Drei Länder in fünf Tagen (Update 2.3) (AT/SLO/IT)(2006)

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Drei Länder in fünf Tagen (Update 2.3) (AT/SLO/IT)(2006)

Beitragvon k2k » 14.01.2006 - 14:22

Eine Fortsetzungsgeschichte in fünf Kapiteln

gerrit, trincerone und ich besuchten die folgenden Skigebiete in Österreich, Italien und Slowenien vom 4.-9. Januar 06:

- Spittal/Goldeck
- Sappada
- Sella Nevea
- Bovec/Kanin
- Obertraun/Krippenstein

Teil 1 folgt gleich, die weiteren voraussichtlich jeweils in Abständen von einer Woche. Teil 1-3 und 5 gibts von mir, mit Teil 4 vom Kanin beglückt euch Captain Retro wenn es soweit ist.
Gut möglich, daß ich mir den einen oder anderen Seitenhieb im Text nicht so ganz verkneifen kann. Nehmt mein Geschreibsel also bitte nicht zu ernst.
Ich hätte mich auch gerne an die Regeln gehalten was den Titel des Topics angeht, aber dafür reichen die 60 Zeichen leider vorne und hinten nicht aus. Man möge mir verzeihen.

Als kleiner Ausblick auf das Kommende:

Bild


Viel Spaß!
Zuletzt geändert von k2k am 02.03.2006 - 19:18, insgesamt 4-mal geändert.
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Beitragvon k2k » 14.01.2006 - 14:32

Es war der frühe Morgen des 4. Januar im WM-Jahr 2006, als gegen 4:45 Uhr der Wecker klingelte. Trotz nur ca. vier Stunden Schlaf war ich in einem Bruchteil der üblichen Zeit bei Sinnen, ich sprang aus dem Bett und noch während ich mich anzog, warf ich einen schnellen Blick auf mein Mobiltelefon, das keine neuen Nachrichten anzeigte. In Windeseile fuhr ich den Laptop hoch, in 25 Minuten ging mein Zug. Die genaue Zeitplanung für die Treffpunkte mit gerrit bei Salzburg und mit trincerone in Ulm hatte sich erst am Vorabend gegen 23:30 Uhr ergeben und noch war von gerrit keine Bestätigung eingetroffen. Ich sandte noch einmal eine eMail mit Treffpunkt und Uhrzeit, bevor ich Rucksack und Ski schulterte und zum Bahnhof aufbrach.


Rückblende

Die Vorplanung dieser Tour war nicht ganz optimal verlaufen. Schon im Hochsommer hatte es Ansätze gegeben, die sich aber nach einiger Zeit als nicht durchführbar erwiesen, und so war die Sache wieder eingeschlafen. Anfang Dezember hatten trincerone und ich dann erste Ideen bezüglich eventueller Ziele ausgetauscht, bzw. genauer hatte mir mir trincerone Ideen geschickt und ich kommentierte und ergänzte. Es sollte wieder grob in Richtung Westalpen gehen, zu Füssen der Bergmassive die die 4000 m-Marke nicht nur ankratzen sondern deutlich übersteigen, und natürlich bevorzugt in Skigebiete, die die Masse der Skifahrer entweder links liegen lässt oder gar nicht kennt.
Als Mitte des Monats erste Eckdaten standen bekundete gerrit sein Interesse und fortan beratschlagten wir zu dritt. Erste Bilder von unseren Zielen aus dem Netz steigerten meine Vorfreude beträchtlich, und um so enttäuschter war ich, als sich in der Woche vor Weihnachten abzeichnete, daß die Schneedecke für unser Vorhaben bei weitem zu dünn war, so dünn dass selbst ein mittlerer bis starker Wintereinbruch nicht für gute Verhältnisse würde sorgen können. Trotzdem war ich etwas überrascht, als trincerone mit einer radikalen Änderung an mich herantrat, so überrascht daß ich mir erst einen Tag Bedenkzeit erbeten musste. Ich stimmte der Änderung schließlich zu, ohne daß ich je etwas anderes in Erwägung gezogen hätte. Doch so richtige Vorfreude wollte in mir bis zur Abfahrt nicht mehr aufkommen.


Noch bevor ich in den Zug einstieg vibrierte mein Handy: gerrit bestätigte daß alles klar ging. Um kurz vor Sieben brachte mich die Bahn nach Ulm, trincerone verspätete sich um wenige Minuten, doch um halb Acht waren wir bereits auf dem Zubringer zur Autobahn nach München. Der Verkehr hielt sich in Grenzen und die Fahrt gestaltete sich kurzweilig, man hat sich viel zu erzählen wenn man sich nur einmal im Jahr persönlich trifft. Wir passierten München auf der Nordumfahrung, ich sah zum ersten Mal live die neue Arroganz-Arena in Fröttmaning. Hinter München nahm die Schneemenge rechts und links der Autobahn schlagartig zu, die starken Schneefälle, deren Folgen die Nachrichten der Vortage dominierten, waren mehr als nur zu erahnen. Doch die Strassen waren frei, wir brachten den berühmten Irschenberg (Wo zur Hölle ist da ein Berg?) problemlos hinter uns und kurz vor der Grenze meldete gerrit per Handy, daß er den Treffpunkt bereits erreicht hat. Zwanzig Minuten später waren wir ebenfalls vor Ort.


Teil 1: Spittal - Goldeck, 4.1.2006

Wir luden unser Gepäck in gerrits Auto und fanden nach einigem Suchen einen geeigneten Parkplatz für trincerones Wagen in einem Dorf in der Nähe der Autobahn. Zu dritt setzten wir die Fahrt in Richtung Süden fort, gerrit spielte zur Begrüßung trincerones neues Lieblingslied, den Klassiker von Ambros. Die Zeit verging wie im Flug, wir passierten Tauern- und Katschbergtunnel, die tief hängende Wolkendecke um Salzburg wich einer Hochbewölkung, die zum Alpenhauptkamm hin merklich aufgelockert war. In Spittal an der Drau verliessen wir schließlich die Autobahn und steuerten die Talstation der Goldeckbahn an.

Das Goldeck war gerrit und mir zu einem Zeitpunkt in den Sinn gekommen, als die zwischenzeitliche Planung ein Treffen mit trincerone in Italien vorgesehen hatte und wir somit nach einem lohnenden Ziel auf dem Weg dort hin ausschau hielten. Nach anfänglicher Ratlosigkeit erinnerten wir uns beide beinahe gleichzeitig an die dortige Kurvensesselbahn, welche in den frühen 1980er-Jahren erbaut wurde und die in den 90ern durch einen Unfall, bei dem aufgrund eines Wartungsfehlers das Förderseil entgleiste, traurige Berühmtheit erlangte (Dem Vorfall sind im Buch von Arthur Doppelmayr mehrere Seiten gewidmet). In der Annahme, daß auch die Tage dieses Kuriosums möglicherweise bald gezählt sein könnten, entschieden wir uns für einen Besuch.

Die Liftkarten für den Nachmittag waren schnell gekauft, wir machten noch einige Fotos bevor wir uns zur Bergfahrt anstellten. Die Wartezeiten an der Bahn waren gering und nur durch die relativ lange Fahrtdauer der Seilbahn verursacht. An der zweiten Sektion, die im Gegensatz zur ersten direkt durch eine Abfahrt zu erreichen ist, warteten wir etwas länger.
Oben angekommen, blies uns ein eisig kalter, wenn auch nicht allzu starker Wind ins Gesicht. In der Ferne am Alpenhauptkamm schien die Sonne, wir mussten jedoch mit bewölktem Himmel Vorlieb nehmen. Wir drehten zwei, drei Runden an den Schleppliften auf der Nordwestseite, bei durchaus guten Schneeverhältnissen. Schließlich wechselten wir auf die Südseite, wo sich der Grund unseres Besuchs befand: Die Doppelsesselbahn Seetalbahn von de Pretis, selbes Baujahr wie der Autor, mit zwei Kurven nach Bachmann-Patent.

Wir inspizierten die Anlage ausführlichst, hielten so viele Einzelheiten wie möglich im Bild fest und riskierten sogar eine Abfahrt auf windgepresstem Schnee abseits der Piste, um eine der Kurven aus der Nähe betrachten zu können. Nach zwei Fahrten, die sicher eine Stunde dauerten, zog sich trincerone auf die Hütte zurück, während ich, begleitet von gerrit, auf der Jagd nach einer Perspektive, die mir ein Ablichten der Bahn als Ganzes ermöglichen sollte, noch eine Runde mit einem der Schlepplifte drehte. Anschließend folgten wir trincerones Beispiel.
Obwohl wir uns nicht allzu lange auf der Hütte aufhielten waren bereits alle Lifte abgestellt als wir bei langsam hereinbrechender Dämmerung zur Talabfahrt aufbrachen, die neben der Kurvensesselbahn sicher das Highlight dieses Skigebiets darstellt: 1600 Höhenmeter und 8,5 km lang, dazu weitestgehend beschneit (bei einer Talhöhe von 550 m natürlich unumgänglich). Als hinter uns die letzte Pistenkontrolle auftauchte, konnten wir sicher sein, daß wir den vom Ende der Abfahrt zur Talstation fahrenden Bus noch erwischen, was uns einen längeren Fußmarsch ersparte. Im letzten Licht des Tages erreichten wir das Auto, zogen uns um, verstauten unsere Ausrüstung und traten die Weiterfahrt in Richtung Italien an.


Bild
Blick auf die erste Sektion der Goldeckbahn in Spittal an der Drau - Talhöhe 550 m

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Stütze 2 von 2 mit Talblick aus der Mittelstation

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Zweite Sektion der Pendelbahn, Hersteller beider Bahnen waren die Vereinigten Österreichische Eisen- und Stahlwerke AG (VÖEST)

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Blick ins Drautal und zum Alpenhauptkamm, im Vordergrund einer von drei Schleppliften Marke de Pretis

Bild
Der Grund unseres Besuchs: Kurven-DSB Seetalbahn, ebenfalls von de Pretis gebaut und mit gleich zwei Bachmannkurven ausgestattet

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Die beiden Kurven aus der Nähe

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Kurve 2 (die obere)

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Oberer Streckenteil mit Kurve 2

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Blick vom unteren Teil der Abfahrt in Richtung Bergstation. Zur Erinnerung, es handelt sich um ein und die selbe Sesselbahn!

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Talstation und Stütze 2 - die Sessel (Hersteller Girak) sind noch mit Seitwärts-Schließbügeln ausgestattet

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Kurve 1 nach Bachmann-Patent, beim Durchfahren werden zwei der Bolzen, die ansonsten das Förderseil führen, von der Klemme nach oben gedrückt

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Zwischen den Kurven wird praktisch kein Höhenunterschied überwunden

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Im Anflug auf Kurve 2

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Die Kurvenkonstruktion von unten

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Bachmann-Kurvenscheibe

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Sessel beim Durchfahren der Kurve. Spätestens hier sollte klar werden, warum eine normale Umlenkscheibe hier nicht funktionieren würde.

Bild
Noch einmal im Detail: Die Klemme (mit Schutzkappe) bei der Durchfahrt der speziellen Umlenkscheibe

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Die Talabfahrt vom Goldeck bei einsetzender Dämmerung - 1600 Höhenmeter ab SL-Bergstation (Fakt) werden auf 8,5 km Strecke (Eigenwerbung) überwunden, beschneit versteht sich






Fortsetzung folgt...
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Beitragvon YESHAR » 14.01.2006 - 14:33

Ich freue mich schon auf einen Bericht und viele BIlder !
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Beitragvon YESHAR » 14.01.2006 - 14:33

^^ Na, da war einer um Sekunden schnell :wink:
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Beitragvon gerrit » 14.01.2006 - 15:44

Nachdem ich über diese Tour keine eigenen Berichte schreiben werde, erlaube ich mir, jeweils einige ergänzende Bilder hinzuzufügen.
Da ich ja mit 2 Großmeistern der Bilddokumentation unterwegs war, hatte ich zunächst den festen Vorsatz gefaßt, selbst gar nicht so viel abzulichten, das habe ich aber dann nur am ersten Tag halbwegs durchgehalten.... :wink:
Kurz zum Goldeck: eines der wenigen Skigebiete, die ich schon vor vielen Jahren (1991) einmal aufgesucht habe und in denen sich (bis auf das Verschwinden einer ESB) bezüglich der Anlagen nichts geändert (bzw. vermehrt) hat, lediglich die wirklich lobenswerte Talabfahrt war für mich neu.


Hier die Bergstation der Kurvenbahn mit der Hütte, in der wir uns von den Kurvenbesichtigungen erholt haben
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Ausblicke vom Schigebiet nach Norden bzw. Nordosten in Richtung Alpenhauptkamm

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Beitragvon trincerone » 14.01.2006 - 19:49

... als wär man selbst dabei gewesen.... ;)

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Beitragvon Matthias » 15.01.2006 - 18:35

:D Danke für die schönen Bilder, insbesondere von der Seetal-Bahn. Diese Anlage hat mich schon als kleines Kind ( ich war damals zwei Mal am Goldeck) sehr fasziniert. Die dazu gehörige Piste habe ich aber als sehr langweilig in Erinnerung.

Ich meine mich noch an ein oder zwei (?) Schlepplifte im Bereich der Talstation der Kurvensesselbahn zu erinnern. Mit einem bin ich damals definitiv (?) noch gefahren, bei sehr bescheidener Schneelage kein echtes Vergnügen. Sieht man noch Reste von diesen Liften oder ist alles abgebaut? Oder bilde ich mir diese Lifte wirklich nur ein? Leider finde ich keinen Pistenplan mehr von damals. Infos dazu würden mich freuen.

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Beitragvon gerrit » 15.01.2006 - 18:43

@Matthias: jetzt wo Du es sagst, kann ich mich auch an einen kurzen Schlepper im Bereich der Talstation der Seetalbahn erinnern, 91 dürfte der noch gestanden sein. Muß mal den alten Pistenplan heraussuchen bzw. nachsehen, ob auf den Dias was zu finden ist.
Die Abfahrt ins Seetal ist skitechnisch wirklich völlig uninteressant (abgesehen vom freien Skiraum im obersten Bereich des Kares), die Bahn wurde ja letztendlich nur zwecks Anbindung des Skigebiets an die Mautstraße errichtet, der Schnee richtung Süden ist meist sehr schlecht und die beiden Kurven sind sicherlich das spektakulärste in diesem Teil des Skigebiets.
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Beitragvon Michael Meier » 15.01.2006 - 19:31

Definitiv gab es da 2 Skilifte. Der Skilift Steineralm ging von etwas unterhalb des Parkplatzes rauf bis neben das Restaurant. Der Skilift Steinermandl ging knapp neben der Stütze 2 der Seetalbahn los, kreuzte diese und ging nach Rechts (Aus der Seetalbahn gesehen) hoch und erschloss den unteren interessanten Teil der Seetalabfahrt. Beide waren von De Pretis. Der Steineralm steht jetzt im Dorf Goldeck. Wo der andere hin ist KA er stand lange da noch rum.

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Beitragvon Af » 15.01.2006 - 19:45

Wow, das ist ja mal ne tolle Bahn. Schön, dass es sowas noch gibt.
Die Girak DSB-Sessel gibts ja anscheinend echt zuhauf. Wenn ich denk wieviel verschiedene Arten es alleine in Kitz gibt....

Hatte De Pretis keine DSB-Sessel, oder warum wurden für den Girak-Sessel verwendet?
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Beitragvon gerrit » 15.01.2006 - 19:49

Ich war bis zu meinen 14. Lebensjahr davon überzeugt, daß es NUR solche Sessel gibt..... :wink:
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Beitragvon Matthias » 17.01.2006 - 17:03

Danke für die Infos :D. Da hat mich meine Erinnerung also doch nicht ganz getäuscht. Es war dann ziemlich sicher der Steinermandl-Lift mit dem ich damals noch gefahren bin.

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Beitragvon k2k » 20.01.2006 - 18:43

Teil 2: Sappada

Pistenpläne:
http://sdp.skiinfo.com/images/dppic/f49627.jpg oder
http://www.skiinfo.it/skimaps/detail_bi ... EITSAPPADA

Seiten des Ortes:
http://www.sappadadolomiti.com
http://www.sappada-dolomiti.com
http://www.sappada.info


Von Spittal aus fuhren wir das Drautal entlang nach Westen, um bei Oberdrauburg in Richtung Plöckenpass abzubiegen. Entlang der Straße herrschte tiefster Winter, links und rechts türmten sich hohe Schneemauern, dazu keine Menschenseele weit und breit, die wenig befahrene, nächtlich-einsame Route gehörte uns ganz allein. Nur ab und zu wurde die Szenerie durch einige vom fahlen Licht der Straßenbeleuchtung gespenstisch erleuchtete Siedlungen unterbrochen.

Um so größer war die Überraschung, als wir uns unserem Ziel, dem - wie wir vermuteten - kleinen, verschlafenen Örtchen Sappada näherten: Anstatt eines weltvergessenen Dorfes mit ein paar Albergos und ein paar Liften fanden wir einen hell erleuchteten Touristenort vor, mit Laserprojektion und Nachtski, zudem noch sehr deutschsprachig beeinflusst. An der Straße ein paar wenige Hotels der besseren Kategorie, ansonsten viele Privathäuser, jedes zweite zwar "a vende", doch machte der Ort einen alles andere als heruntergekommenen Eindruck.
Allerdings war in Sappada weit und breit kein dem studentischen Geldbeutel gerechter Gasthof zu entdecken - zumindest nicht entlang der Hauptstraße. Nach mehreren Versuchen fanden wir schließlich einige Kilometer talabwärts in Richtung San Stefano di Cadore ein Quartier, das unsere einfachen Ansprüche mehr als erfüllte und trotzdem nicht zu teuer war.
Geblendet von diesem späten Erfolg entschlossen wir uns zum Essen außer Haus, worauf die selbe Sucherei noch einmal von vorne los ging. Auf beinahe halbem Weg zwischen San Stefano di Cadore und dem Kreuzbergpass hatte dann aber auch diese Episode ein Ende und wir genossen Pasta zu einem Action-Reisser mit Steven Seagal auf italienisch, der im Fernseher in der Ecke lief.
Todmüde erreichten wir schließlich unser Hotel.

Am nächsten Morgen ging es nach einem italienisch-kargen Frühstück mit Cappuccino und genau einem kleinen Brötchen und/oder einem gefüllten Hörnchen pro Nase zunächst ins Zentrum Sappadas zum ESL Monte Ferro, den wir wie erhofft noch in Betrieb vorfinden durften - einer der letzten seiner Art, gebaut von Marchisio. Beste Schneeverhältnisse, eine klassische Waldabfahrt (beschneit!) und ein kultiger ESL, was will man mehr? - Naja, die Sonne hätte sich noch ein wenig mehr zeigen dürfen an diesem Tag, aber man kann nicht alles haben. Wartezeiten waren ebenfalls nicht vorhanden, obwohl der Ort auch bei Tag sehr lebendig und durchaus gut besucht zu sein schien - Skifahren scheint trotz dreier unabhängiger Skigebiete rund um Sappada nicht unbedingt zu den wichtigsten Beschäftigungen der Ortsgäste zu gehören.



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Die Talstation des ESL Monte Ferro im Zentrum Sappadas

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Einstieg und Spannstation im Tal

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Stütze 1

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Blick von der Talstation auf die Strecke. Hersteller ist Marchisio.

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Umlenkscheibe und Spannwagen, dahinter die Kanister die wohl als Gewichte für die Bremstests während der Revision verwendet werden

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Die Strecke führt großteils durch den Wald. Bodenabstand: minimal.

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Einer der Masten gegen Ende des unteren Steilstücks im Detail

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Weiter oben wachsen bereits Bäume in der Lifttrasse

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Wir nähern uns der Bergstation

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Ausstiegstelle

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Antriebsstation am Berg

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Der technikinteressierte Leser merke sich: Marchisio

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Die beschneite Abfahrt am ESL wird mit diesem Gerät instandgehalten


Nach zwei Fahrten am ESL wechselten wir zu den Liften am Rifugio 2000 - notgedrungen mit dem Auto, da die auf dem Pistenplan verzeichnete Verbindungsabfahrt samt zugehörigem Skilift nicht mehr zu existieren schien.
Überhaupt vermittelt der Pistenplan wie so oft einen eher groben Eindruck des Gebiets. Wer die Detailverliebtheit anderer Skigebiete als Maßstab anlegt, erlebt einige Überraschungen und sollte keinesfalls Wetten über den Verlauf der Lifte eingehen - oder zumindest sicher sein, daß er den Einsatz problemlos verschmerzen kann. In diesem Fall ging es um einen Espresso, der für die Fehleinschätzung des Ortes der Bergstation der DSB Miravalle bzw. Talstation der Folgeanlage Hochbolt fällig war: Im Pistenplan sind die Trassen der beiden baugleichen Leitner-DSBs, die den Zugang zu einem kesselartigen Hochtal herstellen, in einem sehr deutlichen Winkel zueinander verzeichnet. In Wahrheit verlaufen beide Bahnen in einer Flucht quasi parallel hintereinander weg. Zudem handelt es sich bei der oberen Anlage um eine Tal-Berg-Tal-Sesselbahn mit Ausstieg aus beiden Richtungen bei der Mittelstation - ein Zustand, der im Pistenplan nicht ansatzweise angedeutet ist, da die Zwischenstation schamlos unterschlagen wird. Wer die Übertreibungen der Marketingstrategen manch nordalpiner Skigebietsbetreiber gewöhnt ist, rechnet nicht unbedingt mit derartigem Understatement.

Hat man diese Überraschung verdaut, wartet schon das nächste Kuriosum: Beim Anblick des steilen Doppel-Tellerschlepplifts mit Seilscheibeneinstieg (ebenfalls Leitner), der im Kessel noch als Beschäftigungsanlage errichtet wurde, drängt sich dem staunenden Kenner der Massenskigebiete unweigerlich die Frage auf, ob ein einzelner Bügelschlepplift nicht auch gereicht hätte. Hat es offenbar nicht, zur Freude des Liftfans wiederum, der nach spätestens zweimal fahren das Timing beim Einstieg verinnerlicht hat und sich den um die Umlenkscheibe flitzenden Schleppteller routiniert selbst angelt.

Nun war es an der Zeit, eine Pause einzulegen - aber nicht ohne vorher noch die verhältnismässig lange Talabfahrt auszutesten. Wieder oben angekommen, entschieden wir uns unter der Vielzahl der Möglichkeiten für das Rifugio 2000 und erlebten auch hier Unerwartetes. So hatte die SB-Theke um 12:20 Uhr noch geschlossen, was uns gestressten Entdeckern nach soviel Ungewöhnlichem etwas Zeit zum Entspannen und Betrachten des tiefwinterlichen Gipfelpanoramas rund um Sappada gab. Für einige Zeit versuchte sich sogar die Sonne gegen die Hochbewölkung zur Wehr zu setzen, allerdings ohne durchschlagenden Erfolg.
Nach einigen Minuten öffnete dann die Essensausgabe, allerdings ohne die beworbene Minestrone (dann halt Pommes mit Ketchup oder Würstel mit Kraut auf Plastiktellern für 7 Euro). Dazu etwas MTV vom Plasmabildschirm an der Wand. Dismissed in Italia, fast wie daheim - aber wo waren nur die grölenden deutschen Pauschaltouristen?


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Kleiner Sprung zur DSB Miravalle, eine Leitner-Konstruktion

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In Fortsetzung der DSB Miravalle stellt die baugleiche Tal-Berg-Tal-DSB Hochbolt den Anschluß und Rückbringer nach Sappada 2000 her

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Sappada 2000. Am Grat die Ausstiegsstation der DSB Hochbolt, unten deren Talstation mit Antrieb, von der aus die Abfahrt nach Sappada und zur Talstation der DSB Miravalle startet.

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Außerdem befindet sich im Hochtal von Sappada 2000 noch diese Anlage: Ein Leitner-Doppelskilift mit Tellergehängen und Seilscheibeneinstieg!

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Am Ausstieg der Skilifte mit Namen Sambl 1/2

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Dolomitenlandschaft - der dominierende Gipfel des Monte Siera (2448 m)



Der Leser könnte nun geneigt sein zu glauben, daß Sappada nach unseren Gesichtspunkten ein ziemlicher Reinfall war, doch dem war definitiv nicht so. Die Landschaft dieser östlichsten Dolomitenausläufer weiß durchaus zu begeistern, erst recht bei besten Schneeverhältnissen, dazu ein Marchisio-ESL und wenig bis gar nichts los auf den Pisten - wir wollen das Positive nicht unter den Tisch fallen lassen. Die Tageskarte für alle Lifte um Sappada gibts übrigens für faire 24 Euro.

Nach einigen weiteren Fahrten am Schlepplift mit spannendem Skitausch - übrigens eine hochinteressante Erfahrung, ich kann jedem verwöhnten Carver nur empfehlen, mal für eine oder zwei Abfahrten downzugraden auf herkömmliche Ski, es müssen ja nicht gleich trincerones 205 cm lange Blizzard Vollplast aus den Sechzigern sein, das Modell aus den Achtzigern aus der Garage tut's sicher auch - nach dieser weiteren netten Episode also gingen wir über zum letzten Gebiet des Tages.

Unterhalb der senkrechten Felswand des Monte Siera, der Sappada und Umgebung dominiert, wurde ein drittes Skigebiet erschlossen, bis vor kurzem noch durch einen weiteren Marchisio-ESL, der inzwischen aber einer modernen DSB von Leitner weichen musste, ergänzt von zwei älteren Tellerliften selber Marke, von denen einer auf steiler, exponierter Trasse bis beinahe direkt an die Felsen reichte. Wohl dem entsprechend war er zu unserem Bedauern auch vor einiger Zeit stillgelegt worden. Doch auch oder gerade wegen dieses Sachverhalts kam gerrit auf die Idee, zur Bergstation aufzusteigen. Viel verpassen würden wir dadurch nicht, das war schnell klar, denn außer dem zweiten Tellerlift mit dem Charakter eines Idiotenhügels und der etwas anspruchsvolleren aber nicht mehr als mittelschweren Talabfahrt gab es dort nichts weiteres zu sehen.
Der erste Versuch des Aufstiegs zu Fuß scheiterte nach wenigen Metern im Tiefschnee, doch wozu hatten wir schließlich Tourenski im Auto? Eine schnelle Talabfahrt und kurze Zeit später legten wir an selber Stelle die Felle an. Der Aufstieg - für mich völlig neu, für trincerone zumindest ungewohnt - gestaltete sich weniger anstrengend als gedacht, was vielleicht aber auch daran lag daß gerrit freundlicherweise die Spurarbeit übernahm.

Nach einer knappen halben Stunde hatten wir unser Ziel erreicht. Für kurze Zeit genossen wir das Panorama und schossen einige Fotos, bei leider inzwischen etwas tiefer hängenden Wolken und bereits merklichem Dämmerlicht. Anschließend folgte eine Genußabfahrt durch knietiefen Pulverschnee, die meinerseits nur durch die nicht mehr ganz fabrikneuen Tourenski getrübt wurde. Trotzdem an dieser Stelle noch ein fettes Dankeschön an gerrit, der diese und die noch folgende Aufstiegsaktion durch das Organisieren der entsprechenden Ausrüstung überhaupt erst ermöglichte.

Nach dieser Aktion fuhren wir durch das inzwischen verlassene Skigebiet ins Tal ab und mit dem Auto zurück zu unserem Hotel.



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Erster neugieriger Blick auf unser späteres Aufstiegsziel

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Daneben aber in etwas anderer Richtung verlaufend befindet sich ein ähnliches Exemplar noch in Betrieb: Sciovia Creta Forata (Leitner)

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Die recht exponierte Trasse des stillgelegten SL macht uns neugierig

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Die Bergstation hat man, wohl zum Schutz vor drohenden Naturgewalten aus der nahen Felswand, hinter einem großen Felsblock untergebracht

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Der steile obere Streckenteil im Zoom

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trincerone (links) und gerrit beim Aufziehen der Felle

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So schnell kann's gehen: gerrit ist schon fast oben.

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Letzte Stütze vor der Umlenkscheibe. Der Ausstieg erfolgte vermutlich etwas weiter unten.

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Der Zugang zu den beiden Skiliften wurde einstmals durch einen Einersessellift (ebenfalls Marchisio) hergestellt, deren letzter Zeuge in Form von Stütze 12 bei der Talstation seinem Schicksal harrt

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Auch zur Pistenpräparierung hat man ein schon etwas angegrautes Relikt im Einsatz, das jedoch durch einige neuere Modelle unterstützt wird


Am Abend kamen wir durch einen Insider-Tipp von gerrit in den Genuß köstlichster Spezialitäten aus lokalem Anbau, in Kombination mit einem guten Tropfen Wein ein beeindruckendes kulinarisches Erlebnis (insbesondere für Uni-Mensa-Geschädigte wie mich), das Pizza und Spaghetti schnell vergessen ließ und trotzdem preislich absolut im Rahmen war. Ein gelungener Ausklang eines nicht perfekten, aber sehr abwechslungsreichen und interessanten Tages.


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Beitragvon gerrit » 21.01.2006 - 15:08

Auch hier möchte ich wieder einige Zeilen und Bildern beisteuern.
Zunächst einmal muß ich darauf hinweisen, daß es sich bei der Fahrt mit dem ESL in Sappada um meine erste (Winter) Fahrt in einem Lift in Italien gehandelt hat, und das gleich mit einem mittlerweile höchst seltenen Marchisio Lift! Sowas nenne ich stilvolle Premiere! :D
Wie schon k2k angedeutet hat, war es in Sappada rein schifahrerisch keine Sensation, aber Ambiente und Kulisse waren durchaus interessant. Insbesondere die Stimmung am Umkehrpunkt unserer Miniskitour bei der Bergstation des aufgelassenen Liftes war sehr eindrucksvoll, zumal der am Abend über den Bergkamm streichende Wind eine ganz fremde und mit Worten eigentlich nicht beschreibbare Geräuschkulisse produzierte.
Nun noch ein paar Bilder:
Dateianhänge
S01.jpg
Zeigt zwar das gleiche Motiv wie bei k2k, aber die neonfarbigen Skikurskinder schauen nett aus.
S02.jpg
k2k im Feldversuch
S03.jpg
trincerone dito
S04.jpg
old style Waldabfahrt beim ESL
S05.jpg
von all den vielen Liften ist nur der ESL übergeblieben
S06.jpg
hintere Sektion der Tal-Berg-Talbahn
S07.jpg
Mittel=Bergstation derselben
S08.jpg
bei der Arbeit....
S10.jpg
dito
S09.jpg
Abendstimmung, die fremdartigen Windgeräusche muß man sich dazudenken
Daß wir echt waren, werde ich auch noch erfinden! (Josef Zoderer)

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Beitragvon gernot » 21.01.2006 - 15:43

Nach einigen weiteren Fahrten am Schlepplift mit spannendem Skitausch - übrigens eine hochinteressante Erfahrung, ich kann jedem verwöhnten Carver nur empfehlen, mal für eine oder zwei Abfahrten downzugraden auf herkömmliche Ski, es müssen ja nicht gleich trincerones 205 cm lange Blizzard Vollplast aus den Sechzigern sein, das Modell aus den Achtzigern aus der Garage tut's sicher auch - nach dieser weiteren netten Episode also gingen wir über zum letzten Gebiet des Tages.


ist das ernst gemeint oder ein scherz?
trincerone, du bist noch immer mit 205er schi unterwegs?
wenn ja, meine tiefste bewunderung!
ist ja ähnlich freaky wie dieter's schiausflüge mit öffis!

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Beitragvon trincerone » 21.01.2006 - 15:54

Ich fahre in der Tat Blizzard Vollplast, deren Länge 200 oder 205cm sein müsste (weiß ich nicht mal aus dem Kopf) und ca. Bj. 1973 sein sollten. Auch wenn sie abseits der Piste eher ungeeignet sind (im Gegensatz zu meinen 70s Völkl, die aber leider mittlerweile zu ausgelutscht sind), habe ich bis jetzt kein Paar Ski gefahren, das mich auf der Piste mehr überzeugt. Ich bin mir bewusst, dass das vermutlich kaum jemand nachvollziehen kann und will auch nicht behaupten, dass diese Schi in irgendeiner Form "besser" sein als heutige - sie machen mir persönlich aber einfach unglaublich viel Spaß, obwohl ich schon etwas brauchte, bis ich die nötige Fahrtechnik raus hatte.

Bild

Wobei ich ja schon sehr am überlegen bin, was nach den Blizzard kommt, weil die natürlich irgendwann auch mal platt sein werden. Ich liebäugel ja so ein bisschen mit dem Fischer C4, nachdem Gerrit mir davon erzählt hat, aber den kriegt man so schwer her... ;)

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Beitragvon Emilius3557 » 22.01.2006 - 00:40

Bishier wie immer höchst interessante und amüsante Berichte!

@trinci: hast du echt immer diese eine geile "Hermann Buhl-auf dem Nanga Parbat-Gedächtnisbrille" auf? :D
Dann bedauere ich dein Fehlen auf der Weißseespitze natürlich umso mehr!

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Beitragvon trincerone » 22.01.2006 - 01:54

Die Brille ist in dieser Saison neu, aber ich mag den Style. Die ist auch sehr praktisch, find ich. Trägt sich gut, beschlägt wenig und lässt sich auch bequem auf der Stirn tragen, falls nötig. (Außerdem - so gerrit - kann man den Lüftungsschlitzen im Aluminium zur Not auch mal Parmesan reiben, wenn keine Reibe das ist... :P ). Hat mir in Italien auch schon Kontakte verschaftt, das gute Stück... ;) :D

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Beitragvon miki » 23.01.2006 - 09:53

Interessanter Bericht aus einem eher unbekannten Skigebiet. Vielleicht interessieren jemanden zwei Sommerfotos vom alten Marchisio ESL (Juli 2004)?

Bild

Bild
Saison 2012/13: 58 Skitage = 10x Petzen, 9x Pohorje, 8x Mölltaler Gletscher, 6x BKK, 5x Sillian, 4x Nassfeld, 3x Gerlitzen, 2x Kals/Matrei, Lienz, 1x St. Jakob, Heiligenblut, Goldeck, Obertilliach, Kronplatz, Weinebene, Katschberg, Innerkrems, Turrach

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Beitragvon k2k » 27.01.2006 - 18:06

Weiter geht's, diesmal nicht ganz so viel Text:

Teil 3: Sella Nevea

Pistenplan: http://www.promotur.org/FILES/_img_adri ... anevea.jpg

Den nächsten Morgen ließen wir etwas entspannter angehen, was angesichts des erneut eher durchwachsenen Wetters auch nicht allzu schwer fiel. Nach dem Frühstück verließen wir unser Quartier und machten uns auf den Weg nach Sella Nevea, etwas südlich von Tarvisio an der Grenze zu Slowenien gelegen und von zwei Seiten vom Kanaltal her zu erreichen. In unserem Fall näherten wir uns von Westen von Chiusaforte her durch das enge, von endlosen steilen Bergflanken geprägte und kaum besiedelte Val Raccolana, in der Straßenkarte zu Recht als landschaftlich besonders schöne Strecke markiert.
Sella Nevea selbst, das wir gegen Mittag erreichten, entpuppte sich als reine Retortenstation aus den 60er-Jahren. Einige große Appartmenthäuser dominieren die Szenerie, die größere nicht verwirklichte Ausbaupläne vermuten lassen könnten. Denn skifahrerisch ist in Sella Nevea nicht viel zu holen: Eine Pendelbahn (Ceretti & Tanfani-Umbau durch Hölzl) von 1122 auf 1831 m erschließt zwar eine interessante, großteils beschneite Abfahrt mit interessanten Varianten-Möglichkeiten unterhalb der beeindruckend senkrechten Felswand des Bila Pec, die DSB bei der Bergstation (Leitner), die als Beschäftigungsanlage in dieser Saison zwei kurze Schlepplifte ersetzte gibt aber abfahrtsmäßig nicht allzu viel her. Aus eher seilbahnhistorischer Sicht interessant sind dagegen die beiden Tellerlifte, die einige kurze Übungshänge bei der Talstation bedienen: Hersteller ist Marchisio, wobei mindestens einer von CCM modernisiert wurde.
Abgerundet wird das Angebot durch den SL Slalom (Leitner), nördlich des Ortes gelegen und in früherer Zeit vermutlich durch einen inzwischen stillgelegten Lift mit der anderen Seite verbunden.
Fazit: Eine Verbindung zum Kanin auf slowenischer Seite würde dem Skigebiet in jedem Fall gut tun, auch und gerade als zusätzliche Beschäftigungsanlage für Sella Nevea wäre eine solche Bahn in Form einer SB oder KSB von Vorteil.

Nachdem wir uns den "Ort" angesehen hatten, war es an der Zeit skifahren zu gehen. Doch zunächst wollte ich noch einen Versuch unternehmen, im örtlichen Skiverleih etwas modernere Tourenski zu bekommen. Nach einigen Irrungen und Wirrungen erstand ich ein Paar 1,90 m lange, konventionelle Latten ohne Taillierung, aber mit Tourenbindung und passenden Fellen - vermutlich die einzigsten Tourenski, die der Verleih im Sortiment hatte, dem Anschein nach wenig gefahren und in gutem Zustand, was man vom restlichen Material, das die Leute aus dem Laden trugen, nicht unbedingt behaupten konnte.
Nun ging es zunächst samt Gepäck mit der Pendelbahn nach oben - trincerone hatte Übernachtungsplätze im Rif. Gilberti (C.A.I., Sektion Udine) nahe der Bergstation der neuen Sesselbahn organisiert. Nachdem dort die Formalitäten erledigt und das Gepäck deponiert war, machten wir uns auf die Abfahrt nach Sella Nevea, und ich musste feststellen, daß meine Ski dermaßen stumpf waren, daß damit nicht vernünftig zu fahren war. Ich entschloss mich also zur Reklamation, worauf hin mir die Ski nach einer mir etwas suspekt erscheinenden Methode über eine zuvor mit einem Wachsblock präparierte rotierende Walze gezogen wurden. Erstaunlicherweise zeigte diese Prozedur aber tatsächlich Wirkung, zumindest die extreme Bremswirkung war nun egalisiert.
Wir gönnten uns noch je eine Fahrt mit den Marchisio-Übungsliften und der Pendelbahn, bevor es mit einer der letzten Fahrten hinauf zum Rifugio ging, wo wir eine enge Kammer mit Stockbett und Einzelbett zur Übernachtung zugewiesen bekamen - die jedoch, welch Luxus, über eine Heizung verfügte! (vgl. Guglielmina).
Der Tag endete schließlich mit einem reichlichen, mehrgängigen Abendessen und einer sehr lustigen nächtlichen Fotosession draußen vor dem Rifugio, deren Ergebnisse möglicherweise bei einer anderen Gelegenheit ausführlicher präsentiert werden.


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Welcome back to the 1960s - Sella Nevea, Retortenstation

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Erinnert entfernt an Frankreich. Nur die Landschaft passt nicht so ganz.

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Manche finden's hässlich. Andere ergötzen sich an der Mystik vergangener Zeiten, für die diese Bauten stehen, und die sie selbst nie erlebt haben.

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Das untere Schild weist den Weg zur "Top Sound Discoteca"

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Der wahre Schatz von Sella Nevea: Schlepplift Marke Marchisio

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Der zweite von insgesamt drei Talliften plus einem stillgelegten - selber Hersteller aber modernisierte Antriebsstation (CCM, steht drauf)

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Am Ausstieg

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Ursprünglich ein Erzeugnis von Ceretti e Tanfani, später erneuert durch Hölzl: Die Hauptanlage von Sella Nevea

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Blick auf die Strecke der Seilbahn

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Bei der Stationseinfahrt in die Talstation. Kabinen sind von Lovisolo.

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Abseits der präparierten, planierten und beschneiten Hauptpiste verläuft eine Variante unter imposanten Felswänden

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Talblick

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Blick von oben auf Sella Nevea: Hinten die Pistenschneise am SL Slalom (Leitner), bei der Talstation der Pendelbahn (vom unteren Mast-Drittel verdeckt) die zwei Marchisio-Lifte nach rechts verlaufend

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Abendstimmung. Vorne die Bergstation der Pendelbahn.

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Diese Doppelsesselbahn Marke Leitner ersetzt seit dieser Saison zwei kurze Skilifte bei der Bergstation der Pendelbahn

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Nacht

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Sessellift in vollkommener Dunkelheit

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Ist das Kunst? Möchte es vielleicht jemand kaufen?

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Geniale Stimmung: Die Lichter des Ortes illuminieren die Nebeldecke von unten

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Perfekte Piste für den nächsten Tag
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Beitragvon Gletscherfloh » 27.01.2006 - 18:19

Ich möchte nun auch - etwas verspätet - meine Begeisterung über eure Tour und den diesbezüglichen Bericht zum Ausdruck bringen. Grandios ! (ich war ja zu Weihnachten öfters mit dem Finger auf der Landkarte in dieser Gegend aber zur Realisierung fehlt(e) mir dann doch der nötige drive :roll:).

Bin schon gespannt auf die Fortsetzung(en).

Und zum 1,90 m (!!!) langen Tourenski :wink:: Da bin ich natürlich besonders neugierig, wie du dir mit diesen Latten beim Aufsteigen getan hast. Zum Glück bist du in einem Alter, wo eine gute Kondition noch kein Fremdwort ist ... :lol:

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Beitragvon gerrit » 27.01.2006 - 18:30

Gletscherfloh hat geschrieben:aber zur Realisierung fehlt(e) mir dann doch der nötige drive :roll:).


Vielleicht auch der nötige DRIVER! :wink:
Hab mich übrigens schon gefragt, wo Du steckts, nachdem so lang nicht von Dir zu hören war.... Batterieprobleme? :wink:
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Beitragvon gerrit » 29.01.2006 - 19:27

Melde mich hiermit von meiner Salzkammergut-Tour zurück (dort kein schnelles Netz) und bringe, da dem Bericht ohnehin fast nichts hinzuzufügen ist, vier Ergänzungsbilder:

Zunächst noch 2 Impressionen von der Variante unter der steilen Felswand, macht optisch schon was her. Insgesamt ist das Stück allerdings ziemlich kurz, weiter unten scheint das Gelände dann sehr steil und für Ortsunkundige nicht zum Befahren geeignet, es gab auch keine Spuren zu sehen und die Pisten sind hermetisch mit Netzen abgesichert.

Bild

Bild

Hier noch ein Bild von der Bergstation der Kabinenbahn
Bild

Und nun unser Rifugio, es ist schon ein tolles Erlebnis, oben bleiben zu können, wenn alle anderen das Skigebiet verlassen!
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Insgesamt muß ich schon betonen, daß die Atmosphäre in Sella Nevea schon sehr eigen war, die nach meinem Dafürhalten im Verhältnis zum Skigebiet riesigen und ziemlich unbewohnten Bauten machten für mich den Eindruck eines schlafenden Riesen, dessen Gliedmaßen (Seilbahnen) größtenteils amputiert oder niemals fertiggestellt wurden, vor allem im Kontrast zu dem einsamen und engen Tal, in dem die Zufahrtsstraße verläuft.
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Beitragvon k2k » 02.03.2006 - 19:16

Die Bilder vom Kanin:

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Morgens kurz nach Acht: Die Scharte im Hintergrund ist unser Ziel

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Noch läuft kein Lift und keine Seilbahn, das Skigebiet ist still und menschenleer

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Aufstieg mit Tourenskiern. trincerone, davor gerrit (verdeckt)

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Nicht in den Dolomiten, aber ähnlich imposant

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Blick zurück: Sessellift, Hütte (links davon), Bergstation der Pendelbahn über dem ersten Mast

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Anruf von Miki aus Slowenien (500 m entfernt)

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gerrit legt die Spur

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Fast oben: Die letzten Meter flaches Hochtal vor dem Schlußanstieg zur Scharte namens Sella Prevala

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Erneut der Blick zurück. Der Zeitbedarf für den Aufstieg liegt bei ca. einer Stunde.

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Hinter der Scharte zeichnet sich schon der neue Sessellift ab, der auf slowenischer Seite die zukünftige Verbindung der beiden Skigebiete herstellen soll

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Zur Orientierung ein kurzer Vorgriff: Panoramakarte des Skigebiets am Kanin. Wir kommen von der Scharte oben rechts, von der inzwischen eine Sesselbahn (Tal-Berg-Tal mit Mittelausstieg) den Anschluß an das übrige Skigebiet herstellt.

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Die neue Bahn: 4SB von Poma

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Bergstation der Zubringerbahn von Bovec und Zentrum des Skigebiets

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Panoramablick

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Wieder einmal über den Wolken

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Gipfel, dessen Namen ich noch nachsehen muss

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Vergesst "Herr der Ringe"...

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Die Seilbahn (Poma-4EUB) fährt direkt vor den Fenstern des Restaurants vorbei

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Stationstechnik aus Frankreich

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Noch mehr Poma: 3SB Podi mit Zwischenstation

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Abspannung der 4EUB vor der oberen der beiden Mittelstationen (Skripi)

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Talblick. So viel Schnee soll selten sein in der Gegend - kaum verwunderlich bei einer Talhöhe von ca. 450 m.

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Noch einmal diese Konstruktion. In Frankreich noch gelegentlich zu finden, sonst selten geworden.

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Die "Abfahrt" zur ersten Mittelstation besteht aus einem steilen Weg, den die Pistenraupen bevorzugt ohne Schild und Fräse benutzen. Vorne Miki, dahinter gerrit, ganz hinten trincerone.

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trincerone sucht sich einen Weg abseits der Piste die keine ist

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Viel später als es die Bilder suggerieren erreichen wir die Mittelstation Cela auf 980 m

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Nach erfolgter Bergfahrt tauchen wir wieder ein ins Nebelmeer

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Bergstation (genauer: Mittelstation) der neuen 4SB

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Magische Stimmung zwischen Himmel und Erde

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Das muss natürlich festgehalten werden, von links: Miki, gerrit, trincerone

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An der Grenze der Wolkendecke

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Dolomiti Style Skiing

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Captain Retro ist zu recht fasziniert

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Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein

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DSB Veliki Graben vor dem Wolkenmeer

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Mittelerde existiert, man kann dort sogar Skifahren. Leider sind die Lifte alle von Poma aus den 60er-Jahren.

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...and she's buying a ropeway to heaven

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Bergstation Veliki Graben. Lift war leider außer Betrieb.

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Abfahrt zurück nach Sella Nevea: trincerone gräbt sich aus
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Beitragvon k2k » 02.03.2006 - 19:17

Teil 5: Krippenstein


Für den letzten Tag unserer Tour hatten wir uns auf Vorschlag von gerrit dazu entschlossen, dem Krippenstein einen Besuch abzustatten - einerseits weil wir uns damit nicht noch weiter von Salzburg entfernten sondern im Gegenteil beinahe den kompletten Rückweg vor dem Skifahren hinter uns bringen konnten. Andererseits war gerrit in den Tagen zuvor stets darum bemüht gewesen, uns von den Vorzügen dieses Skigebiets zu überzeugen.

Noch bevor die Seilbahn von Sella Nevea den Betrieb aufgenommen hatte brachen wir von der Hütte auf. Das Wetter hatte sich im Vergleich zum Vortag noch weiter gebessert, nur noch einzelne Wolken zierten den Himmel, der Tags zuvor meist bewölkt gewesen war. Wir nutzten dies, um noch das eine oder andere Foto zu schießen, und machten uns schließlich jeder mit zwei Rucksäcken bepackt auf die Abfahrt nach Sella Nevea. Zu unserem Glück war diese in der Nacht perfekt präpariert worden, so daß sich die Schwierigkeiten in Grenzen hielten - aufgrund einschlägiger Erfahrungen mit schwerem Rucksack in sulzig-verbuckelten Pisten am Stubaier Gletscher hatte ich hier Schlimmeres befürchtet.

Während ich mich beeilte meine geliehenen Tourenski wieder los zu werden packten gerrit und trincerone das Auto, und um kurz vor neun Uhr machten wir uns auf den Weg in Richtung Val Canale, diesmal dem Tal in die andere Richtung nach Tarvisio folgend. Erneut beeindruckten die hohen Schneemauern am Rand der Straße, dazu die vielen verlassenen und teilweise im Verfallen begriffenen Häuser, die darauf hindeuteten, daß dieses Tal vermutlich schon bessere Zeiten gesehen hatte.

Bei Cave di Predil passierten wir einen Talskilift und ließen es uns nicht nehmen, diesen genauer unter die Lupe zu nehmen. Das Wetter hatte sich bis hierhin wieder deutlich verschlechtert und so rannten trincerone und ich im Schneetreiben zur Talstation des Liftes, während gerrit aufgrund des Mangels an Parkplätzen im Auto die Stellung hielt.
Dieser Mangel hatte seinen Grund: Am Skilift, der sich als Nascivera-Tellerlift entpuppte, warteteeine riesige Menge von Skirennläufern geduldig die Bergfahrt ab, offenbar fand an dem Hang an diesem Tag ein Rennen statt. Wir ließen uns davon natürlich nicht beirren und dokumentierten den Lift ausführlich, bevor wir wieder im Laufschritt zum Auto zurück rannten.




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Rifugio Gilberti, CAI

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DSB

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Im Kar fand einstmals Sommerski statt, mit zwei Seilliften auf einem Firnfeld. Geschätzte Höhenlage ca. 1700 m!

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Hüttendaten

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Talblick

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Noch einmal der Blick zum Ziel des Vortages

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Kurz nach Acht am Morgen ist die Piste denen vorbehalten, die über Nacht oben geblieben sind

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Mast der Pendelbahn

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Soviel zur Schneelage

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Wir fahren nach links

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Auf dem Weg nach Tarvisio, genauer in Cave de Predil, treffen wir auf diesen Lift

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Ein Einersessel Marke Graffer steht in der Ecke

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Gebaut hat die Anlage aber jemand anders





Die weitere Fahrt verlief ohne besondere Vorkommnisse. Je weiter wir nach Norden vordrangen, desto besser wurde das Wetter. Als wir den Tauerntunnel hinter uns gelassen hatten erwartete uns strahlender Sonnenschein, und die Aussicht auf einen Skinachmittag bei bestem Wetter steigerte die Vorfreude auf das Kommende beträchtlich.




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Nachdem wir den Tauerntunnel hinter uns gelassen haben erwartet uns Postkartenwetter

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Einen kurzen Moment geraten wir ins Nachdenken...

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Frei nach Heinrich Heine: Deutschland (zuletzt 38-45). Ein Wintermärchen.





Die Talstation der Krippensteinbahn bei Obertraun war bald erreicht, wir zogen uns um, kauften eine Nachmittagskarte und starteten schließlich mit der halbstündig nach Fahrplan verkehrenden ersten Sektion der Pendelbahn zur Mittelstation und weiter hinauf zum Berghotel am Krippenstein. Dort befindet sich eine kurze 4SB sowie ein kleiner Übungslift, ersterer Marke Girak/Garaventa, letzterer von Doppelmayr. Dazu endet am Krippenstein eine dritte Sektion der Pendelbahn, die von der hinteren Seite von der Gjaidalm her herauf führt. Dorthin wendet sich auch die neben den kurzen Pisten bei der Bergstation einzige präparierte Skiabfahrt, die dafür gleich über 11 km vom Krippenstein über die Gjaidalm hinunter zur Talstation der Pendelbahn führt. Nach einer wieder einmal ausführlichen Fotosession wendeten wir uns zunächt genau dort hin.
Nach erneuter Bergfahrt mit den beiden Pendelbahnsektionen führte uns gerrit in die Variante Schönberg, die nach kurzer Abfahrt von der Bergstation einen ca. zehnminütigen Aufstieg auf präparierter Raupenspur erfordert. Wir gönnten uns noch eine kurze Pause in der Sonne am Ende der Aufstiegsstrecke, bevor wir uns ins Gelände stürzten.

Zunächst führt die Spur noch teilpräpariert bis zum eigentlichen Einstieg am Start einer ehemaligen Abfahrtsstrecke, die hier existiert haben soll - wohl zu Zeiten, als noch weitgehend querfeldein durch's Gelände gefahren wurde, ohne Geländeanpassungen, Beschneiung, Wässerung oder ähnliche Scherze.
Leider waren die Verhältnisse nicht unbedingt optimal. Zwar lag mengenmäßig mehr als genug Pulverschnee, jedoch war dieser aufgrund der Kälte der Vortage mit einem brüchigen Harschdeckel versehen, und so verabschiedete ich mich gleich auf den ersten Metern mit einem schönen Flug kopfüber in den Schnee - es sollte nicht das letzte mal sein.
Nach diesem Einstieg folgten einige mühevolle Querungen, bis wir - inzwischen an der Waldgrenze angekommen - einige interessante Passagen zwischen Felsen und Bäumen passierten. Die Verhältnisse waren immer noch nicht so richtig auf meiner Seite, ich würgte mich mehr den Berg hinunter als daß ich Ski fuhr. Zwischendurch waren immer wieder Pausen angesagt, mal hatte trincerone Probleme mit seiner Tourenbindung, mal landete einer von uns im Schnee. Einzig gerrit schien mit den Verhältnissen problemlos klarzukommen.

Schließlich folgte das Schlüsselstück der Abfahrt, das den Adrenalinspiegel des Erstbesuchers kurzzeitig deutlich zu steigern vermochte. Den Spuren der Vorgänger folgten wir in eine Bergflanke, die schließlich so steil wurde, daß man von oben ihr Ende nicht mehr erkennen konnte. Hier empfahl sich Ortskenntnis (in Form von gerrit), um die Stelle zu finden an der man aus eben dieser Flanke heraus queren mußte, um anschließend wieder relativ entspannt und weit weniger steil zwischen den Bäumen zur Mittelstation zu gelangen. Entspannt - es sei denn man unterschätzt die Führungsqualitäten und die Intuition des ortsunkundigen Vorausfahrenden, sucht sich seinen eigenen Weg und muß deshalb vor einer unvermittelt auftauchenden Felswand kehrt machen und zurück steigen. Ich nutzte jedenfalls die Wartezeit auf die beiden anderen kreativ, um noch einige Fotos zu machen.

Wir erreichten dennoch problemlos die letzte Bergfahrt ab der Mittelstation, mussten aber oben angekommen feststellen, daß mit einem Tagesausklang auf der Sonnenterrasse nichts mehr war: Die Sonne hatte sich längst hinter die Gipfel des Dachsteinmassivs verkrochen und die gesamte Szenerie lag bereits im abendlichen Schatten. In der aufkommenden Dämmerung traten wir die Talabfahrt auf der präparierten Piste an, beschlossen aber am Weiler Krippenbrunn doch noch unser ausgefallenes Mittagessen nachzuholen. Bei bereits vollkommener Dunkelheit, die durch fahles Mondlicht etwas abgemildert wurde, setzten wir schließlich die Abfahrt fort - natürlich nicht ohne uns zuvor bei den Wirtsleuten zu vergewissern, daß auf der Piste keine Windenmaschinen unterwegs waren, und wir erreichten problemlos und sicher die Talstation.




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Das Navi meldet: Sie haben ihr Ziel erreicht

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Die erste Sektion der Krippensteinbahn überwindet eine durchaus beeindruckende Bergflanke

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Blick in die andere Richtung, von der Mittelstation ins Tal

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Zweite Sektion

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Blick aus der Seilbahn (1)

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Blick aus der Seilbahn (2)

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Aus der Bergstation. Durch das hintere Tal verläuft die Variante Schönberg, dazu später mehr.

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Die Pendelbahn wurde offenbar mal modernisiert. Ursprünglicher Hersteller ist VÖEST, die Vereinigten österreichischen Eisen- und Stahlwerke.

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Die Kabine bei der Ausfahrt aus der Station

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Blick zum Dachstein, rechts die dritte Sektion der Krippensteinbahn, die von hinten her als Zubringer dient

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Oben befindet sich noch eine 4SB. Der geübte Betrachter findet das Herstellerschild sofort.

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Der gesamte Stationskomplex

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Als der Krippenstein erschlossen wurde, beschäftigte sich der Hersteller dieses Lifts noch hauptsächlich mit Konstruktionen wie der abgebildeten

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Ohne Worte

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Krippenstein, dritte Sektion

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Auf dem Weg zur Variante noch schnell nen neuen Desktop-Hintergrund gebastelt...

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Los geht's!

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Wer findet die tapferen Skifahrer?

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Unvergessliche Eindrücke bleiben auch hier

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Durch die Flanke leicht rechts der Bildmitte zieht sich unsere Abfahrt. Bei Pulverschnee sicher ein Genuss, bei Bruchharsch weniger.

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Da gehts runter, von der Seilbahn aus schön einzusehen. Etwas links der Lawinenverbauungen über den linken, mittleren Bildrand hinaus.

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Abendstimmung vor der letzten Abfahrt

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Die Dämmerung ist bereits hereingebrochen

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Unbekannter Carver

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Ende





gerrit brachte uns zurück nach Salzburg, und nach fünf interessanten, abwechslungsreiche Skitagen in fünf völlig verschiedenartigen Skigebieten trennten sich unsere Wege. gerrit fuhr zurück in Richtung Wien, trincerone und ich machten uns auf den Weg nach Deutschland, wo ich in Ulm den Zug in Richtung Heimat bestieg - sicher bis auf weiteres zum letzten Mal, denn wie schon auf dem Rückweg von der Weißseespitze verlief dieser Abschnitt äußerst problematisch: Der Zug in Ulm startete mit 45 Minuten Verspätung wegen - festhalten - fehlendem Zugpersonal! Dies brachte mir zu allem Überfluss an meinem Umsteigebahnhof in Plochingen weitere 45 Minuten Wartezeit bis zum letzten Zug nach Hause, wo ich schlußendlich kurz nach zwei Uhr ankam anstatt um Mitternacht wie ursprünglich geplant - nach einer Odyssee, auf die ich gut hätte verzichten können.
Trotzdem im Nachhinein eine gelungene Tour, nicht ganz so beeindruckend wie Alagna ein Jahr zuvor aber schön, entspannt und gemütlich abseits der üblichen Pfade. Ich freue mich schon auf's nächste Mal!
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