Kepa / Mittagskogel, SLO/AT, 9. 10. 2010

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miki
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Kepa / Mittagskogel, SLO/AT, 9. 10. 2010

Beitrag von miki »

Nach längerer Zeit gibt es wieder einen Wanderbericht von mir, in dem absolut keine Bahn zu sehen ist :wink: . Am vergangenen Samstag waren wir am 2139m hohen Mittagskogel (slow. Kepa), das ist der dritthöchste Gipfel der Karawanken und der westlichste Zweitausender dieser Gebirgsgruppe. Von der slowenischen Südseite ist der Berg wenig markant (und nur von sehr wenigen Stellen im oberen Sawetal zu sehen), umso markanter ist er hingegen vom Flachland in der Umgebung von Villach. Immer wenn wir von Richtung Norden kommend aus dem Tunnel hinaus kommen (und das ist immerhin so 20 - 30 x pro Jahr :wink: ), berügsste er uns, als ob er uns sagen wollte: da wartet noch ne Hausaufgabe auf euch. Ich will jetzt nicht erzählen wie oft wir schon hinaufgehen wollten, aber da kamm immer was dazwischen. Am vergangenen Sa war es dann endlich so weit.

Anreise: laang! MB - Bleiburg - Ferlach - St. Jakob im Rosental - Ledenitzen und dann auf einer schlecht ausgeschilderten Abzweigung irgendwo links hinauf. Die Schotterstrasse ist im sehr schlechtem Zustand, hart an der Grenze der Befahrbarkeit mit einem PKW mit normaler Bodenfreiheit (sage ich, wo ich mit mienem Fokus buchstäblich schon alle Forststrassen am Pohorje die nicht durch eine Rampe versperrt sind befahren habe ... ). Auf etwa 1100m, falls man es so weit schafft (etliche PKWs waren weiter unten entlang der Strasse geparkt), ist die Weiterfahrt versperrt und man muss den Wagen auf einem kleinen Parkplatz abstellen.

Aufstieg: zuerst bis auf 1500 m (Ferlacher Sattel) auf der Fortststrasse (die in diesem Abschnitt wesentlich besser ist als unten wo sie befahren werden darf :evil: ), etwa 1 Stunde. Nette Herbstfarben, aber noch nicht ideal, es fehlen noch ein oder zwei Nächte mit richtigen Minusgraden bevor die Lärchen richtig goldgelb werden:
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Der weitere Weg führt wenig spektakulär in einem Kar mit NO - Lage, in dieser Jahreszeit um Mittag bereits schattig, angenehm kühl, aber schlecht zum fotografieren. Etwa 100 HM unterhalb des Gipfels erreich man dann den eigentlichen Grenzkamm und es öffnet sich der herrliche Ausblick auf die Julischen Alpen:
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Von hier sind es nur noch wenige Schritte zum Gipfel:
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Erreicht!
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Nun wird fotografiert was das Zeug hält :lol: , zuerst Richtung Klagenfurter Becken:
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Faaker See und Villach:
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Gerlitzen etwas gezoomt:
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Die markante Hochalmspitze, der östlichste Gipfel mit nennenswertem Gletscher im Alpenhauptkamm:
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Der Blick Richtung Osten mit dem Karawankenkamm und den Steiner Alpen im Hintergrund, man sieht den Nebel der bis auf fast 2200 m hinauf reichte:
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Markante Gipfel der Julischen Alpen (li Špik, re Jalovec) mit etwas Nebel dazwischen:
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Irgendwohin Richtung Westen ... :
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... und weil es so schön ist noch nach NW:
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Das leibe Vieh :lol: . Nach meien Erfahrungen sind die Dohlen in den Karawanken noch besonders zutraulich, sie hatten absolut keine Angst aus der Hand zu essen:
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Inzwischen ist es 15 Uhr und wir beginnen unseren Abstieg. Erst um diese Zeit hat sich der Nebel verzogen ... :
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... naja, fast - in den Julischen Alpen hielt er sich den ganzen Tag, der Triglav liess sich nur ab und zu blicken:
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Beim Abstieg machten wir noch Einkehr in der winzigen Bertahtüte, wo sich nette Blicke zum Gipfel ergeben (noch besser wären sie wohl am Vormittag gewesen):
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Fazit: lohnenswerte Tour, mit 1000m HU (3 Stunden im sehr gemütlichen Tempo) gerade noch im grünen Bereich :wink: . Genialer Aussichtsberg, ich kenne wenige Berge von wo man gleichzeitig in die Karawanken, Steiner Alpen, Julische Alpen und hohe Tauern blicken kann. Wir kommen an einem nicht zu warmen Tag (im Herbst oder im Sommer nach einer Kaltfront) bestimmt wieder, hoffentlich bei (noch) besserer Fernsicht.
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Re: Kepa / Mittagskogel, SLO/AT, 9. 10. 2010

Beitrag von Hochkönig »

Ja toller Bericht.
Jedesmal wenn wir am Faaker See im Urlaub sind, schau ich da rauf und irgendwann will ich auch nochmal da rauf.
Einmal waren wir schon so weit, zumindest bei der Berta Hütte aber dann sind wi doch links auf die Ferlach Spitze und nicht rechts rauf auf den Mittagskogel.

Noch kurz was zur Straße: Die war damals, vor ca. 7-8 Jahren schon in eienem sehr schlechten Zustand, v. a. weil es bei uns auch noch davor geregnet hatte. Wir waren damals echt froh, das wir einen Sharan (hatten und immer noch haben), weil da is dann die Bodenfreiheit doch noch etwas höher als bei " normalen kleineren " Autos.
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Re: Kepa / Mittagskogel, SLO/AT, 9. 10. 2010

Beitrag von Dachstein »

miki hat geschrieben:Nach längerer Zeit gibt es wieder einen Wanderbericht von mir, in dem absolut keine Bahn zu sehen ist :wink: .
Gelogen. ;)
miki hat geschrieben: Bild
Nette Bilder hast jedenfalls mitgebracht - diese Aussichten gefallen mir. Leider hast etwas Dunstpech gehabt, sonst wären die Panoramafotos noch eine Spur eindrucksvoller geworden.

MFG Dachstein
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