Zentralschweiz 2.1. – 9.1.2015 - Skispass bei wenig Schnee

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Chasseral
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Zentralschweiz 2.1. – 9.1.2015 - Skispass bei wenig Schnee

Beitrag von Chasseral »

Zentralschweiz 2.1. – 9.1.2015: Mythenregion, Hoch-Ybrig, Stoos


Schneemangel liegt im Trend. Daher stellte sich für uns um den Jahreswechsel die Frage, wo wir diesen Trend in bester Vollendung erleben würden können. Da nichts gebucht war, hatten wir die volle Auswahl. Die Wahl fiel auf die Zentralschweiz, wo erst seit wenigen Tagen nach einer Packung Neuschnee die Lifte geöffnet werden konnten. Die fehlende gefrorene Unterlage sowie die milde Wetterprognose brachten uns die beruhigende Gewissheit, dass wir voll im Trend liegen würden und nicht Gefahr liefen, uns in einer gesicherten Schneelage zu langweilen.


Freitag, 2.1.:
Ankunft auf der Ibergeregg um ca. 13.00 Uhr. Alle Lifte und Pisten geöffnet, aber bereits zieren nett anzuschauende braune Flecken einige Pisten. Los geht’s zur grossen Mythenrunde über Brünnelistock, Zwäcken, Brunni, Hagenegg zur Holzegg-Pendelbahn, wobei die letztgenannte Querverbindung schon das Umfahren einiger aperer Stücke erfordert. Interessant auch, dass am Hagenegg 1 trotz Beschneiungsanlage keine üppige Schneelage herrscht. Der Holzegg-West-Hang ist noch optimal weiss, die Holz-und-Hasli-Piste hinunter nach Rickenbach erfordert dagegen schon Ausflüge ins Gemüse, um den braunen Abschnitten auszuweichen. Die Piste ist bis Rickenbach geöffnet – dort wollen wir auch hin, aber einsetzender Regen scheucht uns auf Höhe der Mittelstation Rätings in die nagelneuen 8er-Gondeln, welche wir einer Gesichtsmassage durch Regentropfen vorziehen. Oben am Alp-Rotenfluh-Lift schneit es. Danach geht’s über Zwäcken und Brünnelistock wieder zur Ibergeregg, wo mehr Regen als Schnee fällt. Für heute reicht es.

Samstag, 3.1.:
Zunächst schönes Wetter. Der Grossteil der Familie steuert Hoch-Ybrig via Einstieg Oberiberg an. Ich selbst vergnüge mich mit der jüngsten Tochter an der Laucheren-4KSB, wo wir mehrmals mit dem Schlitten und einige Male mit den Ski in dem schönen flachen Gelände abfahren. Die Pisten oben seien recht gut, wird mir berichtet, nur direkt oberhalb des Laucheren-Restaurants hatte es ein paar brauen Stellen – diese hatte ich selbst von der Laucheren-4KSB aus gesehen. Um 13.30 Uhr setzt Schneefall ein, der schnell in Regen übergeht – wir suchen das Weite …

Sonntag, 4.1.:
Der angekündigte Schneefall in der zweiten Nachthälfte war ausgebleiben; lediglich 1 cm Neuschnee „ziert“ die abgeregneten Hänge. Jetzt ist es trocken und einige tiefe Wolken lösen sich mehr und mehr auf. Wir entscheiden uns für Renntraining auf der Ibergeregg und setzen einen Slalomkurs. Das klappt auf einem 300 m langen blütenweissen Pistenstück recht gut. Am Nachmittag gibt’s nochmal eine kleinere „Mythensafari“

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^^ Holzegg-West nach der Mittagspause; im Gegensatz zum Samstag kommt hier jetzt schon stellenweise das Gras raus.


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^^ Holzegg-West: Von oben sieht’s noch besser aus


Die Pisten sind immer noch weich, aber durch den Regen jetzt besser verdichtet. Kämen Kälte und Schnee – es wäre eine richtig gute Unterlage.

Wir fahren weiter zum Grossenboden und hinunter am Handgruobi, wo richtig gute Pistenverhältnisse herrschen.

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^^ Handgruobi-Lift; oben der Grossenbodenlift zum Brünnelistock, den einige Flecken zieren.


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^^ Kulm-Hang hinunter zur Ibergeregg – auch der sieht von oben besser aus als von unten.


Montag, 5.1.:
Wieder Mythen! Frost und 1 cm Neuschnee haben die verdichteten Pisten fest werden lassen, so dass man jetzt gut fahren kann ohne die Gefahr einer „Grundberührung“

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^^ Kulmhang am Morgen


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^^ Alpstubli: schön weiss


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^^ Blick auf den Stoss, wo wir 2 Tage später fahren sollten.


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^^ Zwäcken-Piste: weiss und toll zu fahren.


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^^ Holzegg-Ost, links hinauf der supersteile Stägleren-Lift mit schwarzer Piste; hinten der eindrucksvolle Grosse Mythen


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^^ Blick vom Zwäcken zum Hagenegg links hinten; dort hat es viele braune Flecken. Da die Holzegg-Talabfahrt nicht mehr geht und die Verbindung von Hagenegg zurück bereits am Freitag schlecht war, steuern wir diesen hinteren Skigebietsbereich nicht mehr an.

So schwach die Schneelage auch ist – das ist wenig tragisch. Denn: Ausser uns sind kaum Leute im Skigebiet. Und so gibt es keine Störfaktoren beim Ausweichen der braunen Flecken. Man kann toll fahren. Und ausserdem: In diesem Gebiet gibt es keine Steine. Selbst wenn man mal Erdkontakt hat – den Skibelägen macht es nichts aus.

Am Nachmittag wieder Renntraining: Wir setzen einen Kurs – dieses Mal Riesenslalom.


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^^ Unser RSL-Kurs an der Ibergeregg


Dienstag, 6.1., Dreikönig:

Kein Mensch im Skigebiet – wir starten wieder mit Renntraining – jetzt wieder Slalom. Die Piste ist jetzt bretthart und optimal zum Trainieren.

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^^ Slalom-Renntraining


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^^ Blich von der Verbindungspiste Ibergeregg-Grossenboden zum Vierwaldstättersee, welcher sich ein letztes Mal unter Talnebel versteckt.


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^^ Die Sonne heizt gegen Mittag an den Südhängen wieder ein: Die Flecken am Grossenboden-Lift zum Brünnelistock werden wieder intensiver.


Mittwoch, 7.1.:
Hinauf auf den Stoos. Noch verrichtet die alte Zubringer-Standseilbahn ihren Dienst – ohne vernünftige Parkplätze unten und mit einer suboptimalen Bergstation oben. Die neue Bahn ist teilweise errichtet und wird ab dem Winter 2016/17 ihren Dienst verrichten. Diese verläuft auf völlig neuer Trasse mit guten Parkplätzen unten und einer Bergstation in zentraler Lage oben.


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^^ Stoos, netter, autofreier Ort, hier Blick zu den Fronalpstock-Bahnen

Die Fronalpstockseite hat schöne, variable und sonnige Pisten mit toller Aussicht. Der Schnee ist jedoch sehr weich und es gibt mit 1 (unten) bis 2 (oben) Pisten keine grosse Abwechslung. Der Klingenstock ist ein langer, schattiger, eisiger Nordhang, was im Januar unangenehm ist. In machen Abschnitten liegen auch eingeschleppte, lose Steine. Die Schlepplifte mitten im Dorf sind ausgesprochen nett, können die genannten Nachteile der Hauptsektoren aber freilich nicht kompensieren. Fazit: Sollte man mal gesehen haben, muss man aber nicht zwingend wiederholen.


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^^ oberer Bereich Fronalpstock


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^^ Fronalpstock-Bergstation: Fantastischer Ausblick auf den Vierwaldstätter See


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^^ Fronalpstock-Bahnen: sehr sonnig


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^^ Blick auf den Sternenegg-Lift in zentraler Lage, rechts hinten der Klingenstock


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^^ Klingenstock-Bahn: schattig und eisig


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^^ oben am Klingenstock


Donnerstag: 8.1.:
Heute wieder Hoch-Ybrig. Da die Laucheren-Talabfahrt inzwischen geschlossen ist, erfolgt der Einstieg über die Weglosen-Pendelbahn. Fantastisch: Heute sind super Schneeverhältnisse. Nach Angaben der grösseren Kinder besser als am vorangegangenen Samstag. Selbst in Abschnitten am Laucherenstöckli, die am Samstag teilweise braun waren, war die Piste jetzt schön weiss. Toll, wie die das hingezaubert haben.


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^^ Blick vom Spirstock zum Vierwaldstätter See


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^^ dito


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^^ spektakuläre Gratpiste ohne störende Fangzäune zur Laucherenkapelle – toll!


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^^ Bereich Laucherenstöckli mit nagelneuer 4KSB


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^^ Blick vom Laucherenstöckli zum Hauptbereich mit 6KSB Hesisbol und 4KSB Sternen. Dieser Bereich hat toll kuppierte Pisten, die aber leider wenig Kurven aufweisen, sondern kerzengerade den Hang hinunter laufen.

Nach vielen Jahren der Abwesenheit begeistert mich vor allem der Bereich zwischen Spirstock und Laucherenstöckli, der toll trassierte und abwechslungsreiche Pisten aufweist.


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^^ nochmal Blick zum Hauptbereich


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^^ Die Kleinste vergnügt sich im Kinderland. Dieses hat Förderband und Seillift; es wird mit einigen Pylonen ausgestattet, aber ohne befremdliche Spieltiere und sonstiges Plastik-Spielzeug, wie z.B auf dem Stoos. Hier können sich die Kleinen auf das Wesentliche konzentrieren.


Freitag, 9.1.:
Nach 2 cm Neuschnee am Abend gibt es nochmals eine Einheit auf Shorties auf der Ibergeregg. Dann sind die Skiferien vorbei.


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^^ Fahrtraining auf Shorties


Fazit:
- Wenn sonst niemand auf der Piste ist, klappt es auch bei wenig Schnee gut
- Alle drei Gebiete begeistern durch kaum vorhandenen Pistenbau. Die Pisten führen sehr interessant natürlich durch das Gelände. Die Mythenregion verzichtet völlig auf Pistenbaumassnahmen, abgesehen von Verbindungs-Ziehwegen, welche aber nur eine Walzenspur breit sind.
- Stoos hat recht nette und natürliche Pisten, hat aber nicht voll überzeugt
- Hoch-Ybrig überzeugt durch eine tolle Schneesituation
- Das Mythengebiet ist mein Favorit mit vollumfänglich natürlichen Pisten und einer unglaublichen Vielfalt an Pisten und Hängen. Extrem verwinkelt ist dieses Gebiet und wird niemals langweilig.
- Unglaublich, dass kaum Leute unterwegs sind
- Effektives Renntraining
Zuletzt geändert von Chasseral am 13.01.2015 - 12:31, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Zentralschweiz 2.1. – 9.1.2015 - Skispass bei wenig Schn

Beitrag von Stark »

Danke für den Bericht der etwas anderen Art.
Und ausserdem: In diesem Gebiet gibt es keine Steine. Selbst wenn man mal Erdkontakt hat – den Skibelägen macht es nichts aus.
Also ich hatte am 1. Januar andere Erfahrungen gemacht. Auf der Piste vom Stägleren Richtung Holzegg habe ich mir ein paar grössere Kratzer wegen Steinen geholt.

Am ersten waren so viele Leute im Gebiet unterwegs, dass alle Parkplätze voll waren und man an jedem Lift zwischen 10 bis 15 min warten musste. Bereits um 9:30 musste man 45 min an der PB-Holzrgg warten.

Mir hat das Sikgebiet auch wegen seiner Weitläufigkeit und Abwechselungsreichheit gut gefallen. Ich werde es bestimmt unter anderen Bedingungen erneut besuchen.
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Re: Zentralschweiz 2.1. – 9.1.2015 - Skispass bei wenig Schn

Beitrag von piano »

Zum Glück für euch war so wenig los, sonst wäre es sicher schwierig geworden mit den PIsten. Zwei Fragen hätte ich noch?
- Wo habt ihr Quartier bezogen? Auf der Ibergeregg-Passhöhe selber?
- Wie beurteilst du die neue Gondelbahn bezüglich Pistenangebot? Ist die Piste runter zur MIttelstation eine grosse Bereicherung für das Skigebiet, verglichen mit der "Zwischenzeit" ohne Rotenfluebahn?
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Re: Zentralschweiz 2.1. – 9.1.2015 - Skispass bei wenig Schn

Beitrag von Chasseral »

piano hat geschrieben:- Wo habt ihr Quartier bezogen? Auf der Ibergeregg-Passhöhe selber?
Ja, wir haben direkt im Hotel Passhöhe ein Touristenlager bezogen. Das ist relativ günstig und optimal gelegen mit den Pisten direkt vorm Haus. Gerade wenn man einige Kinder dabei hat, ist man dann sehr flexibel. Da kann jeder kommen und gehen wann er möchte.

- Wie beurteilst du die neue Gondelbahn bezüglich Pistenangebot? Ist die Piste runter zur MIttelstation eine grosse Bereicherung für das Skigebiet, verglichen mit der "Zwischenzeit" ohne Rotenfluebahn?
Bei meinem letzten Besuch war noch die alte Pendelbahn in Betrieb. Und ehrlich gesagt: Dass ich in der seilbahnlosen Zwischenzeit nicht da war, hat vermutlich auch ein wenig damit zu tun, dass dem Gebiet ohne diese Bahn und diese Piste etwas fehlt. Die Holz-und-Hasli-Piste hinunter nach Rätings ist definitiv ein Highlight des Gebiets und damit auch eine Bereicherung. Die Piste hat wahnsinnig viele Kurven und Geländewechsel und macht Spass. Und wenn man bis Rickenbach fährt - was wir leider nicht getan haben - dann hat die Piste auch eine sonst in diesem Gebiet unerreichte Länge - wenn man von dem "Pisten-Wanderweg" Zwäckentobel-Brunni mal absieht. Und vor allem hat sie eine sonst unerreichte Höhendifferenz von ca. 1000 Meter, was für dieses sonst kleinteilige Skigebiet definitiv eine Ansage ist. Ich bin wirklich froh, dass wir die Piste zumindest am Anreisetag einmal gefahren sind. Toll für das Gebiet, dass sie es nach langem "Kampf" endlich geschafft haben mit der neuen Bahn.
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Re: Zentralschweiz 2.1. – 9.1.2015 - Skispass bei wenig Schn

Beitrag von Chasseral »

Noch ein Nachtrag:

Zum Glück ist die neue 4KSB Lauchernstöckli in einer neuen Linienführung gebaut worden.

Folgende Vorteile:

- kein Schieben mehr
- schneller oben
- schneesicherer! -> mit der alten Linienführung wäre in den letzten Tagen unseres Aufenthaltes kein Betrieb mehr möglich gewesen. Bis zur Talstation der neuen Anlage war es bis zum Ende sehr gut, unterhalb war es schon ab dem ersten warmen Tag katastrophal und später geschlossen.

Einzig die Viper-Stationen der neuen Bahn gefallen mir nicht besonders.
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Re: Zentralschweiz 2.1. – 9.1.2015 - Skispass bei wenig Schn

Beitrag von ski-chrigel »

Danke für den Bericht.
Obwohl ich in der Zentralschweiz wohne und alle diese Gebiete nicht kenne, muss ich ehrlicherweise sagen, dass es mich auch (oder erst recht?) nach Deinen Bildern und Kommentaren nicht reizt, sie kennenzulernen. Gut für Euch, dann bleibt weiterhin genug Platz für Euch :wink:
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Re: Zentralschweiz 2.1. – 9.1.2015 - Skispass bei wenig Schn

Beitrag von starli »

Du wohnst in der Zentralschweiz, hast 2 Saisonkarten, aber kennst die Skigebiete in deiner Umgebung nicht? Interessant...

Ich find ja die Zentralschweiz mit Mythen und Rigi und den Seen und den anderen kleinen Gebieten, die ich leider noch nicht kenne, die schönste Skigegend der Schweiz. Bin nur leider nicht zu oft dort, weil es mich dann halt doch immer wieder nach Italien zieht, weil ich dort jedes Jahr bange, dass Skigebiet X oder Y nicht mehr offen haben wird - was ja leider dort wirklich hin und wieder vorkommt... (und weil das Wetter in Italien auch meistens sonniger ist als im Rest der Alpen, abgesehen davon ;) )
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Re: Zentralschweiz 2.1. – 9.1.2015 - Skispass bei wenig Schn

Beitrag von ski-chrigel »

Gegenfrage: Du wohnst in Innsbruck, hast zig meiner Lieblingsgebiete in der Umgebung und fährst hunderte von Kilometer für Skigebiete mit 1-2 Liften? Mir sind Skitage einfach zu schade, um sie in so Minigebieten zu verbringen.
Jedem Tierchen sein Plaisierchen :wink:
PS: Ganz korrekt sogar 3 Abos, nebst TSC und GR auch noch das Heimgebiet, das aber nicht wirklich viel kostet. :oops:
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Re: Zentralschweiz 2.1. – 9.1.2015 - Skispass bei wenig Schn

Beitrag von Chasseral »

ski-chrigel hat geschrieben:...um sie in so Minigebieten zu verbringen.
...
Jedem Tierchen sein Plaisierchen ...
Letzte Aussage: Volle Zustimmung!

Wobei mir aus meiner Sicht folgende Dinge zu dem Thema einfallen:
- Spass beim Skifahren hat nach meiner Erfahrung nur ganz wenig mit der Grösse des Gebiets zu tun.
- Die Mythenregion ist zwar ein altmodisches Skigebiet aber ganz sicher kein Minigebiet - vor allem im Verbund mit Hoch-Ybrig und der Safari über Illgau.
- Auch ich liebe einige Grossskigebiete und möchte sie nicht missen.
- Oft haben kleinere Gebiete abwechslungsreichere Pisten als grössere, trotz geringerer Gesamtlänge.
- Die Vorlieben haben auch mit der Gruppenkonstellation zu tun. In einem Skigebiet wie Mythen oder Hoch-Ybrig schicke ich auch Kinder mittleren Schüleralters bedenkenlos alleine auf Tour, was für mich ein grosser Qualitätsfaktor für den Skitag ist. In hochalpinen Grossskigebieten wäre ich da eher verhalten, was für mich dann eine Einschränkung bedeutet. Also: Mehr Freiheit durch überschaubares respektive weniger gefährliches Gebiet.
- Ein wichtiger Qualitätsfaktor ist für mich die Möglichkeit Stangen zu setzen. In vielen touristisch durchorganiserten Gebieten (wie z. B. Ischgl) ist es nicht einmal möglich Stangen zu setzen, wenn man offiziell als Skiverband auftritt. Dies führt für mich dann persönlich zur Abwertung, nicht aber zum "Ausschluss", weil ich auch viele Skitage ohne Stangen verlebe. Aber bei einer ganzen Woche Skiferien sollte schon auch mal Stangentraining dabei sein, sonst wäre mir wiederum die Zeit des geopferten Urlaubs zu schade.
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Re: Zentralschweiz 2.1. – 9.1.2015 - Skispass bei wenig Schn

Beitrag von starli »

ski-chrigel hat geschrieben:Gegenfrage: Du wohnst in Innsbruck, hast zig meiner Lieblingsgebiete in der Umgebung und fährst hunderte von Kilometer für Skigebiete mit 1-2 Liften? Mir sind Skitage einfach zu schade, um sie in so Minigebieten zu verbringen.
Wie Chasseral schon sagte, gute Skitage haben nichts mit der Skigebietsgröße zu tun und wenn Pano, Schnee und (kein) Andrang passen, dann gefällt's mir in kleinen Skigebieten immer besser als in großen, überfüllten. Für Skigebiete wie z.B. Ischgl würd ich nie und nimmer hunderte Kilometer Anfahrt plus den teuren Skipass zahlen. Und wenn's mir in einem kleinen Gebiet zu langweilig wird, wechsel ich halt mittags in ein zweites ...

Oder anders gesagt: Wenn mich große, teure Skigebiete interessieren würden, müsste ich ja nicht mehrere hunderte Kilometer fahren, denn das hätte ich vor der Tür :)
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Re: Zentralschweiz 2.1. – 9.1.2015 - Skispass bei wenig Schn

Beitrag von ski-chrigel »

gute Skitage haben nichts mit der Skigebietsgröße zu tun
Da ticken wir def. anders. Drum eben, jedem Tierchen...
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Re: Zentralschweiz 2.1. – 9.1.2015 - Skispass bei wenig Schn

Beitrag von BigB »

Habe zwei Karten für Stoos. Überlege mit meiner Frau hin zu fahren, sie bevorzugt aber blaue und rote Pisten der leichteren Art. Wie sind die Pisten am Fronalpstock zu bewerten? Geht nach dem Schneefall am Samstag auch der Klingenstock am Sonntag auf, wie stehen dazu die Chancen?

MfG
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Re: Zentralschweiz 2.1. – 9.1.2015 - Skispass bei wenig Schn

Beitrag von Chasseral »

BigB hat geschrieben:... sie bevorzugt aber blaue und rote Pisten der leichteren Art. Wie sind die Pisten am Fronalpstock zu bewerten? Geht nach dem Schneefall am Samstag auch der Klingenstock am Sonntag auf, wie stehen dazu die Chancen?
Fronalpstock dürfte da genau richtig sein: Definitiv rote Pisten der leichteren Art; dazu schön sonnig von der Lage her. Aber sind halt nur 2 Pisten oben und eine Piste unten. Klingenstock ist das Gegenteil: Hart, schattig, immer wieder mit Steilstücken. Zu Schneesituation und Öffnungsstatus kann ich jetzt eine Woche später nichts mehr sagen. Gemäß Webcam hat es inzwischen wieder neuen Schnee gegeben und es ist weiterer gemeldet. Von daher müsste es passen. Heute gibt es wegen Föhnsturms erhebliche Betriebseinschränkungen.
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Re: Zentralschweiz 2.1. – 9.1.2015 - Skispass bei wenig Schn

Beitrag von noisi »

Hat Spaß gemacht deinen Bericht zu lesen - mal etwas anderes.
Zur Diskuission kleine & große Skigebiete - sind wohl private vorlieben wobei sich mit Kindern jeweils eine völlig neue Situation ergibt. Da hätte ich auch keine Lust auf große Skischaukeln. Ansonsten hatte ich bisher eher in kleineren Skigebieten die schöneren Skitage, kann aber auch Zufall gewesen sein.
Da mein Bildhoster seine Verzeichnisstruktur geändert hat, werden die Bilder in meinen Berichten z.T. nicht mehr angezeigt. Auf konkreten Wunsch stelle ich sie wieder her.
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Re: Zentralschweiz 2.1. – 9.1.2015 - Skispass bei wenig Schn

Beitrag von Harzwinter »

Acht Familien-Skitage in der schönen Zentralschweiz in drei Skigebieten, die bei mir schon lange auf der Wunschliste stehen ... Beim ersten Lesen des Berichts vor einer Woche bin ich sofort neidisch geworden und bin es heute immer noch. :D Vielen Dank für die schönen Bilder! Sicherlich wünscht man sich im Neujahrs-/Dreikönigsurlaub winterlichere Impressionen, aber wenn man das Erlebte unter vorgezogenem Frühjahrsski verbucht, passt es halbwegs. Regen im Skiurlaub ist allerdings mehr als ärgerlich. Die teils gähnend leeren Skigebiete erstaunen mich sehr - zumindest in Hoch-Ybrig hätte ich viel mehr Andrang erwartet.

Rückblickend habt Ihr großes Glück gehabt, dass Ihr als fünfköpfige Familie den Urlaub knapp vor der Aufhebung der Wechselkursbindung Franken-Euro verbringen konntet. Die Geldbörse wäre sonst spürbar schmaler geworden. :ja:
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Re: Zentralschweiz 2.1. – 9.1.2015 - Skispass bei wenig Schn

Beitrag von Chasseral »

Harzwinter hat geschrieben:... aber wenn man das Erlebte unter vorgezogenem Frühjahrsski verbucht, passt es halbwegs.
War trotz der Sonne und der apren Stellen kein "Frühjahrsfeeling" die doch kompakte Schneesituation auf allen Hängen (auch Süd) war schon eher Winter und die Schneekonsistenz war auch nicht "Frühjahr". Am 2. Tag hat es "geschmerzt" als der Schnee von den Bäumen runtergeregnet wurde und die Skipisten schlechter wurden. Aber die tolle Sonne über mehrere Tage hat zusammen mit den immer noch ordentlichen Skimöglichkeiten ganz schnell wieder die Stimmung gehoben. War besser als Winter mit Dauerschneefall! Denn: So intensive Sonne hatte ich zu Hause gefühlt seit Monaten nicht mehr. Und das war ein extremer Stimmungsbeschleuniger.


... Regen im Skiurlaub ist allerdings mehr als ärgerlich. Die teils gähnend leeren Skigebiete erstaunen mich sehr - zumindest in Hoch-Ybrig hätte ich viel mehr Andrang erwartet.
War Freitag (2.1.) ab 14.30 Uhr und Samstag (3.1.) ab 14.00 Uhr (vorher kurz Schnee). In Verbidnung mit der erwähnten Sonne für nahezu den Rest war die Gesamt-Wetterbilanz hervorragend.


... Rückblickend habt Ihr großes Glück gehabt, dass Ihr als fünfköpfige Familie den Urlaub knapp vor der Aufhebung der Wechselkursbindung Franken-Euro verbringen konntet. Die Geldbörse wäre sonst spürbar schmaler geworden. :ja:
Aber hallo!
Aber wir haben Januar 2016 bereits im Berner Oberland reserviert. Das wird happig. Zum Glück habe ich die Hälfte des benötigten Budgets bereits besorgt (vor der Franken-Aufwertung und zum Teil schon vor 5 Jahren mit mehr als 1,50 CHF/EUR). Aber hätte ich das geahnt: Ich hätte in der Zentralschweiz täglich 1.000,-- CHF abgehoben. Damit wären die Ferien im nachhinein fast gratis gewesen. Aber immerhin habe ich meinen CHF-Bestand bei dieser Gelegenheit teilweise aufgestockt. Ich hatte anscheinend eine Vorahnung im Bauchgefühl.


...zumindest in Hoch-Ybrig hätte ich viel mehr Andrang erwartet.
Definitiv Glück! Das lag offenbar an der Wetterprognose. Die war meist sehr "zurückhaltend", aber ohne Grund: Das Wetter war von Motag bis Donnerstag tadellos und auch Sonntag und Abreisefreitag recht gut. Besonders an unseren zwieten Ybrig-Tag sollten ab Mittag Regen/Schnee und schlechte Sicht einsetzen. Das hat vermutlich alle potenziellen Tagesgäste abgeschreckt. Ohne Grund: Es blieb sonnig bei blauem Himmel bis zum Schluss - und das nahezu ohne Skigäste. Wenn halb Zürich kommt, möchte ich auch nicht unbedingt auf dem Ybrig sein.



@Bilder: Freut mich, dass die einigermassen aussagekräftig sind. Die Fotos sind meist zufällig entstanden, wenn gerade mal Zeit war und nicht mit dem Fokus auf eine komplette Dokumentation an dieser Stelle. Mit drei Kindern und manchmal noch Schlitten oder Slalomstangen hat man kaum noch Musse, sich aufs fotografieren zu fokussieren. Auf dem Stoss hatte ich den Fotoapparat sogar komplett vergessen mitzunehmen. Das von dort sind alles Handybilder.
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