Matscher Joch (3185 m), 3. 9. 2011 (Weißkugelblick)

Italy, Italie, Italia
Forumsregeln
Antworten
Martin_D
Punta Indren (3250m)
Beiträge: 3280
Registriert: 21.10.2006 - 23:13
Skitage 25/26: 0
Ski: ja
Snowboard: nein
Hat sich bedankt: 943 Mal
Danksagung erhalten: 1272 Mal

Matscher Joch (3185 m), 3. 9. 2011 (Weißkugelblick)

Beitrag von Martin_D »

Die letzte Tour meines Bergwanderurlaubs im Obervinschgau führt ins Matscher Tal, das von Schluderns aus nach Norden zur Weißkugel führt. Im Matscher Tal führt eine Fahrstraße zum Almenhotel Glieshof auf 1800 Meter, so dass man dort einen hoch gelegen Ausgangspunkt für Tagestouren hat. Mein Weg führt zunächst einmal nur mäßig ansteigend weiter Richtung Talschluss. Nach 2 1/2 Stunden verlässt man den Talboden auf etwa 2400 Metern Höhe und wandert in einer zunehmend von Geröll dominierten Flanke steil nach oben. Der Weg ist sehr gut markiert, aber besonders die letzten 200 bis 300 Höhenmeter unter dem Joch sehr mühsam. Das Matscher Joch befindet sich zwischen dem Rabenkopf und der Freibrunner Spitze und ist ein Übergang vom Matscher Tal ins Planailtal.
Vom Parkplatz bis zum Joch dauert der Aufstieg knapp 4 1/2 Stunden. Die Tour mag auf den ersten Blick nicht so spektakulär sein wie die an den Vortagen durchgeführten Wanderungen am Suldenferner oder zum Gepatscheisbruch, sie war aber dennoch für mich nicht weniger reizvoll. Das liegt an folgenden Begebenheiten:
- Man erlebt in schöner Einsamkeit eine sehr ursprüngliche Landschaft.
- Am Matscher Joch befindet sich auf fast 3200 Metern Höhe der höchste Bergsee Südtirols (wenn nicht sogar der gesamten Ostalpen)
- Man hat einen herrlichen Blick auf die wenig bekannte Südostseite der Weißkugel

Vom Matscher Joch wollte ich noch auf die Freibrunner Spitze (3355 m), doch nach der Hälfte der Wegstrecke wurde mir das Gelände zu schwierig und ich kehrte um.


Bild
Blick zum Matscher Joch. Rechts der Äußere Bärenbartkogel. Hinter diesem Berg wäre die Weißkugelhütte.
Bis zu dieser Stelle war ich schon 2 Stunden unterwegs. Von da an geht es noch eine halbe Stunde gering ansteigend im Talboden weiter, bevor dann der eigentliche Aufstieg zum Joch los geht.


Bild
Dieses Bild und die nachfolgenden Bilder vermitteln gut die ruhige Vormittagsstimmung im Hinteren Matscher Tal.


Bild


Bild
Äußerer Bärenbartkogel


Bild
Blick zurück


Bild
Im Talschluss wird erstmals der Gipfel der Weißkugel sichtbar.


Bild
Der zweite Teil des Weges führt steil nach oben. Hier der Blick zurück nach unten.


Bild
Weißkugel und nördlicher Teil des Matscher Ferners. Der Standort ist etwa auf 2800 Meter Höhe.


Bild
Südlicher Teil des Matscher Ferners. Rechts der Bildmitte sind die Äußere Quell-Spitze und die Schwemser Spitze.


Bild
Weißkugel mit dem fast kompletten Matscher Ferner


Bild
Am Matscher Joch mit dem Matscher-Joch-See. Das Matscher Joch ist kein schmaler Sattel. Dort oben befindet sich ein überraschend großflächiger mehr oder weniger flacher Bereich. Wenn man die Abbruchkante ins Matscher Tal (in deren Nähe sich auch der See befindet) erreicht hat, muss man noch 10 bis 15 Minuten weitgehend horizontal gehen, um ins Planailtal blicken zu können.


Bild
Der Planailferner nördlich des Rabenkopfs


Bild
unterer Teil des Planeilferners.


Bild
Rabenkopf und Planeilferner von meiner Umkehrstelle etwa 70 bis 80 Höhenmeter oberhalb des Joches.


Bild
Matscher-Joch-See und Rabenkopf


Bild
Matscher-Joch-See und Freibrunner Spitze


Bild
Leichter Zoom zu der Stelle, an der ich umgekehrt bin. Ich kam bis zur unteren Spitze des rötlichen Felsdreiecks links der Bildmitte. Das Problem war, dass sich dort unter dem Geröll noch Toteis befindet und es deshalb trotz nur mäßiger Steilheit viel zu rutschig war.


Bild
Etwas später kamen drei Bergsteiger von der Freibrunner Spitze zum Joch herunter. Deren Route befand sich links von meinem Weg. Dort ist es zwar steiler, aber offenbar festerer Fels.. Die Bergsteiger hatten offensichtlich Klettererfahrung und bewegten sich geschickt durchs felsige Gelände. Ich kann nicht beurteilen, ob für mich als reinen Berggeher ein Aufstieg zur Freibrunner Spitze auf deren Abstiegsroute möglich gewesen wäre. Dazu müsste ich mir das nochmal aus allernächster Nähe anschauen.


Bild
Die Situation noch einmal im Überblick: Links der Bildmitte ist ein kleines schmutziges Eisfeld. Ich war rechts von dem Eisfeld an der Spitze des roten Felsdreiecks. Die drei Bergsteiger wählten einen Weg links von diesem Eisfeld.


Bild
Äußere Quell-Spitze, Schwemser Spitze


Bild
Weißkugel


Bild
Weißkugel und Matscher Ferner


Bild
Die Gruppe um die Saldurspitze


Bild
weiter südlich im Saldurkamm befindet sich der Hochalt.


Bild
noch einmal der See


Bild
Abstieg ins Matscher Tal durch die Geröllflanke


Bild
Saldurgruppe vom Abstieg


Bild
Blick zurück zum Matscher Joch. Der Weg führt nicht auf direkten Weg hoch, sondern weicht etwas nach links aus, um den steilsten Teil der Flanke etwas zu umgehen.


Bild
Der Talboden im hinteren Bereich des Matscher Tals.


Bild
Ramudelkopf und Schlanderser Spitze im Südteil der Saldurgruppe


Bild
Dieser Wasserfall befindet sich auf der Ostseite des Matscher Tals zwischen Talboden und Oberetteshütte.


Bild
Blick zur Oberetteshütte. Das Häuschen unten links ist die Talstation der Materialseilbahn.


Bild
Hier geht es zu den relattiv bekannten Saldurseen hoch.


Bild
Spitzat. Die Saldurseen befinden sich hinter der rechts vom Spitzat verlaufenden Kante.


Bild
Oberetteshütte im Abendlicht.


Bild
In der Nähe des Glieshofes befindet sich dieser kleine Skilift. Ob dieser im Winter noch im Betrieb ist, weiß ich nicht.
2024/2025
Rosskopf, Ratschings, Gitschberg/Jochtal, Plose, Kronplatz, Rittner Horn, Reinswald, Schwemmalm, Schöneben, Saalbach, Saalbach, Kappl/See, Ischgl, Ischgl, Silvretta Montafon, Gargellen, Aletsch Arena, Aletsch Arena, Hintertuxer Gletscher

Berichte gibt es hier
↓ Mehr anzeigen... ↓

Antworten

Zurück zu „Italien“