
Eigentlich hatte ich ja vor, heute nach Vals zu fahren. Da ich aber wieder einmal länger geschlafen hatte als ich sollte, musste etwas näheres her um möglichst den kompletten Skitag ausnützen zu können. Die vorläufige Wahl fiel auf den Sonnenkopf wo derzeit angeblich Rekordschneemengen liegen sollen. Gerade an Feldkirch vorbei, erblickte ich im Klostertal jedoch hohe graue Wolken. Da ich mir nicht sicher war ob sich diese im Verlaufe des Tages wieder auflösen, entschloss ich mich kurzerhand umzukehren und den Pizol anzusteuern. Hier sah das Wetter noch wesentlich besser aus. Und so blieb es auch.
Zum vierten mal innerhalb von acht Tagen erwartete mich ein traumhaftes Skiwetter. Die Schneelage am Pizol war ausreichend, wenn auch stellenweise sehr verweht. Geöffnet waren alle Anlagen und alle Pisten inklusive der beiden Talabfahrten (24),(33) nach Wangs.
Die Pisten waren zum größten Teil in einem sehr guten Zustand. Erstaunlicherweise war der Andrang im Skigebiet für einen Dienstag außerhalb der Ferienzeit einigermaßen groß. Nicht dass man großartig warten musste, aber es waren doch schon mehr Menschen im Gebiet unterwegs als beispielsweise am Sonntag in Savognin.
Die Talabfahrt (24) vonMaienberg nach Wangs war dagegen in einem kritischen Zustand. Man könnte auch sagen „starliesk“
Dieses Szenario setzt sich grundsätzlich im gesamten Gebiet fort, wenn auch nicht ganz so extrem wie auf der Talabfahrt. Besonders die wangser Seite ist ein einziges Auf und Ab was die Pisten betrifft. Auch hier muss man aufpassen dass man nicht unkontrolliert abhebt wenn man es etwas zu schnell angeht. Etwas das man als Carvinghänge bezeichnen könnte befindet sich dagegen auf der Bad Ragazer Seite an der Laufböden 4KSB.
Fazit: Der Pizol ist überraschend abwechslungsreich und weitläufiger als ich dachte. Wenn alle Pisten geöffnet sind, sind die Varianten ausreichend um nie Langeweile aufkommen zu lassen. Negativ ist, dass der größte Teil des Skigebietes nach halb drei im Schatten liegt. Positiv hervorzuheben für Euro Barzahler ist, dass die Bergbahnen den Wechselkurs auf 1:1,45 festgesetzt haben. Trotz des etwas holprigen Starts hat mir der Tag also doch noch eine große Freude bereitet.
Pistenplan

In Bad Ragaz eingestiegen konnte ich gerade noch einen Blick auf eine ausgestellte Gondel der alten Bahn werfen

An der Station Pardiel beginnt die lange und kalte Laufböden 4KSB

Nicht alle Sessel sind mit Hauben bestückt

Bergstation Laufböden auf 2226m

Diesen Tiefblick ins Rheintal hat man am Pizol die ganze Zeit

Die oberen Hänge an der Laufbödenbahn sind auch noch kuppiert


Mit dem Verbindungslift Pizolhütte-Laufböden wechselt man in den anderen Skigebietsteil auf wangser Seite

Der Namensgeber

Bergstationsbereich an der Pizolhütte

Der SAC-Lift mit einer ebenfalls sehr ansprechenden Piste

Dessen Talstation mit Palmen und lauter Musik. Der Lift war aber besonders am Nachmittag Gold wert da hier die Sonne noch am längsten steht.

Im Lift

BergstationGaffia und Talstation Pizolhütte. Man kann die vielen Kuppen erahnen. Das Gebiet ist sehr zerklüftet.

Sesselbahn Gaffia mit dem Berghotel Gaffia von Furt aus gesehen


Sesselbahn Pizolhütte

Auf der 18, dem ersten Teil der Talabfahrt nach Maienberg

Mittelstation Maienberg, ein Zweckbau

Auf der schwarzen 24 nach Wangs. Wirklich steil ist es nicht, aber eisig, aper und kuppiert

Das Schild stand nicht umsonst da


Tzzz Konstanz war nicht drauf

Rückbringerlift auf die Bad Ragazer Seite


Bergstation Laufböden und Laufbödenstübli

Am Schwammlift im unteren Bereich Pardiel. Hier gibts richtig schöne knackige Hänge die auch länger sind als es auf dem Pistenplan ausschaut.

Der selbe

Der Komplex Pardiel

Zoom ins Gebiet von Grüsch-Danusa

Die Churfirsten sind auch vom Pizol aus immer im Blick

Man kann sogar die Bergstation der Chäserruggbahn erkennen
Ende!