Auf älteren Pistenplänen ist der Felsenweg noch als markierter und präparierter Übergang vom Hauptertälli zum Strelapass eingezeichnet. Man findet auch ältere Postkarten, wo dies schön zu sehen ist. Die Bedingungen waren ideal an diesem Samstag: Mässige Lawinengefahr und schönes Wetter. Darum beschlossen BigE und ich dieses Mysterium zu bezwingen. Ausgerüstet mit LVS, Schaufel und Sonde machten wir uns auf den Weg zum Weissfluhgipfel. Von dort fuhren wir zum Aufwärmen „Gipfel Süd“ hinunter ins Hauptertälli. Erwartungsgemäss war es dort schon sehr verfahren.
Bild 1: Blick beim Einstieg zu „Gipfel Süd“ hinunter ins Hauptertälli.
Um den Einstieg zum Felsenweg zu finden, folgt man am Besten den vielen Spuren, die etwa in der Mitte der Hauptertällipiste auf der linken Seite beginnen.
Bild 2: Übersicht über den Felsenweg. Mehrere Galerien schützen vor Lawinen und Steinschlag.
Kurz vor dem eigentlichen Felsenweg fällt die steile Nordflanke vom Schiahorn herunter. Es waren sogar einzelne Spuren zu sehen. Bei erhöhter Lawinengefahr ist die Querung äusserst heikel. Darum den Hang immer einzeln befahren.
Bild 3: Imposanter Einblick in die Nordflanke des Schiahorns.
Nach der heiklen Querung beginnt der Felsenweg mit einem eingeschneiten Steinschlag-Warnschild. Der Schnee war kompakt, so dass man gut den Spuren folgen konnte.
Bild 4: Einstieg in den Felsenweg.
Meist geht es leicht abwärts. Zum Teil muss auch kurz aufgestiegen werden, was beim unteren Bild zu sehen ist.
Bild 5: Im Felsenweg.
Links geht es senkrecht hoch zum Schiahorn, rechts geht es steil hinunter ins Hauptertälli. Stürzen verboten!
Bild 6: Im Felsenweg.
Das noch einiges an Schnee liegt, sieht man daran, dass eine Galerie komplett eingeschneit ist.
Bild 7: In der Mitte vom Felsenweg.
Durch insgesamt zwei Galerien darf man durchfahren. Zum guten Glück lag auch dort genügend Schnee.
Bild 8: Erste Galerie.
Bild 9: Zweite Galerie.
Bild 10: Blick hinunter zum Hauptertälli. Stürzen verboten!
Gegen Ende wird das Gelände wieder sanfter.
Bild 11: Beim Ausstieg.
Bild 12: Der Strelapass kommt näher.
Bild 13: Bergrestaurant Strelapass.
Es ist schon erstaunlich, wie ruhig es im Strelagebiet ist. Keine Musik, keine überfüllten Pisten, nur das Surren des Seilliftes war zu hören.
Bild 14: Blick gegen Chur.
Bild 15: Skilift Strelapass.
Bild 16: Blick zum Jakobshorn.
Bild 17: Sesselbahn Strelaalp.
Die Talabfahrt nach Davos muss mit Spaziergängern geteilt werden. Man fährt auf der Strasse, so dass es gemütlich hinunter geht. Der Schnee war schon sehr sulzig.
Bild 18: Talabfahrt nach Davos.
Unten angekommen ging es mit dem Bus zur Talstation der Parsennbahn. Mit dieser fuhren wir zum Weissfluhjoch und anschliessend zum Gipfel.
Bild 19: Panorama vom Weissfluhgipfel.
Parsenn bietet nebst unzähligen präparierten Pisten auch sehr viele Variantenabfahrten. Aufgrund der guten Bedingungen beschlossen wir „Gipfel Nordwest“ zu fahren. Man fährt zuerst die Piste „Gipfel Nord“ und biegt dann links ab um nach einer Querung in einen wunderschönen Steilhang zu gelangen. Auch hier empfiehlt es sich, nur mit LVS und bei günstigen Bedingungen hinunterzufahren.
Bild 20: Einfahrt „Gipfel Nordwest“.
Bild 21: Die Steigung beträgt oben stolze 40°.
Bild 22: Diese Rinne sind wir gefahren. Unten sieht man Fondei.
Bild 23: Abendstimmung auf dem Casannapass.
Fazit: Es hat Spass gemacht den alterwührdigen Felsenweg zu befahren. Ich empfehle die Befahrung jedoch nur bei guten Bedingungen d.h. geringe Lawinengefahr und entsprechender Ausrüstung. Alternativ zur Abfahrt nach Davos kann man nach Langwies fahren.
Noch ein Dankeschön an den Fotografen BigE.