Klosters-Madrisa | UPDATE: Gotschna-Parsenn | 2.4.2010

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piano
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Klosters-Madrisa | UPDATE: Gotschna-Parsenn | 2.4.2010

Beitrag von piano »

Klosters-Madrisa | 2.4.2010

Ein paar Tage zuvor hatte ich mir, nach Konsultation der Agenda und den Wetterprognosen, den Karfreitag ausgesucht für den vielleicht letzten Saisontag. Warum gerade nach Klosters ins Familienskigebiet Madrisa? Ehrlich gesagt war das ein Bauchentscheid, ohne grösseren Hintergrund. Für mich auf alle Fälle ein neues Pflaster.
Ganze 3 Stunden lag ich in der Nacht davor im Bett, während der Woche wars auch nicht wesentlich mehr, so dass ich den ganzen Tag ziemlich auf dem Zahnfleisch kroch. Dies wirkte sich doch ziemlich auf den Tagesverlauf aus, ich liess es viel ruhiger angehen als bei anderen Tagesausflügen.

Pistenplan

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Gondelbahn Klosters-Madrisa, um 9 Uhr 35 kam ich an die Talstation. Von den 20 Minuten Wartezeit war ich nicht sonderlich überrascht, da der Zubringer eine bescheidene Kapazität von 800 p/h besitzt. Dafür stellte ich fest, dass man hier Key-Cards aus anderen Skigebieten akzeptiert. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit, doch vielenorts muss man das Gegenteil erfahren.

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Die letzten Meter der Gondelbahn. Ich traf zu meiner Freude ca. 20 cm Neuschnee an, so dass sich die ganze Umgebung in einem winterlichen Kleid zeigte. Bloss der (trotz Sommerzeit) bereits verdächtig hohe Sonnenstand erinnerte daran, dass wir bereits April haben.

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Doppelskilift Schaffürggli, die zentrale Anlage im Skigebiet. Von 1880 bis 2380 m.ü.M. werden zahlreiche Pisten direkt und indirekt bedient. Ideale Kapazität, denn die Pisten wirkten nie voll und trotzdem musste ich nie mehr als 5 Minuten anstehen.

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Ein Blick ins frisch verschneite Prättigau. Dank der leichten Bewölkung blieben die Temperaturen am Morgen konstant, stets leicht unter 0 Grad.

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Skilift Schaffürggli. KSB-Fanatiker brauchen nicht weiterzulesen, den KSBs gibts hier nicht.

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Zum Einfahren wählte ich die rote Piste direkt am Lift. Solch pulvrige Schneeverhältnisse hätte ich nicht erwartet.

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Beim 2. Mal wählte ich die landschaftlich interessantere "Hintenrum"-Piste Älpli.

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Blick ins Schlappintal. Links davon ist Österreich, die einsame Piste befindet sich 2 km neben der Landesgrenze.

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Als Rückbringer dient die neue 2SB Zugenhüttli. Direkte Piste gibts hier wegen dem steilen Gelände nicht. Ein paar Halbschlaue versuchtens im Gelände und lösten prompt einige Schneebretter aus. :roll:

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Kompakte Bergstation der Verbindungs-2SB.

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Über das Schaffürggli schlug ich dann den Weg zum hier abgebildeten Skilift Madrisa ein.

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Bergstation und höchster Punkt des Skigebiets auf 2618 m.ü.M. Die Piste zum Lift ist nichts spezielles, dafür die damit erschlossenen Abfahrtsrouten. BigE schrieb im Schneesituations-Topic, dass er an diesem Tag die Chüecalanda entjungfern durfte. *Neid*

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Geländekammer Chüecalanda. 600 Höhenmeter warten hier auf alle, welche die paar Meter Schieberei auf sich nehmen. Eigentlich sollte man ja so schnell wie möglich dorthin gehen. Doch da ich sowieso "spät" dran war und ich die Müdigkeit im Kopf und in den Beinen spürte, war es wohl besser, dass ich mich zunächst etwas eingefahren hatte.

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Etwas weiter unten in der Chüecalanda. Sicher das Highlight hier im Gebiet. Das Gelände ist nicht übermässig steil, man kann sich die Route mehr oder weniger aussuchen. Eigentlich hatte ich eine nette Firnabfahrt erwartet, doch der frische Tiefschnee verhinderte dies. :wink: Gegenüber übrigens das Parsenngebiet mit Gotschnagrat und Weissfluhgipfel.

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Wetterphänomen...

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Unterstützt von den Skiliften strahlt die Madrisa viel Gemütlichkeit und wenig Hektik aus. Der markante Gipfel genau über Klosters dürfte der Piz Kesch sein.

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Skilift Glatteggen am linken Rand des Gebiets, war heute nicht in Betrieb. Die Piste ist über das Schaffürggli trotzdem gut zu erreichen.

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Eine Fahrt am Doppel-Skilift Albeina musste auch sein. Eine klassische Anfängeranlage, dementsprechend gut frequentiert.

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Bald einmal war es 12 Uhr. Ich fuhr nochmals ganz hinauf und dann mal auf, mal neben der Piste in Richtung Schafcalanda.

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Offpiste am Älpli. Der Schnee war bereits etwas schwerer als noch am Morgen.

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Es folgte die Talabfahrt ganz hinunter nach Klosters. Im Verlauf des Morgens wurde sie - mit Vermerk auf ausgeaperte Stellen - geöffnet.

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Spätens hier wusste man auch wieso. Vielleicht 100 Höhenmeter der schwarzen Piste waren kritisch, danach wars wieder ok.

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Im Hintergrund das Dörfchen Schlappin, hier geht die Talabfahrt gerade bei der Siedlung "Bi den Hüscheren" vorbei. :wink:

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Ein Blick auf den Schlappin-See auf 1630 NN.

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Danach führt die Talabfahrt durchs Tobel in Richtung Klosters. Insgesamt empfand ich die Talabfahrt als sehr abwechslungsreich. Gerade hier unten gabs immer wieder Übergänge, Richtungsänderungen, Brücken, steilere und flachere, schmalere und breite Stellen - nichts zu sehen von einem öden Ziehweg. 1500 Höhenmeter im April: nicht schlecht. Der letzte Abschnitt wird als einziger überhaupt im Skigebiet künstlich beschneit, auch deshalb wars bis ins Dorf super zu fahren, auch wenn der Schnee ziemlich langsam war.

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Nach vielen km Abfahrt am Stück war ich wieder in Klosters angelangt, womit der erste Teil des Tages zu Ende ging.

Schwierig zu sagen, wie stark sich die Müdigkeit auf meine Eindrücke ausgewirkt hat. In diesem Winter stand ich hauptsächlich im Wallis auf dem Snowboard, die Tage in Ovronnaz, La Fouly, Grimentz oder Zinal sind noch in bester Erinnerung, weshalb klar war, dass die Region Klosters dagegen ziemlich mittelmässig und wenig alpin wirken würde. Dazu trugen sicher die Lichtverhältnisse bei, da bei schwacher Bewölkung und hohem Sonnenstand halt keine scharfen und interessanten Licht-Schatten-Kontraste auftreten.
Chüecalanda und Talabfahrt waren spannend, der Rest naja, nichts, weshalb man wieder hinmüsste. Die meisten Pisten sind sich ziemlich ähnlich, weshalb es mich auch nicht weiter störte, dass ich nicht jede Pistenvariante kennengelernt hatte. In sich stimmt die auf Familien ausgerichtete Skigebietsstruktur, alles ist angenehm, ruhig, nett, aber eben auch nicht mehr.
Für nicht ganz 3 Stunden wars ok, mehr war nicht nötig. In Relation zu den anderen Erfahrungen dieses Winters finde ich 4 bis 4.5 Punkte angebracht.
Zuletzt geändert von piano am 06.04.2010 - 10:00, insgesamt 2-mal geändert.

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Fab
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Re: Klosters-Madrisa | 2.4.2010

Beitrag von Fab »

Hab mich über Deinen Bericht gefreut, da ich auf der Madrisa einen schönen Skitag in Erinnerung habe.

Deine Beschreibung trifft es sehr gut. Nix aufregendes, aber schönes, natürliches Gelände, wo man sich nicht auf den Füssen steht. Es muss nicht immer grandios sein um Freude zu haben.

Am Anfang eines Skiurlaubs suche ich mir zum Einfahren immer ein kleines, angenehmes Teilgebiet aus.
Dafür ist die Madrisa bestens geeignet.
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Pilatus
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Re: Klosters-Madrisa | 2.4.2010

Beitrag von Pilatus »

Vielen Dank! Ja, die Madrisa ist wirklich ein Kleinod und wird halt neben dem "riesen" Parsenn total unterschätzt. Eigentlich fand ich es Pistenmässig ganz ähnlich wie die Pischa. Weite Hänge, traumhafte, mittelsteile Piste wo man zügig fahren kann und keine Leute. Eigentlich komisch dass die Gebiete nicht ziehen (bei der Pischa versteh ichs noch eher). Vermutlich hat man den Anschluss mit den Investitionen verpasst und irgendwann war niemand mehr da, der die Investitionen hätte bezahlen können... :lol:
Naja, die Zügenhüttli-DSB scheint mir auf jeden Fall gelungen zu sein. Die Talstation weiter unten (kann man jetzt länger auf der Talabfahrt fahren?) ist schon mal gut, nur schade dass man nicht noch eine hübsche schwarze Piste da runter zaubert. Denke mal das ist eher eine finanzielle denn technische Frage?
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Re: Klosters-Madrisa | 2.4.2010

Beitrag von piano »

Pilatus hat geschrieben:traumhafte, mittelsteile Piste wo man zügig fahren kann
Als traumhaft würde ich von den Pisten allenfalls die Hintenrum-Piste vom Schaffürggli zum Zugenhüttli bezeichnen
.
nur schade dass man nicht noch eine hübsche schwarze Piste da runter zaubert. Denke mal das ist eher eine finanzielle denn technische Frage?
Die Sesselbahn war gut ausgelastet, vom Doppelskilift fahren viele in Richtung Zugenhüttli. Insofern ist eine direkte Piste gar nicht nötig.
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BigE
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Re: Klosters-Madrisa | 2.4.2010

Beitrag von BigE »

BigE schrieb im Schneesituations-Topic, dass er an diesem Tag die Chüecalanda entjungfern durfte. *Neid*
ja, dieses vergnügen hatte ich in den letzten tagen gleich mehrmals. life is hard and unfair :wink:
allerdings kann ich deine gründe fürs einfahren und das relativ späte erscheinen an der talstation gut nachvollziehen.

eine direkte piste beim zügenhüttlilift lag mal in der luft, weiss aber nicht warum die nicht realisiert wurde.

auch ich schätze auf der madrisa die gemütlich atmosphäre (ksb haben sowas industrielles...), die genialen tiefschneemöglichkeiten und die ausgewogenen lift/pisten-kapazitäten. leider habe ich es nicht nochmal auf die madrisa geschafft, und jetzt ist bereits saisonende :( freuen wir uns also auf kommenden dezember 8)
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Re: Klosters-Madrisa | 2.4.2010

Beitrag von piano »

BigE hat geschrieben:das relativ späte erscheinen an der talstation
Damit muss man leben, wenn man per ÖV ins Skigebiet fährt. Ist stets der brechend volle IC Zürich-Chur :wink:
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GMD
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Re: Klosters-Madrisa | 2.4.2010

Beitrag von GMD »

Das Wetterphänomen nennt sich Halo.
Probably waking up
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Re: Klosters-Madrisa | 2.4.2010

Beitrag von piano »

Klosters-Parsenn | 2.4.2010

Nach dem Morgen im Madrisa-Gebiet war noch ein Kurzbesuch am Parsenn geplant. Per Dorfbus sind die beiden Sektoren bequem verbunden. Etwas später als ursprünglich vorgesehn gings mit den beiden eindrücklichen Luftseilbahnen hinauf auf den Gotschnagrat.

Pistenplan

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Punkt 14 Uhr, Blick hinüber zur Madrisa, wo ich zuvor war. Gut zu sehen die Doppelskilifte und links die Chüecalanda.

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Panorama zum Davoser See in Richtung Davos

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Die Schwarzseealp-2KSB wurde erfreulicherweise nochmals geöffnet, allerdings ohne präparierte Piste. War ganz ok zum Fahren, trotz knappen Schneeverhältnissen an diesem Sonnenhang.

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wieder bergwärts mit der 2KSB, wie man sieht löste sich die leichte Wolkenschicht immer mehr auf. Danach liess ich die Lifte Gruobenalp und Parsennmähder aus und begab mich in Richtung Parsennhütte. Dazu ist leider sehr viel Schieberei angesagt.

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die "Paradehänge" zwischen Weissfluhjoch und Parsennhütte im Blickfeld. Etwa 10 Anlagen müssten auf diesem Bild zu sehen sein (?)

Bild
Übersicht über das Seetäli, links auch der Doppelskilift Furka. Hier gehts eine Spur ruhiger zu als an den benachbarten Hängen.

Bild
Übersicht über die Totälpli-KSB und die PB Parsennhütte-Weissfluhjoch. Am Seetäli machte ich die erste Pistenabfahrt im Parsenngebiet, leider mit einer gewissen Enttäuschung. Wegen den einkehrenden Plusgraden wurde der Schnee von Minute zu Minute schwerer. Die eher gering frequentierte Piste war bereits extrem ausgefahren, alles voll von unregelmässigen Schneehaufen und Eisflächen.

Bild
Allmählich stürzte ich mich ins Getümmel. Hier die Furkalifte, gekreuzt von der Parsennhütten-Bahn.

Bild
Von der Bergstation auf dem Kamm öffnet sich der Blick zur Schiferbahn...

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... und zum Weissfluhgipfel (2860 m.ü.M.)

Bild
Nach und nach lief die Zeit davon. Das war nicht weiter schlimm, da man sich in 2-3 Stunden sowieso nur einen kleinen Teaser dieses grossen Gebiets geben kann. Also gemütlich ein paar Ecken erkunden. Wobei mit Gemütlichkeit wars an der Totälpli-KSB nicht viel, 10 Minuten Wartezeit. Die Vielzahl englischer Gäste machte sich insofern bemerkbar, als dass gesittet angestanden wurde und so gut wie jeder Sessel vorbildlich zu viert besetzt war.

Bild
Weiter oben vor dem Weissfluhjoch, 2693 m.ü.M. Selten ein solcher Seilbahnknotenpunkt gesehen. Von dort gings weiter aufwärts zum Weissfluh-Gipfel.

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Gipfel-Pano nach Süden. Unten u.a. das Strela-Gebiet...

Bild
Gipfelabfahrt Nr.2, wie alles sehr ausgebeult, eher geringer Spassfaktor. Leider machte sich kein "Gipfel-Feeling" breit wie es z.B. am Rothorn der Lenzerheide oder am Schilthorn der Fall ist. Dafür war alles etwas zu breit und zu wenig steil.

Bild
Weiter unten vor dem Hauptertäli-Skilift, obendran die Bergstation der 6KSB Parsenn-Rapid. Wirklich viele Stationen hier.

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Dann war endlich die Fahrt Richtung Kreuzweg-Schifer an der Reihe.

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Tatsächlich eine ewig-lange Sache. Mehr als 1000 Höhenmeter hier oben, leider oftmals eine Spur zu flach, gerade beim bremsenden schmierigen Schnee.

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schöne, filigrane Fachwerkstützen der Schiferbahn, Marke Von Roll. Bahn hat mit 5 Kilometern Überlänge.

Bild
An der unteren Sektion gings allmählich in den Wald hinein. Sicher landschaftlich die schönsten Pisten. Da wars nichts als normal, dass trotz der grossen Kapazität 15 Minuten Wartezeit angesagt war. So dauerte der ganze Umlauf (Abfahrt, Anstehen, Bergfahrt) mehr als 40 Minuten.

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Blick vom Weissfluhjoch in Richtung Davos. Durch dieses Tal kommen die Standseilbahn sowie die 6KSB Parsenn Rapid hinauf; gegenüber das Skigebiet Jakobshorn.

Bild
Eindrückliche Stützenhöhe der Schiferbahn. Eigentlich wollte ich nochmals auf den Gipfel, um über die Pisten 1 und 24 den anderen Weg an der Schiferbahn auszuprobieren. Doch dafür war definitv keine Zeit mehr (Betriebsschluss um 16 Uhr). Ein Abstecher ins Hauptertäli? Oder einmal zum Parsenn-Rapid hinunter?
Mittlerweile war ich ziemlich müde geworden, und gross Abwechslung war eh nicht mehr anzutreffen. Also schlug ich den Weg in Richtung Tal ein.

Bild
Ein letzter Blick zum Weissfluhjoch, diesmal aus dem Meierhofer-Täli.

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Talstation der 4KSB. Die Route in Richtung Wolfgang war eine der wenigen noch geöffneten Talabfahrten und darum ideal für meinen Rückweg.

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Schwarz und nicht präpariert, dazu der schwergewordene Schnee. Trotzdem versuchten sich einige, die es besser nicht probiert hätten, in diesem Hördöpfelblätz. Resultat: Jeder vierte liegt im Schnee...

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ein Blick zurück

Bild
letzter Steilhang vor der Passhöhe Wolfgang. Das wars dann.

Damit kenne ich nun alle grossen Mittelbündner Skigebiete. Der Besuch im Parsenn-Gebiet war zu kurz für ein konkretes Urteil. Schade, dass sowohl auf wie neben den Pisten der schwere Schnee ein flüssiges Fahren ohne Krampf und Kampf verunmöglichte. Vermutlich müsste ich mal im Januar unter der Woche dahin, wenn die Pisten nicht so schnell ausgefahren sind und spannendere Lichtverhältnisse herrschen. Spannend scheinen mir die zahlreichen Talabfahrten, auf und neben den Pisten, in alle möglichen Richtungen zu sein.
Vom landschaftlichen und von der Abwechslung im Skigebiet scheint mir Davos nicht mit den Konkurrenten Laax und Lenzerheide mithalten zu können. Die zweieinhalb Stunden waren insofern spannend, als dass ich mich einfach mal ins Skigebiet "stürzen" und einige wenige Pisten herauspicken konnte und dadurch einen ersten Eindruck erhielt.
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Re: Klosters-Madrisa | UPDATE: Gotschna-Parsenn | 2.4.2010

Beitrag von Foto-Irrer »

Ist bei Deinem Bild "Gipfel-Pano nach Süden. Unten u.a. das Strela-Gebiet..." da ganz hinten links die Bernina-Gruppe zu sehen???
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Re: Klosters-Madrisa | UPDATE: Gotschna-Parsenn | 2.4.2010

Beitrag von Mt. Cervino »

Sieht nach guten Bedingungen aus für Anfang April.
piano hat geschrieben:Bild
Kompakte Bergstation der Verbindungs-2SB.
Was ist an dieser Bergstation bitte kompakt? Wenn man sich da mal die grazilen, aufs Wesentliche reduzierte Bergstationen der älteren POMA 2SB oder 3SB anschaut, dann sieht diese Bergstation im Vegleich dazu schon sehr klobig aus.
Zuletzt geändert von Mt. Cervino am 06.04.2010 - 15:42, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Klosters-Madrisa | UPDATE: Gotschna-Parsenn | 2.4.2010

Beitrag von Harzwinter »

Ich staune, wie weiß es in Klosters am 2. April noch war! Bei dem Bericht kommen die Erinnerungen an einen schönen Davos-Skiurlaub 2005 wieder hoch, durchgängig bei Kaiserwetter und Pulverschnee. Madrisa und speziell die Talabfahrt haben uns seinerzeit auch sehr gut gefallen. Habe nur nicht verstanden, wozu man den Zügenhüttli-Schlepper durch eine DSB ersetzt hat. Ein Zugeständnis an die blauen Flecken der Snowboarder?

Schmunzeln muss ich darüber, dass der Furka-Doppelschlepper im Parsenngebiet noch steht. Sollte der nicht längst durch eine der unsäglichen xKSB-Arbeitstiere ersetzt werden?
Die Vielzahl englischer Gäste machte sich insofern bemerkbar, als dass gesittet angestanden wurde und so gut wie jeder Sessel vorbildlich zu viert besetzt war.
Endlich mal ein positiver Kommentar über das Verhalten britischer Gäste! :-) Aus den Hotelkritiken von http://www.holidaycheck.de kenne ich ausschließlich gegenteilige Schilderungen! ;-)
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Re: Klosters-Madrisa | UPDATE: Gotschna-Parsenn | 2.4.2010

Beitrag von BigB »

Hallo,

schöne Bilder aus Klosters/Davos.

Ja, das Parsenngebiet. zu diesem Gebiet habe ich eine sehr zwiespälitige Meinung. Du schreibst, du hättest selten so einen Seilbahnknotenpunkt gesehen. Mir persönlich ist es da einfach zu voll. Nicht nur von den Leuten her. Die Pisten zur Parsennhütte/ sind ganz nett, aber da kommt kein rechtes Bergfeeling auf, zumindest bei mir nicht. Nirgendwo anders als im Parsenngebiet habe ich das Gefühl, ich fahre auf ner Hauptstraße und möchte in ne ruhige Seitenstraße abbiegen doch die gibts nicht. Und dann ist da noch die massive Werbung die auch keine Ruhe vermittelt. Die Kreuzwegpiste ist dagegen echt schön zu fahren. Die Talabfahrten ohne Rückbringer ins Skigebiet nutze ich dagegen nicht. Ich bin nur einen Tag im Skigebiet und möchte nicht viel Zeit verschwenden mit Zug fahren.

Wenn Hauser Reisen an einem Tag an dem ich in die Berge möchte nur nach Davos Parsenn fährt geh ich da auch hin aber wenn ich die Wahl habe bevorzuge ich die Lenzerheide, Laax oder die Nova.

MfG Bernhard
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Re: Klosters-Madrisa | UPDATE: Gotschna-Parsenn | 2.4.2010

Beitrag von piano »

Harzwinter hat geschrieben:Ich staune, wie weiß es in Klosters am 2. April noch war!
Es hatte am Vortag oder in der Nacht relativ weit hinuntergeschneit, wo zuvor schon alles weggeschmolzen war. Da täuscht der Eindruck ein wenig, die meisten Talabfahrten waren ja geschlossen.
Mt. Cervino hat geschrieben:Was ist an dieser Bergstation bitte kompakt? Wenn man sich da mal die grazilen, aufs Wesentliche reduzierte Bergstationen der älteren POMA 2SB oder 3SB anschaut, dann sieht diese Bergstation im Vegleich dazu schon sehr klobig aus.
Im Technischen gibts hier sicher hunderte von Usern, die mehr Kenntnisse haben als ich. Ich meinte, dass der Antrieb der 2SB in der Bergstation untergebracht ist, und dafür würde die Station "kompakt" aussehen.
BigB hat geschrieben:Wenn Hauser Reisen an einem Tag an dem ich in die Berge möchte nur nach Davos Parsenn fährt geh ich da auch hin aber wenn ich die Wahl habe bevorzuge ich die Lenzerheide, Laax oder die Nova.
Da gehe ich mit dir völlig einig.
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Re: Klosters-Madrisa | UPDATE: Gotschna-Parsenn | 2.4.2010

Beitrag von piano »

Arlberg-Irrer hat geschrieben:Ist bei Deinem Bild "Gipfel-Pano nach Süden. Unten u.a. das Strela-Gebiet..." da ganz hinten links die Bernina-Gruppe zu sehen???
Eco:
Bild
Der felsige ganz links im Vordergrund ist ja der Piz Kesch, und dann nach rechts: Piz Zupo (3996) und Piz Argient (3945, verschwommen), weiter rechts Piz Bernina (4049) und Piz Scerscen (3971, etwa Bildmitte) und dann Piz Roseg (3937)

Also die 5 höchsten Gipfel der Ostalpen :wink:
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Re: Klosters-Madrisa | UPDATE: Gotschna-Parsenn | 2.4.2010

Beitrag von Foto-Irrer »

sehr schön!
Notiz an mich: bei meinem Klosters-Besuch (für nächsten Winter plane ich im Moment 1 Woche Unterkunft bei Chur, von wo aus Laax, Lenzerheide, Arosa und Klosters angefahren werden sollen) unbedingt das 500mm Teleobjektiv einpacken!!! (letztes mal war nur das 70-300mm dabei)
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Re: Klosters-Madrisa | UPDATE: Gotschna-Parsenn | 2.4.2010

Beitrag von xcarver »

danke für die bilder :D , jetzt weiß ich warum es nach parsenn nur in der nebensaison geht :D
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Re: Klosters-Madrisa | UPDATE: Gotschna-Parsenn | 2.4.2010

Beitrag von Blue Boarder »

Harzwinter hat geschrieben: Schmunzeln muss ich darüber, dass der Furka-Doppelschlepper im Parsenngebiet noch steht. Sollte der nicht längst durch eine der unsäglichen xKSB-Arbeitstiere ersetzt werden?
Ursprünglich ja, unterdessen haben die Bergbahnen aber dieses Projekt schon längst wieder auf unbestimmte Zeit verschoben. Die künstliche Beschneiung hat Vorrang. Dies durchaus mit Erfolg, was man in den letzten Saison auch zu sehen bekam. Jetzt folgt die Erneurung der Standseilbahn. Nachher mal sehen wie es weitergeht. Ein Neubau KSB aufs Weissfluhjoch ist auch noch geplant.

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