Ich hatte trotzdem lange überlegt, ob ich es wagen soll, denn die Lage nahe bei Zürich könnte ja durchaus längere Wartezeiten bedeuten und außerdem war ich mir nicht sicher, ob es mir nicht doch zu klein ist. Andererseits bin ich ja Fan von Waldabfahrten und sollte dort voll auf meine Kosten kommen und die Schneelage ließ ja evtl. auch die längere Abfahrt nach Rickenbach zu. Von dort gibt es ja die neue Rotenflue-Bahn, die auch noch einen Riesenvorteil hat: Man kann bei der Auffahrt sitzen! Ich bin ja bestimmt kein Freund von reinen Sessellift-Gebieten und mag die Abwechslung bei den Bahnen, aber ab und zu sitzen ist schon ganz erholsam...
Los ging es um kurz nach 7 Uhr und durch die Baustelle im Bahnhof Oerlikon wurde es wieder ungewollt spannend, denn die direkte S-Bahn nach Wädenswil hatte Verspätung und damit war der Anschluss an die Bahn nach Einsiedeln gefährdet. Also bin ich lieber einmal mehr umgestiegen und mit dem Nonstop-Zug von Zürich HB nach Wädenswil gefahren um dort gemütlich in die S13 nach EInsiedeln umzusteigen. Die folgende Strecke ist eine der schönsten, die ich bisher erlebt habe und im Gegensatz zu meiner Wandertour im Oktober, war es diesmal sonnig und man hatte eine traumhaften Seeblick während der Zug sich flott den Berg hinaufarbeitet. In Einsiedeln dann noch schnell ins angenehm leere Postauto umgestiegen, während die meisten anderen Fahrgäste die Busse Richtung Hoch-Ybrig stürmten. Um kurz vor 9 Uhr war ich dann in Brunni an der Talstation der Haggenegg-Lifte und bin dort erst mal so ziemlich alle Pisten gefahren.
Erste Auffahrt mit SL Haggenegg I und natürlich fällt der Blick auf den Grossen Mythen. Links davon die Bergstation der 15PB Holzegg.
Trasse Haggenegg I
Grosser und Kleiner Mythen
Komplette Trasse Haggenegg I
An der Bergstation Haggenegg II mit Blick in den Schwyzer Kessel
Steht ja meist im Schatten des minimal größeren Bruders: Kleiner Mythen
Trasse Haggenegg II, die allerdings schwer einzufangen ist, da der Lift recht gleichmäßig ansteigt
Blaue Piste 57 links vom Haggenegg II
Lecker!
Kurz vor der Bergstation. Wie man sieht, war das Wetter fast perfekt und die angekündigten Wolken am Nachmittag kamen auch nicht so richtig an. Dank leichtem Föhn war es zeitweise sogar frühlingshaft warm.
Rote 56 am Haggenegg II. Am Morgen noch etwas hart und knollig, aber trotzdem gut zu fahren. Es war wohl in den letzten Tagen schon wärmer.
Nochmal die 56 weiter unten.
Obere Hälfte der Trasse PB Brunni
Verbindungspiste zur PB Brunni, gegenüber SL Brunni, der aber nicht im Skipass inkludiert ist.
Nachdem ich an den Haggenegg-Liften alle Pistenvarianten durch hatte, die mir im Übrigen sehr gut gefallen hatten, wechselte ich hinüber zur Brunni-Bahn. Ich hatte ja schwere Bedenken wegen der 15PB an einem Samstag, noch dazu bei überraschend gutem Wetter, aber trotzdem kam ich schon mit der zweiten Kabine mit. Auf jeden Fall eine coole Bahn, wobei heute noch eine weitaus originellere PB folgen sollte.
Trasse
Mit Mythen
Die blaue Kabine fuhr los, nachdem es etwas Probleme mit der Türschliessung gab.
Und schon bin ich oben und schaue die Trasse entlang nach Brunni. Links die Haggenegg-Lifte.
Zoom zur Bergstation Haggenegg II
SL Holzegg Ost mit Übungshang
Mit Mythenblick
Dann ging es auf die Abfahrt nach Rickenback, die bis zur Mittelstation Rätigs auch als solche gilt und präpariert wird.
Blick auf Brunnen und den Vierwaldstätter See. Landschaftlich ist die Mythenregion absolute Weltspitze.
Die Abfahrt bis zur Mittelstation war überraschend kurz und auch teilweise schon ziemlich dreckig, so dass ich mir die Route bis nach Rickenbach angesichts meiner neuen Ski geschenkt habe. Beeindruckt von der Trasse der EUB habe ich aber leider vergessen zu fotografieren und deshalb geht es erst auf der Rotenflue weiter.
Blick nach Hoch-Ybrig mit Bös Fulen und Drusberg.
Glarner Alpen mit Föhnwolken
Zoom zum SL Zwäcken, dessen linke Piste den ganzen Tag für ein Skirennen gesperrt war. Dementsprechend voll war es auf der rechten, die am Nachmittag dann auch etwas mitgenommener war.
Nochmal Bös Fulen und Drusberg.
Zoom zum SL Grossenboden, der die längsten Wartezeiten im ganzen Gebiet hatte.
Am SL Kulm, wo die Pisten doch schon zunehmend unter der Sonneneinstrahlung litten. Deshalb beließ ich es auch bei einer Fahrt.
Wieder am Brünnelistock angekommen startete ich dann zur Skisafari Richtung Oberiberg, da man ja nie weiß, wann wieder genug Schnee dafür liegt. Nur wegen der Skiroute auf dieser Seite würde sich der Aufwand aber kaum lohnen, denn die ist größtenteils flach, teilweise sogar komlett eben und führt zwar ganz nett durch den Wald und über Lichtungen hinunter zur 4KSB Laucheren im Skigebiet Hoch-Ybrig, aber reisst einen jetzt nicht vom Hocker.
Hier einige Impressionen der Skiroute:
Oberiberg und die 4KSB Laucheren kommen in Sichtweite.
Nachdem ich 17 Fr. für die Safari-Karte bezahlt hatte, ging es mit der 4KSB Laucheren hinauf. Außer dieser darf man noch 2 mal mit der 4KSB Laucherenstöckli und 1 mal mit der 4KSB Spirstock fahren. Der Rest ist außerhalb der Gültigkeit.
Talstation und Schlusshang an der 4KSB Laucheren
Enger Schlusshang der Skiroute, auch hier dürfte es bei den Temperaturen schon bald schwierig werden mit dem Schnee.
4KSB Laucheren und Talabfahrt
Trasse mit 4KSB Laucherenstöckli oben am Grat
Weiter draussen war das Wetter nicht so gut.
Talabfahrt Oberiberg
Steileres Schlussstück
In der 4KSB Laucherenstöckli mit schön aussehender Piste. Die konnte ich aber leider nicht fahren, da ich sonst auf die 4KSB Spirstock verzichten oder nochmal extra zahlen hätte müssen.
Blick nach Oberiberg mit der flachen 4KSB Laucheren
Obere Hälfte der Trasse
Angekommen am Laucherenstöckli geht der Blick über die baumlosen Hänge des Skigebiets Hoch-Ybrig.
Bergstation 4KSB Spirstock
Und schon sitze in dieser drin und habe eine schönen Blick auf die 6KSB Hesisbol.
Blick zurück zur Talstation
Die Bahn führt zuerst ohne große Steigung oberhalb einer eine Schlucht entlang und dann steil hinauf zum Spirstock.
Panorama vom Spirstock zum Vierwaldstätter See, der sich leider unter einer Dunstschicht versteckte.
Zoom zum Stoos
Rigi
Pilatus
Mythen
Urner Alpen
Blick zum Laucherenstöckli
Nochmal die Skihänge an den KSBs Hesisbol und Sternen
Zoom zum Brünnelistock mit dem SL Kulm
Und zur Rotenflue
Nach einer weiteren Fahrt mit der 4KSB Laucherenstöckli kam dann das Highlight des Tages: Die 6 km lange Skiroute nach Illgau. Auch bei dieser war ich nicht sicher, wie die Schneelage sein würde und ob dort überhaupt präpariert wird. Ist die ähnlich flach wie die nach Oberiberg oder am Ende ein noch schmalerer Streifen Schnee durch den Wald?
Um es kurz zu machen: Es war eine der schönsten Abfahrten, die ich bisher gemacht habe. Fast durchgehend mit schöner Neigung, kurvig, wellig, breit genug, sonnig, firnig und natürlich keine Leute. Wobei keine falsch ist: 1 Snowboarder und 2 weitere Skifahrer habe ich sonst noch gesehen. Dazu einige Tourengeher, aber die hatten eine andere Richtung wie ich.
Hier die Bilder dazu:
Am Anfang noch ziehwegig vom Laucherenstöckli weg...
...ging es dann aber nach erreichen der Abzweigung zur Ibergeregg richtig los.
Blick zurück zum Spirstock
Tiefblick nach Illgau
Schon fast am Ende angekommen geht es hier rechts über eine kleine Brücke und dann flach einen schmalen Weg nach Illgau hinaus.
Kurz vor Ende des Weges, auf dem man aber auch nicht schieben muss.
Da ist dann erst mal Schluss.
Dann muss man ca. 150 m die Straße entlang hochlaufen um dann nochmal ein paar Hundert Meter zur Talstation der PB abfahren zu können. Da die Sonne doch ziemlich brannte war das ein ziemlich schweisstreibendes Vergnügen.
Hier noch ein Blick hinauf, wo ich vor kurzem noch war.
Illgau
Angekommen an der 6PB Illgau-St. Karl
Trasse mit Kabine
Auch hier hat es nicht für die erste gereicht.
Aber die nächste war es dann und schnell war ich oben.
Schöne Aussicht hier...
Berge über dem schneebeckeckten Dach der Bergstation
Nun ging es schweisstreibend weiter, denn die Bergstation ist leider ein paar Meter zu weit unten, die man noch zu Fuß überwinden muss. Es ist nicht viel, aber mehr hätte es nicht sein müssen.
Der Weg schlängelt sich durch den Wald hinauf.
Und plötzlich hat man einen freien Blick zum Brünnelistock mit dem SL Grossenboden.
Nochmal die Rigi
Hier das letzte Stück der Skiroute, kurz vor dem Parkplatz an der Ibergeregg-Straße.
Da muss man dann nochmal einige Meter laufen, je nachdem wieviel Schnee liegt, zuerst über den Parkplatz und dann die Strasse runter, bevor man dann zur Piste 11 kommt. Die geht es dann hinunter zum SL Handgruobi, wo ich erst mal genervt von den Menschenmassen war, nach der Ruhe und Abgeschiedenheit der letzten Stunden.
Talstation SL Handgruobi, auch hier ein paar Minuten Wartezeit.
Trasse mit Piste 12
Anschliessend ging es dann mit dem SL Grossenboden hinauf zum Brünnelistock. Hier immer noch ziemlich viel los und die längsten Wartezeiten des ganzen Tages. Der Schnee war hier schon ziemlich weich, aber nicht verbuckelt, so dass ich noch einmal bis zum SL Handgruobi abgefahren bin. Allerdings machten sich die Anstrengungen des Tages langsam bemerkbar und während der langen Schleppliftfahrten dachte ich das eine oder andere Mal, dass so ein Sessellift hier auch nicht schlecht wäre.
Piste 16 am SL Grossenboden
Zoom zum Schlussstück der Skiroute. Unten der Parkplatz und von links über die freie Fläche kommt man von St. Karl und fährt dann durch das kleine Wäldchen auf einem schmalen Weg.
Skigebiet Stoos vor den Urner Alpen
Ungezoomt
Und nochmal Stoos
Am SL Zwäcken auf der mittlerweile etwas ramponierten Piste 17
Zoom zur Rotenflue, wo von rechts der SL Stägleren hinaufführt
SL Holzegg West
Und dann wollte ich unbedingt nochmal zur Rotenflue-Bahn abfahren, da dort mittlerweile die Sonne hinkam und die Piste dadurch weicher sein dürfte als am Morgen.
Die Piste war dann auch angenehmer zu fahren, aber ohne Beschneiung zeigt die Sonne hier ihre ganze Kraft.
Einfahrtsstützen der 8EUB Rotenflue hoch oben an der Steilwand.
Abfahrt 40 zur Mittelstation Rätigs
Mittelstation
Nochmal Brunnen mit dem Vierwaldstätter See
Trasse der 2. Sektion
Blick zum Lauerzersee mit Rigi links und Rossberg rechts
Nochmal die Mittelstation
Es wird steiler
Dann machte der Akku im Foto schlapp und ich müsste ein paar Bilder mit dem Smartphone machen.
Blick die spannende Trasse hinunter bis Rickenbach und Schwyz.
Und dann ging es nach einem Ausflug zum SL Rotenflue über den SL Holzegg West und einer Wiederholung am SL Holzegg Ost zur Talabfahrt nach Brunni. Auch die ist breiter als erwartet und hat mir sehr gut gefallen. Beim nächsten Mal mach ich da auf jeden Fall eine Wiederholung.
Einige Bilder von der Abfahrt 30.
Und zum Abschluss noch ein Blick in die Talstation der PB Brunni
Bei der Heimfahrt gab es dann zur Krönung nochmal einen wunderschönen Blick auf den Zürichsee in einer traumhaft verschneiten Landschaft, so dass man von einem rundum gelungenen Tag sprechen kann.