E=mc² ... so kurz und prägnant die Einsteinsche Relativitätstheorie. Doch was um Himmels Willen hat die mit meinem heutigen Tag zu tun? Vom Grundsatz her eigentlich nichts. Ich habe heute Einstein nur einen Besuch abgestattet. Einstein? Ja gut nicht der, sondern der Hausberg von Tannheim.
Der Einstein ist aber nicht nur einfach ein Berg. Sein besonderer Name leitet sich aus seinem Standort ab: Die tiefen Täler, die die Vils geschnitten hat, beschert diesem Berg die Alleinlage („Ein“), er ist nicht mit irgendwelchen anderer Gipfeln verbunden. Von meiner Dachterrasse konnte ich jeher schon diesen markanten, von Norden her blickend pyramidenartigen Gipfel erkennen. Aus Kalkstein wurde dieser „Stein“ geformt. Der 1.866 Meter hohe „Einstein“ war geboren.
Am Ende kam eine Traumwanderung heraus, die jedoch nicht ganz unanstrengend war, das 360°-Panorama vom Gipfel sollte heute jedoch mehr als eine Entschädigung sein. Aber der Reihe nach:
Ausgangspunkt war der Parkplatz-West in Tannheim (1.097 m), ich unterquerte die B199 und wanderte über eine Teerstraße vorbei an Löwenzahnwiesen nach Tannheim-Berg. Von dort an ging es mehr oder weniger steil durch lichten Wald. Etwa ab 1.500m ging der Weg dann in Serpentinen über, mittlerweile war der Baumgrenze erreicht und der Aufstieg erfolgte auf der Südseite. Beim heutigen Wetter kam dies schon einen hochsommerlichen Tag gleich. Aber für eine Tour zum Wanderopening früh in der Saison perfekt, denn schnell schneefrei und warm. Um und bei 1.700m erreichte man den Bergkamm, hatte aber noch fast 200 Höhenmeter vor sich. Diese musste man über Kalkfelsen erklimmen, mit etwas Trittsicherheit jedoch ohne Probleme machbar ... waren auch wieder einige Turnschuhtouristen oben. Nun gut .... wer es mag.
Oben am Gipfel boten genug Quadratmeter reichlich Platz zum entspannen, Brotzeit machen und 360°-Panorama genießen. Die ganze Stunde Gipfelrast war gut investierte Zeit.
Anschließend ging es bis etwa 1.500m de gleichen Weg zurück, dann jedoch nach Westen abzweigend und über Forststraßen durch schattigen Wald und ein paar Lichtungen war der Gasthof Zugspitzblick auf 1.300m das nächste Ziel. Auch von diesem hatte man einen wunderbaren Blick aufs Tannheimer Tal. Auch dort wurde einige Zeit verweilt, bevor es über die Teerstraße in Serpentinen hinab ging und über den Rundwanderweg Tannheimer Tal zurück nach Tannheim und zum Parkplatz.
Ein herrlicher Tag in einem der schönsten Hochtäler nahm somit ihr Ende ... die Worte will ich natürlich noch mit Bilder untermauern:
^^ Löwenzahn in rauen Mengen im Tal, nur nicht dort, wo die Langlaufloipe war, dort ist die Vegetation noch etwas zurück
^^ Blick nach oben, das höchste Ziel für heute, der Einstein
^^ In Serpentinen ging es hinauf
^^ Nicht mehr weit, nur noch steil
^^ „Berg heil“ auf 1.866m Höhe, nach knapp 800m bergauf
^^ Blick nach Osten auf Grän und Haldensee, links u.a. der Gimpel
^^ Tannheim, links mit Skigebiet
^^ Rechts das Gaishorn, ganz hinten links der Hochvogel
^^ Zöbeln mit Skizirkus, rechts das Wannenjoch
^^ Oberjoch, dahinter das Illertal mit Nagelfluhkette
^^ Kempten
^^ Breitenberg mit Ostlerhütte
^^ Aggenstein
^^ Gimpel, Köllenspitze, Gehrenspitze ... dahinter rechts die Zugspitze
^^ Gipfelfoto
360°-Panorama in HD vom Einstein:
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^^ Auf dem Weg zum Gasthof Zugspitzblick, Blick zurück zum Einstein
^^ Gasthof Zugspitzblick, hinten links die Rohnenspitze, in der Mitte der Ponten, rechts der Bschießer
^^ Blick vom Gasthof zum Einstein
^^ Und Blick ins Tannheimer Tal gen Tannheim
^^ Mal eine alternative Standseilbahn
^^ Im Detail, noch mit Holzschienen
^^ Und auf dem Tannheimer Höhenweg ging es zurück zum Parkplatz (links am Bildrand wieder der Einstein), das angenehme Auswandern rundete den Tag ab.