr Name

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Seitenblick

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Im oberen Teil gehts auf Almgelände weiter, aber recht steil. Die Kühe kommen aber ohne Probleme bis rauf, wenn die wollen

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Geländeneigung, ned schlecht, astreine Schwarze Piste

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Das Kreuz ist in Sicht

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Wieder ein Ausblick in die Tegernseer Berge

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Oben angekommen, Ursprünglich wollte ich die beiden anderen Gipfel mitnehmen, aber wg. Nässe verworfen. Da war Safety First. Aber gut nächsten Sommer/Herbst wieder

5. Auf der Bodenschneid

Nach gut 3h Anstieg gings erstmal gemütlich oben auf den Gipfel. Meist waren Touristen aus Norddeutschland oben, hörte man an der Sprache. Nach einer Halben Stunde Rast, gings erstmal den Normalweg runter, hab dann den Abzweiger gesucht, später auch gefunden. Aber der war mir zu schlammig. Da ich weiß, dass man vom Rinnerspitz nordseitig abklettern muss den diesmal verworfen, dennoch eine nette Tour. Am Ende wurden aus 3 Gipfeln nur mehr 2, aber lieber weniger, dafür sicher, zumal es ja allgemein sehr feucht war. Nimmt man alle Gipfel um den Kamm mit Kann man bis zu 5 Gipfel auf einmal machen: Bodenschneid, Rinnerspitz, Wasserspitz, Rainerkopf und Eckspitz

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Rainerkopf und Wasserspitz, naja ein ander mal, wg. Nässe hab ich "nur" die kleine Runde gemacht

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Nordblick bis München gings wg. Feuchter Luft nicht

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Wasserspitz und Rainerkopf, beim nächsten Mal Bodenschneid will ich den ganzen Kamm mal machen, sind immerhin 5 kleine Gipfel

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Blick rüber Richtung Kreuth den Leonhardstein erkennt man gut

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Blick zum niedrigeren Ostgipfel rüber

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Flachland-Zoom am Tegernsee vorbei

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Kreuz-Totale

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Brecherspitz und Wendelstein vom Bodenschneid aus

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Ausblick, zwar ein eher kleiner Berg (nur 1668m hoch), aber dank der Lage am Nordrand ein guter Aussichtsgipfel

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Aussicht oben, trotz diesigem Wetter sehr nett

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Die Gupfe wären geplant gewesen, aber es war mir einfach zu feucht, vor allem bei Lehmigen Böden haut man sich ordentlich Dreck unter die Sohlen

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Nochmal der Tegernsee

6. Abstieg zum Bodenschneidhaus

Tja eigentlich sollte die Tour über den Kamm gehen, da es aber auch auf dem Normalweg sehr matschig war, hab ich trotz kurzer falscher Suche oberhalb (musste noch 50m tiefer steigen) auf den Kammübergang verzichtet. Nordseite mit Feuchten Verhältnissen und leichter Kletterei war mir da zu übel. Nicht vom Können, aber wg. Nässe. Da verzichte ich dann lieber dankend, der Berg rennt mir ja ned weg. Hab dann den Normalweg genommen. Als Alibi dann noch den Eckspitz neben der Hütte dazu, dass es wenigstens nen 2000er wird (2 1000er-Gipfel)

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Bereits im Abstieg, man kann auch direkt übern Kamm, da wartet dann eine 5m hohe II-er Stelle

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Rückblick hoch, wollte eigtl. unter dem Abhang rüber, aber da es schon hin glitschig war verworfen

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Hier muss man lang auf etwa 1530m kann man Weglos zum Kamm queren

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Hier vermutete ich den Zugang aus dem "Wilde Wege-Buch" war aber falsch, das war 20m tiefer, aber da sah es so batzig aus dass ich es lieber gelassen hab, ne alles muss man ned herausfordern

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Wieder am Normalweg, später raufgeschaut zum Rinnerspitz und das Resultat: Danke, aber diesmal nicht

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Tja dann eben Plan B, direkt zur Hütte ist aber auch ein netter Weg, den würde ich an manchen Stellen auch mal locker mit T3 bewerten

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Die nette Rinnerspitz, heute nicht, aber naja dann halt 2018 wieder

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Hab dann den Normalweg genommen, diesmal, nächstes mal wirds dort die ganze Runde

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Wegverlauf, auch nett urwüchsig, aber eben nicht so exklusiv wie oben rum

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Im Wald wurde es echt widerlich, da rutschte man nur so, auch Nordseitig, da war klar, dass das verkürzen die Richtige Entscheidung war

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Die Hütte ist in Sicht

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Und mein Ausweicher der Eckspitz

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Herbstimpression Richtung Brecherspitz

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Seitenblick

7. Einkehrschwung und Eckspitz

Nunja nach dem Einstündigen Abstieg (glitschig) gings ins Bodenschneidhaus. Zunächst drin, das letzte Bier war dann auf der Terrasse Und da hatten die sich ob meines Knipsen gewundert, passt was ned, ne alles in Ordnung. Bei der Einkehr kam dann ein Local ins Gespräch mit Touristen und kaum bin ich aus der Hütte raus, war der mit den Nordlichtern oben auf dem Wasserspitz, der auch ncoh dessen Lieblingsgipfel war. Den Hund hat er auch mit hoch geholt. Und der war sicher um oder über 70 oder Älter, aber noch sehr rüstig. Den sah ich dann vom Eckspitz aus. Naja nächstes mal gibts die ganz große Runde, mit den 4 Nebengipfeln dazu, ist ja eh nur ein Katzensprung (100km Anfahrt mit dem Auto)

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Pause!

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Und eine deftige Brotzeit dazu!

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Der Enzian danach war obligatorisch

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Als es Auflockerte kurz raus, war aber etwas frisch, naja mit Jacke gings!

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Rückblick hoch

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Hier gings dann weglos zum 1387m hohen Eckspitz weg, nur T2, man ist ab dem Fahrweg in 10min drüben

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An der Bergwachthütte vorbei

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Das Gipfelkreuz, der eigtl. Gipfel ist noch 5min weiter und etwas höher, aber ziemlich im Wald

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Wegverlauf, ein flacher Trampelpfad bis auf den Spitz, nicht schärfer als T2

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Gipfel, leider mit wenig Aussicht zu viel Wald

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Rückblick hoch zur Bodenschneid

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Und den Kamm runter, naja ein Alibigipfel

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Nach 10min ab dem Gipfel ist man wieder am Fahrweg angelangt, dem man nun bis runter folgen muss.

8. Talabstieg

Nunja kaum vond er Eckspitz runter, gings dann auf Fahrwegen runter. Unterwegs bot mir dann eine der Almerinnen eine Mitfahrgelegenheit an. Hab aber dankend abgelehnt, anders hätte es nach der Kompletten Runde ausgesehen. Vermutlich dachte die bei mir an ihren Enkel. Aber bei noch 2-3h Tageslicht ist die Eine Stunde runter kein Ding. Unten dann noch eine gemütliche Wirtschaft aufgesucht, auch dort alles in Norddeutscher Hand. und später in nicht mal 1,5 Stunden back home.

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Der langweiligste Teil etwa 5km Fahrweg runter nach Enterrottach

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Rückblick, solche Hatscher hat man aber in den Voralpen gern mal

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An einer Alm vorbei

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Kälber an der Kühzaglalm

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Herbstimpression am Weg

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Unten angekommen, bin dann zum Alpenhof weiter, eine urgemütliche Wirtschaft

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Kapelle im Weiler Kühzagl

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Ländliche Idylle im Talboden

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Und Pause es wurden glatt 3 Tegernseer, die Wirtin fragte dann noch nach den Bedingungen, die ich hatte, wollte am Ruhetag auch hochgehen

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Und noch eins zum Genuss in der alten, aber gemütlichen Gaststube

Facts:

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GPS-Track

Aufstieg: 930m
Abstieg: 930m
Strecke: 12,8km
Gehzeit: 6 Stunden (wg. Nässe langsamer)

mFg Widdi
Winter 2017/2018: 6 Tage
Sommer 2017: 28x Wandern 0x Rad 1x Baden

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