Balkan-Tour 11.-17.8.17 - 5: Zugbekanntschaft der anderen Art bei der Heimreise von Split nach München

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Florian86
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Balkan-Tour 11.-17.8.17 - 5: Zugbekanntschaft der anderen Art bei der Heimreise von Split nach München

Beitragvon Florian86 » 11.09.2017 - 17:30

Vorwort
Dies ist nun der fünfte und letzte Teil meiner Balkantour, der Vollständigkeit halber verlink ich auch gern noch die vorherigen Teile:
1 – Von München über Budapest und Belgrad nach Sutomore
2 – Von Sutomore mit möglichst viel Zug nach Trebinje in Bosnien und Herzegowina
3 – Von zerstörten Hotels in Kupari, aber nicht nur...
4 – Ein bisschen wandern, Fähre fahren und Strände suchen

Dieser Teil ist jetzt wieder deutlich bahnlastiger, dennoch bezieht sich mein sehr ausführlicher Bericht weiterhin aufs Reisen und die wunderbaren Erlebnisse dabei, und natürlich auch darauf, wie ich von A nach B gekommen bin. Die Fotos zeigen dabei Tickets, Verkehrsmittel, Landschaften und Städte, und sind mit einer kleinen Handkamera aufgenommen, teilweise auch durch Scheiben (Zug, Bus, Fähre) hindurch, sodass die Qualität nicht immer die Beste ist. Wen das stört, der möge an dieser Stelle lieber aufhören zu lesen. Und alle anderen lade ich ein, meine persönliche Reise mit zu erleben.

Auch hier teile ich gern zur Einstimmung wieder ein Lied, dieses Mal aus Slowenien als letztes passiertes ex-jugoslawisches Land. Diese Stewardessen haben sich aber leider nicht im Zug um das Wohl der Fahrgäste gekümmert: Samo ljubezen (Nur Liebe). ;-)

Direktlink



Von Split zurück nach München mit Zwischenübernachtung in Zagreb

Wieder starte ich mit einer Karte, dieses Mal sind aber die letzten zwei Etappen drauf.
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A – Split, 1 – Zagreb, B – München; und wie immer fuhr ich entlang der gelben Strecken

Auf direktem Weg ging ich also aus der Wohnung zum Bahnhof von Split, die Strecke war ja nicht sonderlich weit. Ich entschied mich aber für den etwas längeren Weg über die Autobrücke und nicht für den über die Gleise (was wohl auch erlaubt oder zumindest nicht geahndet gewesen wäre).
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Um kurz vor 14h war ich dann am Bahnhof, also knapp 30min vor der fahrplanmäßigen Abfahrt. Somit ist hier wohl noch genug Zeit, erstmal meine Tickets zu zeigen.
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Für 69,90€ hatte ich einen Sparpreis Kroatien 1. Klasse im Reisezentrum in München gekauft. Die inkludierte Sitzplatzreservierung konnte ohne Probleme im EC 212 ausgestellt werden (war aber unsinnig, da ich meinen Reiseplan änderte), im ICN 522 (InterCity Nagibni) konnte hingegen nur in der 2. Klasse reserviert werden, deshalb der handgeschriebene Vermerk und Stempel auf der Rückseite. Die neue Reservierung (Wagon 1, Platz 25) hatte ich mir am Vortag schon am kroatischen Schalter geholt.

An diesem Tag saßen einige Leute in der Wartehalle, die wohl auch denselben Zug wie ich nehmen wollten, die elektronischen Anzeiger wiesen allerdings 23min Ankunfts-Kasni (Verspätung) für den ICN 521 aus, da konnte man sich fast ausrechnen, dass der Gegenzug mit Abfahrt 14:21 auch nicht pünktlich abfahren würde.
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So war zumindest noch genug Zeit, ein bisschen mehr im und am Bahnhof rumzuschaun, z.B. hingen ausgewählte landwirtschaftlich schönen Interrail-Strecken aus.
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So ganz nachvollziehen konnt ich die Auswahl aber nicht, denn zwischen Knin und Karlovac war die Strecke auch sehr schön (nicht nur bei Nr. 5 zwischen Split und Knin), ebenso war der serbische Teil von Belgrad nach Bar ja auch sehr hübsch (vgl. Nr. 17).

Auf der großen Karte war neben den Hauptstädten des Baltikums nur die Weltstadt Šeštokai markiert. ;-)
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Als ich die Wartehalle verließ stand auf dem Nachbargleis noch der reichgeschmückte Regionalzug nach Kaštel Stari herum.
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Dann nahm ich den schon am Vortag gesehenen Autotransportwagen unter die Lupe, bzw. das Gegenstück, denn eigentlich müssten ja mindestens zwei dieser Wagen zwischen Zagreb und Split in Benutzung sein.
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Platz für 10 Autos?
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Hier geht’s auf den Wagen.
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In einem kleinen Supermarkt besorge ich mir noch Softdrinks und was zum knabbern. Ein wenig hatte ich auf eine 1.-Klasse-Verpflegung (Getränk + Sandwich) spekuliert, die auf einer sehr alten Website erwähnt war – evtl. gabs das mal früher, jetzt auf jeden Fall nicht mehr. Aber auch egal. Ein bisschen sollte ich es allerdings noch bereuen, kein Fahrtbier gekauft zu haben. Wobei ich andererseits auch denke: alles ist ja nur genau so passiert, weil ich mich genau auf eine bestimmte Art verhalten hab und bestimmte Dinge getan oder nicht getan hab...

Direkt nach dem Bahnsteig verschwinden die Züge in einem Tunnel, der ein Großteil von Split unterquert.
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Gegen 14:20 fuhr dann der ICN aus Zagreb ein.
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Ein paar zukünftige Fahrgäste waren sehr ungeduldig und querten kurz vor dem Zug das entsprechende Gleis. Ein energisches Hupen hielt zumindest die restlichen Fahrgäste von der leichtsinnigen Querung ab. Vorgesehen ist wohl, dass der Zug erst einfährt und dann die Fahrgäste in Ruhe auf das entsprechende Gleis wechseln.

Auf den ersten Bahnsteig kann man mit dem Auto fahren, drive-in-Bahnhof sozusagen.
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Mein Sitzplatz war noch mit ner Zeitung und leeren Bierdosen des/der Vorgänger okkupiert, naja macht ja nix.
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Der Tisch war übrigens ein Ärger, man konnte ihn irgendwie hochklappen jedoch gelang es mir irgendwie nicht, diesen dann wieder komplett in eine horizontale und gleichzeitig stabile Position zu bringen, das sollte im späteren Verlauf noch zu verschütteten Getränken führen. Immerhin hatte der eine Mitsitzer auf der gegenüberliegenden Gangseite dieselben Probleme...

Bei den Fotos jetzt geh ich mal nicht ganz chronologisch vor. Witzigerweise bin ich direkt am Wochenende danach auch in Deutschland mit demselben Zugtyp (RegioSwinger) von Augsburg nach Oberstdorf gefahren. Ich kann mich aber nicht daran erinnern, vorher schon mal mit diesem Zugtyp gefahren zu sein. ;-) Auf jeden Fall hab ich auch ein paar Vergleichsbilder gemacht.

Schaut etwas hochwertiger aus, der deutsche Nahverkehr, find ich.
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Hier sieht man auch die typischen Sprachen in deutschen Zügen, der kroatische Text wurde oberhalb davon hingeklebt.
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Im ICN gabs eine großzügige Gepäckablage und gegenüber eine Toilette.
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Zusätzlich gabs eine zweite Toilette und eine „Minibar“, wo man Getränke kaufen konnte (in Bezug auf das vorherige Bild hinter mir, nicht fotografiert).

Im deutschen RegioSwinger gabs in diesem Bereich nur eine Toilette und einen Mehrzweckbereich mit Klappsitzen.
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Die Züge zeichnen sich außerdem dadurch aus, dass sich zwischen dem 1. Klasse-Bereich ganz am Ende des Zugs und dem 2. Klasse-Bereich noch ein abgetrennter Bereich mit 2 Vierergruppen befindet. In den kroatischen Zügen gehörten diese 8 Plätze zur 1. Klasse und waren relativ voll besetzt. In den deutschen Regionalzügen war hingegen eine zweitklassige Kinderspielecke eingerichtet.
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Der Bereich in dem mein reservierter Platz lag war hingegen eher leer, wir waren nur zu dritt auf 16 Plätzen. Leider wurden die Fahrscheine extrem schnell kontrolliert, noch im Tunnel in Split gleich nach der Abfahrt. Das ermöglichte leider nur ein paar sehr flüchtige Bilder der Abstellanlagen in Split-Predgrađe, wo zum Beispiel ungarische Liegewagen und kroatische Zweite-Klasse-Wagen auf ihren Einsatz warteten.
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In (ich vermute) Kaštel Stari kam uns ein Regionalzug entgegen.
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Von dort konnte man nochmal in Richtung Split zurückschaun, die Halbinsel Marjan wirkt tatsächlich schön unverbaut.
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Die Strecke verläuft oft am Hang entlang, wobei Gelände aufgeschüttet oder abgetragen wurde, teilweise auch mit Einschnitten. Vom Gefühl her gabs aber relativ wenige Brücken und Tunnel
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Dieses Bild ist nicht halb-schwarz-weiß und halb in Farbe, es hat wohl diesen Sommer in dieser Gegend leider auch gebrannt.

Schön fügt sich die Strecke in die Landschaft ein, ich mags wenn keine Straßen in unmittelbarer Nähe sind.
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Bevor die Strecke aus Šibenik bei Perković in unsere Strecke einmündet verlaufen beide Strecke ein Stückchen parallel.
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Dort gabs dann schon wieder einen Gegenzug, wobei dieser wohl nach Šibenik und nicht nach Split verkehrte, und das etwas verspätet, vielleicht wurden wir ja abgewartet...
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Auch das Bahnhofsgebäude von Drniš war recht schmuck.
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Vom Stil her sind diese zwei Gebäude ja sehr ähnlich, der Unterschied liegt eher im Detail, z.B. in den etwas unterschiedlich geschichteten Steinen, einem flachen Anbau oder der Zahl der Flaggen (einmal mit EU-Flagge, einmal ohne).

In Knin standen Bauzüge rum.
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Der Bahnhof bestach durch seine zweckmäßige, formvollendete Architektur.
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Hier zweigt dann auch die Strecke nach Zadar ab.
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Auch das Kroatien abseits der Küste ist landschaftlich sehr reizvoll, keine Ahnung, warum dieser Abschnitt auf der Interrail-Karte nicht als landschaftlich schön aufgenommen war.
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Bewaldete Berge wechselten sich mit Ebenen ab. Nennenswerte Bilder hab ich dann bis Zagreb aber leider nicht mehr gemacht. Einerseits wurde es dann schon langsam dunkel, andererseits war ich da schon auch intensiv mit meiner neuen, eher ungewollten Bekanntschaft beschäftigt…

Sagen wirs mal so: die anderen zwei Leute in meinem Sitzbereich waren Kroaten, ein älterer Herr und ein Soldat. Der ältere Herr war angenehm, aber nicht kommunikativ. Der Soldat hingegen telefonierte lautstark, öffnete eine Dose Bier nach der andern und rauchte. Der ältere Herr bekam im Gegenzug immerhin ein „Bestechungsbier“, was dieser aber bis Zagreb nicht anrührte. :D

Zwischenzeitlich kam noch ein Franzose aus dem anderen 1.-Klasse-Bereich zu uns und schmollte. Kurz danach kam ein Mädel, wahrscheinlich seine Freundin und die beiden hatten sich ziemlich in der Wolle. Irgendwann wars aber wohl wieder OK, und er ging zurück zu seinen anderen Leuten.

In irgendeinem Bahnhof, ich vermute Gračac, kam dann eine Durchsage, ich verstand aber nur was mit dvadeset, also zwanzig. Der Soldat nahm das zum Anlass, mich zu fragen, ob ich denn rauchen würde, denn der Zug würde hier außerplanmäßig 20min halten. Das verneinte ich: „Aber ein Bier hätte ich ganz gerne. Das kann man doch im Zug kaufen, oder?“ - „Ja, aber das ist zu teuer. Hier, nimm ein Bier von meinen.“ Da war das Eis gebrochen und ich musste natürlich mit rausgehn und wir kamen ins Gespräch. Auch mit dabei war die vorher streitende Französin, die aber sehr unsicher war, ob man sich denn wirklich aus dem Zug herauswagen kann. Jedes Mal wenn sich die Tür schloss drückte sie panisch auf den Knopf, sodass sie auf keinen Fall irgendwo in der kroatischen Pampa zurückgelassen wird. Daraufhin kam der Zugbegleiter, der ebenfalls außen rauchte, und stellte die Tür auf dauer-offen, sehr zuvorkommend!

Nun ja: als es in den Zug zurückging unterhielten sich der Soldat, ich nenn ihn mal Stefan, und ich weiter. Relativ schnell erfuhr ich, dass ich sein vorletztes Bier bekommen hatte. Und ich musste mir dann gleich anhören (da ich langsamer als er trank), dass ich ja nicht so ganz typisch Deutsch/Bayrisch wäre...

Das Gespräch selbst geb ich jetzt auch mal nicht chronologisch wider, sondern die Inhalte, die mir so in Erinnerung blieben, weil ich das Ganze dann doch irgendwie surreal fand. Lief alles auf Englisch, obwohl Stefan zwischenzeitlich mal länger in Deutschland gelebt hatte.

Eine der ersten Dinge, die Stefan zu mir sagte, war, dass die Männer heutzutage ja gar keine echten Männer mehr seien. Denn man wär ja nur ein echter Mann, wenn man beim Militär war, ansonsten ist man ja nur ne Schwuchtel (faggot), und das sind wohl 60% aller Männer heutzutage. Vorsichtig entgegnete ich, dass das sicher nicht so viele sind (man redet ja so von ca. 10% etwa), worauf er entgegnete: „Na gut, vielleicht 40% der Männer...“ Außerdem würde man ja nur beim Militär so wichtige Dinge wie Zuverlässigkeit, Gehorsam und (!) Hygiene lernen. Wie soll man da nur drauf reagieren, wenn man selbst so ne Schwuchtel ist, die nicht beim Militär war…? ;-)

Naja, ich hatte keinen Bock auf Streiten, insbesondere nicht mit jemandem, den ich gar net kenn, also schwieg ich mich zu den Themen aus und erwähnte auch im weiteren Verlauf wenig von meinem Privatleben. Das Gespräch ging weiter mit typischen Angebereien, in Richtung „locker room talk“ (wie würde man das am Besten auf Deutsch sagen?). Halt ich eigentlich auch nix von, aber man kann sich ja mal diese Perlen anhören. Stefans Rekord im Biertrinken waren 40 Dosen an einem Tag und außerdem 17 Maß Bier auf der Wiesn – danach ist er umgekippt. Neben seiner Penisgröße erfuhr ich außerdem noch, dass er mal im Liegewagen mit fünf britischen Mädels in einem Abteil fuhr, mit drei von ihnen hatte er während der Nacht ZENSIERT (wie praktisch bei dem wenigen Platz… ;-)). Außerdem wärs ja toll ins Bordell zu gehen, und seine Heimatregion Slawonien wäre ja super, um Urlaub zu machen: 1000€ für ne Woche in nem schönen Hotel mit Alkohol, Essen und ZENSIERT ohne Ende. Naja, nicht wirklich die Art von Urlaub, die mir gefallen würde. Überhaupt wäre Stefan ja lieber mit dem Bus als mit dem Zug in die Heimat gefahren, aber aus irgendeinem Grund hatte das wohl nicht geklappt.

Dann kamen noch härtere Sachen, denn Stefan kam aus Afghanistan, wo er als Schafschütze diente und unzählige Leute erschoss. Da schwang einerseits Stolz, aber auch unheimlich viel Trauer mit, denn eigentlich möchte er keine Menschen umbringen. Aber die Amerikaner in Afghanistan seien ja auch wiederum richtig dumm… Naja, seine Frau und sein kleines Kind hatte Stefan auch fast ein Jahr lang nicht gesehn und er war auch gerade auf dem Weg zurück zu ihnen. Generell wurde aber hier die Ambivalenz in seiner Person deutlich. Auf der einen Seite verurteilte er den Krieg generell, andererseits kamen dann wieder so Aussagen wie: „Wir müssen uns an den Serben für das rächen, was in den 90ern passiert ist, dieser Rachetag wird eines Tages kommen und dann werde ich für Kroatien kämpfen...“ Dabei muss auch noch erwähnt werden, dass Stefan mit seiner großen, privaten Waffensammlung prahlte.

Weitere Aussagen wären wohl eher Verschwörungstheoretikern zuzuordnen. Steht das im Widerspruch zu seinem angeblichen IQ von über 140 oder kann nur solch eine Person diese „Zusammenhänge“ überhaupt erst erkennen? Auf letztere Idee brachte mich aber erst mein Freund als ich zu Hause von der Reise erzählte…
1. Die Baltischen Staaten sind immer noch Russland und auf der russischen Seite (hier widersprach ich mal, da ich ja sogar mal in Litauen lebte, und ich genau weiß, dass Estland, Lettland und Litauen in der EU und in der NATO sind; Stefan wollte das aber wohl nicht hören bzw. glauben)
2. Osama Bin Laden lebt noch und zwar in den USA, er arbeitet jetzt mit dem amerikanischen Geheimdienst zusammen.
3. Hitler lebte auch bis 1983 und starb friedlich in Argentinien – und überhaupt war ja in seinen Augen Hitler nicht sooo schlecht, sondern ein Genie, genau wie Napoleon. Sowas will ich ja überhaupt nicht hören...

Zwischen unseren Gesprächen, die insgesamt ca. 4h dauerten, wollten wir noch mehr Bier haben, und Stefan bestand drauf, dass er für diese bezahlen will. Glücklicherweise (oder unglücklicherweise?) gabs in diesem Zug aber nur Radler. Verkauft wurde dieses aus in Schränken versperrten Kühlboxen. Der Zugbegleiter wühlte darin ziemlich lang rum, fand aber wirklich kein Bier. Ein Radler kostete übrigens 12 Kuna (ca. 1,60€), Stefan bestellte zunächst mal vier. Immerhin durfte ich dann die zweite Runde ausgeben. ;-)

Irgendwann während der Unterhaltung gab mir Stefan aus heiterem Himmel seine „normale“ Militärmütze als Geschenk, er hätte ja eh 6 Stück davon. Gefragt danach hatte ich übrigens nicht, aber ich tauschte diese dann gleich mal gegen die Cappy aus, die ich an dem Tag aufhatte. Ich bin ja an sich wirklich pazifistisch, und war auch vor über 10 Jahren Kriegsdienstverweigerer, aber vom Aussehen her gefallen mir Uniformen oder Teile davon irgendwie schon, muss ich zugeben…

Dann wollte ich, dass Stefan ein Bild von mir und der neuen Mütze macht, aber er bestand darauf, dass ich stattdessen seine Ehrenmütze aufsetzen solle.
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Zusätzlich klettete er die kroatische Flagge ab, die seine Uniform zierte. Diese gab er mir ebenfalls als Geschenk und meinte, dass ich jetzt die beste Erinnerung an Kroatien haben soll. Nach ca. einer Stunde fiel ihm aber wohl ein, dass er ja gar nicht ohne die Flagge rumlaufen dürfe, also musste er sie zurückfordern. Dann sagte Stefan aber: „Ich hab sogar noch was Besseres für Dich.“ Und wirklich: er wühlte in seinem Gepäck und gab mir dann seine Zweituniform als Geschenk, also Hose und Jacke (die Mütze hatte ich ja eh schon). Dabei wurde ich aber von ihm auch aufgefordert, die Uniform an der Grenze zu verstecken, denn haben durfte ich sie ja nicht. Und wirklich: ich wollte ja an sich überhaupt nix von Stefan haben, aber das war dann wohl auch ein Teil der kroatischen Gastfreundschaft… ein Bild der Uniform werd ich übrigens nicht öffentlich posten, rechtlich bin ich mir nämlich etwas unsicher, wie das so mit Trageverbot usw. in Deutschland ausschaut… ;-)

Was bleibt also? Neben ein paar neuen Kleidungsstücken als wichtigstes eigentlich, dass ich mit einem Menschen kommuniziert hab, mit dem ich normalerweise nie geredet hätte, weil wir doch sehr unterschiedlich sind. Aber man sollte ja dennoch offen sein und nicht nur in seiner eigenen Filterblase bleiben. Sicher kann man hier auch rauslesen, dass ich mit vielen Aussagen Stefans überhaupt nicht einverstanden bin. Dennoch war er zu mir sehr nett, nicht nur wegen der Geschenke sondern auch so von der Art her, wie er mit mir geredet hat.

Was auch bleibt ist die Facebook-Freundschaft mit Stefan. Im Zug hab ich nicht erzählt, dass ich schwul bin, wollte ich doch nicht in Schwierigkeiten kommen und Stefan war ja doch eher homophob (getan hätte er mir aber wohl nix, denk ich). Andererseits weiß man ja auch nie: die größten homophoben Menschen haben ja auch oftmals schwule Neigungen, die übertönt werden müssen – so zumindest die Theorie von manchen Leuten... ;-) Nun ja: jedenfalls gab Stefan mir sein Telefon in die Hand und bat darum, dass ich mich selbst in Facebook hinzufüge. Etwas nervös war ich da schon, weil mein damaliges Profilbild inklusive Regenbogen doch eher eindeutig war. Lügen und sagen, dass ich kein Facebook hab, wollt ich aber auch net. Nach dem Hinzufügen klickte ich mich dann aber gleich weg und wenige Minuten später war der Akku von Stefans Telefon komplett leer, so konnte er zumindest für den Moment nix persönliches von mir sehn, Glück gehabt… ;-)

Die Verabschiedung in Zagreb war dann sehr kurz aber ebenfalls nett. Stefan meinte noch, er wäre wohl sehr spät in der Nacht erst daheim, während mich eine ehemalige Kollegin, Irina, mit ihrem Freund, Toni, am Bahnhof abholten. Davon, dass unser Zug ca. 30min „Kasni“ hatte waren sie übrigens nur wenig überrascht… ;-)

Wir gingen dann noch kurz in die Innenstadt und aßen mit einem weiteren Freund meiner Freunde zu Abend. Irina und Toni waren wirklich total lieb und herzlich mal wieder, so schnell konnt ich gar net schaun, hatten die Beiden mein Essen bezahlt. Das ist mir aber immer eher unangenehm. Bei anderen Freunden, die sie besuchen, machen sie das aber auch so. Das ist vielleicht auch wieder so ein Mentalitäts-Unterschied zwischen Deutschland und Kroatien, würde ich doch eher meine Gastgeber einladen wollen, wenn ich bei ihnen schon übernachten darf.

Danach gings noch in ne Bar mit Dachterrasse, wo es leckeres Craft-Beer gab. Ich trank ein Saures, ähnlich wie Leipziger Gose, voll mein Geschmack, und die andren warn auch sehr positiv davon überrascht beim Durchprobieren. Immerhin konnte ich hier „heimlich“ zahlen bevor es jemand anders tat. Dafür sparten wir uns dann das Busticket nach Hause. Die Theorie: wenn der Busfahrer beim Einsteigen nicht hinschaut und einen ignorieren will, dann darf man einfach vorbeilaufen. Find ich zwar etwas gewagt, aber man passt sich halt an die Locals an. ;-)

Das Ganze war übrigens der Mittwoch Abend. Ursprünglich hatte ich mit anderen Freunden geplant, von Freitag Morgen bis Sonntag wandern zu gehen. Dementsprechend wollt ich bis Donnerstag Nachmittag zu Hause zu sein, um das Wandern in Ruhe vorbereiten zu können. Also hatte ich den Zug um 6:55 ab Zagreb gebucht, der um 15:40 in München sein sollte. Da aus mehreren Gründen das Wandern aber auf die zwei Tage des Wochenendes verkürzt wurde, wollte ich hier dann doch noch umdisponieren und entschied mich für die Verbindung um 12:37 mit einmal Umsteigen in Villach, Ankunft in München 21:42. So musste ich zwar ein neues Ticket von Salzburg nach München lösen, für den Rest hatte ich aber keine Zugbindung, konnte also flexibel fahren.

Das machte den Donnerstag auch sehr gemütlich: ausschlafen und zusammen lange frühstücken. Meine Gastgeber frotzelten sich noch ein bisschen, wie man denn „richtig“ Kaffee kocht: erst Kaffeepulver, dann Wasser, dann aufkochen, oder erst Wasser aufkochen und dann Kaffeepulver dazu? Das führte aber zum Glück nicht zu einem ernsthaften Ehekrach. ;-)

Dabei fiel dann auch die Geschichte eines ihrer Kollegen, der in Bosnien Kaffee bestellte, mit der Vorgabe, er habe nur 30min Zeit während einer Konferenzpause. Doch der Kaffee kam und kam einfach nicht, es dauerte wohl wirklich fast die komplette halbe Stunde um diesen Kaffee zu bringen. Der Kollege, etwas gestresst, trank dann den Kaffee auf einmal innerhalb kürzester Zeit leer. Dies brachte den Café-Menschen richtig in Rage, er habe ja so viel Zeit aufgewendet um den Kaffee zu kochen und das würde ja gar nicht gewürdigt werden und überhaupt solle er jetzt aus seinem Kaffeehaus verschwinden und zwar ohne zu bezahlen. So unterschiedlich kann Kaffeekultur und Zeitempfinden sein, und das schon zwischen Kroaten und Bosniern...

Gegen halb 12 nahmen wir den Bus nach Kaptol, diesmal wiederum mit gültigem Ticket, das ich aber auch nicht bezahlen durfte. Immer wenn ich in Zagreb war, waren übrigens irgendwelche Bautätigkeiten an der Kathedrale zu sehn, dieses Mal aber relativ wenig.
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Sie ist wohl aus einem Stein gebaut, der sich schnell zersetzt und aus Denkmalschutzgründen dürfen aber keine anderen Materialien verwendet werden, deshalb muss ständig etwas erneuert werden.

Den kurzen Weg zum Bahnhof legten wir dann zu Fuß zurück, wo wir unter anderem am Kunstpavillon Zagreb vorbeikamen.
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Fast nebendran befindet sich der Hauptbahnhof.
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Zuerst gings noch an den Schalter um zu fragen, ob mein neu-auserkorener Zug reservierungspflichtig ist, war er aber nicht. Danach gings nochmal in den kleinen Konzum-Supermarkt, um noch Mitbringsel für daheim und etwas zusätzlichen Proviant zu besorgen, auch wenn meine Gastgeber mich beim Frühstück schon aufgefordert hatten, mir Sandwiches zu machen. Die Ankunft des Zuges aus Vinkovci war um 9min verspätet.
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Umso mehr war noch Zeit für einen Abschlusskaffee. Im Bahnhofscafé wurde man dazu aufgefordert seine Freunde zu ignorieren, ich machte das natürlich nicht. ;-)
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12:32 – Einfahrt B210.
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Am Bahnsteig standen viele Leute, der Zug war auch sehr gut gefüllt. Die 1.-Klasse-Abteile waren ganz vorne und wurden größtenteils von Asiaten mit riesigen Koffern belagert.

Mein Wagen war ein Slowenischer, in diesem hängt eine öffentlich einsehbare Inventarliste aus.
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3 Kleiderhaken, 12 Aschenbecher, 9 + 3 Handtuchkörbe, 2 Abortständer, 24 Spitzenüberwurf, 1 Lichtmaschine, 3 Waschbecken, 3 Ventile für Waschbecken…

Bei der Grenzkontrolle in Dobova war ich aufgrund der Uniform etwas nervös, aber das Gepäck wurde dort zum Glück nicht kontrolliert. In diesem Falle hätte die Grenzkontrolle aber auch deutlich länger als 30min dauern müssen.

Das sah mir nach einem Getreidezug aus.
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Eine recht hübsche Rangierlok sah ich auch rumfahren.
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Geschwindigkeitsbegrenzungen, würd ich mal vermuten, kurz vor Ljubljana.
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Warum man in Slowenien immer 3 Zahlen hat, weiß ich allerdings nicht.

Neue und alte, verzierte Triebzüge kurz vor Ljubljana.
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Auch im Bahnhof selbst überall Graffiti-Züge.
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Ein Gegensatz dazu war das Ende des Zugs Wien – Ljubljana – Wien.
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Das eigentliche Bahnhofsgebäude von Ljubljana sieht man erst wenn man in Richtung Westen aus dem Bahnhof rausfährt, da sind Bahnsteige und Gebäude also etwas versetzt.
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Ab Ljubljana wurde es übrigens etwas leerer im Zug und man konnte sich auf der durchgehenden Bank sogar hinlegen, was zumindest mein einziger verbliebener Abteilkollege auch ausnutzte.
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Aber auch ich streckte meine Beine etwas aus, ist doch viel gemütlicher.

Mit dem Abteilkollegen unterhielt ich mich im Laufe der Fahrt bis Villach auch noch ein wenig, er fuhr wohl nach Ulm zu einer Zahn-OP. Und er redete lieber Deutsch als Englisch mit mir, ich fall aber immer wieder drauf rein, erstmal Englisch als vermeintlich gemeinsame Fremdsprache zu benutzen…

Endlich kam ich auch dazu mein Buch (Max Frisch – Mein Name sei Gantenbein) auszulesen, das zweite Buch hatte ich also fast grundlos mitgeschleppt. Aber man weiß ja immer nicht, was sich so ergibt, und worauf man in ner konkreten Situation Lust hat – geht mir zumindest so…

Die Landschaft in Slowenien ist auch recht reizvoll: Ebene, Felder, Berge.
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Neigezug? ;-)
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Am Grenzbahnhof Jesenice wurde nicht kontrolliert.
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Auch die österreichischen Berge können sich sehn lassen.
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In Villach nahm ich dann Abschied vom D210 (B210 in Kroatien, EC210 in Slowenien und D210 in Österreich, zumindest laut vagonweb) und stieg am selben Bahnsteig gegenüber in den rj110 in Richtung München um.
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Eines der Mitbringsel (typische, kroatische Kekse) war außen am Rucksack angebracht und hatte sich leider gelöst, sodass dieses zurück nach Kroatien fahren musste. Gemerkt hab ich das aber erst als der Railjet schon losgefahren war. :-(

Die Fahrt war sonst ohne weiter Ereignisse, ein paar Bilder machte ich aus dem Fenster heraus, aber durch die Scheibe und mit Gegenlicht ist das nur mäßig gut. Das war im Gasteinertal, bei Böckstein kurz nach dem Tauerntunnel.
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Eigentlich wollt ich auch im weiteren Verlauf des Gasteinertals noch aufpassen, und die Bautätigkeiten an der Schlossalm beobachten (wird ja die bekannte Standseilbahn im Verlauf des nächsten Jahres abgebaut und durch eine EUB ersetzt). Allerdings war ich zu diesem Zeitpunkt schon sehr intensiv damit beschäftigt, meine Fotos zu sichten und zu sortieren, weshalb ich diese Stelle verpasste.

Kurz vor Salzburg kaufte ich mir dann ein Online-Ticket für die 2. Klasse und zog dann in selbige um. Die war aber auch relativ leer und auch wenn manche Leute meckern (z.B. dass man im Railjet in der 2. Klasse die Sitze nicht verstellen kann), saß ich dort – wie immer – ebenfalls sehr gut.

Die Ankunft am Münchner Ostbahnhof war dann sogar 1min vor Zeit, sodass ich es ohne Probleme schaffte den passenden Bus zu bekommen. Um kurz vor 10 war ich dann zu Hause.

Fazit
Irgendwie hatte ich vor dieser Reise immer Vorbehalte, alleine zu verreisen, hatte ich das doch vorher noch nie gemacht. Also alleine irgendwo hingefahren bin ich auch früher schon, dann aber immer um Freunde oder Bekannte zu treffen, oder um Kurse zu besuchen, wo man eh Leute schnell kennen lernt. Diese Reise hat mich aber wirklich davon überzeugt, dass alleine Reisen auch sehr schön sein kann, dass man immer auf interessante Leute treffen kann, und dass es beim Reisen sowieso nie langweilig wird. :-)
Selbstverständlich würd ich aber auch niemanden davon abhalten, mit mir gemeinsam zu reisen, wenn die entsprechende Person Lust dazu hat. ;-)
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Klosterwappen
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Re: Balkan-Tour 11.-17.8.17 - 5: Zugbekanntschaft der anderen Art bei der Heimreise von Split nach München

Beitragvon Klosterwappen » 12.09.2017 - 12:06

Danke fürs Mitnehmen.
Zu den unterschiedlichen Geschwindigkeiten in Slowenien.
Das ist in Italien auch so, jedenfalls früher gab es das auch in der Schweiz.
Da ist die Geschwindigkeit von der Zuggattung abhängig.
Bei uns wird die absolute Höchstgeschwindigkeit signalisiert, konkrete Angaben für einzelne Züge finden sich im Buchfahrplan.
Darf ich die Gelegenheit nutzen, allen Usern dieses Forums bereits jetzt ein gesegnetes Weihnachtsfest und Alles Gute für 2018 zu wünschen!

jwahl
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Re: Balkan-Tour 11.-17.8.17 - 5: Zugbekanntschaft der anderen Art bei der Heimreise von Split nach München

Beitragvon jwahl » 12.09.2017 - 12:20

Tolle Geschichte und schön zu lesen. Spannende Bekanntschaft und ich bin gespannt ob so etwas auch bei dem Kroaten eventuell zum Abbau von Vorurteilen führt...

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starli
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Re: Balkan-Tour 11.-17.8.17 - 5: Zugbekanntschaft der anderen Art bei der Heimreise von Split nach München

Beitragvon starli » 12.09.2017 - 12:30

Hat deine Zugbegleitung im Nichtraucherbereich geraucht oder warst du im Raucherabteil (warum, wenn du lt. deinem Text oben NR bist?)

Im Zug hab ich nicht erzählt, dass ich schwul bin,
Wobei ich mir das anhand einiger deiner Selfies in den vorherigen Berichten dieser Tour schon gedacht hab. Insofern hätte das auch deinem Gegenüber auffallen können, spätestens mit der Mütze, sorry ;)

(Und nicht jeder hat einen Facebook-Account. Ich hab's bis heute auch noch nicht geschafft, Zeit und Muse dafür zu finden.)

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Re: Balkan-Tour 11.-17.8.17 - 5: Zugbekanntschaft der anderen Art bei der Heimreise von Split nach München

Beitragvon Florian86 » 12.09.2017 - 16:31

starli hat geschrieben:Hat deine Zugbegleitung im Nichtraucherbereich geraucht oder warst du im Raucherabteil (warum, wenn du lt. deinem Text oben NR bist?)


Haha, nee, das sind alles Nichtraucherabteile, auch auf dem Balkan mittlerweile. Aber es hält sich nur keiner dran, das war wirklich in allen Zügen so, vielleicht mit Ausnahme des sehr neuen CAF-Zugs in Montenegro...

starli hat geschrieben:Wobei ich mir das anhand einiger deiner Selfies in den vorherigen Berichten dieser Tour schon gedacht hab. Insofern hätte das auch deinem Gegenüber auffallen können, spätestens mit der Mütze, sorry ;)

(Und nicht jeder hat einen Facebook-Account. Ich hab's bis heute auch noch nicht geschafft, Zeit und Muse dafür zu finden.)

Scenic Rail Roads: Die Strecke von Innsbruck nach Seefeld wird auch nicht aufgeführt..


Brauchst Dich net entschuldigen, hab kein Problem damit, wenn sich jemand so seinen Teil über mich denkt, bin da mittlerweile ziemlich abgehärtet. *g* Ich meine, ich hatte im ersten Teil auch schon von "meinem Freund" geschrieben, wobei das vielleicht nicht so ganz eindeutig war. Ich definier mich ja nicht ausschließlich durch meine sexuelle Orientierung (sie ist halt ein gewisser Teil meiner Persönlichkeit), aber wills auch net unbedingt verbergen, wenn es meiner Meinung nach erwähnenswert ist.
Und naja: Selfies sind hier im Forum ja generell eher unüblich, was ich fast bisserl schade finde.

Bei Facebook verpasste nicht viel, kann man machen, muss man nicht, zum Kontakte halten find ichs bisserl praktisch.

Diese Scenic Rail Road fehlt wirklich, ist schon ziemlich spektakulär meiner Meinung nach, bin ich aber leider erst einmal gefahren.

jwahl hat geschrieben:Tolle Geschichte und schön zu lesen. Spannende Bekanntschaft und ich bin gespannt ob so etwas auch bei dem Kroaten eventuell zum Abbau von Vorurteilen führt...


Danke erstmal für da Kompliment. Vielleicht hätt ich mich doch sofort outen sollen, es war mir aber irgendwie echt unangenehm, da Stefan ja sofort mit den "faggots" angefangen hat als Gesprächseinsteig - wobei ers nicht mal besonders wertend gesagt hatte. Aber das Wort an sich ist ja eher abwertend, wobei es was anderes ist, wenn einer der der Gruppe selbst zugehört, sich so nennt. Ist ja wohl auch so, dass sich Schwarze untereinander gern mal "Ni**a" nennen, aber ein Weißer sollte das wohl eher lassen.

Klosterwappen hat geschrieben:Danke fürs Mitnehmen.
Zu den unterschiedlichen Geschwindigkeiten in Slowenien.
Das ist in Italien auch so, jedenfalls früher gab es das auch in der Schweiz.
Da ist die Geschwindigkeit von der Zuggattung abhängig.
Bei uns wird die absolute Höchstgeschwindigkeit signalisiert, konkrete Angaben für einzelne Züge finden sich im Buchfahrplan.


Gern geschehn! Und danke für die Info. Ich hab mittlerweile erfahren, dass es wohl um Güterzüge, Personenzüge und Personenzüge mit Neigetechnik geht... :-)
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Re: Balkan-Tour 11.-17.8.17 - 5: Zugbekanntschaft der anderen Art bei der Heimreise von Split nach München

Beitragvon starli » 13.09.2017 - 12:30

Florian86 hat geschrieben:Haha, nee, das sind alles Nichtraucherabteile, auch auf dem Balkan mittlerweile. Aber es hält sich nur keiner dran, das war wirklich in allen Zügen so, vielleicht mit Ausnahme des sehr neuen CAF-Zugs in Montenegro...
Na gut zu wissen, dann werd ich Zugfahren auf dem Balkan mal keinesfalls machen. Nicht, dass ich es vorgehabt hätte..

Und naja: Selfies sind hier im Forum ja generell eher unüblich, was ich fast bisserl schade finde.
Naja, diejenigen, die sich so im Vordergrund profilieren, waren und sind auch nicht gerade beliebt hier. Ich find das eher nervig. Bin schon oft auf Fotoalben von Skigebiets-Websites (oder auch Facebook) gewesen und hab dann nur Fotos von Leuten gesehen, beim Feiern oder in der Skischule. Absolut ungeeignet, um sich das Skigebiet vorstellen zu können.
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Re: Balkan-Tour 11.-17.8.17 - 5: Zugbekanntschaft der anderen Art bei der Heimreise von Split nach München

Beitragvon Klosterwappen » 13.09.2017 - 13:18

Ich glaube, die unterschiedlichen Geschwindigkeiten haben nix mit Neigetechnik zu tun, die gibt es schon viel länger.
Eher mit der Bremsstellung und/oder der zulässigen Querbeschleunigung.
Darf ich die Gelegenheit nutzen, allen Usern dieses Forums bereits jetzt ein gesegnetes Weihnachtsfest und Alles Gute für 2018 zu wünschen!

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Re: Balkan-Tour 11.-17.8.17 - 5: Zugbekanntschaft der anderen Art bei der Heimreise von Split nach München

Beitragvon Florian86 » 13.09.2017 - 14:56

Klosterwappen hat geschrieben:Ich glaube, die unterschiedlichen Geschwindigkeiten haben nix mit Neigetechnik zu tun, die gibt es schon viel länger.
Eher mit der Bremsstellung und/oder der zulässigen Querbeschleunigung.


Das mit der Neigetechnik hatte jemand ausm Bahnforum gepostet, insofern hatte ich das für wahr gehalten. Aber Du könntest natürlich genauso Recht haben! :-)
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Re: Balkan-Tour 11.-17.8.17 - 5: Zugbekanntschaft der anderen Art bei der Heimreise von Split nach München

Beitragvon Florian86 » 13.09.2017 - 15:03

starli hat geschrieben:Naja, diejenigen, die sich so im Vordergrund profilieren, waren und sind auch nicht gerade beliebt hier. Ich find das eher nervig. Bin schon oft auf Fotoalben von Skigebiets-Websites (oder auch Facebook) gewesen und hab dann nur Fotos von Leuten gesehen, beim Feiern oder in der Skischule. Absolut ungeeignet, um sich das Skigebiet vorstellen zu können.


Haha, alles falsch gemacht! *lach*

Und Du hast Recht: Selfies oder Personenbilder - insbesondere beim Feiern - helfen natürlich nicht, um sich ein Skigebiet besser vorstellen zu können. Andererseits haben grade Reiseberichte meiner Meinung nach auch ne stark-menschliche Komponente. Und da find ichs schon schön, wenn ich sehen kann, wie der Mensch aussieht, der den Bericht erstellt hat. Aber jeder darf natürlich seine eigene Meinung dazu haben. :-)

Wenn ich wissen will, wies in einem Skigebiet aussieht, geh ich aber tatsächlich seltenst auf die entsprechende Website sondern tatsächlich ins alpinforum. Da gibts in der Regel die besseren Bilder. ;-)
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Re: Balkan-Tour 11.-17.8.17 - 5: Zugbekanntschaft der anderen Art bei der Heimreise von Split nach München

Beitragvon starli » 14.09.2017 - 12:27

Florian86 hat geschrieben:Haha, alles falsch gemacht! *lach*
Wieso? Du warst doch damit nicht gemeint.

Wenn ich wissen will, wies in einem Skigebiet aussieht, geh ich aber tatsächlich seltenst auf die entsprechende Website sondern tatsächlich ins alpinforum. Da gibts in der Regel die besseren Bilder. ;-)
Ja, wohl dem, der sich mit den hier bereits vorgestellten Skigebieten begnügen will / kann. Mir ist dieser "Teller" schon lang zu klein ;-)
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Re: Balkan-Tour 11.-17.8.17 - 5: Zugbekanntschaft der anderen Art bei der Heimreise von Split nach München

Beitragvon miki » 14.09.2017 - 12:52

Auch von mir vielen Dank @Florian86 für den, sagen wir mal, etwas anderen Balkan - Bericht. Da sind Orte dabei die ich aus meiner Jugend kenne und so manche Errinnerung hervorrfufen (Dubrovnik oder Split) und andere die ich nicht kenne. Persönlich wäre mit so eine Reise viel zu umständlich, mit all den Fahrkarten, Reservierungen etc., aber jedem das seine.

Das Higlight war eindeutig die Erfahrung mit dem 'Stefan'. Persönlich kenne ich ihn natürlich nicht, aber generell bin ich schon mehr als einmal in Leben dieser Art Menschen begegnet, und was sie dir erzählen (egal ob Rekord im Biertrinken, wie viele Mädels er in einer Nacht *Zensiert* hat :wink: oder wie viele Taliban er in Afghanistan abgeknallt hat), muss man meistens durch einen Faktor zwischen 2 und 10 dividieren.

Andererseits weiß man ja auch nie: die größten homophoben Menschen haben ja auch oftmals schwule Neigungen, die übertönt werden müssen – so zumindest die Theorie von manchen Leuten...

Das habe ich mir bereits gedacht, bevor ich in deinem Bericht über diese Zeilen gestolpert bin (American - Beauty lässt grüssen :wink: ). Am Rande (ich weiss, es ist OT, passt aber zum Thema) eine wahre Geschichte aus Maribor: ich kenne da eine Frau, die war mehrere Jahre mit einem slowenischen professionellem Soldaten zusammen (ich kenne ihn nicht, auf den Bildern sah er so aus wie die meisten professionenllen Soldaten: muskulös, ohne Hals, tätowiert und böse schauend), sie hat auch zwei Kinder mit ihm. Der Typ war mehrmals in Afghanistan, und als er einmal zu Hause und frei war, kommt die nichtsahnende einmal unerwartet in die Wohnung und erwischt ihn, ganz wie im zweitklassigen Hoywood - Film, im Bett - nicht mit einer anderen, sondern mit einem anderen. Erwischt hat er sich dann noch blöd ausgeredet, das sei doch nichts besonderes, in Afghanistan hat man sich eben so die Zeit vertreiben :o . Zum Glück hat ihn die Betroffene schleunigst vor die Tür gesetzt und lebt schon seit Jahren mit einem Kollegen von mir in einer ganz normalen Beziehung, über diesen Kollegen kenne ich auch sie und ihre Story. Ach ja, der Herr Soldat lebt inzwischen wieder mit einer neuen Partnerin und hat auch mit ihr ein Kind. Also solche Leute werde ich niemals verstehen, habe keine Vorurteile ob jemand homo- oder hetero- geneigt ist, aber so verdeckt schwul und für die Öffentlichkeit Familienvater, das geht IMO gar nicht :nein: ...
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Re: Balkan-Tour 11.-17.8.17 - 5: Zugbekanntschaft der anderen Art bei der Heimreise von Split nach München

Beitragvon Florian86 » 14.09.2017 - 14:41

starli hat geschrieben:Wieso? Du warst doch damit nicht gemeint.


Dann hatt' ich das wohl falsch verstanden, typisches Sender-Empfänger-Problem... ;-)

starli hat geschrieben:Ja, wohl dem, der sich mit den hier bereits vorgestellten Skigebieten begnügen will / kann. Mir ist dieser "Teller" schon lang zu klein ;-)


Kann Dich dahingehend sehr gut verstehen, selbst vor Ort zu sein ist natürlich 1000 mal besser als nur Bilder anzugucken. Witzig find ich dabei auch, wie man so seine Einstellung zu Neuerungen mit der Zeit ändert, also mir gehts zumindest so: früher, so im Alter zwischen 8 (ersten Skiatlas zu Weihnachten geschenkt bekommen, da ich immer in dem Uralten von 1979/80 rumgeblättert hatte) und Anfang 20 fand ichs immer super spannend, was es für neue Lifte in den Skigebieten gab. Heutzutage werd ich eher wehmütig, wenn ein alter Lift ersetzt/abgebaut wird und hoff auch bei jedem alten Lift, dass er noch möglichst lange erhalten bleibt... ;-)
Im Nachhinein find ichs auch schade, viele alte Lifte nicht photographisch festgehalten zu haben (gut, als Kind macht man da halt eher net). Den ein oder anderen gibts zwar auch in lift-world, aber mit eigenen Bildern verbinde ich halt dann doch mehr. Eines meiner Highlights war z.B. die Fahrt mit dem Schanzen-ESL in Oberwiesenthal, im Nebel und inklusive Gipsbein, weshalb ich bei diesem Trip leider nicht skifahren konnte.
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Re: Balkan-Tour 11.-17.8.17 - 5: Zugbekanntschaft der anderen Art bei der Heimreise von Split nach München

Beitragvon Florian86 » 14.09.2017 - 15:15

miki hat geschrieben:Auch von mir vielen Dank @Florian86 für den, sagen wir mal, etwas anderen Balkan - Bericht. Da sind Orte dabei die ich aus meiner Jugend kenne und so manche Errinnerung hervorrfufen (Dubrovnik oder Split) und andere die ich nicht kenne. Persönlich wäre mit so eine Reise viel zu umständlich, mit all den Fahrkarten, Reservierungen etc., aber jedem das seine.


Vielleicht klang das Ganze dann doch komplizierter als es tatsächlich war. An sich bekommt man die Fahrkarten ja unkompliziert am Bahnhof auch direkt vor der Abfahrt (z.B. in Belgrad). Vor-Reservieren sollte man halt Nachtzüge, wenn man auf jeden Fall nen Liegeplatz will. Und wenn man Geld sparen will die Fahrkarten aus/nach Deutschland...
Komplizierter ist aber eher das mit den Unterkünften, denn irgendwie ist man ja doch relativ eingeschränkt und sollte sich was suchen, was in bahnhofsnähe ist oder zumindest gut mit den Öffis zu erreichen ist.

miki hat geschrieben:Das Higlight war eindeutig die Erfahrung mit dem 'Stefan'. Persönlich kenne ich ihn natürlich nicht, aber generell bin ich schon mehr als einmal in Leben dieser Art Menschen begegnet, und was sie dir erzählen (egal ob Rekord im Biertrinken, wie viele Mädels er in einer Nacht *Zensiert* hat :wink: oder wie viele Taliban er in Afghanistan abgeknallt hat), muss man meistens durch einen Faktor zwischen 2 und 10 dividieren.


Ja, das war zumindest der eindrucksvollste Kontakt, wobei natürlich auch die Strände, die Natur, das Träumen und aus dem Fenster gucken toll war. Das mit diesen Faktoren 2 - 10 hab ich mir auch schon gedacht, erinnert auch ein bisschen an die Dreierregel aus American Pie. *g*
Nebenbei: Gewisse Wörter werden hier im Forum woll zensiert, macht aber nix, man versteht ja was gemeint ist...

miki hat geschrieben:Das habe ich mir bereits gedacht, bevor ich in deinem Bericht über diese Zeilen gestolpert bin (American - Beauty lässt grüssen :wink: ). Am Rande (ich weiss, es ist OT, passt aber zum Thema) eine wahre Geschichte aus Maribor: ich kenne da eine Frau, die war mehrere Jahre mit einem slowenischen professionellem Soldaten zusammen (ich kenne ihn nicht, auf den Bildern sah er so aus wie die meisten professionenllen Soldaten: muskulös, ohne Hals, tätowiert und böse schauend), sie hat auch zwei Kinder mit ihm. Der Typ war mehrmals in Afghanistan, und als er einmal zu Hause und frei war, kommt die nichtsahnende einmal unerwartet in die Wohnung und erwischt ihn, ganz wie im zweitklassigen Hoywood - Film, im Bett - nicht mit einer anderen, sondern mit einem anderen. Erwischt hat er sich dann noch blöd ausgeredet, das sei doch nichts besonderes, in Afghanistan hat man sich eben so die Zeit vertreiben :o . Zum Glück hat ihn die Betroffene schleunigst vor die Tür gesetzt und lebt schon seit Jahren mit einem Kollegen von mir in einer ganz normalen Beziehung, über diesen Kollegen kenne ich auch sie und ihre Story. Ach ja, der Herr Soldat lebt inzwischen wieder mit einer neuen Partnerin und hat auch mit ihr ein Kind. Also solche Leute werde ich niemals verstehen, habe keine Vorurteile ob jemand homo- oder hetero- geneigt ist, aber so verdeckt schwul und für die Öffentlichkeit Familienvater, das geht IMO gar nicht :nein: ...


American Beauty hab ich nie gesehn, klingt aber nach nem netten Plot.

Deine Geschichte ist aber auch interessant und bestätigt ein Stück weit, dass es auch sagen wir mal "eigentümliche" Menschen gibt. Andererseits: man darf auch das "B" in LSBT (also Lesbisch-Schwul-Bisexuell-Transsexuell)... nicht vergessen, es gibt ja durchaus auch echt bisexuelle Menschen, die sich zu beiden Geschlechtern hingezogen fühlen, oder auch situative Homosexualität (eher nicht bei "Deinem" Herrn Soldaten, da er ja auch als er aus Afghanistan zurück war weiterhin mit Männern geschlafen hat).

Situationsbedingte Homosexualität kommt vor allem in Umgebungen vor, in denen über längere Zeit nur Personen des gleichen Geschlechts leben. Als typische Orte gelten Haftanstalten, Erziehungsanstalten, Schiffe auf See, U-Boote, Bohrinseln, Kasernen, Klöster und Konvente, Internate, Sportteams auf Tournee und abgelegene Arbeitslager etwa bei Minen oder Großbauprojekten. Vor allem dort wird sie auch als Not-Homosexualität, Knasthomosexualität und während des Nationalsozialismus als Lagerhomosexualität bezeichnet.
(aus Wikipedia)

Aber sich so blöd rauszureden ist natürlich Schwachsinn, und in einer Beziehung ists ja oft schwer, überhaupt zu verstehen, wenn der/die Partner/in sexuell noch jemand anderes begehrt. Ein offenes Gespräch, wie die Beziehung evtl. weiter gehen kann wär sicher sinnvoller gewesen als lapidar zu sagen "so hab ich mir schon öfter die Zeit vertrieben".

Versteh mich nicht falsch, ich will diesen Herren überhaupt nicht verteidigen (ich kenn ihn ja nicht :D), aber das Problem für viele LSBT ist ja schon auch die gesellschaftliche Akzeptanz. Das eine ist natürlich das Gesetz (was meistens OK ist), das andere aber, wie sich Freunde, Familie, Kollegen, etc. einem gegenüber verhalten würden. Und erfahrungsgemäß ist das problematischer je weiter südlich und v.a. je weiter östlich man in Europa kommt. Da gehn halt viele den "leichteren" Weg der Schein-Heterosexualität. Da dann rauszukommen, nachdem man Jahre oder Jahrzehnte ein gewisses Bild von sich aufgebaut hat, ist sicher auch nicht leicht. Ich könnt mir vorstellen: je älter desto schwieriger. In Deutschland bzw. im westlichen Europa gabs das ne Zeitlang auch noch häufiger, dass Männer Frau und Kinder hatten und sich dann mit 40 oder 50 erst geoutet haben, heutzutage ist das Klima bei uns i.A. toleranter geworden, so dass das zum Glück nicht mehr nötig ist.
Und mit der Zeit ziehen sicher auch süd- und osteuropäische Staaten nach in diesen Fragen, ich hab zumindest den Eindruck, dass die jüngeren Generationen oftmals offener und toleranter sind - kann aber auch das typische Problem "Filterblase" sein, da ich halt tendenziell doch eher in studierten, bildungsnahen Kreisen verkehr...

EDIT: LSBT-Erklärung hinzugefügt.
Zuletzt geändert von Florian86 am 15.09.2017 - 16:33, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Balkan-Tour 11.-17.8.17 - 5: Zugbekanntschaft der anderen Art bei der Heimreise von Split nach München

Beitragvon starli » 15.09.2017 - 12:23

Mit deiner "Filterblase" solltest du aber auch nicht davon ausgehen, dass hier jeder weiß, was LSBT heißt. Wobei ich's mir aus dem Zusammenhang und dem Thema heraus natürlich denken kann..

Dann hatt' ich das wohl falsch verstanden, typisches Sender-Empfänger-Problem...
Deinem Anmeldedatum im Alpinforum nach sollte dir "Tina" ja noch ein Begriff sein ..
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Re: Balkan-Tour 11.-17.8.17 - 5: Zugbekanntschaft der anderen Art bei der Heimreise von Split nach München

Beitragvon ChrisB1 » 15.09.2017 - 15:45

Man lernt hier permanent dazu. Ich weiß jetzt auch endlich, was genau faggot bedeutet, war mir bisher nur aus "Money for nothing" ein Begriff.

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Re: Balkan-Tour 11.-17.8.17 - 5: Zugbekanntschaft der anderen Art bei der Heimreise von Split nach München

Beitragvon Florian86 » 15.09.2017 - 16:40

starli hat geschrieben:Mit deiner "Filterblase" solltest du aber auch nicht davon ausgehen, dass hier jeder weiß, was LSBT heißt.


Ups, hast Recht, und habs noch ausgeschrieben, ist tatsächlich so, dass ich nicht dran gedacht hab, jemand könnte nicht wissen, was das bedeutet...

starli hat geschrieben:Deinem Anmeldedatum im Alpinforum nach sollte dir "Tina" ja noch ein Begriff sein ..


Nö, aber in nem ruhigen Moment such ich dann wohl vielleicht mal nach (?) ihr. Hab lange Zeit lang nur die infrastrukturellen Neuigkeiten gelesen und ziemlich am Anfang einmal was eher falsches gepostet, wofür ich ziemlich angepflaumt wurde, weshalb ich mich dann lange mit dem Beiträge schreiben zurückgehalten hab.

ChrisB1 hat geschrieben:Man lernt hier permanent dazu. Ich weiß jetzt auch endlich, was genau faggot bedeutet, war mir bisher nur aus "Money for nothing" ein Begriff.


Ursprünglich heißt "faggot" übrigens "Reißigbündel" bzw. "Holzbündel", woher genau die heute geläufigere Bedeutung kommt ist übrigens nicht abschließend geklärt, es gibt mehrere Theorien...
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Re: Balkan-Tour 11.-17.8.17 - 5: Zugbekanntschaft der anderen Art bei der Heimreise von Split nach München

Beitragvon Maximus » 22.09.2017 - 19:17

Mein Respekt vor dem Bericht.
Die Art zu Reisen kommt mir in vielem sehr bekannt vor - War auch schon viel mit Interrail unterwegs, allerdings mehr im westlicheren Europa.

Toll in welcher Detaillierung und Offenheit Du hier schreibst. :top:

Hat mich bewegt, nach langer Zeit mal wieder hier zu schreiben. :)

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Re: Balkan-Tour 11.-17.8.17 - 5: Zugbekanntschaft der anderen Art bei der Heimreise von Split nach München

Beitragvon Klosterwappen » 26.09.2017 - 14:37

Jetzt hab ich eine Seite zu den italienischen Signalen entdeckt; da sind auch die Geschwindigkeitssignale erklärt:

http://www.segnalifs.it/it/sa/N_velmax.htm

Ist zwar auf Italienisch, aber m. E. trotzdem verständlich.
Es kommt auf die zulässige Seitenbeschleunigung der Züge an.

In Slowenien ist das m. E. genau so!
Darf ich die Gelegenheit nutzen, allen Usern dieses Forums bereits jetzt ein gesegnetes Weihnachtsfest und Alles Gute für 2018 zu wünschen!

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Re: Balkan-Tour 11.-17.8.17 - 5: Zugbekanntschaft der anderen Art bei der Heimreise von Split nach München

Beitragvon Florian86 » 11.10.2017 - 16:15

Ja, das mit der Seitenbeschleunigung klingt soweit logisch, danke dafür! Wobei ich mich noch zu erinnern meine, dass auf dem Balkan das höchste Limit am weitesten oben stand, also genau andersrum wie in Italien, kann das aber leider grad nicht verifizieren. ;-)
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