∆56° - Sehnsucht Russland, 31.12.2015-24.1.2016 {RU2016.00}

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Petz
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Re: Kursk-Saratow (Generatorreparatur), 3.1.2016 {RU2016.04}

Beitragvon Petz » 08.02.2016 - 08:20

starli hat geschrieben:Bild
^ Generator-Reparatur.
Ich stelle mal mit peinlichem Entsetzen fest das der der russische Freund mehr Ordnung in der Werkstatt hat als ich... :rolleyes:
Winterdiesel ist auch bei uns durchaus ein zweischneidiges Schwert; ich musste ich die Erfahrung machen das der Winterdiesel den wir bei unseren Firmen - LKW´s einsetzen auch schon deutlich früher als bei den angegebenen -30° begann auszuparaffinieren d. h. ich hab den Verdacht das den manche Mineralölhändler den selber etwas strecken um einen Preisvorteil zu generieren nach dem Motto so kalt wird´s bei uns eh nicht und dann darf man z. B. bei salznasser Fahrbahn und/oder Niederschlag auch den Verdunstungskühleffekt nicht außer Acht lassen wenn Feuchtigkeit auf Kraftstoffsystemteile kommt und dort wieder verdunstet.
Da hilft dann nur die bewährte Uraltmethode je nach Kälte zwischen 5 und 10 % Benzin dazuzutanken allerdings würd ich bei Pumpe - Düse Motoren 5 % als absolut mögliche Obergrenze ansehen, zumindest unsere damals verwendeten Pumpe/Düse LKW - Motoren (Volvo und Iveco) steckten 5% problemlos weg trotzdem ich das damals entgegen dem strikten Rat der Werkstatt angeordnet hatte weil alle versuchten Zusätze keine Wirkung zeigten.
In solche Länder mit Alufelgen zu fahren halt ich aber für ne komplette Fehlentscheidung, dafür nimmt man Stahlfelgen und auch die schmälstmöglichen Reifen mit möglichst geringem Niederquerschnitt :!: Im Verhältnis höhere Reifen haben eine deutlich größere Eigenfederung was schonmal die Belastung auf Felgen als auch Fahrwerksteilen wie z. B. Domlager (Starli :!: ) bei Schlaglöchern stark verringert und durch die durchgehende Stützung der Felge ist diese selbst auch viel weniger anfällig mal ganz abgesehen davon das man ne Stahlfelge mit nem 10 Kg Schlegel nach einer Verformung meist soweit wieder hinkriegt das man die zumindest als Reserverad noch weiternutzen kann.
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Re: ∆56° - Sehnsucht Russland, 31.12.2015-24.1.2016 {RU2016.

Beitragvon j.wayne » 08.02.2016 - 09:00

Diesel vom Händler gestreckt ist eigentlich quatsch. Ist ein Viel zu grosser Aufwand. Ab Stichtag gibt's vom Grosshandel sprich Tanklager nur noch Winterdiesel. Wobei wir selbst im Sommer von den Raffinerien schon Winterdiesel bekommen haben.
Als Additiv haben wir mit Flow Guard recht gute Erfahrungen gemacht. Macht so ca. 10 Grad mehr mit.

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Re: ∆56° - Sehnsucht Russland, 31.12.2015-24.1.2016 {RU2016.

Beitragvon starli » 08.02.2016 - 13:04

Arlbergfan hat geschrieben:Die Probleme mit dem Auto standen so vermutlich nicht auf eurer Liste.
Naja, ab 200.000 km rechne ich dann doch mit einem Werkstatt-Zwischenhalt bei so einer Reise. Zudem hatten wir ja keinen soooo straffen Zeitplan, hätten ja einige Gebiete im Kaukasus auslassen können und hätten mit zusätzlichen Nachtfahrten das eine oder andere wieder rausholen können ....

Erst dann in Moskau in der 2. Woche beim ganzen Tag Werkstatt war die Stimmung etwas unten, aber der Bericht kommt ja noch...

Wie war das bei euch? Wart ihr immer eins mit euren Entscheidungen oder wurde lang diskutiert bzw. sogar gestritten? Man muss sich im Nachhinein dafür nicht schämen - es gehört angesichts der Lage doch gewissermaßen dazu.
Da Trinc fuhr bzw. es sein Auto war, oblag die Entscheidung für die Weiterfahrt nach Kasachstan natürlich bei ihm. Ansonsten hatten wir egtl. keine Dispute, da mir ja auch alle Varianten recht waren. Einzig da in Cheget beim Parkplatz anfahren und Polizeit aufhalten vornweg hatten wir eine kurze Diskussion. Und später nochmal ein bisschen bei einer Hotelauswahl ...

Letzte Frage generell: Angesichts der Zollkontrollen und Autoproblemen: Die Reise per Flugzeug und Mietwagen durchzuführen ist keine Option?
Da man mit den Mietwagen meistens nicht über eine Grenze fahren darf - eher nicht. Zudem ist der Reiz einer solchen Reise ja auch der Road Trip an sich.

Petz: Och, in Russland ist es üblich, Alufelgen auszubeulen - selbst bei dem Foto von den zwei defekten Alufelgen hätten sie eine noch problemlos reparieren können ;) Kann aber natürlich sein, dass Stahlfelgen gar nicht so beschädigt worden wären - da kenn ich mich zuwenig aus.
Da ich das neue, unübersichtliche Alpinforums-Design boykottiere, werde ich bis auf weiteres hier nichts mehr lesen oder schreiben -> meine Berichte könnt ihr weiterhin auf sommerschi.com oder meiner Seite blog.inmontanis.info lesen.

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Re: ∆56° - Sehnsucht Russland, 31.12.2015-24.1.2016 {RU2016.

Beitragvon Petz » 08.02.2016 - 14:42

j.wayne hat geschrieben:Diesel vom Händler gestreckt ist eigentlich quatsch. Ist ein Viel zu grosser Aufwand.
Nein soferne man als größerer Händler mehrere große eigene Lagertanks hat und aus Waggons und denen die LKW - Ladung mischt. Offiziell war dann eben einer der Lagertanks noch nicht ganz leer als man den mit Winterdiesel auffüllte... :rolleyes:
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Re: ∆56° - Sehnsucht Russland, 31.12.2015-24.1.2016 {RU2016.

Beitragvon trincerone » 08.02.2016 - 17:54

In solche Länder mit Alufelgen zu fahren halt ich aber für ne komplette Fehlentscheidung, dafür nimmt man Stahlfelgen und auch die schmälstmöglichen Reifen mit möglichst geringem Niederquerschnitt :!: Im Verhältnis höhere Reifen haben eine deutlich größere Eigenfederung was schonmal die Belastung auf Felgen als auch Fahrwerksteilen wie z. B. Domlager (Starli :!: ) bei Schlaglöchern stark verringert und durch die durchgehende Stützung der Felge ist diese selbst auch viel weniger anfällig mal ganz abgesehen davon das man ne Stahlfelge mit nem 10 Kg Schlegel nach einer Verformung meist soweit wieder hinkriegt das man die zumindest als Reserverad noch weiternutzen kann.


Yo, gibt aber keine Stahlfelgen mit Freigabe, die man mal eben einfach so findet und lieferbar sind. Sonst hätte ich welche gekauft. Vielleicht gibts sie auch überhaupt nicht... ich hab nach 10 Tagen Suche aufgegeben, weil es einfach zu spät wurde, und ich das Thema erledigt haben wollte. ABer wie Starli schon sagte: die Alufelgen haben sie uns ja auch wieder gerade gekloppt, das war kein Problem. Genervt haben eher die Speichen, wegen Eisbildung und daher Unwucht.

Ansonsten ist die Felgen-Reifen-Kombination unter Annahme einer durchgehenden Schneedecke mit tiefen Temperaturen gemacht worden, nicht unter Annahme von Schlaglochpiste im Kaukasus. Die wichtigere Regel wäre eigentlich gewesen, bei Schlaglöchern langsamer oder nicht nachts zu fahren, das ging dann oft wegen zu weiter Distanzen nicht, was ich wohl auch allein bzw. in Zukunft anders machen würde. Ansonsten sind solche Reisen Kompromisse, auch was Material angeht. Noch einen 3. Satz Reifen hätten wir kaum mitnehmen können. Und die normalen Winterreifen wie auch die Spikereifen wollte ich jedenfalls dabei haben und die haben wir auch gebraucht. Schlaglochprobleme hatten wir auf die Gesamtstrecke gerechnet nur sehr punktuell: Nebenstraße Verbindung nach Sotchi und eben diese verdammte M4 (bzw deren Verlängerung nach Pyatigorsk) zwischen letzterem und bis fast nach Voronezh, das war echt Müll. Umfahren Wolgograd war teilweise auch richtig schlimmt, mit Bewehrung rausschauend und potenziell reifenzerstörend. Ansonsten waren die Straßen in RUS eigentlich ziemlich gut, mE im Norden zB definitiv besser als in Schweden und von der Anlage her (nicht unbedingt vom Belag) her auch besser als in Norwegen, wobei man sagen muss, dass in Russland die Straße nicht an der Küste langgeht bzw. wir nun bewusst auch die Nebenstraßen gefahren sind, um der Kälte auszuweichen.

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Re: ∆56° - Sehnsucht Russland, 31.12.2015-24.1.2016 {RU2016.

Beitragvon trincerone » 08.02.2016 - 18:04

ie Probleme mit dem Auto standen so vermutlich nicht auf eurer Liste. Ich kann mir gut vorstellen, dass das die Stimmung zu Beginn der Reise ziemlich zermürbt hat. Anders als die technischen Details interessiert mich auch die soziale Komponente. Bei solchen Reisen muss man sich extrem gut kennen, verstehen und vertrauen - doch diese Extremsituationen führen selbst dann oft zu einer Krisenstimmung. Wie war das bei euch? Wart ihr immer eins mit euren Entscheidungen oder wurde lang diskutiert bzw. sogar gestritten? Man muss sich im Nachhinein dafür nicht schämen - es gehört angesichts der Lage doch gewissermaßen dazu.


Doch, ich bin eigentlich schon von einer gewissen Zahl Werkstattbesuche ausgegangen, allerdings hatte ich weniger mit so viel Reifenauswuchtung gerechnet, war da aber auch noch von besseren Straßen ausgegangen und hatte den Kaukasus nicht eingerechnet. Ich würde auch nichts auf dieser Reise als Extremsituation bezeichnen.

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Re: ∆56° - Sehnsucht Russland, 31.12.2015-24.1.2016 {RU2016.

Beitragvon j-d-s » 08.02.2016 - 22:55

Stani hat geschrieben:tolle Tour auf jeden Fall! was ich aber ganz nebenbei fragen wollte; Russland unter "restliches Europa" und im Vorjahr Georgien nicht ?


Die Grenze zwischen Europa und Asien ist umstritten; historisch wird sie eigentlich in der Manytschniederung gezogen, einer Landsenke zwischen dem Asowschen (Schwarzen) Meer und dem Kaspischen Meer, Grob von Rostow am Don bis Astrachan. Andere ziehen die Grenze am Hauptkamm des Kaukasus, wodurch von Georgien und Aserbaidschan jeweils ein sehr kleiner Zipfel in Europa liegt, aber 95% der Landesfläche eben in Asien. Die Gegenden, in denen Starli in Georgien war, zählen also nach keiner Definition zu Europa.
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Re: ∆56° - Sehnsucht Russland, 31.12.2015-24.1.2016 {RU2016.

Beitragvon trincerone » 08.02.2016 - 23:12

Georgien, Armenien und Aserbaidschan sind Mitgliedstaaten im CoE, könnten also danach (sogar) auch zu Europa gezählt werden, es gibt in der Tat viele Definitionen und es kommt vermutlich vielfach auch auf den Kontext an.

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Re: ∆56° - Sehnsucht Russland, 31.12.2015-24.1.2016 {RU2016.

Beitragvon j-d-s » 09.02.2016 - 00:13

Was ist der CoE? Jedenfalls ist das wohl eher ein politischer Zusammenschluss, da wird sowieso gerne vieles anderes gezählt. Europa ist aber nunmal grundsätzlich erstmal ein geographischer Begriff, wo es keine Definition gibt, nach der man Georgien oder Aserbaidschan (oder gar Armenien) zu Europa zählen würde. Geographisch gehört übrigens auch Zypern nicht zu Europa, und die sind sogar in der EU ;), von daher muss man klar nach politischer/geographischer Einteilung unterscheiden.

Zum Thema: Benzin/Diesel: Ich denke, da ihr das überhaupt diskutiert, wäre wohl ein Benziner eindeutig besser gewesen. Benzin ist mindestens bis -45° problemlos.

Frans hat geschrieben:
starli hat geschrieben:Sorry, jetzt hatte ich dich auch falsch verstanden, du bezogst dich vmtl. auf meine Aussage, dass man den Kaukasus bzw. Sochi auch leicht von der Türkei aus mitmachen könnte...
Genau so ist es. ;)

starli hat geschrieben:Und vmtl. wäre die Strecke nach Sochi über Abchasien sogar von Gudauri aus schneller.
Das scheint mir auch so. Übrigens wäre es kreativ gedacht vielleicht doch möglich Transit durch Abchasien zu reisen, aber nur dann, wenn man nachher auch wieder über den gleichen Weg zurück fährt. Kurz vor die "Brücke der Deutschen" bei Zugdidi wird man durch den Georgischen Behörden registriert. Wahrscheinlich um damit sicher zu gehen, dass du nicht illegal die Grenze mit Russland überquerst. Angeblich stellt Abchasien aber deren 'Visa' auf einen extra Zettel aus, was nicht im Reisepass geklebt werden muss. Nachher musst du also nur an der Russische Grenze bei Sochi sicherstellen, dass die Russischen beamten nicht deinen Reisepass abstempeln, damit nachher die Georgischen behörden den Grenzübertritt nicht sehen. Laut manche Reiseberichten im Internet tun die Russischen Beamten dies auch nicht, allerdings wäre m.E. einen zweiten Reisepass im Gepäck die einzige sichere Variante. Auf dem Rückweg musst du dann wieder den gleichen Weg in Anspruch nehmen, sodass du wieder über die "Brücke der Deutschen" in Georgien zurück kommst, damit die Georgische behörden dich wieder offiziell 'anmelden'. Wenn du das nicht machst kannst du bis zum Ende des Konflikts nicht mehr in Georgien einreisen.

Soweit meine Theorie. Es gibt im Internet schon Geschichten von Leuten die einmal quer durch Abchasien gereist sind, aber ohne die Ambition jemals wieder Georgien einreisen zu wollen. Die Einreisegenehmigung für Abchasien scheint man aber problemlos per Mailanfrage zu bekommen. Offiziell ist die Einreise nach Abchasien nur von Georgien aus erlaubt. Alles was zwischen Russland und Abchasien passiert sollte man also nicht im Pass eintragen lassen bzw. in einen zweiten Reisepass.

@China: Es gibt diverse Reiseveranstalter die Reisen mit privaten Auto nach China komplett organisieren. Einen Begleitperson scheint dabei pflicht, kann aber auch hinterher fahren. Wie das genau funktioniert und in wie fern das komplett pflicht ist weiss ich leider nicht, da musste ich weiter nachforschen. Einen chinesischen Führerschein der bis zu 3 Monaten gültig ist scheint man aber problemlos zu bekommen. (Quelle)

Frans hat geschrieben:@trinic: Ein ganz inspirierender Text hast du da über die Gefahren und Risikobewertung in den Bergen geschrieben. Respekt! :top:

trincerone hat geschrieben:@Türkei/Georgien: Wenn dann über die Alte Georgische Heerstraße und Gudauri, nicht über Abchasien, richtig. Ersteres sollte mE kein größeres Problem sein.
Genau das sollte m.E. auch so stimmen, allerdings stelle ich mir den Weg über die Georgische Heerstraße als einen rießen Umweg vor, da man mindestens über Maykop (die Straße P254 sieht allerdings nicht immer so gut aus auf Streetview) oder sonst fasst bis Krasnodar (über die M4) fahren muss, um danach wieder nach Sochi zu kommen.

Hoffentlich wird Georgien in der Zukunft nochmal was klären mit Abchasien, sodass der Weg zumindest für den Transitverkehr nach Russland wieder freigegeben werden könnte.

trincerone hat geschrieben:@Baltikum/Skandinavien: hatte ich auch erwogen vorgeschlagen, es wäre aber natürlich noch mehr Umweg gewesen, aber diese Route oder Weißrussland hätte ich vermutlich gemacht, wenn ich es allein entschieden hätte.
Da bin ich nachher mal gespannt wie eure Erfahrungen auf die Rückweise bei Kirkenes waren. :) Meine Bekannten sind dann nicht so nördlich für die direkte EU-Grenze gefahren, aber sonst schon via Finnland über die Grenzübergang Vaalimaa (E18).


Ich denke nicht, dass sich das mit Abchasien so schnell klären lässt. In Transnistrien (Moldawien) haben sie so eine Situation schon seit 25 Jahren, ähnlich in Bergkarabach (Armenien/Aserbaidschan).

Aber weil du das erwähnt hast, man kann in der Tat in Deutschland problemlos mehrere Reisepässe bekommen, die auch gleichzeitig gelten, ich kenne auch ein paar Leute, die das so handhaben. Das ist bspw. auch für Israel und arabische Länder wichtig, bspw. nimmt man dann einen "guten" Reisepass für "westliche" Länder wie Georgien, Armenien, Ukraine, Israel, die USA (die können mglw. Ärger machen wenn da steht du warst in Afghanistan oder Saudi-Arabien...), den Balkan, etc., und einen "bösen" Reisepass für "böse" Länder wie Russland, Zentralasien, alle arabischen/islamischen Länder, China und alle umstrittenen Gebiete. Länder wie die Türkei, Indien oder Südostasien können in beide Reisepässe, weil die "neutral" sind.

Von daher würde ich kurzerhand dazu raten, einfach beim Rathaus einen zweiten Reisepass zu beantragen. Wenn man als Begründung angibt, man überlegt, in umstrittene Gebiete zu reisen, wird das problemlos möglich sein.
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Re: ∆56° - Sehnsucht Russland, 31.12.2015-24.1.2016 {RU2016.

Beitragvon trincerone » 09.02.2016 - 00:23

Was ist der CoE? Jedenfalls ist das wohl eher ein politischer Zusammenschluss, da wird sowieso gerne vieles anderes gezählt. Europa ist aber nunmal grundsätzlich erstmal ein geographischer Begriff, wo es keine Definition gibt, nach der man Georgien oder Aserbaidschan (oder gar Armenien) zu Europa zählen würde. Geographisch gehört übrigens auch Zypern nicht zu Europa, und die sind sogar in der EU ;), von daher muss man klar nach politischer/geographischer Einteilung unterscheiden.


Der CoE ist der Europarat. Natürlich ist das ein politischer Begriff, ich gehe aber auch nicht mit Dir d'accord, dass Europa grundsätzlich erstmal ein geographischer Begriff ist: das ist ziemlich kontextuell, und in den Punkten, wo es strittig ist, was nun Europa ist und was nicht, geht es meist um politische Fragen, und nicht um "Landkarten". Aber dass politische Einteilungen nicht unbedingt etwas mit geographischen zu tun haben müssten, ist zweifelsfrei unwidersprochen.

Ich denke nicht, dass sich das mit Abchasien so schnell klären lässt. In Transnistrien (Moldawien) haben sie so eine Situation schon seit 25 Jahren, ähnlich in Bergkarabach (Armenien/Aserbaidschan).


Nur zur Info: die Situtation ist seit 1993 in Abchasien derjeningen von Transnistrien und Bergkarabach (jeweils ca. 1992) vergleichbar, insofern ähnlich lange. Anders: Süd-Ossetien (2008, glaub ich).

Georgien, Armenien, Ukraine,


... sind sicher keine Länder, die bei der Einreise in USA besonders hilfreich sind, wenn ich das anmerken darf, aber zwei Pässe können vermutlich in der Tat hilfreich sein (hört man immer wieder),

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Re: ∆56° - Sehnsucht Russland, 31.12.2015-24.1.2016 {RU2016.

Beitragvon Frans » 09.02.2016 - 00:41

j-d-s hat geschrieben:Zum Thema: Benzin/Diesel: Ich denke, da ihr das überhaupt diskutiert, wäre wohl ein Benziner eindeutig besser gewesen. Benzin ist mindestens bis -45° problemlos.
Das sehe ich auch so. Diesel gibt manchmal in den Alpen schon ärger wenns mal unter -25 geht. Sogar hier im Sauerland gabs vor ein paar Jahren mal Temperaturen bis unter -25 und da haben einige Dieselautos es auch sehr schwer gehabt. Aber gut, wir haben hinter dem Rechner im Nachhinein natürlich einfach reden. :wink:

j-d-s hat geschrieben:Ich denke nicht, dass sich das mit Abchasien so schnell klären lässt. In Transnistrien (Moldawien) haben sie so eine Situation schon seit 25 Jahren, ähnlich in Bergkarabach (Armenien/Aserbaidschan).
Stimmt. Es sieht sogar eher danach aus, dass Abchasien immer enger mit Russland verbunden wird. Demnächst soll es auch offene(re) Grenzen zwischen Russland und Abchasien geben. (Quelle)

j-d-s hat geschrieben:Das ist bspw. auch für Israel und arabische Länder wichtig, bspw. nimmt man dann einen "guten" Reisepass für "westliche" Länder wie Georgien, Armenien, Ukraine, Israel, die USA (die können mglw. Ärger machen wenn da steht du warst in Afghanistan oder Saudi-Arabien...), den Balkan, etc., und einen "bösen" Reisepass für "böse" Länder wie Russland, Zentralasien, alle arabischen/islamischen Länder, China und alle umstrittenen Gebiete.
Genau so, wobei USA, Russland und China schon miteinander kompatibel sind. Mit einem Russland-Visum im Pass wirst du keine Probleme in den USA bekommen oder umgekehrt, zumindest wenn es um einen Touristen oder Geschäftsvisum geht. Höchstens mal ne Frage. Mit islamischen Länder sieht das aber schon anders aus. Sicher mit einen Israelischen Stempel im Pass brauchst du manche Länder ja gar nicht mehr besuchen (oder umgekehrt). Sogar im Balkan musst du mit Serbien und Kosovo noch ein wenig aufpassen, wobei man beiden Länder ja auch mit Personalausweis besuchen kannst (welche nicht abgestempelt werden kann). Man darf ja in Serbische Augen die Grenze zwischen Kosovo und Montenegro, Albanien oder Mazedonien ja auch nicht überschreiten. Quasi genau sowie Georgien den Grenzübertritt zwischen Abchasien und Russland verbietet.

trincerone hat geschrieben:
Georgien, Armenien, Ukraine,
... sind sicher keine Länder, die bei der Einreise in USA besonders hilfreich sind, wenn ich das anmerken darf
Ist das echt so schlimm? Georgien ist pro EU und Ukraine ist zwar gespalten, aber offiziell (Kiev) auch Europafreundlich. Was wollen die Amis dagegen haben? Armenien kann ich weiter nicht beurteilen, aber bezweifle auch da große Probleme. Das es ein christliches Land ist hilft schonmal.
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Aktuell: Ski-Roadtrip Georgien 2017

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Alpen : Puy Saint Vincent | 2x Serre Chevalier | 2x Montgenèvre | 3x Via Lattea
Kaukasus : 2x Gudauri | Kokhta | Mitarbi | Hatsvali | Tetnuldi

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Re: ∆56° - Sehnsucht Russland, 31.12.2015-24.1.2016 {RU2016.

Beitragvon j-d-s » 09.02.2016 - 00:46

trincerone hat geschrieben:
Was ist der CoE? Jedenfalls ist das wohl eher ein politischer Zusammenschluss, da wird sowieso gerne vieles anderes gezählt. Europa ist aber nunmal grundsätzlich erstmal ein geographischer Begriff, wo es keine Definition gibt, nach der man Georgien oder Aserbaidschan (oder gar Armenien) zu Europa zählen würde. Geographisch gehört übrigens auch Zypern nicht zu Europa, und die sind sogar in der EU ;), von daher muss man klar nach politischer/geographischer Einteilung unterscheiden.


Der CoE ist der Europarat. Natürlich ist das ein politischer Begriff, ich gehe aber auch nicht mit Dir d'accord, dass Europa grundsätzlich erstmal ein geographischer Begriff ist: das ist ziemlich kontextuell, und in den Punkten, wo es strittig ist, was nun Europa ist und was nicht, geht es meist um politische Fragen, und nicht um "Landkarten". Aber dass politische Einteilungen nicht unbedingt etwas mit geographischen zu tun haben müssten, ist zweifelsfrei unwidersprochen.


Es gibt bei "Europa", wie vielen anderen Dingen auch, mehrere Begriffe mit anderen Bedeutungen, wie bei einem "Pass" (Bergstraße, Ausweis), denn es gibt zweifelsfrei "Europa" als rein geographischen Begriff, aber auch "Europa" als politischen Begriff, wo er dann aber sehr, sehr viele Facetten hat - die EU, Schengen, EGMR, Europarat, Eurovision, UEFA, Nato, ob ein Land "westlich" ist usw. usf.

Ich denke nicht, dass sich das mit Abchasien so schnell klären lässt. In Transnistrien (Moldawien) haben sie so eine Situation schon seit 25 Jahren, ähnlich in Bergkarabach (Armenien/Aserbaidschan).


Nur zur Info: die Situtation ist seit 1993 in Abchasien derjeningen von Transnistrien und Bergkarabach (jeweils ca. 1992) vergleichbar, insofern ähnlich lange. Anders: Süd-Ossetien (2008, glaub ich).


Nein, in Südossetien ist das auch seit 20/25 Jahren so. 2008 war nur der Krieg, der die vorherige Situation betoniert hat. Südossetien war auch vorher bereits quasi-unabhängig. Glaube ich. Aber Südossetien ist hier auch nicht Thema :D.

Georgien, Armenien, Ukraine,


... sind sicher keine Länder, die bei der Einreise in USA besonders hilfreich sind, wenn ich das anmerken darf, aber zwei Pässe können vermutlich in der Tat hilfreich sein (hört man immer wieder),


Naja, das hab ich mir nur gedacht, ich war ja nie in der ehemaligen UdSSR und geplant hab ichs auch nicht ;). Aber man muss das eben aufteilen, und Georgien und die Ukraine gehören ja zum westlichen Block, Russland und die ganzen umstrittenen Gebiete zum östlichen Block. Armien ist zwiespältig, weil die zwar eigentlich mit Russland zusammenarbeiten, aber auch nicht wirklich zu deren Block gehören.

Fakt ist jedenfalls: Georgien darf keinen Pass sehen, wo Abchasien oder Südossetien drinstehen oder ein Übergang von diesen Ländern nach Russland. Sonst verhaften sie dich möglicherweise. Die Ukraine wird einen Übertritt von/nach Russland via Krim oder Donbass nicht anerkennen. Moldawien nicht via Transnistrien. Und Aserbaidschan nicht via Bergkarabach. In solche umstrittenen Gebiete kann man eigentlich nur Problemlos vom jeweiligen kontrollierenden Land reisen, also bei den meisten Gebieten Russland. Durchfahren ist da viel problematischer, auch weil du ja bei der Ausreise von Georgien nach Abchasien einen Stempel von den Georgiern kriegst. Und wenn du nicht auf dem selben Weg zurückkommst, merken sie, dass du die Grenze zu Russland "illegal" übertreten hast. D.h. du brauchst im Prinzip jedesmal nen neuen Pass, wenn du durch ein umstrittenes Gebiet fährst.
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Saison 16/17 [30]: Gasteinertal, Nassfeld, Alpendorf-Wagrain-Flachau, SHLF/Skicircus, Zauchensee-Flachauwinkl, Schladming/4Berge, Gerlitzen, Skiwelt, vereinigter Arlberg, Skijuwel, St. Moritz (Corviglia+Corvatsch), Laax, Sulden, Sellaronda, Gstaad, Jungfrau, Crans-Montana, Adelboden, Galibier Thabor, Via Lattea, Espace Killy (Val d'Isere/Tignes), 3x Trois Vallees, 2x Portes du Soleil, 2x Paradiski, 2x Zillertal Arena

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Re: ∆56° - Sehnsucht Russland, 31.12.2015-24.1.2016 {RU2016.

Beitragvon trincerone » 09.02.2016 - 00:49

Länder, die man als Deutscher nicht bereisen darf, wenn man in einem sicherheitsrelevanten Wirtschaftsbetrieb - etwa im Verteidigungsbereich, oder bestimmte Hochtechnologie - arbeitet und deswegen sicherheitsüberprüft ist (darunter Georgien, Armenien, Ukraine):

Folgende Staaten stehen bzw. standen auf der Staatenliste:
Staat
Zeitraum
Afghanistan
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Albanien
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Algerien
seit 06.06.1997
Armenien
seit 29.04.1994
Aserbaidschan
seit 29.04.1994
Bosnien und Herzegowina
seit 06.06.1997
Bulgarien
29.04.1994 bis 20.12.2000
China
einschließlich SVR Hongkong
einschließlich SVR Macau
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seit 01.07.1997
seit 20.12.1999
Georgien
seit 29.04.1994
Irak
seit 29.04.1994
Iran
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Jugoslawien
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Kambodscha
29.04.1994 bis 15.10.2010
Kasachstan
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Kirgisistan
seit 29.04.1994
Korea (Demokratische Volksrepublik Korea)
seit 29.04.1994
Kosovo
seit 10.04.2008
Kuba
seit 29.04.1994
Laos
seit 29.04.1994
Libanon
seit 06.06.1997
Libyen
seit 29.04.1994
Moldau
seit 29.04.1994
Mongolei
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Montenegro
15.06.2004 bis 15.10.2010
Pakistan
seit 15.07.2014
Rumänien
29.04.1994 bis 01.03.2000
Russische Föderation
seit 29.04.1994
Serbien
seit 15.06.2004
Sudan
seit 06.06.1997
Syrien
seit 29.04.1994
Tadschikistan
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Re: ∆56° - Sehnsucht Russland, 31.12.2015-24.1.2016 {RU2016.

Beitragvon Frans » 09.02.2016 - 00:58

j-d-s hat geschrieben:Es gibt bei "Europa", wie vielen anderen Dingen auch, mehrere Begriffe mit anderen Bedeutungen, wie bei einem "Pass" (Bergstraße, Ausweis), denn es gibt zweifelsfrei "Europa" als rein geographischen Begriff, aber auch "Europa" als politischen Begriff
Also mir wurde immer gelernt, dass der Elbrus schon der höchster Berg Europas ist. Dies steht auch so zweifelsfrei in meinen Weltatlas. :)

j-d-s hat geschrieben:Durchfahren ist da viel problematischer, auch weil du ja bei der Ausreise von Georgien nach Abchasien einen Stempel von den Georgiern kriegst.
Da bekommst du eben gar kein Stempel, da du in Georgischer Hinsicht das Land nicht verlässt. :wink: Das Problem bei einer Transit ist nur der Russische Stempel. Der zeigt an, dass du das Land illegal aus- und/oder eingereist hast. Sogar wenn die Russen so freundlich sind um deinen Pass nicht abzustempeln, fehlt dir eine offizielle Ausreisestempel von Georgien. Deswegen musst du auf den gleichen Weg zurück kommen, damit du Georgien über eine offizielle Grenzübergang verlassen kannst. Sonst kannst du dein Pass im Mülleimer werfen.

j-d-s hat geschrieben:D.h. du brauchst im Prinzip jedesmal nen neuen Pass, wenn du durch ein umstrittenes Gebiet fährst.
Die spannende Frage ist natürlich ob das auch reicht. Wenn die Beamten dich im Computer nochmal zusätzlich registrieren wird dir einen weiteren Pass auch bei eine verbotene Transitstrecke nicht mehr weiterhelfen. Deswegen auch meine Theorie, dass man zwar Transit durch Abchasien fahren kann, aber nur, wenn man nachher auch den gleichen Weg zurück nimmt.
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Re: ∆56° - Sehnsucht Russland, 31.12.2015-24.1.2016 {RU2016.

Beitragvon trincerone » 09.02.2016 - 01:03

Zum Thema: Benzin/Diesel: Ich denke, da ihr das überhaupt diskutiert, wäre wohl ein Benziner eindeutig besser gewesen. Benzin ist mindestens bis -45° problemlos.

Das sehe ich auch so. Diesel gibt manchmal in den Alpen schon ärger wenns mal unter -25 geht. Sogar hier im Sauerland gabs vor ein paar Jahren mal Temperaturen bis unter -25 und da haben einige Dieselautos es auch sehr schwer gehabt. Aber gut, wir haben hinter dem Rechner im Nachhinein natürlich einfach reden


Das stimmt so pauschal auch nicht.

Es gibt Dieslkraftstoffe, die bis unter -40°C fließfähig bleiben, und sog. Flugbenzin (Kerosin), das dem Diesel relativ ähnlich ist, sogar noch viel weiter. Umgekehrt gibt es handelsübliche Benzinkraftstoffe, die bei -40°C nicht mehr funktionieren. Die große Mehrzahl aller LKW wird mit Diesel betrieben und fährt auch in Sibirien rum. Auch Pistenraupen werden (soweit mir bekannt) mit Diesel betrieben. Das ist eine Frage der Kraftstoffsorte, wobei es richtig ist, dass Benzin tendenziell einen niedrigeren unteren Grenztemperaturbereich aufweist bei handelsüblichen Sorten.

Das Problem ist aber auch nicht, und das hab ich ja auch schon mehrfach geschrieben, der Kraftstoff unbedingt: bei -40°C machen auch die meisten hierzuladen handelsüblichen Schmierstoffe nicht mehr mit: Getriebe, Differentiale, Radlager... Kühlerfrotschutz unter -40°C wird dann auch schon ein Spaß (wobei nachranging, denn man lässt den Wagen dann draußen nicht mehr kalt werden), und die Bremsflüssigkeit ist bei -40°C auch ein Problem. Abgesehen davon, dass Dir alle Scheiben vereisen...

Edit: Zudem hatte ich das Gefühl, dass die kalte Luft sich nicht ausreichend vor-erwärmt, was Motorlauf und -leistung zu beeinträchtigen schien.

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Re: ∆56° - Sehnsucht Russland, 31.12.2015-24.1.2016 {RU2016.

Beitragvon j-d-s » 09.02.2016 - 01:15

Du musst aber die Motoren unterscheiden. Moderne Dieselmotoren vertragen quasi nix außer eben richtigem Diesel, bei älteren Dieselmotoren - und mglw. auch bei solchen für LKWs und Pistenraupen - kann man ja alles mögliche reinkippen, da kannst du sogar 20% Benzin mischen. Und bei nem Vielstoffmotor wie beim Leopard 2-Panzer kannst du sogar alles verfeuern, sogar Altöl und Rasierwasser.

Wobei ich mir auch vorstellen könnte, dass es bei LKWs und Pistenraupen daran liegt, dass die ne Standheizung haben. LKWs können ja oft zur Übernachtung benutzt werden und müssen dafür auch beheizt werden. Pistenraupen sind auch "Spezialfahrzeuge".
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Re: ∆56° - Sehnsucht Russland, 31.12.2015-24.1.2016 {RU2016.

Beitragvon trincerone » 09.02.2016 - 01:32

Nö. ÖMV Diesel Maxxmotion ist nach DIN EN 590 garantiert betriebsfähig bis -40°C und natürlich für gängige Motorenmodelle geeignet Quelle.

Das Kaltstartverhalten kann man sicherlich mit einer Standheizung positiv beeinflussen, hier geht es aber um die Frage der Betriebsfähigkeit bei warmem Motor. Mit ungeeigneten Kraftstoffen geht das Fahrzeug einfach aus (und zwar schon bei -15°C unter Umständen), und zwar während des Betriebs. Das ist unabhängig von einer Standheizung.

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Re: ∆56° - Sehnsucht Russland, 31.12.2015-24.1.2016 {RU2016.

Beitragvon j-d-s » 09.02.2016 - 04:30

Naja, aber wenn du Maxxmotion tankst (den du aber nicht überall kriegst) dann ist doch Benzin wieder billiger... wie gesagt, die kommerziellen Benutzer von Dieselfahrzeugen haben da entweder spezielle Quellen für Kälte-Diesel, oder spezielle Technik, oder gleich irgendwelche Fachleute. Ich meine, die Additive sind vmtl. nicht generell sinnlos, aber man muss da halt Profi sein, dann können die sicher auch normalen Tankstellendiesel in Kältediesel umwandeln.
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Re: ∆56° - Sehnsucht Russland, 31.12.2015-24.1.2016 {RU2016.

Beitragvon j-d-s » 09.02.2016 - 06:02

trincerone hat geschrieben:Länder, die man als Deutscher nicht bereisen darf, wenn man in einem sicherheitsrelevanten Wirtschaftsbetrieb - etwa im Verteidigungsbereich, oder bestimmte Hochtechnologie - arbeitet und deswegen sicherheitsüberprüft ist (darunter Georgien, Armenien, Ukraine):

Folgende Staaten stehen bzw. standen auf der Staatenliste:
Staat
Zeitraum
Afghanistan
seit 29.04.1994
Albanien
29.04.1994 bis 01.04.2009
Algerien
seit 06.06.1997
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seit 29.04.1994
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seit 29.04.1994
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Bulgarien
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seit 29.04.1994
Iran
seit 29.04.1994
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Das hat aber mit der Frage über den Reisepass genau gar nichts zu tun. Der Staat kann grundsätzlich erstmal keinem Deutschen die Ausreise in irgendein Land verbieten, nichtmal in den Gazastreifen oder das IS-Gebiet (was ja momentan durchaus Thema ist, sie können einen höchstens wegen Straftaten dort verfolgen, wenn man zurückkehrt).

Und das SÜG würde dich auch nur dann betreffen, wenn du in einem sicherheitsüberprüften Bereich arbeitest, und selbst dann wäre die Reise in die genannten Länder nicht generell verboten, sondern halt genehmigungspflichtig (§32 SÜG). Und in dem Fall hättest du die Genehmigung so oder so einholen müssen, weil Gesetze unabhängig davon gelten ob es auch bemerkt wird. Da ändert das mit dem zweiten Reisepass auch nichts.

Und als einfachste Begründung dafür reicht auch, dass du in irgendein arabisches Land reisen willst und hinterher in die USA.
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Re: ∆56° - Sehnsucht Russland, 31.12.2015-24.1.2016 {RU2016.

Beitragvon trincerone » 09.02.2016 - 08:54

Naja, aber wenn du Maxxmotion tankst (den du aber nicht überall kriegst) dann ist doch Benzin wieder billiger... wie gesagt, die kommerziellen Benutzer von Dieselfahrzeugen haben da entweder spezielle Quellen für Kälte-Diesel, oder spezielle Technik, oder gleich irgendwelche Fachleute. Ich meine, die Additive sind vmtl. nicht generell sinnlos, aber man muss da halt Profi sein, dann können die sicher auch normalen Tankstellendiesel in Kältediesel umwandeln.


Warst Du schon mal jemals in irgendeiner kalten Region (Ich mein jetzt nicht die Alpen ;) )? Natürlich bekommst da ÜBERALL entsprechende Kraftstoffsorten, ÖMW ist ein Bsp mit dt. Website, aber Statoil, Lukoil und wer auch immer verkaufen ähnliche Produkte (mit etwas unterschiedlichen Temperaturmargen). Und die erfüllen alle die EURO-Norm, also kein Problem mit dem Kraftstoff. Und der ist auch nicht teurer als Benzin (wobei mir das eh egal ist). Dafür muss man nicht Profi sein, das steht an den Zapfsäulen. ;) Und man muss dann auch nix extra in den Tank kippen (was ich eh nur sehr ungern tun würde, da kann man nämlich dann schon eher was falsch machen).


Das hat aber mit der Frage über den Reisepass genau gar nichts zu tun. Der Staat kann grundsätzlich erstmal keinem Deutschen die Ausreise in irgendein Land verbieten, nichtmal in den Gazastreifen oder das IS-Gebiet (was ja momentan durchaus Thema ist, sie können einen höchstens wegen Straftaten dort verfolgen, wenn man zurückkehrt).

Und das SÜG würde dich auch nur dann betreffen, wenn du in einem sicherheitsüberprüften Bereich arbeitest, und selbst dann wäre die Reise in die genannten Länder nicht generell verboten, sondern halt genehmigungspflichtig (§32 SÜG). Und in dem Fall hättest du die Genehmigung so oder so einholen müssen, weil Gesetze unabhängig davon gelten ob es auch bemerkt wird. Da ändert das mit dem zweiten Reisepass auch nichts.

Und als einfachste Begründung dafür reicht auch, dass du in irgendein arabisches Land reisen willst und hinterher in die USA.


Ok, ich glaube Du hast das Argument nicht verstanden. Die Anlage zum SÜG gibt Dir die vermutlich beste öffentlich erhältliche Aussage darüber, welche Länder seitens der Bundesrepublik Deutschland als Risikostaaten (nicht im Sinne für den Reisenden, sondern für die BRD) eingestuft werden. Und enthält eben auch Staaten, von denen man das zunächst nicht erwartet. Daran kann man grob in etwa ablesen, welche Staaten einem auch bei der Einreise in die USA Rückfragen bescheren werden. Das war der hier springende Punkt.

Im übrigen bringen Dir derzeit auch Türkeistempel eine ganze Menge Rückfragen.

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Re: ∆56° - Sehnsucht Russland, 31.12.2015-24.1.2016 {RU2016.

Beitragvon starli » 09.02.2016 - 12:34

trincerone hat geschrieben:Die wichtigere Regel wäre eigentlich gewesen, bei Schlaglöchern langsamer oder nicht nachts zu fahren, das ging dann oft wegen zu weiter Distanzen nicht, was ich wohl auch allein bzw. in Zukunft anders machen würde.
Hm. Wie will man das denn machen? Man weiß ja vorher nicht, wo jetzt eine Strecke mit schlimmen Schlaglöchern kommt. Beim ersten Schlagloch ein Hotel suchen? Kann schon zu spät sein (und Loch erwischt). Außerdem gibts auch noch andere Hindernisse, die auf der Straße sein können und insb. Nachts Probleme bereiten können. Ob jetzt ein Schlagloch, irgendein Stück Eisen oder ein Wildwechsel - dann dürftest nachts gar nicht mehr fahren. Aber generell auf Fahrten in der Dunkelheit verzichten? Da kommt man im Hochwinter Anfang Januar nicht weit, nicht mal vom Skigebiet zurück ins Hotel.

Nebenbei bleibt offen, ob wir diese Schlaglöcher am Tag früh genug gesehen hätten und ausweichen hätten können. Und dann gibts da noch diese vielen Bremshügel vor Zebrastreifen, die wir ja nicht mal tagsüber und trotz Schilder alle gesehen hatten ;)


trincerone hat geschrieben: Ich würde auch nichts auf dieser Reise als Extremsituation bezeichnen.
Also die -38°C bzw. -39°C fand ich jetzt schon extrem, was ich nicht unbedingt nochmal ausprobieren muss.
Da ich das neue, unübersichtliche Alpinforums-Design boykottiere, werde ich bis auf weiteres hier nichts mehr lesen oder schreiben -> meine Berichte könnt ihr weiterhin auf sommerschi.com oder meiner Seite blog.inmontanis.info lesen.

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Re: ∆56° - Sehnsucht Russland, 31.12.2015-24.1.2016 {RU2016.

Beitragvon trincerone » 09.02.2016 - 12:50

Das mit den Bremshügeln stimmt natürlich. Wildwechsel ist natürlich ein Risiko, aber da kann man wenig machen. Es stimmt auch, dass man einzelne tiefe Schlaglöcher natürlich so gut wie nicht vorausahnen kann (außer subtile Zeichen eventuell), aber ich kann auch sagen, dass ich schon einige tausend Kilometer solche Straßen gefahren bin, bisher zum Glück ohne gravierende Schäden am Fahrzeug (wobei ich dieses mal auch mehrmals Schlaglöcher mitgenommen hab, die ich nicht hätte mitnehmen sollen, wenn ich besser gefahren wäre, gerade auch auf der Strecke nach Rostow und insbesondere dort herum). Aber ja: generell muss man sich mE die Löcher ansehen, und wie sich das entwickelt, und dann entweder anhalten, oder eine alternative Route benutzen, so würde ich das sehen. Ich persönlich finde (und das kann man bitte gern auch anders sehen), dass wir einen sehr sehr engen Zeitplan hatten - auch schon von Anfang an. Ich hab in meiner Planung mit 400 - 500km max pro kompletten Tag gerechnet (ohne Skifahren). Dass das nicht in 3.5 Wochen dann geht wusste ich auch, und wir hatten darüber ja auch gesprochen, und insofern hatten wir ja keine Alternative, weswegen der Abstrich dann eben ist, dass man mehr Risiken in Kauf nehmen muss, und mehr Werkstattbesuche und mehr ausgelassene Ziele, was für mich so auch ok war (sonst hätte ichs ja nicht gemacht).

@-39°C: ich mochte das deswegen nicht so gern, weil mir mE für einen längeren Aufenthalt draußen nicht so ganz richtig ausgerüstet waren, was ein Problem gewesen wäre. Das wäre es allerdings auch schon bei -25°C glaube ich. Ansonsten hab ich schon einen gewissen Gefallen daran gefunden, und plane weitere Reise in Gebiete mit solchen und tieferen Temperaturen. Ich würde aber auch nicht bestreiten, dass das sicher eine Situation mit aufmerksamer Anspannung war (Aber gemessen an anderem aus meiner Sicht sicher nicht extrem), nicht zuletzt wegen diverser Unbekannte und dass ich auch happy war, in der Stadt angekommen zu sein. :) Aber zurück dahin will ich auch unbedingt! :)

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Re: ∆56° - Sehnsucht Russland, 31.12.2015-24.1.2016 {RU2016.

Beitragvon Frans » 09.02.2016 - 16:31

@Schlaglöchern: Waren die Straßen in Russland dann so oft regelmäßig schlecht? Die Hauptstrassen sollten doch weitgehend gut ausgebaut sein, oder?

trincerone hat geschrieben:Die Anlage zum SÜG gibt Dir die vermutlich beste öffentlich erhältliche Aussage darüber, welche Länder seitens der Bundesrepublik Deutschland als Risikostaaten (nicht im Sinne für den Reisenden, sondern für die BRD) eingestuft werden. Und enthält eben auch Staaten, von denen man das zunächst nicht erwartet.
Naja, die BRD ist natürlich auch nicht unbedingt völlig Neutral. Manche Reisewarnungen vom Auswärtiges Amt halte ich für völlig übertrieben, sogar für manche Länder innerhalb der EU. Da ist z.B. die Niederländische Staat viel entspannter, wenn auch weniger Detailreich.

Ganz einfaches Beispiel: Die Slowakei. Deutschland warnt immer noch für besondere Kriminalität im Land. Die Niederlande und der Schweiz bezeichnen das Land mittlerweile aber als komplett Reisesicher. Ja, was ist es nun?! Sicher oder doch nicht so sicher? Kriminaltät kommt im Grunde genommen überall vor und ich fühle mich in Bratislava doch um einiges sicherer als in Amsterdam oder Berlin.

trincerone hat geschrieben:Es gibt Dieslkraftstoffe, die bis unter -40°C fließfähig bleiben, und sog. Flugbenzin (Kerosin), das dem Diesel relativ ähnlich ist, sogar noch viel weiter.
Stimmt, in den Alpen werden teilweise sogar automatisch Dieselkraftstoffe die deutlich länger fließfähig bleiben an den Zapfstellen verkauft. Leider ist das aber nicht immer der Regel.
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Re: ∆56° - Sehnsucht Russland, 31.12.2015-24.1.2016 {RU2016.

Beitragvon trincerone » 10.02.2016 - 00:24

@Schlaglöchern: Waren die Straßen in Russland dann so oft regelmäßig schlecht? Die Hauptstrassen sollten doch weitgehend gut ausgebaut sein, oder?


Ich habe fast alle Überlandstraßen als relativ gut bis sehr gut empfunden, mit Ausnahme einiger Nebenstrecken im Kaukasus und INSBESONDERE der Strecke Pyatigorsk - Rostow - Varonezh (bis auf die letzten ca. 120km). V.a. letztere (die M4) war eine absolute Katastrophe. Ebenso einige innerstädtische Strecken (Tangente Wolgograd, Durchfahrt Rostow und die meisten Durchfahrtstraßen im Kaukasus, auch teilweise bei Sotchi). Außer in Südrussland waren die Straßen in aller Regel gut, und wenn wurde klar und zutreffend gewarnt. Starli, korrigier mich, wenn ich was vergessen haben sollte.

Naja, die BRD ist natürlich auch nicht unbedingt völlig Neutral. Manche Reisewarnungen vom Auswärtiges Amt halte ich für völlig übertrieben, sogar für manche Länder innerhalb der EU. Da ist z.B. die Niederländische Staat viel entspannter, wenn auch weniger Detailreich.

Ganz einfaches Beispiel: Die Slowakei. Deutschland warnt immer noch für besondere Kriminalität im Land. Die Niederlande und der Schweiz bezeichnen das Land mittlerweile aber als komplett Reisesicher. Ja, was ist es nun?! Sicher oder doch nicht so sicher? Kriminaltät kommt im Grunde genommen überall vor und ich fühle mich in Bratislava doch um einiges sicherer als in Amsterdam oder Berlin.


Die Reisewarnungen des AA beziehen sich auf die Sicherheit des Reisenden (und richten sich (auch) an unerfahrene Reisende, und sind daher entsprechend formuliert). Die Liste nach SÜG wie auch die Einreisekontrollen in den USA beziehen sich auf die Sicherheit des Landes, weswegen die Maßstäbe hier andere sind. Wie akkurat das ist, kann ich nicht beurteilen. Mein Statement beschränkt sich auf den Hinweis, dass man aus der SÜG Liste (grob) ein Bild gewinnen kann, welche Staaten tendenziell auch bei Einreise in die USA zu Rückfragen führen können. Aus meinem Bekanntenkreis weiß ich das positiv auch für Georgien, den Libanon und das Kosovo.

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Re: ∆56° - Sehnsucht Russland, 31.12.2015-24.1.2016 {RU2016.

Beitragvon starli » 10.02.2016 - 12:50

trincerone hat geschrieben:Ich habe fast alle Überlandstraßen als relativ gut bis sehr gut empfunden, mit Ausnahme einiger Nebenstrecken im Kaukasus und INSBESONDERE der Strecke Pyatigorsk - Rostow - Varonezh (bis auf die letzten ca. 120km). V.a. letztere (die M4) war eine absolute Katastrophe. Ebenso einige innerstädtische Strecken (Tangente Wolgograd, Durchfahrt Rostow und die meisten Durchfahrtstraßen im Kaukasus, auch teilweise bei Sotchi). Außer in Südrussland waren die Straßen in aller Regel gut, und wenn wurde klar und zutreffend gewarnt. Starli, korrigier mich, wenn ich was vergessen haben sollte.
Da müsste ich die Dashcam-Videos genau analysieren, da erinnere ich mich jetzt nicht so im Detail. Für mich gab's jedenfalls keine so katastrophale Strecke wie letztes Jahr in Georgien-Armenien und später Bulgarien bzw. gibt's krasse Schlagloch-Pisten auch bei einigen ungeteerten Straßen in Norwegen und Finnland. (Krass heißt hier für mich, dass man nur 20-40 km/h fahren kann und in Schlangenlinien um die Löcher rumfährt und laufend bremsen muss..)

Die Überlandstraßen in Russland (selbst die Niederrangigen) waren zumeist wesentlich besser als gedacht und hatten nur punktuelle Probleme (das ist aber genau das gefährliche, da man sich sicher wähnt und dann plötzlich ein Mords-Schlagloch hat und Reifen hin sind). Anders sah es in den Städten aus, da gab's einige krasse, wenn auch kurze, Stücke.

Und dann hatten wir im Süden bzw. Kaukasus noch mind. 2 Straßen, bei denen man in der Dunkelheit nicht wirklich erkennen konnte, ob sie so schlecht sind, weil ungeteert und löchrig, oder ob das am Schnee- und Eiszustand auf der Straße lag...
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