Nachdem meine Ratefrage gelöst ist, gehört es sich wohl, dass ich mit meinem Madeira - Bericht 2007 beginne, oder? OK, let's start.
Prolog: in den vergangenen 11 Jahren verbrachten Miki & Mausi ihren Sommer - Haupturlaub viermal in Kroatien, je zweimal auf den Kanaren und in Griechenland, einmal auf Island und zweimal auf Madeira. Wobei es in Kroatien 4 verschieden Urlaubsorte waren, auf den Kanaren und in GR handelte es sich auch um verschiedene Inseln, nur Madeira haben wir schon zum zweiten mal besucht. Und das sogar 'schon' nach 3 Jahren, bei uns absolut unüblich. Das will schon was heissen, oder

?
Der Grund, warum ich diesem Bericht an den von 2004 drangehängt habe, ist einfach: ich habe keine Lust alle Randdaten zu Madeira nochmals zu schreiben, vieles habe ich schon damals geschrieben und ist auch heute noch aktuell. Ausser dass es inzwischen 2 Seilbahnen mehr gibt

und die Ringstrasse mit etlichen neuen Tunnels ausgestattet wurde. Selbst das Wetter war nicht wesentlich anders als vor 3 Jahren, vielleicht noch ne Spur weniger warm. Die erste Woche verbrachten wir in Canico de Baixo, knapp 10 km östlich von Funchal, in einem tollen Hotel direkt am Meer, das war der klassiche 'Sonne - und Badeurlaub'. Das Wetter war ganz nach meinem Geschmack: in der Früh knapp unter 20 (die meisten Damen mussten beim Früstück an der Terasse was mit langen Ärmeln anziehen

) und tagsüber kletterte das Quecksilber, falls es sonnig war, auf maximal 25 Grad, was kombiniert mit starkem Wind selbst mir sehr angenehm war. In der zweitem Woche wechselten wir 'in die Berge', in ein Hotel im Westen der Insel, rund 550 m hoch gelegen, dort war es niemals heisser als +21 und in der Nacht gab es so um die 15 Grad, da hatte ich wirklich kein Problem damit dass die Zimmer - im Gegensatz zum ersten Hotel - nicht klimatisiert waren. Die ganze zweite Woche hatten wir einen Mietwagen (mehr zum Thema später) und waren mehr oder weniger die ganze Zeit unterwegs, den Hotelpool (brr ... kalt!) testete ich erst am letzten Tag als wir den Wagen schon abgeben mussten.
Aber ihr wollt ja keinen Klimabericht lesen, sondern Seilbahnen sehen! Als erstes kommt die 2005 gebaute 8EUB Jardim Botanico - Monte. Viele Details gibt es auf der offiziellen HP:
http://www.telefericojardimbotanico.com/
Darunter sind auch echte Schmankerl, wie z. B.:
Das Versprechen ist einer Traumreise, die bietet dem Besucher eine Panoramafahrt mit einzigen Blick über die Bucht von Funchal and das Tal Vale da Ribeira de João Gomes, einem Ort von ungewöhnlicher, exötischer Schönheit wo der Grün mit dem Blau vermischt ist.
Es handelt sich um die zweite Seilbahn in Funchal, während die erste von Stadtzentrum, also quasi vom Meer, zum 550 m hoch gelegenen Stadtteil Monte fährt, beginnt die neue deutlich höher, auf etwa 250 m und bestimmt 2 km Luftlinie von Zentrum, beim botanischen Garten von Funchal, und endet ebenfalls auf Monte, die beiden Bergstationen leigen etwa 200 m voneinender entfernt.
Die Anfahrt zur neuen Talstation ist steil, Parkpläze gibt es deutlich zu wenig (dafür aber wenigstens kostenlos), der Talstationsbereich kann sich aber sehen lassen: Restaurant, Geschäfte, Zufahrt vom Parkplatz zur Gondel mit Aufzug. Und ein eigenwilliges Stationsdesign:
Trasse der Bahn: zuerst geht es etwas bergab, erst danach hinauf. Im Gegensatz zur Bahn Zentrum - Monte, die direkt über den Dächern verläuft, fährt die Botanico - Bahn die ganze Zeit über unbewohntem Gebiet mit dichtem Baumbewuchs:
Innenleben der Talstation:
Bei der Auffahrt kann man deutlich auch die 'alte' Bahn vom Zenrum hinauf erkennen:
Die Bergstation wurde halb in den Berg gebaut, sieht man auch nicht alle Tage:
In der Bergstation:
Blick nach unten bei typischen Monte - Wetter:
Sicherheitshinweise auf portugiesisch:
Fazit: falls man als Liftfanatiker auf Madeira unterwegs ist, muss man die Bahn fahren, das ist Pflicht

. Ansonsten finde ich die Trasse relativ unglücklich gewählt - zuerst muss man auf steilen Strassen den halben Berg hinauffahren, sich einen Parkplatz suchen, und von der Bergstation muss man noch einen kurzen (etwa 150 m), aber steilen Fussweg bis nach Monte laufen. Und der Spass kostet stolze 12,25 Euro / Person, das finde ich recht hoch. Die 'alte' Bahn, die im Zentrum, nur 100 m von der Busstation und einem grossen Garagenhaus startet und etwas oberhalb der Botanico - Bahn ihre Bergstation hat, finde ich wesentlich besser gelungen (ganz zu schweigen dass ich DM besser mag als Poma).
Saison 2012/13: 58 Skitage = 10x Petzen, 9x Pohorje, 8x Mölltaler Gletscher, 6x BKK, 5x Sillian, 4x Nassfeld, 3x Gerlitzen, 2x Kals/Matrei, Lienz, 1x St. Jakob, Heiligenblut, Goldeck, Obertilliach, Kronplatz, Weinebene, Katschberg, Innerkrems, Turrach