Armenien: Tsaghkadzor, 9.3.2015 // 5.137m {BTK2015.10}

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Armenien: Tsaghkadzor, 9.3.2015 // 5.137m {BTK2015.10}

Beitrag von starli » 13.05.2015 - 22:32

(Fortsetzung von: viewtopic.php?f=57&t=53641)

Mo, 9.3.2015 - Tag 10, Tsakhadzor, ca. km 6.750 (∆ 255 km)

(Schon wieder ein Highlight-Tag ;) )

Da wir ja erst zwischen 4:30/5:00 Uhr ins Bett kamen, standen wir etwas später auf, bzw. ich um 10:20, um um 10:45 noch ein Frühstück zu bekommen. Um 12 Uhr checkten wir dann aus und fuhren zur Sesselbahn hoch. Der Name des heutigen Skigebiets bzw. Ortschaft ist schwer zu transkribieren, man findet verschiedene Varianten:

Tsakhkadzor / Tsaghkadzor / Zaghkadsor / Цахкадзор

Aber selbst die kyrillische ist nicht ganz richtig, denn das "ch" oder "gh" oder "kh" spricht man lt. armenischer Buchstabentafel wie ein "französisches R" aus, also eher ein "gurgeln" oder gegurgeltes "ch" oder wie auch immer man dazu sagen soll.

Der (kostenpflichtige) Parkplatz ist asphaltiert, wenn auch relativ steil (könnte interessant sein, wenn Schnee liegt). Tageskarten in unserem Sinne gibt's hier keine: Es gibt entweder eine Tageskarte mit 10 Liftfahrten um 9.000 AMD (ca. 16-17,- €) oder mit 30 Liftfahrten um 11.000 (ca. 20-21,-€). Dazu muss man um je 2.000 die Karte kaufen. Und schwubs, reichte mein Geld um 1.000 nicht mehr. Also kauften wir eine 9.000 und eine 11.000 Karte, wobei die 9.000er dann doch 11x befahren werden konnte - keine Ahnung wie das alles genau funktioniert mit den Fahrten oder warum da teilweise nichts abgebucht wurde. Später wechselten wir doch noch Geld im Sportshop, um noch Essen gehen zu können - und den Parkplatz zahlen zu können.

In Betrieb waren die 3 Sektionen DSB, leider nicht die linke DSB. Die unten parallele 4SB braucht man ja eh nicht. Die Schneeverhältnisse waren jetzt nicht so geil, aber fahrbar, insb. die präparierten Pisten waren sehr hart. Durch die 3. Sektion hat man aber einige Möglichkeiten und der Blick runter nach Yerevan (Jerewan / Erewan) und rüber zum Ararat, aber auch frontseitig zum Sewan/Sevan-See und den Städten im Tal, war jeweils sehr genial. In dem halben Tag konnten wir bei weitem nicht alle Varianten fahren, wieder definitiv ein Skigebiet, das ich gerne nochmal besuchen möchte! Aber keine Ahnung wie und wann ... ;)

Eine kurze Mittagspause gönnten wir uns auch noch. Die Speisekarte war in armenisch, russisch und englisch, wobei bei einem Gericht auch auf englisch nur der gleiche Name da stand, fritiertes Irgendwas. "Was das?" fragte ich auf russisch (im Russischen braucht man das ist/sein ja nicht) und bekam als Antwort das russische Wort für "Käse". So einfache Antworten würde ich mir in italienischen und französischen Restaurants auch öfters mal wünschen :) Ich entschied mich dann für die armenische(?) Version von Kebab. War auch ungewöhnlich.

Leider verpassten wir (meine Schuld) ganz knapp unsere 3. Bergfahrt an der 3. Sektion (die 2. Sektion fuhr bis 17:15, das kleine Schild an der 3. Sektion mit 16:30 sah ich leider zuvor nicht) :(

(Fotos anklicken zum Vergrößern)

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K) Tsakhkadzor / Tsaghkadzor / Zaghkadsor
L) Akhtamar / Achtamar
-> Fahrt nach Tiflis

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^ Am Parkplatz

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^ Ex-ESL

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^ Ex-ESL

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^ Pistenplan. Die 3 Sektionen DSB 5+2+3 sind in Summe lt. Plan 3,5km, lt. GPS-Track (mit kurzen Zwischenwegen) ca. 4,2 km lang (ca. 30 Minuten Fahrzeit). Nicht alle Abfahrten waren (und vmtl. werden auch nicht) präpariert

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^ Talstationen

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^ DSB Sektion 1, links eine der Abfahrten und die linke DSB (die heute nicht in Betrieb war)

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^ Bergstation DSB Sektion 1

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^ Talstation DSB Sektion 2; links die 4SB Sektion 1 (nicht in Betrieb)

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^ Bergstation 4SB und Übungslift

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^ DSB Sektion 2

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^ DSB Sektion 2 mit der flachsten Abfahrt im Gebiet

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^ DSB Sektion 3, das Hightlight im Skigebiet mit gefühlt hundert Abfahrtsmöglichkeiten auf dem breiten Hang (und in Kombination mit der 2.+1. Sektion)

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^ Rückseitenpano von der Bergstation (ca. 2.820 m) mit Blick zum Aragats (Bildmitte), mit 4.090 m der höchste Berg Armeniens (Vulkan)

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^ Rückseitenpano von der Bergstation (ca. 2.820 m) mit Blick nach Jerewan und dem Ararat

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^ Blick nach Jerewan und Ararat (IR)

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^ IR-Zoom zur Hauptstadt Armeniens, Jerewan (liegt ca. auf 1.000 m) und dem Ararat (Vulkan, letzter Ausbruch angeblich im Jahr 1840, mit 5.137 m der höchste Berg der Türkei), d.h. die Höhendifferenz beträgt hier saftige 4.100m!
(Nebenbei der erste 5.000er, den ich live gesehen hab)

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^ Trinc über dem Kraftwerk von Hrasdan

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^ Trinc über dem Kraftwerk von Hrasdan

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^ DSB Sektion 3 mit Abfahrt und Pano (IR)

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^ Falls jemand schon immer mal eine Hochspannungsleitung anfassen wollte, ohne auf einen Masten klettern zu müssen ;)

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^ Mittlere Abfahrt zur Talstation Sektion 1. Mir zu breit modelliert.

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^ Bergstation DSB Sektion 3 mit Windschutz (und/oder Schneefang?)

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^ Nachmittägliches IR-Pano nach Jerewan + Ararat (aber auch nicht besser sichtbar)

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^ Weites Offpistegelände an der DSB Sektion 3

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^ Auch von hier aus kann man zum Ararat schauen

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^ Offpiste am Grat entlang

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^ Offpiste, Blick zu den DSBs Sektion 2+3

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^ Offpiste mit DSB Sektion 3

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^ Offpiste an der DSB Sektion 3 bzw. kommt man hier nur noch zur Talstation Sektion 1 runter

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^ Viele vmtl. Vulkankegel im Hintergrund

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^ IR-Pano zum Sewansee, auf ca. 1900m, ca. eindreiviertel Mal so groß wie der Bodensee, dazu der größte See im Kaukasus

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^ Tolles, weites Offpiste-Gelände von der 3. DSB erschlossen

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^ Diese Abfahrt kann man nur von der linken DSB oder vom Offpistegelände aus von der 3. DSB aus erreichen

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^ Hotels

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^ Golden Palace Hotel

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^ Talstation von der linken Abfahrt

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^ Blick zur linken Abfahrt, lt. Plan wären da ja noch mehr Zwischenabfahrten drin, die kleine Rinne wäre auch recht nett

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^ Noch unfertig der Bau an der Mittelstation Sektion 1-2

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^ Restaurant an der Mittelstation Sektion 2-3, hier kehrten wir nachmittags ein

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^ Mittagessen - das ist alles von Trinc, 2x Pommes mit 5 Saucen und 1x Borschtsch

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^ Mit dem Ararat-Namen gibt's auch so gut wie alles, Ararat-Bier, Ararat-Mineralwasser, Ararat-Zigaretten ... :)

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^ Mein Mittagessen - Kebab. Lecker, aber da hätte ich mir wohl auch eine Portion Pommes dazu bestellen sollen...

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^ Talabfahrt (rechts im Plan)

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^ Kassenhäuschen, in russisch, englisch und armenisch angeschrieben. Stehen an jeder Sektion. Die 2. Sektion ist von 9:40-17:15 geöffnet.

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^ Von der Bergstation der DSB Sektion 2 kommt man kaum ins Offpiste-Gelände oder zur seitlichen DSB

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^ Linke DSB, heute nicht in Betrieb

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^ Die Talstation der linken DSB ist leider nicht am tiefsten Punkt, so kann man von ihrer Abfahrt aus nur ins Tal hinabfahren - sehr eigenartig.

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^ Linke DSB. Warum hat man die Talstation nicht anders positioniert?!

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^ IR-Pano mit der DSB Sektion 2 und dem Sewansee

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^ Sewansee (IR)

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^ GPS-Track, orange die Lifte, die heute nicht in Betrieb waren.

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^ Die Häuser in Armenien sind anscheinend generell recht farblos ...

Weiter ging's zum Sewansee (Sevan) und nochmal kurz zum Skigebiet Akhtamar (Achtamar), das ich egtl. heute Vormittag hätte fahren wollen - aufgrund des tollen See-Panos. Leider war wohl zu - insofern auch kein Wunder, dass auch das Hotel leer und in der Nacht zu war... (heute Nachmittag dagegen wären die Türen offen gewesen)

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^ Die Betonpfeiler schauen so nach Seilbahnstützen aus ;)

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^ H28

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^ H5

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^ M4, Hrasdan-Sewan

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^ Monument bzw. Aussichtsplattform bei Sewan

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^ M4 / Sewansee


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^ Sewansee

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^ M4 / Sewansee

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^ Skigebiet Achtamar / Akhtamar mit 4SB

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^ 4SB Achtamar und Abfahrt, heute zu

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^ 4SB Achtamar und Abfahrt, evtl. nur am WE offen oder dzt. schneemangelbedingt geschlossen

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^ Sewansee

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^ Sewansee

Weiter über den Pass ins wieder schlechte Wetter und wieder nach Georgien, diesmal über die Hauptgrenzverbindung (was aber nicht für unsere Straße entlang der Grenze zu Aserbaidschan galt, die Hauptverbindung nach Jerewan geht über Wanadsor) - in Summe einiges an Zeitverlust, aber die Straßen waren heute wesentlich besser und beinahe unproblematisch. Auf der armenischen Seite der Grenze musste man wieder zum Service Broker, dort den einen Zettel von gestern abgeben, andere bekommen, an der Bank 6.600,- zahlen, am Service Broker 2.000,- dann zum Mann nebendran gehen, der die Stempel auf die Papiere tut (das durfte der andere wohl nicht!), wieder weiterfahren und an der Grenze zur Ausfahrt die Papiere endgültig wieder abgeben - mannommann!

Dagegen war die Einreise in Georgien wieder einmal unkompliziert und schnell - man musste auch hier nicht mal aus dem Auto aussteigen! Zugegeben, die Grenzer schienen teilweise etwas angepisst, dass wir innerhalb 2 Tagen die Grenze so oft wechselten und sie unsere Daten laufend eingeben mussten und uns Stempel in die Pässe drücken mussten etc. Aber auch wir wären gerne jeweils 1-2 Tage länger in Armenien und Georgien geblieben, aber Trinc hatte leider nicht mehr Zeit (von meiner Seite aus wären 1-3 Zusatztage noch möglich gewesen, und wenn wir gewusst hätten, was uns in den nächsten Tagen in der Türkei noch alles blüht, wären wir auch lieber noch 1-2 Tage in Armenien/Georgien geblieben!)



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^ M4 / Scheiteltunnel der Passtraße zwischen Sevan und Dilidschan

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^ M4 / vor Dilidschan

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^ Dilidschan

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^ Freilaufende Pferde am Straßenrand

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^ M4

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^ Grenzverlauf Armenien-Aserbaidschan. Wenn die Einzeichnung stimmt, würde die von uns gefahrene Straße also mehrmals die Grenze queren? (Generell sind die Grenzstraßen zwischen Armenien und Aserbaidschan geschlossen)

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^ Schnell gelesen der Name der Ortsschaft: November Rain :)

Was haben u.a. Ankara, Athen, Jerewan, Kiew, Ljubljana, Palermo, Paris, Saarbrücken und Innsbruck gemeinsam? Sie alle sind Partnerstädte von Tiflis. Grund genug also, dass man hier als Innsbrucker mal übernachtet :) Ich hatte uns ein Hotel gebucht, 4 Sterne, ca. 42,- € für's Zweibettzimmer inkl. Frühstück, wo wir kurz vor 23 Uhr endlich ankamen. Wie fast an jedem Tag unserer bisherigen Tour hatten wir also leider wieder keine Zeit, abends Essen zu gehen :( Die Fahrerei durch Tiflis war auch ziemlich grenzwertig, 2-3-spurige Straßen, gefühlt ohne Geschwindigkeitslimit, laufend irgendwelche Abzweigungen etc. - ohne Navi am Handy wäre ich da garantiert mehrmals falsch abgebogen.

Kurze Anekdote am Rand: Das Hotel, das wir für die gestrige Nacht gebucht hatten, wird als Hotel Akhtamar geführt. Auf der Zufahrt liest man aber nirgends Akhtamar, sondern nur "Golden Palace", auch das Casino dort am Hotel heißt so. Daher wussten wir ja lange Zeit nicht, ob das überhaupt unser Hotel sein soll...

In Tsaghkadzor gibt's auch ein "Golden Palace", das wir mitten in der Nacht hätten anfahren können, hatten uns aber für ein Hotel im Hauptort entschieden.

Als ich heute Abend Trinc gesagt hatte, wie unser heutiges Hotel heißt, hätte er sich fast nicht mehr eingekriegt: Genau, es heißt "Golden Palace" - und wie das gestrige, geschlossene Hotel, ist es z.T. im Umbau. Einer der beiden fast nebenstehenden Lifte hält z.B. nicht im Restaurantraum, was uns am nächsten Morgen fast zur Verzweiflung brachte, wie man denn in dieses Stockwerk kommen würde; der Frühstücksraum mit dem Buffet war dann eher leer und "kalt", aber das Buffet ausreichend groß.

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^ In Tiflis / Tbilissi

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^ Auch die EUB in Tiflis fuhr noch

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^ In Tiflis

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^ Armenischer Dram (AMD), die kleinste hier sichtbare Münze, 100, entsprechen ca. 0,18 €€, der 1.000er Schein ca. 1,85 €€.

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^ Georgischer Lari (GEL); 1 GEL = ca. 0,38 €€; der 5er Schein also ca. 1,90 €€.

(Fortsetzung folgt.)
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Re: Armenien: Tsaghkadzor, 9.3.2015 // 5.137m {BTK2015.10}

Beitrag von David93 » 14.05.2015 - 22:09

Wahnsinns Bericht (wie die ganzen anderen bisher im übrigen auch). :) Für jemanden wie mich, der noch nie dort war ist das eine komplett andere Welt.

^ Linke DSB. Warum hat man die Talstation nicht anders positioniert?!
Ohne es zu wissen: Vielleicht hat die Sommerbetrieb und man will die Leute nicht bis in die Mulde runterlaufen lassen sondern einen direkten Anschluss haben.
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Re: Armenien: Tsaghkadzor, 9.3.2015 // 5.137m {BTK2015.10}

Beitrag von Ams » 16.05.2015 - 09:22

Von den angefahrenen Gebieten beeindruckt mich dieses hier irgendwie besonders. Muss wohl am tollen Blick und der weite liegen :D
Da bekomm ich richtig Lust auf so eine Tour... aber das wird wohl nie passieren :|

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Re: Armenien: Tsaghkadzor, 9.3.2015 // 5.137m {BTK2015.10}

Beitrag von Blue Boarder » 18.05.2015 - 21:49

Hammerberichte!! :D :D

Mal eine Frage, teilweise sind Tafeln und Schilder auf Englisch angeschrieben in deinen Berichten. Hat es da wirklich noch andere internationale Gäste, abgesehen von Russen? Oder will man selbst in diesen Regionen einfach mit der Zeit gehen und modern wirken?
Wie steht es mit der Sicherheit in Armenien, Georgien, Türkei, ..., bezüglich Diebstahl aus dem Auto? Ihr hattet das Auto ja oft nur auf einem normalen (Hotel-)Parkplatz?! Bestand da keine Gefahr, dass da einfach mal das Auto aufgebrochen wird oder so? Teilweise wird ja schon in Südfrankreich oder Italien empfohlen das Auto auf einem bewachten oder abgeschlossenen Parkplatz abzustellen in der Nacht.

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Re: Armenien: Tsaghkadzor, 9.3.2015 // 5.137m {BTK2015.10}

Beitrag von starli » 19.05.2015 - 12:37

Blue Boarder hat geschrieben:Mal eine Frage, teilweise sind Tafeln und Schilder auf Englisch angeschrieben in deinen Berichten. Hat es da wirklich noch andere internationale Gäste, abgesehen von Russen? Oder will man selbst in diesen Regionen einfach mit der Zeit gehen und modern wirken?
Also wir waren schon mal da :) Und hin und wieder verirrt sich ja auch ein anderer Zeitgenosse in die Gegend, aber es sind noch nicht sehr viele, zumindest nicht zu der Zeit, wo wir da waren.
Wie steht es mit der Sicherheit in Armenien, Georgien, Türkei, ..., bezüglich Diebstahl aus dem Auto? Ihr hattet das Auto ja oft nur auf einem normalen (Hotel-)Parkplatz?! Bestand da keine Gefahr, dass da einfach mal das Auto aufgebrochen wird oder so? Teilweise wird ja schon in Südfrankreich oder Italien empfohlen das Auto auf einem bewachten oder abgeschlossenen Parkplatz abzustellen in der Nacht.
Kann ich jetzt schwer was dazu sagen, aber bewachte Parkplätze scheinen mir in Rumänien fast häufiger als wo wir waren. Allerdings waren wir halt auch nicht in den typischen Touristenzentren zur Touristen-Hoch-Zeit. Das Problem in Frankreich und Italien sind ja vmtl. nicht die Franzosen oder Italiener, sondern eher die "Marokkaner-Gangs" etc. - und die werden halt vermehrt im Sommer in Touristenhochburgen sein... Ich weiß aber auch nicht, ob und wie gut die Parkplätze auf unserer Reise mit Videokameras überwacht werden.

Ich hatte zumindest insofern vorgesorgt, dass ich (untertags beim Skifahren) meine Bilder nicht nur auf den Laptop und einer USB-HDD im Auto, sondern auch auf einem USB-Stick im Rucksack dabei hatte.
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Re: Armenien: Tsaghkadzor, 9.3.2015 // 5.137m {BTK2015.10}

Beitrag von Kaliningrad » 19.05.2015 - 12:55

Blue Boarder hat geschrieben:Wie steht es mit der Sicherheit in Armenien, Georgien, Türkei, ..., bezüglich Diebstahl aus dem Auto?
starli hat geschrieben:Kann ich jetzt schwer was dazu sagen
Entgegen allen Vorurteilen ist die Türkei ein in dieser Hinsicht ziemlich sicheres Land (Diebstahl gilt als sehr unehrenhaft und ist demzufolge unter der Bevölkerung stark verpönt)

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Re: Armenien: Tsaghkadzor, 9.3.2015 // 5.137m {BTK2015.10}

Beitrag von gfm49 » 20.05.2015 - 09:09

Toller Bericht, danke!
Blue Boarder hat geschrieben:Wie steht es mit der Sicherheit in Armenien,..bezüglich Diebstahl aus dem Auto?
Das Diebstahlproblem dürfte wohl eher im Umfeld der großen Städte bestehen. Aber auf der gefahrenen Route gibt es offenbar andere Risiken: Wir hatten vergangenes Jahr auf einer organisierten Rundreise ursprünglich auch die Etappe von Sewan über Makaravank nach Alaverdi über die M16/H26 geplant, die laut Aussage des (äußerst ortskundigen) Reiseleiters landschaftlich sehr schön sein soll. Das Reisebüro hat dann diese Etappe gestrichen und uns "untenrum" gelotst, weil die Sicherheit nicht garantiert werden könne, nachdem es entlang der geplanten Strecke wiederholt Schießereien im Grenzgebiet gegeben hat. Es gibt auch eine ganz aktuelle Reisewarnung des AA für einen Teilbereich der Strecke: http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Laend ... rheit.html

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Re: Armenien: Tsaghkadzor, 9.3.2015 // 5.137m {BTK2015.10}

Beitrag von starli » 20.05.2015 - 12:42

hm, das haben wir dann wohl im Zuge der ganzen Warnungen irgendwann übersehen. Rein logistisch wurde diese Strecke von den Routenplanern vorgeschlagen und ich nahm auch an, dass das die Standard-Strecke sei und hab nicht im Vorhinein geschaut, wieviel Umweg zeitmäßig die Strecke über Wanadsor gewesen wäre. Ich dachte, wenn ich da links fahr, muss ich über einen der beiden anderen Grenzübergänge - und komm wieder nicht über den Hauptgrenzübergang bei Bagratashen - und nach den Querelen vom Vortag wollte ich an diesem Tag unbedingt den Hauptgrenzübergang nutzen :)

Wobei in der Dunkelheit vermutlich auch seltener Schusswechsel sind (?)

Der nächste Teil wird frühestens am Freitag online sein - war die letzten Abende mit China-Einkäufen beschäftigt ..
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Re: Armenien: Tsaghkadzor, 9.3.2015 // 5.137m {BTK2015.10}

Beitrag von Whistlercarver » 22.05.2015 - 21:21

Dank diesen Berichten konnte ich gestern auf dem Flug über den Iran und Türkei den Ararat und Vansee sehr schön lokalisieren. Der Ararat steht schon ziemlich alleine da oder?
Es hatte doch noch einiges an Schnee auf den Bergen im Iran und der Türkei.

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Re: Armenien: Tsaghkadzor, 9.3.2015 // 5.137m {BTK2015.10}

Beitrag von starli » 22.05.2015 - 22:45

Leider hatten wir den Ararat von der türkischen Seite zeitmäßig ja nirgends so richtig sehen können. Ich glaub, der Erciyes müsste noch "einsamer" rumstehen.
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Re: Armenien: Tsaghkadzor, 9.3.2015 // 5.137m {BTK2015.10}

Beitrag von j-d-s » 31.10.2015 - 13:01

Blue Boarder hat geschrieben:Hammerberichte!! :D :D

Mal eine Frage, teilweise sind Tafeln und Schilder auf Englisch angeschrieben in deinen Berichten. Hat es da wirklich noch andere internationale Gäste, abgesehen von Russen? Oder will man selbst in diesen Regionen einfach mit der Zeit gehen und modern wirken?
Dass man Schilder auch auf Englisch in Lateinischen Buchstaben macht in Ländern mit anderem Schriftsystem scheint recht weit verbreitet zu sein, auch wenn nur sehr selten Leute aus dem Westen kommen. Sogar in Saudi-Arabien ist das so, obwohl man dort als Tourist gar nicht einreisen darf (außer - als Moslem - im Rahmen streng umgrenzter Pilgerfahrten nach Mekka, sowie als Geschäftsreisender mit Einladung der Handelskammer), d.h. Individualtourismus dort nicht existiert.
starli hat geschrieben:Bild
^ Grenzverlauf Armenien-Aserbaidschan. Wenn die Einzeichnung stimmt, würde die von uns gefahrene Straße also mehrmals die Grenze queren? (Generell sind die Grenzstraßen zwischen Armenien und Aserbaidschan geschlossen)
Wie hat sich dass dann dargestellt? Afaik dürfte die andere Seite der Grenze Bergkarabach gewesen sein, welches zwar auf allen Karten als "Aserbaidschan" eingezeichnet ist, tatsächlich aber von Armeniern bewohnt und von Armenischen Truppen besetzt wird.
Saison 16/17 [30]: Gasteinertal, Nassfeld, Alpendorf-Wagrain-Flachau, SHLF/Skicircus, Zauchensee-Flachauwinkl, Schladming/4Berge, Gerlitzen, Skiwelt, vereinigter Arlberg, Skijuwel, Laax, Sulden, Sellaronda, Gstaad, Jungfrau, Crans-Montana, Adelboden, Galibier Thabor, Via Lattea, Val d'Isere/Tignes, 3x Trois Vallees, 2x Portes du Soleil, 2x Paradiski, 2x Zillertal Arena, St. Moritz (Corviglia+Corvatsch)
Saison 17/18 [41]: 6x Sellaronda, Gitschberg-Jochtal, 2x Kronplatz, Madonna di Campiglio, Skiwelt, Courmayeur, Grand Massif, Grimentz-Zinal, Aletscharena, Monterosa Ski, 2x 4 Vallees (Verbier etc.), Villars-Gryon-Les Diablerets, Chamonix (Brevent-Flegere+Les Houches), Les Sybelles, 2x Trois Vallees, 2x Paradiski, Les 2 Alpes, Alpe d'Huez, Val d'Isere/Tignes, Portes du Soleil, Brandnertal, Hochoetz+Kühtai, Arosa-Lenzerheide, Damüls-Mellau, Pitztaler Gletscher-Rifflsee, Sölden, Mayrhofen, SFL, Arlberg, Ischgl-Samnaun, Zillertal Arena, Davos-Klosters (Parsenn)

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Re: Armenien: Tsaghkadzor, 9.3.2015 // 5.137m {BTK2015.10}

Beitrag von starli » 31.10.2015 - 15:56

da wir dort in der Nacht gefahren sind, haben wir das alles nicht wirklich erkennen können.. nachträglich war das vielleicht der gefährlichste Bereich unserer Reise.
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